Spielberichte: Kickers-Kassel
- Roland
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Spielberichte: Kickers-Kassel
1:3-Heimpleite gegen Hessen Kassel
Der gewünschte Befreiungsschlag mit einem dreifachen Punktgewinn nach sieben sieglosen Spielen blieb heute aus. Es passierte leider sogar das Gegenteil, denn das Team von Trainer Robin Dutt verlor am heutigen Abend vor 2555 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen den Aufsteiger KSV Hessen Kassel mit 1:3 (1:3) Toren.
Bereits nach zwanzig Minuten lagen die Blauen mit 0:2 zurück, Keim (14.) und Beyer (19.) trafen für Kassel. Oliver Stierle gelang mit seinem Schuss aus 20 Metern in der 30. Minute der 1:2-Anschlusstreffer, doch Bauer stellte den zwei Toreabstand wieder her (39.).
Kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab Christian Okpala zu allem Überfluss noch einen Foulelfmeter. Im zweiten Durchgang hatten die Kickers durchaus ihre Chancen, doch wollte kein Treffer mehr gelingen.Die Konterchancen der Gäste vereitelte einmal mehr Kickers-Torhüter David Yelldell.
Trainer Robin Dutt: "Ich habe heute trotz der Niederlage gewisse Tugenden gesehen. Ich werde nicht auf die Mannschaft einprügeln, sondern wir werden als Mannschaft gemeinsam versuchen Schritt für Schritt da rauskommen."
stuttgarter-kickers.de
Der gewünschte Befreiungsschlag mit einem dreifachen Punktgewinn nach sieben sieglosen Spielen blieb heute aus. Es passierte leider sogar das Gegenteil, denn das Team von Trainer Robin Dutt verlor am heutigen Abend vor 2555 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen den Aufsteiger KSV Hessen Kassel mit 1:3 (1:3) Toren.
Bereits nach zwanzig Minuten lagen die Blauen mit 0:2 zurück, Keim (14.) und Beyer (19.) trafen für Kassel. Oliver Stierle gelang mit seinem Schuss aus 20 Metern in der 30. Minute der 1:2-Anschlusstreffer, doch Bauer stellte den zwei Toreabstand wieder her (39.).
Kurz vor dem Halbzeitpfiff vergab Christian Okpala zu allem Überfluss noch einen Foulelfmeter. Im zweiten Durchgang hatten die Kickers durchaus ihre Chancen, doch wollte kein Treffer mehr gelingen.Die Konterchancen der Gäste vereitelte einmal mehr Kickers-Torhüter David Yelldell.
Trainer Robin Dutt: "Ich habe heute trotz der Niederlage gewisse Tugenden gesehen. Ich werde nicht auf die Mannschaft einprügeln, sondern wir werden als Mannschaft gemeinsam versuchen Schritt für Schritt da rauskommen."
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Sie haben sich bemüht
Die Stuttgarter Kickers unterliegen Hessen Kassel mit 1:3 - Dutt stellt sich vor die Mannschaft
Stuttgart - Die Talfahrt der Stuttgar-ter Kickers setzt sich fort. Der Fußball-Regionalligist unterlag gestern Abend Aufsteiger Hessen Kassel mit 1:3 (1:3). Fehlende Einsatzbereitschaft kann der Mannschaft diesesmal zwar nicht vorgeworfen werden. Dennoch war der Auftritt vor nur 2555 Zuschauern desolat. Im Zeugnis würde stehen: "Sie haben sich bemüht."
Von Sigor Paesler
"Wir tun und wir machen, aber im Moment fruchtet es einfach nichts", sagte Stuttgarts Verteidiger Manuel Hartmann frustriert. "Irgendwann müssen wir aus dem Tal doch wieder rauskommen." Mit der gestern gezeigten Leistung wird das nicht klappen, denn Einsatz allein reicht eben auch nicht. Das sah auch Kickers-Coach Robin Dutt so. Dennoch wollte er die Mannschaft nicht zu hart kritisieren. "Man kann ihr den Willen nicht absprechen, aber leider hat es sehr unkoordiniert gewirkt", analysierte er.
Im Stadionheft hatte Dutt angesichts des schwachen Auftrittes zuletzt beim 1:1 in München unmissverständlich klar gemacht, was er von den Spielern erwartet. Er stelle sich vor einen großen Teil der Mannschaft, die Verantwortung zeige. Die "sich anders Verhaltenden" aber warnte er, der Verein müsse "notfalls ohne sie auskommen". Weiter schrieb er vom "nun letzten Warnschuss". Für Bashiru Gambo bedeutete das zunächst einen Platz auf der Bank, der zuletzt ebenfalls gescholtene Christian Okpala aber spielte von Beginn an. Die Kickers kämpfen. Das fehlende Selbstvertrauen nach sieben Ligaspielen ohne Sieg aber war in jeder Aktion zu spüren. Im Spielaufbau keine Ideen und statt dessen ein Fehlpass nach dem anderen, in der Defensive reichlich unsortiert. Dutt hatte von einer Vierer- auf eine Dreierabwehrkette umgestellt - was er schnell wieder korrigierte. Drei Gegentore in der ersten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache. Christoph Keim köpfte nach einer Ecke zum 1:0 für Kassel ein (13.). Nachdem die Gäste zweimal das Aluminium getroffen hatten, erhöhte Daniel Beyer mit einem Distanzschuss auf 2:0 (19.). Oliver Stierle verkürzte mit einem beherzten Schuss ebenfalls aus der Ferne auf 1:2 (21.). Doch nach einer schwachen Abwehr von Stuttgarts Keeper David Yelldell staubte Thorsten Bauer zum 3:1 für die Hessen ab (39.). Und als ob der Nackenschläge nicht genug wären, verschoss Okpala kurz vor der Pause einen an Mesic verschuldeten Foulelfmeter. "Momentan kommt alles zusammen, der Elfmeter war die Krönung", meinte Dutt.
Der Coach schickte die Mannschaft unverändert aus der Kabine. Doch sie machte es nicht besser. Mit jeder Minute wurden die Aktionen hektischer. Die Gäste konzentrierten sich nur noch auf die Verteidigung, mussten aber mit Ausnahme von zwei Schüssen von Stierle keine gefährliche Situation mehr überstehen.
