Fussballer schlägt Fan

Alles, was nicht mit unseren Blauen zu tun hat
Antworten
Benutzeravatar
Roland
Kickers-Fan
Beiträge: 5529
Registriert: Sonntag 13. August 2006, 19:24
Wohnort: Weil der Stadt

Fussballer schlägt Fan

Beitrag von Roland »

Im Anschluss an die Partie zwischen den nordbadischen Landesliga-Clubs TSV Viernheim und LSV Ladenburg hat ein LSV-Spieler einem Zuschauer per Faustschlag das Nasenbein gebrochen. Der Zuschauer, der den Akteur zuvor offenbar beleidigt hatte, musste im Krankenhaus behandelt werden und prüft nun rechtliche Schritte. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte nach einer Reihe ähnlicher Vorfälle vor wenigen Wochen eine Task Force gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ins Leben gerufen.
spiegel.de
Benutzeravatar
McVillager
Kickers-Fan
Beiträge: 2959
Registriert: Dienstag 26. August 2003, 09:30
Wohnort: Königshofen
Kontaktdaten:

Beitrag von McVillager »

Spieler prügelt Fan ins Krankenhaus
FUSSBALL: Mutter soll zuvor übel beleidigt worden sein

Von unserem Mitarbeiter Reiner Bohlander

Was sich kurz nach der Landesliga-Partie TSV Viernheim gegen LSV Ladenburg abspielte, hatte mit Fußball nichts mehr zu tun. "Bei einem Ladenburger Spieler lagen wohl die Nerven blank, er hat nach dem Abpfiff einem Zuschauer die Faust ins Gesicht geschlagen. Dieser musste ins Krankenhaus gebracht werden, wo bei dem Betroffenen ein Nasenbeinbruch und eine aufgeplatzte Lippe festgestellt wurden", berichtet TSV-Spielausschussmitglied Volker Ergler auf Anfrage unserer Zeitung.

Den Vorfall bestätigte auch LSV-Pressereferent und Marketingleiter Hans Güth: "Ja, einer unserer Akteure, normalerweise ein ganz besonnener Mann, hat sich mit einem Zuschauer angelegt. Aber die Aggression ging klar von den Viernheimern aus." Nach Darstellung der Römerstädter hätten einzelne TSV-Anhänger direkt hinter dem LSV-Tor immer wieder den Ladenburger Akteur provoziert. "Mein Sohn Dennis, der nach der Roten Karte für unseren Keeper Zimmermann ins Tor musste, hat mir bestätigt, dass immer wieder obszöne Beleidigungen in Richtung unseres Spielers fielen. Da wurde unter anderem die Mutter des Mannes übel beleidigt", erzählt Hans Güth.

Das will Volker Ergler aber nicht gehört haben. "Ich habe solche Rufe nicht vernommen, dafür aber von unseren Akteuren mitgeteilt bekommen, dass der LSV-Spieler schon während des Spiels den Zuschauern gedroht hat." Kurz nach dem Schlusspfiff rastete der Ladenburger Akteur dann aus. Ergler beschreibt die Szene so: "Der ist schnurstracks auf den Mann los, der gerade mit seiner Freundin geredet hat und völlig überrascht wurde."

Die Version von Hans Güth hört sich etwas anders an: "Als unser Spieler in Richtung Kabine lief, hat der Zuschauer sein Trikot zerrissen, da hat er sich zur Wehr gesetzt." Dass die Situation nicht ganz eskalierte, habe man den Ordnern und Funktionären beider Seiten zu verdanken, denn der betroffene Mann aus dem Publikum wollte sich revanchieren und war minutenlang kaum zu beruhigen.

"Vor allem Ladenburgs Dagobert Bauer und auch die Spieler, die sich sofort alle zurückzogen, haben dazu beigetragen, dass nicht mehr passiert ist", sagt Volker Ergler und betont: "Der Fan prüft rechtliche Schritte." Güth meinte: "Das wird interne Konsequenzen haben, aber die Zuschauer hinter unserem Tor waren die Provokateure."

Nach Informationen dieser Zeitung soll unmittelbar nach der Partie LSV-Coach Frank Schwabe über einen Rücktritt nachgedacht haben. Der Trainer wollte dazu gestern nichts sagen und wird sich erst heute äußern.

Mannheimer Morgen 28. November 2006
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!

