Gestern in Ludwigsburg (Open Air)

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Steffen FFC
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Gestern in Ludwigsburg (Open Air)

Beitrag von Steffen FFC »

Ich war gestern beim Open Air in Ludwigsburg (Scrambeled Eggs, H-Blockx, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller und Die Ärzte). Und war läuft während dem Sportfreunde Stiller Konzert an mir vorbei? Stefan Minkwitz!
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Steffen FFC
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Beitrag von Steffen FFC »

Tacheles hat geschrieben: Und hätten die Sportfreunde Stiller nicht diese scheiss V** Rufe provoziert, wär´s ein Abend ohne Makel gewesen...
Das hab ich mir auch gedacht, und kurz später ist auch Minkwitz an mir vorbeigelaufen.
Die Ärzte haben dann aber alles wieder rausgerissen. :D
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Felix B.
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Beitrag von Felix B. »

Das is son Konzert bei dem die Vorbands deutlich besser als der Mainact is... Aber wenn ich an dem Tag Zeit gehabt hätte wär ich sowieso zu Rock in the Ruins gefahren, war zufällig jemand da? Crushead und Rescate haben ja leider aufgrund von Regen und Gewitter nicht mehr spielen können, hab ich gelesen :( (Zum Glück war ich schon beim Crushead Konzert um 14.00 in der Nähe von Brackenheim *g*)
westler
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Beitrag von westler »

wer ist den besser als die beste Band der Welt?? die Beatsteaks?
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Steffen FFC
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Beitrag von Steffen FFC »

Felix B. hat geschrieben:Das is son Konzert bei dem die Vorbands deutlich besser als der Mainact is...
Damit hat Felix mal wieder demonstrativ zur Schau gestellt, dass er keine Ahnung von Musik hat. So langsam frage ich mich, wovon er überhaupt ne Ahnung hat. :wink:
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Steffen FFC
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Beitrag von Steffen FFC »

Die Ärzte führen Ludwigsburg in die erste Liga

Open-Air-Festival mit fünf Bands lockt 20000Zuschauer ins Ludwig-Jahn-Stadion-Kräftiger Regenguss vor dem Finale

LUDWIGSBURG. "Ausverkauft" haben die Veranstalter schon Tage zuvor gemeldet: 20 000 Musikfans feierten am Samstag im Ludwig-Jahn-Stadion in Ludwigsburg sich selbst und die fünf Bands, die für beste Partystimmung sorgten.

Von Jan Ulrich Welke

Da dürfte der Schatzmeister der Ludwigsburger große Augen gekriegt haben. Wo üblicherweise ein paar hundert hartgesottene Fußballfreunde den Bemühungen der Spielvereinigung zuschauen, wieder einmal einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Oberliga zu erreichen, tummeln sich an diesem Samstag Menschen, soweit das Auge reicht. 20 000 Leute sind gekommen, rappelvoll ist das Ludwig-Jahn-Stadion, denn heute gibt es keine biedere Oberligakost, heute ist gewissermaßen die große Bundesliga zu Gast in Ludwigsburg.

Die Ärzte, die Sportfreunde Stiller, die Beatsteaks, die H-Bloxx und der lokale Opener Scrambled Eggs - es fehlen nur die Toten Hosen, ansonsten ist beim "Ludwigsburg 2004 Open Air" alles dabei, was derzeit in Sachen härtere Gitarrenmusik in Deutschland tonangebend ist. Vordergründig mag es verwundern, dass man mit solcher Musik, die man doch eigentlich eher in einer kleinen Nische vermutet, tatsächlich diese Zahl von Zuschauern locken kann. Aber es scheint die Mischung zu sein, welche die Massen lockt. Und ein schönes Signal an die Musikindustrie ist es obendrein. Ein kleines Festival nur mit deutschen Bands, ausverkauft mit 20 000 Zuschauern: das dokumentiert, wie groß das Interesse der Menschen auch und gerade an heimischen Künstlern ist.

Die Mischung macht"s aber auch, weil aus dem Reigen der großen Bands nicht jene ausgewählt wurden, die Schwermut und Nachdenken über Deutschland zu ihrer Maxime gemacht haben, sondern allesamt partykompatible Bands auftreten. Die Stimmung, auch das ist keineswegs immer so, ist von der ersten Band an bestens, alle fünf Combos werden gebührend abgefeiert.