Auch wenn er die Leistung nicht beschönigen wollte, stellte sich Dutt gestern demonstrativ vor die Mannschaft. "Sie ist am Boden. Meine Aufgabe ist es, sie jetzt Zentimeter für Zentimeter aufzubauen", sagte er. "Nach dem Spiel in München musste sie sich genug harte Worte anhören."
Esslinger Zeitung
Die Stuttgarter Kickers unterliegen Hessen Kassel mit 1:3 - Dutt stellt sich vor die Mannschaft
Stuttgart - Die Talfahrt der Stuttgar-ter Kickers setzt sich fort. Der Fußball-Regionalligist unterlag gestern Abend Aufsteiger Hessen Kassel mit 1:3 (1:3). Fehlende Einsatzbereitschaft kann der Mannschaft diesesmal zwar nicht vorgeworfen werden. Dennoch war der Auftritt vor nur 2555 Zuschauern desolat. Im Zeugnis würde stehen: "Sie haben sich bemüht."
Von Sigor Paesler
"Wir tun und wir machen, aber im Moment fruchtet es einfach nichts", sagte Stuttgarts Verteidiger Manuel Hartmann frustriert. "Irgendwann müssen wir aus dem Tal doch wieder rauskommen." Mit der gestern gezeigten Leistung wird das nicht klappen, denn Einsatz allein reicht eben auch nicht. Das sah auch Kickers-Coach Robin Dutt so. Dennoch wollte er die Mannschaft nicht zu hart kritisieren. "Man kann ihr den Willen nicht absprechen, aber leider hat es sehr unkoordiniert gewirkt", analysierte er.
Im Stadionheft hatte Dutt angesichts des schwachen Auftrittes zuletzt beim 1:1 in München unmissverständlich klar gemacht, was er von den Spielern erwartet. Er stelle sich vor einen großen Teil der Mannschaft, die Verantwortung zeige. Die "sich anders Verhaltenden" aber warnte er, der Verein müsse "notfalls ohne sie auskommen". Weiter schrieb er vom "nun letzten Warnschuss". Für Bashiru Gambo bedeutete das zunächst einen Platz auf der Bank, der zuletzt ebenfalls gescholtene Christian Okpala aber spielte von Beginn an. Die Kickers kämpfen. Das fehlende Selbstvertrauen nach sieben Ligaspielen ohne Sieg aber war in jeder Aktion zu spüren. Im Spielaufbau keine Ideen und statt dessen ein Fehlpass nach dem anderen, in der Defensive reichlich unsortiert. Dutt hatte von einer Vierer- auf eine Dreierabwehrkette umgestellt - was er schnell wieder korrigierte. Drei Gegentore in der ersten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache. Christoph Keim köpfte nach einer Ecke zum 1:0 für Kassel ein (13.). Nachdem die Gäste zweimal das Aluminium getroffen hatten, erhöhte Daniel Beyer mit einem Distanzschuss auf 2:0 (19.). Oliver Stierle verkürzte mit einem beherzten Schuss ebenfalls aus der Ferne auf 1:2 (21.). Doch nach einer schwachen Abwehr von Stuttgarts Keeper David Yelldell staubte Thorsten Bauer zum 3:1 für die Hessen ab (39.). Und als ob der Nackenschläge nicht genug wären, verschoss Okpala kurz vor der Pause einen an Mesic verschuldeten Foulelfmeter. "Momentan kommt alles zusammen, der Elfmeter war die Krönung", meinte Dutt.
Der Coach schickte die Mannschaft unverändert aus der Kabine. Doch sie machte es nicht besser. Mit jeder Minute wurden die Aktionen hektischer. Die Gäste konzentrierten sich nur noch auf die Verteidigung, mussten aber mit Ausnahme von zwei Schüssen von Stierle keine gefährliche Situation mehr überstehen.
Auch wenn er die Leistung nicht beschönigen wollte, stellte sich Dutt gestern demonstrativ vor die Mannschaft. "Sie ist am Boden. Meine Aufgabe ist es, sie jetzt Zentimeter für Zentimeter aufzubauen", sagte er. "Nach dem Spiel in München musste sie sich genug harte Worte anhören."
Esslinger Zeitung
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Husarenstreich der Löwen beim Aufstiegs-Kandidaten
Thorsten Bauer erzielte den 3. Treffer
Mit (mannschaftlicher) Ge- und Entschlossenheit, mit System und "Stören" feierte Aufsteiger KSV Hessen Kassel am Mittwochabend vor 2.555 Zuschauern im Gazi- Stadion einen verdienten 3:1-Auswärtssieg beim Aufstiegskandidaten Stuttgarter Kickers. In einer vom Spielverlauf her erlebnisreichen ersten Halbzeit, in der alle Tore fielen, erzielten Christoph Keim, Daniel Beyer und Thorsten Bauer die Treffer für die Löwen, die damit bei respektablen 22 Zählern auf Rang Sieben vorrückten. "Teufelskerl" Oliver Adler hielt beim Stande von 3:1 unmittelbar vor dem Pausenpfiff einen Foulelfmeter gegen Okpala und obendrein den Nachschuß.
Im ihrem zweiten Mittwochspiel dieser Saison besiegten die Löwen nach der TSG Hoffenheim am zweiten Spieltag (1:0) nunmehr mit den Stuttgarter Kickers einen weiteren Aufstiegs- Kandidaten. Vor einigen Wochen noch Zuschauer beim DFB-Pokal-Coup der Gastgeber gegen den Hamburger SV, vollbrachten die Löwen nun an gleicher Stätte ihren Husarenstreich. Und zwar mit mannschaftlichr Geschlossenheit, enormen Aufwand an Laufbereitschaft und Einsatz sowie einem ausgeklügelten System sowie gekonntem Stören der Aktionen des Gegner bereits bei dessen Spielaufbau. Taktiker Matthias Hamann schickte die Elf, die am letzten Samstag Pirmasens mit 2:0 im Auestadion besiegt hatte, ins Geschehen. Bis auf eine Veränderung: Kim Schwager rückte für Saky Noutsos in die Start-Elf..
