Deutschland - Island

Alles, was nicht mit unseren Blauen zu tun hat
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Felix B.
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Deutschland - Island

Beitrag von Felix B. »

Wer hat das Interview mit Völler gesehen? MUHAHAHAHA :D Das war das beste Interview das ich je gesehen hab :D

Zum Spiel: Schade dass Island nicht gewonnen hat, sie hättens verdient gehabt. Scheiss Millionäre.
Blaufieber
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Re: Deutschland - Island

Beitrag von Blaufieber »

[quote="Felix B."]Wer hat das Interview mit Völler gesehen? MUHAHAHAHA :D Das war das beste Interview das ich je gesehen hab :D
[quote]

Einerseits hat er recht mit seiner Kritik an den Medien im allgemeinen und Delling im besonderen.
Andererseits ist mangelnde Kritikfähigkeit immer das Anfang vom Ende.

Das Interview war jedenfalls ein echtes Highlight, Waldi war ja richtig wortlos. Völlers rosarote Brille nervt mich langsam aber auch. Alles in allem beste Unterhaltung. Mehr davon! Und lasst das Fußballspielen davor besser!
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kickersharry
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Beitrag von kickersharry »

Das beste war aber die Aussage über Waldemar Hartmann's faible für Weizenbier,ha,ha.
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

in der presse kommt der völler noch viel zu gut weg. der vogts wurde damals nach solchen spielen viel stärker kritisiert als jetzt völler.
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Rael
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Rudi dreht durch

Beitrag von Rael »

Felix B. hat geschrieben:Das war das beste Interview das ich je gesehen hab :D
Das beste vielleicht nicht, aber es kommt direkt nach Trapattonis Kult-Auftritt. :lol:
Ja ja.
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Rael
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Beitrag von Rael »

Buddy hat geschrieben:in der presse kommt der völler noch viel zu gut weg. der vogts wurde damals nach solchen spielen viel stärker kritisiert als jetzt völler.
Das ist vollkommen richtig. Man stelle sich nur vor, wie die Medien über Berti Vogts als Bundestrainer nach so einem Gurkenkick hergezogen wären.
Ja ja.
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Woodstock
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Beitrag von Woodstock »

War ganz schön clever von Völler! Jetzt werden alle (und vor allem die Presse) viel über dieses Interview schreiben und der Gurkenkick wird etwas in den Hintergrund treten.
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Steffen FFC
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Beitrag von Steffen FFC »

Das Interview war auf jeden Fall 10 mal besser als das Spiel. :lol:
Der Delling und der Netzer sind ja gar nicht auf Völler eingegangen. Ist er dann eigentlich nochmal zu Wort gekommen? Ich musste leider weg.
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GelsenKickers
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Beitrag von GelsenKickers »

Ich habe genau nach Spielschluss den Fernseher ausgemacht.
Bei dem Gekicke auch nicht weiter verwunderlich.
Denn das Spiel erinnerte mich stark an das Auftreten der Schalker in der noch jungen Saison.Und so etwas will man sich nicht weiter antun.
Schon fast eine Frechheit,was man da geboten bekam.
Ich überlege mir ernsthaft,ob ich mir das Schottland-Spiel anschauen werde.Denn foltern kann ich mich zur Not auch selbst.

Das Interview habe ich demnach "nur" der heutigen Presse entnehmen können.Muss wirklich heftig abgegangen sein.
Wenn einem dies als Unterhaltung reichen sollte,dann empfehle ich vielleicht doch am kommenden Mittwoch wieder ARD einzuschalten,obwohl wir "echten" Fussball wohl kaum zu sehen bekommen.
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

Rudi Völler hat erstmals die Contenance verloren. Nach dem 0:0 in Island nahm der DFB-Teamchef kein Blatt vor dem Mund und kritisierte im Gespräch mit ARD-Reporter Waldemar Hartmann offen die Berichterstattung über die Nationalmannschaft.

„sport1“ hat das Interview im Wortlaut dokumentiert:

Hartmann: Herr Völler, stellen Sie sich nach so einem Spiel schützend vor die Mannschaft, weil Sie sie am Mittwoch noch brauchen. Oder wollen Sie sie aufrütteln?

Rudi Völler: Beides. Ich wurde nach dem Spiel gegen die Färöer belächelt, weil ich die Mannschaft in Schutz genommen habe. Das ist heute schwer möglich, weil wir besonders in der zweiten Halbzeit viel zu behäbig gespielt haben. In der ersten Hälfte hatten wir die Isländer noch ganz gut im Griff und haben uns auch die ein oder andere Torchance erarbeitet. In der zweiten Halbzeit kamen zu wenige Impulse aus dem Mittelfeld, im Sturm konnten wir uns kaum durchsetzen. Und wir haben uns eindeutig zu wenig bewegt. Am Mittwoch dürfen nur Spieler auflaufen, die mir versprechen, dass sie hundertprozentig für die Mannschaft arbeiten.

