Tag der deutschen Einheit - wie habt ihr es damals erlebt?
- McVillager
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Tag der deutschen Einheit - wie habt ihr es damals erlebt?
Mich würde mal interessieren wer hier ganz persönliche Geschichten rund um den Mauerfall und die deutsche Einheit erzählen kann? Wie habt ihr den Mauerfall damals erlebt, die Nachrichten davor und danach.
Ich war damals zwar noch jungfräulich und naiv (manche meinen ich wäre das heute noch...), heute bin ich aber froh dass ich das mitverfolgen durfte.
Ich war damals zwar noch jungfräulich und naiv (manche meinen ich wäre das heute noch...), heute bin ich aber froh dass ich das mitverfolgen durfte.
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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- Soulfly
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Ich war damals 16 Jahre alt und interessierte mich
erstmals für Politik und Geschichte.
Für mich ist die Wende eines der größten geschichtlichen
Ereignisse. Europa ist heute nicht mehr wie damals.
Die Tragweite war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen.
Der Euro, der Krieg in Jugoslawien, die Auflösung der
Warschauer Pakts, die Auflösung der UdSSR und vieles
mehr wären ohne der Wende nicht möglich gewesen
bzw. geschehen.
erstmals für Politik und Geschichte.
Für mich ist die Wende eines der größten geschichtlichen
Ereignisse. Europa ist heute nicht mehr wie damals.
Die Tragweite war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen.
Der Euro, der Krieg in Jugoslawien, die Auflösung der
Warschauer Pakts, die Auflösung der UdSSR und vieles
mehr wären ohne der Wende nicht möglich gewesen
bzw. geschehen.
Hold Your Fire
- kickersharry
- Kickers-Fan
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Hatte(habe)in Berlin nen' Kumpel.Dadurch bin ich noch vor dem Mauerfall
meistens 2-mal im Jahr(Sommer/Sylvester)nach Berlin mit dem Auto nach Berlin gefahren.War schon irgendwie n'komisches Gefühl über die holprige Transitautobahn durch DDR Hoheitsgebiet zu fahren.Geil fand ich immer die Transitshops.Gabs immer Alkohol in 1l statt 0,7l Flaschen.:-)
War dann schon ein ergreifendes Gefühl als die Mauer fiel.Hab mir sogar damals in Berlin ein kleines Stück der Mauer erworben. :wink:
meistens 2-mal im Jahr(Sommer/Sylvester)nach Berlin mit dem Auto nach Berlin gefahren.War schon irgendwie n'komisches Gefühl über die holprige Transitautobahn durch DDR Hoheitsgebiet zu fahren.Geil fand ich immer die Transitshops.Gabs immer Alkohol in 1l statt 0,7l Flaschen.:-)
War dann schon ein ergreifendes Gefühl als die Mauer fiel.Hab mir sogar damals in Berlin ein kleines Stück der Mauer erworben. :wink:
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Überlinger
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Joe.
- Kickers-Fan
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- Registriert: Dienstag 19. August 2003, 13:39
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Eigentlich liege ich mit meinen politischen Prognosen ebenso häufig daneben wie mit den Tipps bei Kickers-Spielen. Nachdem aber der alte kommunistische Machtapparat in Polen, Ungarn und vor allem der Sowjetunion schon mächtig eingebrochen war, hatte ich nach der Massenflucht der DDR-Bürgern über Ungarn und Prag im Sommer 89 den Eindruck, dass sich die SED nicht mehr lange halten können wird.
Es war für mich aber seit den Montags-Demonstrationen in Leipzig etc. die Frage, ob die Betonköpfe um Mielke bewaffnete Stasi-Truppen auf die Bevölkerung loslassen wie im Juni 1989 die KP Chinas bei den Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, oder ob Reformer wie Modrow die Macht an sich ziehen und einen friedlichen Übergang gewährleisten. Mit Schabowskis Ankündigung der Mauer-Eröffnung war ich ziemlich erlöst und dankbar, dass es zu keinen Massakern gekommen war.
An eine schnelle staatliche Wiedervereinigung habe ich nicht geglaubt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Russland aus Gründen der politischen Gesichtswahrung akzeptieren konnte, vielmehr ging ich, wie viele andere auch, von einer Konförderation beider deutscher Staaten mit der BRD als Senior- und der DDR als Juniorpartner aus, was einer faktischen Wiedervereinigung gleichgekommen wäre.
Ein wie auch immer geartetes besonderes Gefühl hatte ich allerdings nicht. Ich habe an der FU in (West-) Berlin Ende der Siebziger, Anfang der Achtiger studiert. Noch zu Beginn meiner Studienzeit war ich einige wenige Male in Ostberlin, weil es doch ziemlich seltsam war, auf einer ganz kurzen Strecke so unterschiedliche Welten zu erleben. Aber sehr bald war der Kick vorbei. Die DDR war für mich überwiegend eine bizarre Landschaft die ich ich auf dem Weg von Berlin nach Stuttgart oder woanders in Wessiland und wieder zurück zu durchqueren hatte, mit noch bizarreren Leuten, aber immer langweilig, und manchmal auch ärgerlich, wenn ich verpennt hatte und bei Dreilinden (Grenzübergang) etc. im Stau warten musste.
Der Mauer (zumindest der auf der Westberliner Seite) dagegen gewann ich vor allem in meiner Kreuzberger Zeit auch Gutes ab. Wenn ich betrunken und nachts auf dem Nachhauseweg war, konnte ich mich daran abstützen und bin nicht umgefallen.