Somit sah des Trainers Spielsystem die gewohnte und bewährte Vierer- Abwehrkette und davor ein Vierer-Mittelfeld vor, dass dem Sturmduo Thorsten Bauer/Julio Cesar da Rosa den Rücken frei halten sollte. Vor allem sollten die Aktionen der, nach sieben Spielen ohne Sieg womöglich verunsicherten, Kickers früh im Spielaufbau eingeschränkt und unterbunden werden. Das gelang den emsigen Löwen prächtig. Hinzu kam dann auch noch ein früher Tor-Doppelschlag, der dem KSV die nötige Sicherheit und weiteren Auftrieb gab, während er die "Blauen" noch mehr verunsicherte.
Es begab sich zur 13. Spielminute Linksverteidiger Christoph Keim erstmals in die gegnerische Hälfe, passte auf seine "Lieblings-Anspielstation" Thorsten Bauer, der legte klug für Sebastian Busch auf, dessen stramme Direktabnahme aus 22 Metern von einem Stuttgarter ins Toraus abgefälscht wurde. Beim ersten KSV-Eckball fand Daniel Beyer von links mit rechts den Schopf von Christoph Keim, der im gegnerischen Strafraum am höchsten ragte und seine Kopfballstärke zum Führungstreffer und seinem zweiten Saisontor nutzte .
Eben noch Wegbereiter fasste sich sechs Minuten später Daniel Beyer - wie zuletzt gegen Pirmasens beim 1:0 - aus der Distanz ein Herz - ein Schuss, ein Strich und der Ball zappelte von halbrechter Position aus im linken Toreck zum 0:2. (19.) Bereits der vierte Saisontreffer für den neuen "Torschützen vom Dienst", der dabei erstmals auch auswärts traf. Bemerkenswert derzeit beim 24jährigen Techniker ist sein engagiertes Zweikampfverhalten und wie er sich an der eigenen Strafraumgrenze in den satten Schuß des Stuttgarters Schlabach warf (18.) . In einer Phase des regelrechten, offenen Schlagabtausches hatte sich anschließend - noch vor dem Tor zum 0:2 - Kickers-Keeper David Yelldell in den Schuß des wenige Meter frei vor ihm auftauchenden Julio Cesar da Rosa geworfen, ehe Thorsten Bauer im Nachschuß den Ball an die Torlatte bugsierte.
Doch Kassels Nr. 10 sollte alsbald noch seine "Abstauber- Qualitäten" unter Beweis stellen. Zuvor brachte Oliver Stierle mit einem fulminanten Linksschuß von halblinker Position die Gastgeber auf 1:2 heran, wobei KSV- Keeper Oliver Adler den Ball vor Überqueren der Torlinie im Eck noch mit den Fingerspitzen berührt hatte (33.). Pech für Kassels großartigen Rückhalt, der zuvor per Reflex bzw. Fußabwehr bereits eine Großchance von Mesic vereitelt hatte.
Wie so oft in dieser Saison antworteten die Löwen nach einem Gegentor blitzschnell. Zunächst verpasste Julio Cesar da Rosa knapp ein Tor, dann musste sich Torhüter David Yelldell nach einem raffinierten Freistoß von Kim Schwager, der das Vertrauen des Trainers rechtfertigte und sich als Standard- Spezialist zu entpuppen scheint, mächtig lang machen, um gerade noch den Ball über die Torlatte zu lenken. In der 39. Spielminute war dann der 25jährige Kickers- Schlußmann bezwungen, als Yelldell einen strammen Distanzschuß nur abklatschen konnte, ehe Thorsten Bauer zu seinem siebten Saisontor "abstaubte". Wenig später wäre Yelldell gegen Thorsten Bauer fast wieder nur "zweiter Sieger" gewesen, als der 29jährige KSV- Torjäger nur einen Tick zu spät kam, während der Stuttgarter Schlussmann fast noch ein "Luftloch" geschlagen hätte.
Die Wertung für den besten Torwart des Abends sollte ohnehin an Oliver Adler gehen, der kurz vor dem Pausenpfiff seinen großen Auftritt hatte. Doch fein der Reihe nach! Zunächst kam Mimes Mesic gegen den überzeugenden Mario Klinger (ein Sonderlob für das Innenverteidger- Paar Schönewolf/Klinger an diesem Abend) irgendwie im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Günter Perl aus München zeigte zur Verwunderung der Gäste auf den Elfmeterpunkt. Christian Okpala lief an, stoppte kurz ab...doch nicht mit Oliver Adler....der "roch den Braten" und "fischte" die halbhoch geschossene Lederkugel aus dem Eck, um beim Nachschuß mit einer tollkühnen Tat "Kopf und Kragen" zu riskieren. Adler gut, Halbzeitstand gut...erst Mal Luft holen nach einer atemberaubenden ersten Halbzeit.
Fortsetzung folgt!
ksv-hessen.de
Thorsten Bauer erzielte den 3. Treffer
Mit (mannschaftlicher) Ge- und Entschlossenheit, mit System und "Stören" feierte Aufsteiger KSV Hessen Kassel am Mittwochabend vor 2.555 Zuschauern im Gazi- Stadion einen verdienten 3:1-Auswärtssieg beim Aufstiegskandidaten Stuttgarter Kickers. In einer vom Spielverlauf her erlebnisreichen ersten Halbzeit, in der alle Tore fielen, erzielten Christoph Keim, Daniel Beyer und Thorsten Bauer die Treffer für die Löwen, die damit bei respektablen 22 Zählern auf Rang Sieben vorrückten. "Teufelskerl" Oliver Adler hielt beim Stande von 3:1 unmittelbar vor dem Pausenpfiff einen Foulelfmeter gegen Okpala und obendrein den Nachschuß.