Hartmann: Wie soll das Problem behoben werden, dass die deutsche Elf so wenige Tore schießt?

Völler: Daran müssen wir arbeiten. Kevin Kuranyi hat seine Sache in der zweiten Hälfte ganz gut gemacht. Aber grundsätzlich ist es natürlich richtig, dass wir zu wenig Tore machen. Aber ich muss zur Berichterstattung einfach mal sagen, dass es eine Sauerei ist, was Günter Netzer und vor allem Gerhard Delling da so von sich geben. Ich kritisiere die Mannschaft, aber ich muss sie da natürlich auch in Schutz nehmen.

Hartmann: Was genau meinen Sie?

Völler: Das dauernde Gerede vom erreichten Tiefpunkt, dann noch mal einem. Und dann noch einem niedrigeren Tiefpunkt. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören. Ich weiß nicht, woher die beiden das Recht nehmen, so etwas zu sagen. Das verstehe ich nicht. Und der Satz, die Samstagabend-Unterhaltung werde immer schlechter... Dann soll der Herr Delling doch Samstagabend-Unterhaltung machen und keinen Sport, keinen Fußball. Dann soll er bei „Wetten dass“ den Gottschalk ablösen. Diese Berichterstattung ist für mich das allerletzte. Sonst ist es das Beste, dass ich den Beruf wechsele.

Hartmann: Suchen Sie sich da nicht den falschen Adressaten für Ihre Kritik aus?

Völler: Nein, ich suche mir genau den richtigen aus. Ich sitze hier seit drei Jahren und muss mir diesen Schwachsinn immer anhören.

Hartmann: Aber der Ansprechpartner für Ihre Kritik muss doch die Mannschaft sein.

Völler: Die bekommt auch ihr Fett weg. Aber ich kann diesen Käse nach jedem Spiel von wegen Tiefpunkt nicht mehr hören. Wir haben heute beim Tabellenführer 0:0 gespielt. Das ist für unsere Ansprüche sicherlich ein bisschen wenig. Wir sind Vize-Weltmeister, da muss ein bisschen mehr kommen. Aber dann dieser Scheiß, der da immer gelabert wird... Wir sollten uns Gedanken machen, ob wir so weitermachen können. Es ist das allerletzte, immer alles in den Dreck zu ziehen. Ich lasse mir das nicht mehr so lange gefallen.

Hartmann: Aber wir müssten doch als Vize-Weltmeister eine Mannschaft wie die Isländer klar beherrschen.

Völler: Wieso denn? Die Isländer sind Tabellenführer, oder etwa nicht? Warum sollten wir den auswärts klar beherrschen? In welcher Welt lebt ihr denn alle? Ich habe doch die Mannschaft kritisiert und werde am Mittwoch nur die Leute aufstellen, die sich den Arsch aufreißen. Aber ihr müsst doch mal von euerem hohen Ross herunter kommen. Was ihr euch immer alle einbildet, was für einen Fußball wir in Deutschland spielen müssen... Was die Mannschaft um Günter Netzer früher gespielt hat, konnte man sich doch gar nicht anschauen. Das war doch Standfußball.

Hartmann: Ich kann jetzt nicht verstehen, warum da die Schärfe rein kommt.

Völler: Die Schärfe bringt ihr doch rein. Müssen wir uns denn alles gefallen lassen?

Hartmann: Ich habe doch jetzt keine Schärfe hinein gebracht.

Völler: Du nicht. Du sitzt hier auf deinem Stuhl und hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker.

Hartmann: Also in Island gibt es kein Weizenbier, ich bin auch kein Weizenbiertrinker. Ich weiß nicht, ob wir in diesem Stil weitermachen wollen. Aber jetzt sollen Mittwoch Leute spielen, die sich den Arsch aufreißen. Warum haben die heute das denn nicht getan?

Völler: Es ist natürlich auch ein Gegner auf dem Platz. Und natürlich war das von dem ein oder anderen auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. In der Halbzeit habe ich auch gesagt, wir müssen noch einen Tick mehr bringen, aber es wurde dann eher weniger. Aber ich verstehe nicht dieses hohe Ross. Natürlich müssen wir hier normalerweise etwas besser spielen. Aber es kann doch keiner von uns verlangen, dass wir hier herfahren und die Isländer 5:0 wegputzen. Unsere Situation hat sich durch das 0:0 nicht so sehr geändert. Wir müssen immer noch die Schotten schlagen. Und das mit dem Weizenbier tut mir Leid. Entschuldigung, das habe ich nicht so gemeint. Alles andere habe ich so gemeint, wie ich es gesagt habe.
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Nach einer kurzen Schalte zurück zu Günter Netzer und Gerhard Delling bekam Rudi Völler noch einmal die Gelegenheit, auf deren Analyse Bezug zu nehmen. Hier der zweite Teil des Gesprächs im Wortlaut:

Hartmann: Nach dem Spiel steht ein Teamchef unter Hochspannung. Das war bei Berti Vogts nicht anders. Ist diese Auseinandersetzung auch ein Zeichen dafür, dass du richtig sauer auch auf die Leistung dieser Mannschaft warst.