Es war für mich aber seit den Montags-Demonstrationen in Leipzig etc. die Frage, ob die Betonköpfe um Mielke bewaffnete Stasi-Truppen auf die Bevölkerung loslassen wie im Juni 1989 die KP Chinas bei den Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, oder ob Reformer wie Modrow die Macht an sich ziehen und einen friedlichen Übergang gewährleisten. Mit Schabowskis Ankündigung der Mauer-Eröffnung war ich ziemlich erlöst und dankbar, dass es zu keinen Massakern gekommen war.
An eine schnelle staatliche Wiedervereinigung habe ich nicht geglaubt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Russland aus Gründen der politischen Gesichtswahrung akzeptieren konnte, vielmehr ging ich, wie viele andere auch, von einer Konförderation beider deutscher Staaten mit der BRD als Senior- und der DDR als Juniorpartner aus, was einer faktischen Wiedervereinigung gleichgekommen wäre.
Ein wie auch immer geartetes besonderes Gefühl hatte ich allerdings nicht. Ich habe an der FU in (West-) Berlin Ende der Siebziger, Anfang der Achtiger studiert. Noch zu Beginn meiner Studienzeit war ich einige wenige Male in Ostberlin, weil es doch ziemlich seltsam war, auf einer ganz kurzen Strecke so unterschiedliche Welten zu erleben. Aber sehr bald war der Kick vorbei. Die DDR war für mich überwiegend eine bizarre Landschaft die ich ich auf dem Weg von Berlin nach Stuttgart oder woanders in Wessiland und wieder zurück zu durchqueren hatte, mit noch bizarreren Leuten, aber immer langweilig, und manchmal auch ärgerlich, wenn ich verpennt hatte und bei Dreilinden (Grenzübergang) etc. im Stau warten musste.
Der Mauer (zumindest der auf der Westberliner Seite) dagegen gewann ich vor allem in meiner Kreuzberger Zeit auch Gutes ab. Wenn ich betrunken und nachts auf dem Nachhauseweg war, konnte ich mich daran abstützen und bin nicht umgefallen.
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Blaufieber
- Kickers-Fan
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- Registriert: Montag 25. August 2003, 07:52
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Die eigentliche Wiedervereinigung hat mich damals ziemlich kalt gelassen. Ich hatte damals von diesem Einheitsgedudel schon genug und hab die einheit mehr oder wenig demonstrativ verschlafen. Die Monate zuvor und der Prozess vom Mauerfall bis hin zur Währungsreform waren hingegen sehr aufregend und interessant.
Rückblickend bin ich erstaunt, wie das Politik und Politiker damals hinbekommen hat. Denn heute kann man mit Recht den Eindruck bekommen, als ob die große wie die kleine Politik zu nichts mehr im stande ist.
Rückblickend bin ich erstaunt, wie das Politik und Politiker damals hinbekommen hat. Denn heute kann man mit Recht den Eindruck bekommen, als ob die große wie die kleine Politik zu nichts mehr im stande ist.
- TEUTONEN WILLY ON TOUR
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Ach, moin Richy! Internet scheint wohl wieder bei Dir zu laufen...schön zu hören. Willkommen zurück im Club!TEUTONEN WILLY ON TOUR hat geschrieben:die mauer ist am 9.november 1989 gefallen und der tag der einheit ist der 3. oktober 1990 diese zwei daten muss man schon trennen
WIR SIND EUROPAPOKALSIEGER DER LANDESMEISTER IM FELDHOCKEY !!!

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- TEUTONEN WILLY ON TOUR
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...und manchmal schickt die Telekom die DSL-Hardware auch doppelt,ohne dass die das merken. :D :wink: :DFelix B. hat geschrieben:Jo, bei der Telekom kann das allerdings mal passieren, so viel wie bei denen oft nicht funktioniert.TEUTONEN WILLY ON TOUR hat geschrieben:da war ein defekt im modem bei der telekom kann mal passieren
- Basti
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bei dir auch? HeHeHe, die bekommen echt gar nichts gebacken. Mir wurden 2 Modems und 3 Splitter damals zugeschickt. Hat sich ganz nett über Ebay verticken lassen :wink:GelsenKickers hat geschrieben: ...und manchmal schickt die Telekom die DSL-Hardware auch doppelt,ohne dass die das merken. :D :wink: :D
- Heiko
- Kickers-Fan
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An jenem 9.November hat man noch gar nicht so recht realisiert was da eigentlich passiert - auf der anderen Seite der Mauer war das den Leuten sicherlich sehr viel bewußter.
Ich hatte mich vorher nie mit dem Thema Wiedervereinigung ernsthaft befasst - so etwas war ja auch ein paar Jahre zuvor noch undenkbar gewesen. Als es dann plötzlich losging war es mehr Sorge, daß es zu wie auch immer gearteten "Zwischenfällen" kommt, als wirkliche Freude.
Am 3.Oktober 1990 haben wir dann allerdings beflaggt - mit dem Jolly Roger versteht sich.
Ich hatte mich vorher nie mit dem Thema Wiedervereinigung ernsthaft befasst - so etwas war ja auch ein paar Jahre zuvor noch undenkbar gewesen. Als es dann plötzlich losging war es mehr Sorge, daß es zu wie auch immer gearteten "Zwischenfällen" kommt, als wirkliche Freude.
Am 3.Oktober 1990 haben wir dann allerdings beflaggt - mit dem Jolly Roger versteht sich.
Die stillstehende Uhr, die täglich zweimal die richtige Zeit angezeigt hat, blickt nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurück.