Im ihrem zweiten Mittwochspiel dieser Saison besiegten die Löwen nach der TSG Hoffenheim am zweiten Spieltag (1:0) nunmehr mit den Stuttgarter Kickers einen weiteren Aufstiegs- Kandidaten. Vor einigen Wochen noch Zuschauer beim DFB-Pokal-Coup der Gastgeber gegen den Hamburger SV, vollbrachten die Löwen nun an gleicher Stätte ihren Husarenstreich. Und zwar mit mannschaftlichr Geschlossenheit, enormen Aufwand an Laufbereitschaft und Einsatz sowie einem ausgeklügelten System sowie gekonntem Stören der Aktionen des Gegner bereits bei dessen Spielaufbau. Taktiker Matthias Hamann schickte die Elf, die am letzten Samstag Pirmasens mit 2:0 im Auestadion besiegt hatte, ins Geschehen. Bis auf eine Veränderung: Kim Schwager rückte für Saky Noutsos in die Start-Elf..
Somit sah des Trainers Spielsystem die gewohnte und bewährte Vierer- Abwehrkette und davor ein Vierer-Mittelfeld vor, dass dem Sturmduo Thorsten Bauer/Julio Cesar da Rosa den Rücken frei halten sollte. Vor allem sollten die Aktionen der, nach sieben Spielen ohne Sieg womöglich verunsicherten, Kickers früh im Spielaufbau eingeschränkt und unterbunden werden. Das gelang den emsigen Löwen prächtig. Hinzu kam dann auch noch ein früher Tor-Doppelschlag, der dem KSV die nötige Sicherheit und weiteren Auftrieb gab, während er die "Blauen" noch mehr verunsicherte.
Es begab sich zur 13. Spielminute Linksverteidiger Christoph Keim erstmals in die gegnerische Hälfe, passte auf seine "Lieblings-Anspielstation" Thorsten Bauer, der legte klug für Sebastian Busch auf, dessen stramme Direktabnahme aus 22 Metern von einem Stuttgarter ins Toraus abgefälscht wurde. Beim ersten KSV-Eckball fand Daniel Beyer von links mit rechts den Schopf von Christoph Keim, der im gegnerischen Strafraum am höchsten ragte und seine Kopfballstärke zum Führungstreffer und seinem zweiten Saisontor nutzte .
Eben noch Wegbereiter fasste sich sechs Minuten später Daniel Beyer - wie zuletzt gegen Pirmasens beim 1:0 - aus der Distanz ein Herz - ein Schuss, ein Strich und der Ball zappelte von halbrechter Position aus im linken Toreck zum 0:2. (19.) Bereits der vierte Saisontreffer für den neuen "Torschützen vom Dienst", der dabei erstmals auch auswärts traf. Bemerkenswert derzeit beim 24jährigen Techniker ist sein engagiertes Zweikampfverhalten und wie er sich an der eigenen Strafraumgrenze in den satten Schuß des Stuttgarters Schlabach warf (18.) . In einer Phase des regelrechten, offenen Schlagabtausches hatte sich anschließend - noch vor dem Tor zum 0:2 - Kickers-Keeper David Yelldell in den Schuß des wenige Meter frei vor ihm auftauchenden Julio Cesar da Rosa geworfen, ehe Thorsten Bauer im Nachschuß den Ball an die Torlatte bugsierte.
Doch Kassels Nr. 10 sollte alsbald noch seine "Abstauber- Qualitäten" unter Beweis stellen. Zuvor brachte Oliver Stierle mit einem fulminanten Linksschuß von halblinker Position die Gastgeber auf 1:2 heran, wobei KSV- Keeper Oliver Adler den Ball vor Überqueren der Torlinie im Eck noch mit den Fingerspitzen berührt hatte (33.). Pech für Kassels großartigen Rückhalt, der zuvor per Reflex bzw. Fußabwehr bereits eine Großchance von Mesic vereitelt hatte.
Wie so oft in dieser Saison antworteten die Löwen nach einem Gegentor blitzschnell. Zunächst verpasste Julio Cesar da Rosa knapp ein Tor, dann musste sich Torhüter David Yelldell nach einem raffinierten Freistoß von Kim Schwager, der das Vertrauen des Trainers rechtfertigte und sich als Standard- Spezialist zu entpuppen scheint, mächtig lang machen, um gerade noch den Ball über die Torlatte zu lenken. In der 39. Spielminute war dann der 25jährige Kickers- Schlußmann bezwungen, als Yelldell einen strammen Distanzschuß nur abklatschen konnte, ehe Thorsten Bauer zu seinem siebten Saisontor "abstaubte". Wenig später wäre Yelldell gegen Thorsten Bauer fast wieder nur "zweiter Sieger" gewesen, als der 29jährige KSV- Torjäger nur einen Tick zu spät kam, während der Stuttgarter Schlussmann fast noch ein "Luftloch" geschlagen hätte.
Die Wertung für den besten Torwart des Abends sollte ohnehin an Oliver Adler gehen, der kurz vor dem Pausenpfiff seinen großen Auftritt hatte. Doch fein der Reihe nach! Zunächst kam Mimes Mesic gegen den überzeugenden Mario Klinger (ein Sonderlob für das Innenverteidger- Paar Schönewolf/Klinger an diesem Abend) irgendwie im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Günter Perl aus München zeigte zur Verwunderung der Gäste auf den Elfmeterpunkt. Christian Okpala lief an, stoppte kurz ab...doch nicht mit Oliver Adler....der "roch den Braten" und "fischte" die halbhoch geschossene Lederkugel aus dem Eck, um beim Nachschuß mit einer tollkühnen Tat "Kopf und Kragen" zu riskieren. Adler gut, Halbzeitstand gut...erst Mal Luft holen nach einer atemberaubenden ersten Halbzeit.
Fortsetzung folgt!
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1:3 - Talfahrt ohne Ende
Die Stuttgarter Kickers verlieren in der Fußball-Regionalliga auch gegen Hessen Kassel
STUTTGART. Die Krise der Stuttgarter Kickers nimmt immer beängstigendere Formen an. Gestern Abend unterlag der zwischenzeitliche Tabellenführer dem Aufsteiger Hessen Kassel 1:3 - und wartet in der Regionalliga nun seit acht Spielen auf einen Sieg.