Die Kickersnews: http://www.kickersnews.de" onclick="window.open(this.href);return false;
Das Kickersarchiv: http://www.kickersarchiv.de" onclick="window.open(this.href);return false;

Bild
Benutzeravatar
Rael
Kickers-Fan
Beiträge: 783
Registriert: Dienstag 19. August 2003, 11:37
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Beitrag von Rael »

Mach kaputt, was dich kaputt macht.
Ja ja.
Benutzeravatar
Tacheles
Kickers-Fan
Beiträge: 4605
Registriert: Freitag 8. April 2005, 15:09
Wohnort: Kickers-Platz

Beitrag von Tacheles »

Laut gestrigem SWR-Text soll an den Provokationen auch ein deutscher Ringer (Name: ?!) beteiligt gewesen sein. Jener soll Bronzemedalliengweinner bei Olympia gewesen sein. Soory, net meine Sportart, daher wenig Konkretes.
Werde auch DU Fansponsor der Stuttgarter Kickers !!!!!!!

Informationen gibt es unter 12für11.de
Benutzeravatar
Kickers-Oli
Kickers-Fan
Beiträge: 1797
Registriert: Samstag 9. April 2005, 11:03
Wohnort: Österreich

Beitrag von Kickers-Oli »

Tacheles [reloaded] hat geschrieben:Laut gestrigem SWR-Text soll an den Provokationen auch ein deutscher Ringer (Name: ?!) beteiligt gewesen sein. Jener soll Bronzemedalliengweinner bei Olympia gewesen sein. Soory, net meine Sportart, daher wenig Konkretes.
Stefan Kehrer, wurde übrigens zum Ringer des Jahres gewählt
EC Kassel Huskies
Deutscher Vize Meister 1997
DEL AUFSTEIGER 2008
Hessenliga Meister 2011
Oberligameister und DEL2 Aufsteiger 2014
DEL2 Meister 2016
Benutzeravatar
Roland
Kickers-Fan
Beiträge: 5529
Registriert: Sonntag 13. August 2006, 19:24
Wohnort: Weil der Stadt

Beitrag von Roland »

"Richtig linker Vorwurf"

Kehrer bestreitet Beleidigungen

Der "Ringer des Jahres", Stefan Kehrer, bestreitet rassistische Beleidigungen gegen einen Fußballer des nordbadischen Landesligisten LSV Ladenburg. "Das ist ein richtig linker Vorwurf, das stimmt nicht", sagte der Athlet des Bundesligisten KSV Ketsch. Dass er in der Öffentlichkeit mit Rassismus in Verbindung gebracht werde, mache ihn "psychisch etwas fertig. Ich bin Ringer des Jahres und Dritter bei der Europameisterschaft geworden. Und als Sportsoldat könnte ich mir eine solche Entgleisung gar nicht erlauben", erklärte Kehrer, der bei seiner Freundin in Viernheim wohnt. Er wolle gegen den Ladenburger Verein juristisch vorgehen und habe Anzeige wegen Körperverletzung gestellt.

Der LSV hatte nach dem am Sonntag mit 0:4 verlorenen Spiel in Viernheim erklärt, Kehrer habe sich gegenüber einem Spieler während der Landesliga-Begegnung rassistisch geäußert. Zudem habe er zu einer Gruppe von 40 Zuschauern gehört, die nach dem Abpfiff auf den Platz gerannt sei und auf den Verteidiger eingeschlagen habe. Später sei der 20-jährige Kehrer in die Kabine gestürmt, um die Schlägerei fortzusetzen.

Superschwergewichtler Kehrer sagte, er habe nach der Partie mit dem Rücken zum Spielfeld gestanden, als der Fußballer ihn auf die Schulter getippt habe. Daraufhin habe er sich umgedreht, und sei von ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. "Dann habe ich am Boden gelegen, und er hat mit seinen Stollenschuhen voll auf mich eingetreten. Ich habe mir die Nase geprellt und überall Schürfwunden." In der Ladenburger Kabine sei er nicht gewesen.

Der Vorstandsvorsitzende des KSV Ketsch, Achim Reister, bestätigte Kehrers Aussagen: "Mehrere Zeugen haben uns gesagt, das Stefan überhaupt nichts Rassistisches geäußert hat. " Der Viernheimer Vorsitzende Edmund Scheidel sagte, der Ladenburger Trainer Frank Schwabe und zwei Spieler seien am Dienstagabend zum Training des TSV gekommen und hätten sich für das Verhalten ihres Mitspielers entschuldigt. Schwabe ist unterdessen wegen der Vorfälle zurückgetreten. Nach seinen Angaben wolle der Spieler den Ladenburger Verein verlassen.

"Wenn ein Spieler meiner Mannschaft eine Schlägerei anzettelt, dann trete ich zurück, denn ich trage auch eine Verantwortung", sagte Ladenburgs Coach Schwabe der "Rhein-Neckar-Zeitung". "Es ist so, dass die türkischstämmigen Akteure oft mit rassistischen Rufen beleidigt werden. Dennoch ist das keine Entschuldigung für einen Spieler, dann eine Schlägerei anzuzetteln. " Der Spieler habe sich mittlerweile bei ihm entschuldigt.

Matthias Jung, dpa
Antworten