Völler: Vielleicht habe ich in meinen Worten etwas überzogen. Günter Netzer hat ja mit dem ein oder anderen, was er gesagt hat, auch Recht. Aber trotzdem gehören sich gewisse Dinge nicht.
Ich bin auch keiner wie Erich Ribbeck oder Berti Vogts, die jahrelang an ihrem Stuhl festgeklebt sind, egal was die Journalisten geschrieben oder ihr im Fernsehen gesagt habt. Das ist es mir nicht wert.
Ich versuche, mein Bestes zu geben, damit wir erfolgreichen und schönen Fußball spielen. Das gelingt uns nicht immer. Manchmal – wie heute – sieht es auch mal ein bisschen schlechter aus.
Wenn Günter Netzer sagt, sie hätten früher auch mal ein schlechtes Spiel gemacht, aber danach zehn überragende... Die zehn überragenden Spiele hätte ich früher gerne mal gesehen. Da muss man weit zurück gehen. Das muss noch vor dem zweiten Weltkrieg gewesen sein. Aber, Spaß beiseite.
Ich finde, dass viel zu hart berichtet wird. Hin und wieder muss Kritik sein und heute ist sie ja auch angebracht. Nur gibt es gewisse Kommentare... Ich komme hierher und bin eh schon sauer auf die Mannschaft und muss dann noch den Herrn Delling hören.
Ich kann es nicht akzeptieren, so extrem negativ zu sein. Ich könnte mich ja auch locker zurücklehnen, Herr Hartmann, und sagen. Mich kritisiert ja keiner, sondern nur die Mannschaft. Aber dann wäre ich am falschen Platze. Dann müsste ich mir einen neuen Beruf suchen. Ich muss die Mannschaft auch manchmal in Schutz nehmen.
Aber diese Aussagen sind für mich eine absolute Sauerei. Ich weiß, irgendwann bekomme ich selbst auch wieder auf die Nuss, aber das kann ich ab. Ich brauche nicht, dass alle „Rudi, Rudi“ schreien und „Du bist der Größte und der Schönste“. Das will ich gar nicht. Ich will nur, dass ordentlich berichtet wird.
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Die Rücktrittsdrohung relativierte Völler in der anschließenden Pressekonferenz.
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Vor der internationalen Presse im Nebenraum legt der Teamchef noch mal nach, nennt neue Namen: „Paul Breitner und der Kaiser (Franz Beckenbauer/die Red.) überziehen doch auch. Da kommt Häme und Kritik. Die Art der Kritik von Günter Netzer stinkt mir schon lange. Die erzählen, wie toll sie früher waren. Das ist das Allerletzte.“
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Ralf St.
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Beitrag von Ralf St. »

Woodstock hat geschrieben:War ganz schön clever von Völler! Jetzt werden alle (und vor allem die Presse) viel über dieses Interview schreiben und der Gurkenkick wird etwas in den Hintergrund treten.
Das sehe ich auch so. Zumindest bis Mittwoch wird sich alles auf Rudis Auftritt fokussieren und er kann die Mannschaft in die Pflicht nehmen ("diesmal habe ich euch noch aus der Schusslinie genommen").
Bin mal gespannt, ob er wirklich nur noch Leute bringt "die sich den Arsch aufreißen" - wäre ja fast eine komplett neue Mannschaft.
Insgesamt war das Interview unterhaltsam, wenn auch schwach in der Argumentation und Beweisführung von Rudi. Delling und seine Frau Netzer haben nunmal ihren Stil verselbständigt, sind aber sicherlich weder überzogen im Anspruchsdenken noch unsachlich (da gibt es andere). Aber wie Weißbier-Waldi hilflos zwischen Duzen und Siezen herumpendelte, hatte schon was.
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hiblaupositiv
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Beitrag von hiblaupositiv »

wie sagte schon Sepp Herberger:
"Elf zusammengewürfelte Millionäre sollt Ihr sein..."

oder so ähnlich...
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Blaufieber
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Beitrag von Blaufieber »

Wenn der Server mal nicht überlastet ist, dann kann man das ganze Interview nochmals bei www.sportschau.de sehen.
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