Von Joachim Klumpp
Sieben Spiele ohne Sieg hinterlassen ihre Spuren - auch bei den Zuschauern. Die 2555 Besucher im Gazistadion bedeuteten gestern Abend Minusrekord für die Stuttgarter Kickers in dieser Saison. Und mit dem 1:3 gegen Hessen Kassel verspielte sich die Mannschaft auch noch die letzten Sympathien, sodass es vielleicht gar nicht ungelegen kommt, wenn das nächste Heimspiel gegen Elversberg ohne Fans stattfinden muss.
Wer weiß, wie die Partie gestern gelaufen wäre, wenn Christian Okpala kurz vor der Halbzeit einen an Mesic verursachten Foulelfmeter verwandelt hätte. Doch der auf Wiedergutmachung bedachte Stürmer scheiterte an Kassels Torwart Adler, auch im Nachschuss. Das sagt viel über die Verunsicherung der Mannschaft aus, die vor allem in der Abwehr einen desolaten Eindruck hinterließ. Was der Trainer aber nicht an seiner taktischen 3-5-2-Startformation festmachen wollte. "Es gibt keinen Grund einzelne Mannschaftsteile zu kritisieren", sagte Robin Dutt, auch wenn er zugab: "Man hat gesehen, dass in der Dreierkette nicht alles funktionierte."
Was die Gäste frühzeitig erkannt haben, ganz nach der Marschrichtung ihres Trainers Matthias Hamann, der später sagte: "Wir wollten die Verunsicherung des Gegners ausnutzen." Volltreffer. Bereits in der 13. Minute kam Kassels Christoph Keim nach einem Eckball ungehindert zum Kopfball - 0:1. Und sechs Minuten später durfte der quirlige Daniel Beyer ungehindert aus 25 Metern abziehen, zum 0:2. Als Oliver Stierle ebenfalls mit einem Distanzschuss der Anschlusstreffer für die Kickers gelang (31.), keimte so etwas wie Hoffnung auf den Rängen. Doch die machten die Kickers selbst zunichte. Erst schaute die Abwehr zu, wie Beyer abziehen und Bauer zum 1:3 abstauben durfte (39.), dann kam das Malheur mit dem Elfmeter. "Das Ganze hat mit fehlendem Selbstbewusstsein zu tun", versucht Dutt die Talfahrt zu erklären. "Die Spieler liegen total am Boden, und wer Lust hat, kann jetzt noch draufhauen." Er hält sich lieber an den wenigen positiven Anzeichen fest: "Man konnte der Mannschaft sicher nicht den fehlenden Willen absprechen, die Wende zu schaffen."
Doch Wille allein reicht in der Regionalliga nicht. Der Kapitän Jens Härter war als linker Verteidiger ein permanenter Unsicherheitsfaktor, an Laszlo Kanyuk lief das Spiel in Richtung Offensive weitgehend vorbei. Die Gäste aus Kassel konnten sich nach der Pause also auf Konter verlegen und waren dem vierten Treffer dabei manchmal näher als die Kickers dem Anschlusstor, das vor allem Oliver Stierle zweimal auf dem Fuß hatte.
Für die Kickers brechen schwere Zeiten an. Gegen wen will man noch gewinnen, wenn nicht zu Hause gegen den Aufsteiger Kassel? Vom Aufstieg spricht niemand mehr, in der momentanen Verfassung muss die Mannschaft vielmehr aufpassen, nicht in die Abstiegsregion durchgereicht zu werden.
"Wir werden versuchen, die Mannschaft Schritt für Schritt mental und taktisch wieder aufzubauen", sagt Dutt, "auch wenn das keine leichte Aufgabe ist." Und der Manager Joachim Cast fügt hinzu: "Das geht nicht von heute auf morgen." Aber vielleicht ja auf übermorgen. Dann müssen die Kickers zum Titelfavoriten nach Hoffenheim. Es fällt schwer, ausgerechnet dort an das Ende der Negativserie zu glauben. Auch wenn Cast sagt: "Manchmal passiert das ja gerade, wenn man nicht damit rechnet."
Kickers: Yelldell - Hartmann, Yildiz, Härter (68. Kanitz) - Benda, Akcay - Schlabach, Kanyuk (56. Gambo), Stierle - Mesic, Okpala.
Tore: 0:1 Keim (13.), 0:2 Beyer (19.), 1:2 Stierle (31.), 1:3 Bauer (39.).
Besonderes Vorkommnis: Okpala scheitert mit Foulelfmeter an Adler (45.).
Stuttgarter Zeitung
Die Stuttgarter Kickers verlieren in der Fußball-Regionalliga auch gegen Hessen Kassel
STUTTGART. Die Krise der Stuttgarter Kickers nimmt immer beängstigendere Formen an. Gestern Abend unterlag der zwischenzeitliche Tabellenführer dem Aufsteiger Hessen Kassel 1:3 - und wartet in der Regionalliga nun seit acht Spielen auf einen Sieg.
Von Joachim Klumpp
Sieben Spiele ohne Sieg hinterlassen ihre Spuren - auch bei den Zuschauern. Die 2555 Besucher im Gazistadion bedeuteten gestern Abend Minusrekord für die Stuttgarter Kickers in dieser Saison. Und mit dem 1:3 gegen Hessen Kassel verspielte sich die Mannschaft auch noch die letzten Sympathien, sodass es vielleicht gar nicht ungelegen kommt, wenn das nächste Heimspiel gegen Elversberg ohne Fans stattfinden muss.
Wer weiß, wie die Partie gestern gelaufen wäre, wenn Christian Okpala kurz vor der Halbzeit einen an Mesic verursachten Foulelfmeter verwandelt hätte. Doch der auf Wiedergutmachung bedachte Stürmer scheiterte an Kassels Torwart Adler, auch im Nachschuss. Das sagt viel über die Verunsicherung der Mannschaft aus, die vor allem in der Abwehr einen desolaten Eindruck hinterließ. Was der Trainer aber nicht an seiner taktischen 3-5-2-Startformation festmachen wollte. "Es gibt keinen Grund einzelne Mannschaftsteile zu kritisieren", sagte Robin Dutt, auch wenn er zugab: "Man hat gesehen, dass in der Dreierkette nicht alles funktionierte."
