Münchner Löwen bangen um die Lizenz
München (dpa) - Die Münchner Löwen haben Probleme mit der Erteilung der Lizenz für die kommende Spielzeit. «Die Deutsche Fußball Liga akzeptiert unseren Finanzplan für die nächste Saison in zwei wesentlichen Punkten nicht», sagte Geschäftsführer Stefan Ziffzer. Die kalkulierten Zuschauereinnahmen zweifele sie ebenso an wie die Reduzierung des Spieleretats.
Angesichts der drückenden finanziellen Sorgen befasst sich der Club derzeit mit der Möglichkeit des Verkaufs von Anteilen an der Allianz Arena. «Um unsere Stadion-Probleme zu lösen, müssen wir entweder 1000 Business Seats mehr verkaufen, das wären drei Millionen Euro mehr pro Saison. Oder Anteile abgeben. Andere Lösungen gibt es für 1860 in der zweiten Liga nicht», sagte Geschäftsführer Stefan Ziffzer. Bis Ende Mai soll die Situation geklärt werden.
«Wenn eine Änderung der Besitzverhältnisse am Stadion dazu beitragen können, die Strukturprobleme von 1860 zu lösen, wäre es nahezu kriminell, dieses Instrument nicht zu nutzen. Wenn wir sagen, wir wollen auf Gedeih und Verderb gleichrangiger Partner sein, dann gefährden wir die Fußball-GmbH des TSV 1860 und die Mannschaft, kurz gesagt: alles!», erklärte Ziffzer. Schlimm sähe es im Falle des Abstiegs aus der 2. Bundesliga aus. «Die Allianz Arena - so schön sie ist - ist schon in der zweiten Liga eine Nummer zu groß. In der Regionalliga wäre sie zu den bestehenden Konditionen nicht bezahlbar.»
Manager Stefan Reuter erklärte, wer wolle langfristig für seinen Verein arbeiten, denke im Falle eines Abstiegs aus der 2. Fußball-Bundesliga aber auch über einen Abschied nach. «Ich konzentriere mich voll und ganz auf den Klassenerhalt. Falls das nicht klappt, kann man nach der Saison schauen, ob die Zusammenarbeit weiterhin Sinn hat», sagte Reuter. «Er steht zu 1000 Prozent hinter dem Verein», sagte Robert Hettich, Pressesprecher des Münchner Zweitliga-Clubs. Reuter hatte das Amt bei den «Löwen» im Januar angetreten.
Quelle: augsburger-allgemeine.de
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Bluebyte
Größenwahnsinn eines alten Patriachen, Vetterles-Wirtschaft und Korruption - jetzt geht es ans Tafelsilber. Wieder ein Klub der sich kräftig übernommen hat und dem es droht, nun langfristig in der Versenkung zu verschwinden. Der Glaube sich den schnellen Erfolg kaufen zu können ist wieder einmal an der Realität zerbröselt.
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