Mit einer drastischen Strafe gegen Nikola Mijailovic hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) im Kampf gegen Rassismus ein deutliches Zeichen gesetzt. Der 24-Jährige vom polnischen Club Wisla Krakau wurde wegen rassistischer Äußerungen im UEFA-Cup-Gruppenspiel gegen die Blackburn Rovers für fünf Europacup- Spiele gesperrt. Dies gab die UEFA am Freitag bekannt. Mijailovic kann gegen dieses Urteil bis zum kommenden Montag (24.00 Uhr) in die Berufung gehen.
Die Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA sah es nach einer eingehenden Untersuchung als erwiesen an, dass Mijailovic in der Partie am 19. Oktober (1:2) seinen südafrikanischen Gegenspieler Benni McCarthy rassistisch beschimpft hatte. Blackburn hatte die UEFA nach der Partie in einer offiziellen Beschwerde über die Vorkommnisse informiert.
«Benni regte sich über einige persönliche Kommentare auf, die ein Spieler von Krakau äußerte. Die Kommentare passierten mehrmals während des Spiels, aber Benni reagierte nicht darauf», hatte Blackburns Trainer Mark Hughes nach der Partie berichtet. Obwohl McCarthy in der Halbzeitpause das Gespräch mit Mijailovic suchte, hatten sich die Schmähungen in der 2. Halbzeit fortgesetzt. Die Vorwürfe der Briten wurden durch den Bericht des schwedischen Schiedsrichters Stefan Johannesson gestützt.
Die UEFA-Disziplinarkammer wiederholte bei der Urteilsbegründung ihre Ansicht, dass rassistische Vergehen nicht nur ein eklatanter Verstoß gegen das Fairplay-Prinzip seien, sondern dass solche Verstöße auch eine ernsthafte Bedrohung für den gesamten Sport und seine ethischen Werte darstellten.
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