Was die Gäste frühzeitig erkannt haben, ganz nach der Marschrichtung ihres Trainers Matthias Hamann, der später sagte: "Wir wollten die Verunsicherung des Gegners ausnutzen." Volltreffer. Bereits in der 13. Minute kam Kassels Christoph Keim nach einem Eckball ungehindert zum Kopfball - 0:1. Und sechs Minuten später durfte der quirlige Daniel Beyer ungehindert aus 25 Metern abziehen, zum 0:2. Als Oliver Stierle ebenfalls mit einem Distanzschuss der Anschlusstreffer für die Kickers gelang (31.), keimte so etwas wie Hoffnung auf den Rängen. Doch die machten die Kickers selbst zunichte. Erst schaute die Abwehr zu, wie Beyer abziehen und Bauer zum 1:3 abstauben durfte (39.), dann kam das Malheur mit dem Elfmeter. "Das Ganze hat mit fehlendem Selbstbewusstsein zu tun", versucht Dutt die Talfahrt zu erklären. "Die Spieler liegen total am Boden, und wer Lust hat, kann jetzt noch draufhauen." Er hält sich lieber an den wenigen positiven Anzeichen fest: "Man konnte der Mannschaft sicher nicht den fehlenden Willen absprechen, die Wende zu schaffen."
Doch Wille allein reicht in der Regionalliga nicht. Der Kapitän Jens Härter war als linker Verteidiger ein permanenter Unsicherheitsfaktor, an Laszlo Kanyuk lief das Spiel in Richtung Offensive weitgehend vorbei. Die Gäste aus Kassel konnten sich nach der Pause also auf Konter verlegen und waren dem vierten Treffer dabei manchmal näher als die Kickers dem Anschlusstor, das vor allem Oliver Stierle zweimal auf dem Fuß hatte.
Für die Kickers brechen schwere Zeiten an. Gegen wen will man noch gewinnen, wenn nicht zu Hause gegen den Aufsteiger Kassel? Vom Aufstieg spricht niemand mehr, in der momentanen Verfassung muss die Mannschaft vielmehr aufpassen, nicht in die Abstiegsregion durchgereicht zu werden.
"Wir werden versuchen, die Mannschaft Schritt für Schritt mental und taktisch wieder aufzubauen", sagt Dutt, "auch wenn das keine leichte Aufgabe ist." Und der Manager Joachim Cast fügt hinzu: "Das geht nicht von heute auf morgen." Aber vielleicht ja auf übermorgen. Dann müssen die Kickers zum Titelfavoriten nach Hoffenheim. Es fällt schwer, ausgerechnet dort an das Ende der Negativserie zu glauben. Auch wenn Cast sagt: "Manchmal passiert das ja gerade, wenn man nicht damit rechnet."
Kickers: Yelldell - Hartmann, Yildiz, Härter (68. Kanitz) - Benda, Akcay - Schlabach, Kanyuk (56. Gambo), Stierle - Mesic, Okpala.
Tore: 0:1 Keim (13.), 0:2 Beyer (19.), 1:2 Stierle (31.), 1:3 Bauer (39.).
Besonderes Vorkommnis: Okpala scheitert mit Foulelfmeter an Adler (45.).
Stuttgarter Zeitung
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Dutt übt Selbstkritik
Kickers-Trainer als Psychologe
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers befinden sich in der Fußball-Regionalliga im freien Fall. Acht Spiele ohne Sieg hat es in den drei Jahren unter Robin Dutt noch nie gegeben. Dennoch sagt der Manager Joachim Cast: "Die Trainerfrage stellt sich nicht."
Nach acht Spielen ohne Sieg ist es ganz normal, dass der Trainer in den Fokus rückt. Das ist bei den Stuttgarter Kickers nicht anders als in Hamburg. Wobei sich der Regionalligist durchaus an dem krisengeschüttelten Bundesligisten orientiert. "Es hilft nichts, jetzt in Panik zu verfallen", sagt der Präsident Hans Kullen, der auf Kontinuität setzt und nach vielen Einzelgesprächen zur Erkenntnis gekommen ist: "Ich habe nicht das Gefühl, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht." Und überhaupt: vor Kurzem sei er dazu gedrängt worden, den Vertrag mit Dutt vorzeitig zu verlängern - zu verbesserten Konditionen, versteht sich. Dieses Thema ist momentan aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Der Manager Joachim Cast betont jedenfalls: "Die Trainerfrage stellt sich nicht."
Dennoch: die Lage ist ernst, schließlich stehen die Kickers inzwischen näher an einem Abstiegs- als an einem Aufstiegsplatz. Und eine Trendwende zeichnet sich nicht ab. "Es ist eine Spirale, die nach unten geht, da kommt man nur in kleinen Schritten wieder heraus", sagt Dutt, der in den vergangenen Wochen viel probiert hat: von Zuckerbrot bis Peitsche, Viererkette und Dreierkette, von freien Tagen bis zu Sonderschichten - alles ohne den gewünschten Effekt.
"Natürlich würde ich hinterher einiges anders machen", sagt Dutt selbstkritisch. Die Umstellung auf eine Dreierkette zum Beispiel hat sich nicht bewährt, anders als im Vorjahr. "Damals haben wir mit dieser Taktik sieben Spiele nicht verloren", erklärt der Trainer. Und auch Manuel Hartmann, der sich zuletzt in der ungewohnten Rolle als rechter Verteidiger wiederfand, verteidigt die Maßnahme: "Wir haben das im Training wirklich gut geübt." Dumm nur, dass es auf dem Platz völlig anders rüberkam.
Hinzu kommt, dass sich die Neuzugänge nicht mehr so präsentieren wie zu Saisonbeginn. Qualität statt Quantität lautete die Maßgabe des Vereins, der sich auf Grund der wirtschaftlichen Zwänge keinen 22-Mann-Kader mit gleichwertigen Regionalligaspielern leisten kann. Doch nachdem Laszlo Kanyuk lange ausgefallen war und seitdem nur sporadisch seine Fähigkeiten gezeigt hat, geht die Formkurve bei Sascha Benda und Christian Okpala seit Wochen rapide nach unten. Und: eine dominante Leitfigur ist trotz der teuren Neuzugänge nicht in Sicht.