Musikalische Erbsenzählerei sei da geschenkt. Dass die Beatsteaks in ihrer Eindimensionalität ein wenig langweilen, dass die unzähligen Coverversionen von Iggy Pops "Passenger" (Lichtjahre von der Siouxsie-and-the-Banshees-Version entfernt) über Rage against the Machines "Bullet in your Head" (na ja) und "So lonely" (gähn) bis hin zum abschließenden "Opel Gang" von den Toten Hosen (voll verkorkst) nicht eben vom Hocker reißen, lässt sich verzeihen. Spaß ist Trumpf bei Festivals, wie die anschließenden Sportfreunde Stiller denn auch bestens demonstrieren. Es gibt kaum ein Festival, auf dem das Münchner Trio in diesem Sommer nicht spielen würde, und warum das so ist, zeigen sie auch in Ludwigsburg. Sie haben sich längst den Ruf einer exzellenten Liveband erspielt und auch musikalische Reife erlangt. Mühelos dirigieren sie das Publikum, servieren einen feinen Querschnitt durch ihre vier Alben. Und einmal an diesem Tag darf dann sogar kräftig gebuht werden.

Es geht natürlich, passt ja auch zum Bandnamen und der Lokalität, um den Fußball. Dass er sich mit dem Spruch "Der FC Bayern ist meine richtig große Liebe" in Ludwigsburg nicht richtig viele Freunde macht, dürfte sich der Sänger und Sportfreund Peter Brugger fast gedacht haben. Auch dass sein "aber vielen Dank für Felix Magath" nicht so richtig gut ankommt. Aber bei seinen augenzwinkernden Sprüchen über Matthias Sammer haben dann doch einige wieder schmunzeln müssen. Jedenfalls blühte in Ludwigsburg nicht nur das Barock, sondern auch der Spaß.

Zu guter Letzt kam dann natürlich auch noch, was bei keinem Open-Air-Festival fehlen darf: ein kräftiger Regenguss. Gegen acht Uhr, gerade als die Bühne für den Auftritt der Headliner bereitet wurde, öffneten sich die Himmelsschleusen und bescherten den bis dahin im eigenen Saft schwitzenden Massen eine Abkühlung. "Kaum kommen die Ärzte auf die Bühne, fängt es an zu regnen", witzelt der Sänger Farin Urlaub, was vermutlich daran läge, "dass wir einen waschechten Satanisten auf der Bühne haben". Das Wörtchen "waschecht" bekam, als Petrus endlich ein Einsehen hatte, für die Menge eine originelle neue Bedeutung, selbige bekam jedoch zwei Stunden lang noch einmal kräftig auf die Ohren von den selbst ernannten Regenten der Popularmusik. "Da wir bekanntlich die beste Band der Welt sind, könnt ihr uns das ruhig glauben", lautet einer der Sprüche, die Herr Urlaub und seine zwei Bandkollegen so reißen. Tja, und so passt dann auch das Finale. Mit der Ansage: "Normalerweise spielen wir uns zu dieser Zeit am Glied, aber jetzt spielen wir das letzte Lied", kündigen sie ihr "Ein Song namens Schunder" an - und entlassen 20 000 zufriedene Menschen nach einem coolen Tag in eine kühle Nacht.

Das Jahn-Stadion, übrigens, ist für Open-Air-Konzerte bestens geeignet. Im stimmigen Rund finden sich im hinteren Bereich genügend Rückzugsmöglichkeiten, von den Tribünen aus gibt es gute Sicht, die Akustik ist in Ordnung. Über die Anzahl der Verpflegungsstände (immer eine Viertelstunde anstehen) darf ebenso gerne noch einmal nachgegrübelt werden wie über die Preise (3,50 Euro für Getränke, 2,50 Euro für eine Brezel). Ansonsten sehen wir einer Neuauflage im nächsten Sommer gerne entgegen.

Aktualisiert: 19.07.2004, 06:20 Uhr
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Jochen K.
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Beitrag von Jochen K. »

Sehr geiles Open-Air! Ich habs genossen!

Zur folgenden Passage von Herrn Welke muss ich aber meinen Senf dazugeben!
Jan Ulrich Welke hat geschrieben: Über die Anzahl der Verpflegungsstände (immer eine Viertelstunde anstehen) darf ebenso gerne noch einmal nachgegrübelt werden wie über die Preise (3,50 Euro für Getränke, 2,50 Euro für eine Brezel).
Viertelstunde anstehen ist doch nicht so lang (bei 20.000 Leuten)! Ich weiß nicht wo der Herr Welke sonst immer isst. Andererseits muss man eben einen günstigen Zeitpunkt abwarten: ich habe z.B. gar nicht warten müssen!

Außerdem war beim Preis von 3,50 Euro für die Getränke noch 20 Cent Pfand dabei! Schlecht recherchiert!
"Man kann sich eine neue Freundin suchen, aber keinen neuen Verein." - Campino
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