"Im Moment ist alles eine Kopfsache", sagt Dutt, der zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nichts davon hält, einen Mentaltrainer zu holen, zu dem die Spieler kein Vertrauen haben. "Ich bin jetzt als Psychologe gefordert", sagt der Trainer, der trotz der Talfahrt ausgesprochen konzentriert und sachlich wirkt. Was durchaus mit dem Umfeld zusammenhängt. "Die Ruhe und Souveränität von Präsidium und Manager ist für mich Motivation und Verantwortung zugleich", sagt Dutt, der mit Kullen und Cast mehr als nur eine Zweckgemeinschaft bildet. "Da wird auch konträr diskutiert", sagt Cast.
Dutt: "Eine solche Durststrecke kommt jedes Jahr mal vor." Wobei der Kickers-Trainer zugeben muss: "Acht Spiele ohne Sieg gab es bei mir, glaube ich, noch nie." Die Serie schreit auch nicht nach Fortsetzung, denn jede Geduld geht einmal zu Ende.
STZ
"Das sind die Jungs, die wir haben"
10.11.2006
Warum die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers die Spieler mit Samthandschuhen anfassen
Stuttgart - Mit jedem Negativerlebnis wird es schwerer. Seit acht Ligaspielen sind die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers ohne Sieg, entsprechend sinkt das Selbstvertrauen. Der Auftritt beim 1:3 gegen Aufsteiger Hessen Kassel war der (vorläufige?) Tiefpunkt, auch wenn der Wille erkennbar war. "Die Einsatzbereitschaft ist der kleinste Funke Hoffnung, an dem ich ansetzen kann", sagte Trainer Robin Dutt.
Von Sigor Paesler
Vom ersten bis zum elften Spieltag standen die "Blauen" immer auf einem Aufstiegsplatz, neun Mal davon als Tabellenführer. Jetzt, nach 15 Begegnungen, ist die Mannschaft nur noch Sechster, der Rückstand zum Spitzenduo SV Wehen und TSG Hoffenheim beträgt bereits satte zehn Zähler. Nach dem fulminanten Saisonstart und dem folgenden Einbruch lässt sich feststellen: So gut, wie es am Anfang aussah, ist die Mannschaft nicht. Die momentanen Auftritt spiegeln ihr Leistungsvermögen aber auch nicht wider.
In Normalform wäre ein gutes Ergebnis gegen Kassel drin gewesen. Genauso war im Spiel zuvor gegen Spitzenreiter Wehen zu erkennen, wo die Unterschiede zwischen einem vermeintlichen und einem wirklichen Spitzenteam liegen. Morgen (14.30 Uhr) beim Zweiten Hoffenheim wäre ein Sieg der Stuttgarter eine große Überraschung.
Nachdem Dutt und Präsident Hans Kullen nach dem 1:1 bei 1860 München II lauter geworden waren, entschieden sie sich nun dafür, die Spieler mit Samthandschuhen anzufassen. Lob hatten die zwar nicht wirklich verdient. Aber es hat sich wohl die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Mannschaft mit dem Druck nicht umgehen kann. Die Einsatzbereitschaft gegen Kassel mündete in eine lähmende Verkrampfung. Warum sonst gab es so viele Fehlpässe, warum so viele Abwehrfehler? Warum kam kaum ein Pass des technisch versierten Laszlo Kanyuk an? Warum erspielte sich Christian Okpala, Torschützenkönig der vergangenen Saison, abgesehen von seinem verschossenen Elfmeter, keine Torchance.
Rückendeckung für die Spieler
"Das sind die Jungs, die wir haben, die am Anfang der Saison hervorragend gespielt haben und jetzt in einem Tief stecken", erklärte Dutt und sagte den Spielern "absolute Rückendeckung" zu. Die hat übrigens auch der Trainer, ein in der Branche nicht selbstverständlicher Umstand. "Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren", sagte Manager Joachim Cast. Wie das Team aus dem Tief herauskommt, ist umso mehr Inhalt der Diskussionen. "Die Verunsicherung ist allgegenwärtig", hat Cast festgestellt. Ein Erfolgserlebnis würde natürlich helfen. Aber das zu erreichen, wird mit jedem Negativerlebnis schwerer.
Esslinger Zeitung
Kickers-Trainer als Psychologe
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers befinden sich in der Fußball-Regionalliga im freien Fall. Acht Spiele ohne Sieg hat es in den drei Jahren unter Robin Dutt noch nie gegeben. Dennoch sagt der Manager Joachim Cast: "Die Trainerfrage stellt sich nicht."
Nach acht Spielen ohne Sieg ist es ganz normal, dass der Trainer in den Fokus rückt. Das ist bei den Stuttgarter Kickers nicht anders als in Hamburg. Wobei sich der Regionalligist durchaus an dem krisengeschüttelten Bundesligisten orientiert. "Es hilft nichts, jetzt in Panik zu verfallen", sagt der Präsident Hans Kullen, der auf Kontinuität setzt und nach vielen Einzelgesprächen zur Erkenntnis gekommen ist: "Ich habe nicht das Gefühl, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht." Und überhaupt: vor Kurzem sei er dazu gedrängt worden, den Vertrag mit Dutt vorzeitig zu verlängern - zu verbesserten Konditionen, versteht sich. Dieses Thema ist momentan aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Der Manager Joachim Cast betont jedenfalls: "Die Trainerfrage stellt sich nicht."
Dennoch: die Lage ist ernst, schließlich stehen die Kickers inzwischen näher an einem Abstiegs- als an einem Aufstiegsplatz. Und eine Trendwende zeichnet sich nicht ab. "Es ist eine Spirale, die nach unten geht, da kommt man nur in kleinen Schritten wieder heraus", sagt Dutt, der in den vergangenen Wochen viel probiert hat: von Zuckerbrot bis Peitsche, Viererkette und Dreierkette, von freien Tagen bis zu Sonderschichten - alles ohne den gewünschten Effekt.
"Natürlich würde ich hinterher einiges anders machen", sagt Dutt selbstkritisch. Die Umstellung auf eine Dreierkette zum Beispiel hat sich nicht bewährt, anders als im Vorjahr. "Damals haben wir mit dieser Taktik sieben Spiele nicht verloren", erklärt der Trainer. Und auch Manuel Hartmann, der sich zuletzt in der ungewohnten Rolle als rechter Verteidiger wiederfand, verteidigt die Maßnahme: "Wir haben das im Training wirklich gut geübt." Dumm nur, dass es auf dem Platz völlig anders rüberkam.
Hinzu kommt, dass sich die Neuzugänge nicht mehr so präsentieren wie zu Saisonbeginn. Qualität statt Quantität lautete die Maßgabe des Vereins, der sich auf Grund der wirtschaftlichen Zwänge keinen 22-Mann-Kader mit gleichwertigen Regionalligaspielern leisten kann. Doch nachdem Laszlo Kanyuk lange ausgefallen war und seitdem nur sporadisch seine Fähigkeiten gezeigt hat, geht die Formkurve bei Sascha Benda und Christian Okpala seit Wochen rapide nach unten. Und: eine dominante Leitfigur ist trotz der teuren Neuzugänge nicht in Sicht.
"Im Moment ist alles eine Kopfsache", sagt Dutt, der zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nichts davon hält, einen Mentaltrainer zu holen, zu dem die Spieler kein Vertrauen haben. "Ich bin jetzt als Psychologe gefordert", sagt der Trainer, der trotz der Talfahrt ausgesprochen konzentriert und sachlich wirkt. Was durchaus mit dem Umfeld zusammenhängt. "Die Ruhe und Souveränität von Präsidium und Manager ist für mich Motivation und Verantwortung zugleich", sagt Dutt, der mit Kullen und Cast mehr als nur eine Zweckgemeinschaft bildet. "Da wird auch konträr diskutiert", sagt Cast.
Dutt: "Eine solche Durststrecke kommt jedes Jahr mal vor." Wobei der Kickers-Trainer zugeben muss: "Acht Spiele ohne Sieg gab es bei mir, glaube ich, noch nie." Die Serie schreit auch nicht nach Fortsetzung, denn jede Geduld geht einmal zu Ende.
STZ
"Das sind die Jungs, die wir haben"
10.11.2006
Warum die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers die Spieler mit Samthandschuhen anfassen
Stuttgart - Mit jedem Negativerlebnis wird es schwerer. Seit acht Ligaspielen sind die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers ohne Sieg, entsprechend sinkt das Selbstvertrauen. Der Auftritt beim 1:3 gegen Aufsteiger Hessen Kassel war der (vorläufige?) Tiefpunkt, auch wenn der Wille erkennbar war. "Die Einsatzbereitschaft ist der kleinste Funke Hoffnung, an dem ich ansetzen kann", sagte Trainer Robin Dutt.
Von Sigor Paesler
Vom ersten bis zum elften Spieltag standen die "Blauen" immer auf einem Aufstiegsplatz, neun Mal davon als Tabellenführer. Jetzt, nach 15 Begegnungen, ist die Mannschaft nur noch Sechster, der Rückstand zum Spitzenduo SV Wehen und TSG Hoffenheim beträgt bereits satte zehn Zähler. Nach dem fulminanten Saisonstart und dem folgenden Einbruch lässt sich feststellen: So gut, wie es am Anfang aussah, ist die Mannschaft nicht. Die momentanen Auftritt spiegeln ihr Leistungsvermögen aber auch nicht wider.
In Normalform wäre ein gutes Ergebnis gegen Kassel drin gewesen. Genauso war im Spiel zuvor gegen Spitzenreiter Wehen zu erkennen, wo die Unterschiede zwischen einem vermeintlichen und einem wirklichen Spitzenteam liegen. Morgen (14.30 Uhr) beim Zweiten Hoffenheim wäre ein Sieg der Stuttgarter eine große Überraschung.
Nachdem Dutt und Präsident Hans Kullen nach dem 1:1 bei 1860 München II lauter geworden waren, entschieden sie sich nun dafür, die Spieler mit Samthandschuhen anzufassen. Lob hatten die zwar nicht wirklich verdient. Aber es hat sich wohl die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Mannschaft mit dem Druck nicht umgehen kann. Die Einsatzbereitschaft gegen Kassel mündete in eine lähmende Verkrampfung. Warum sonst gab es so viele Fehlpässe, warum so viele Abwehrfehler? Warum kam kaum ein Pass des technisch versierten Laszlo Kanyuk an? Warum erspielte sich Christian Okpala, Torschützenkönig der vergangenen Saison, abgesehen von seinem verschossenen Elfmeter, keine Torchance.
Rückendeckung für die Spieler
"Das sind die Jungs, die wir haben, die am Anfang der Saison hervorragend gespielt haben und jetzt in einem Tief stecken", erklärte Dutt und sagte den Spielern "absolute Rückendeckung" zu. Die hat übrigens auch der Trainer, ein in der Branche nicht selbstverständlicher Umstand. "Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren", sagte Manager Joachim Cast. Wie das Team aus dem Tief herauskommt, ist umso mehr Inhalt der Diskussionen. "Die Verunsicherung ist allgegenwärtig", hat Cast festgestellt. Ein Erfolgserlebnis würde natürlich helfen. Aber das zu erreichen, wird mit jedem Negativerlebnis schwerer.
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Fred und das Wurfgeschoss...
Kickers - Hessen Kassel
"Wir gewinnen, wenn nicht gegen die, gegen wen dann?" Gute Frage, Antwort habe ich leider nicht parat.
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Re: Auf gehts kickers auf gehts
das fällt dir nach 11 tagen gerade in diesem topic ein??? herzlichen glückwunsch!kickers_styler92 hat geschrieben:Kickers muss sich anstrengen um aufsteigen zu können
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