StN: Neuer Kickers-Manager trägt Entscheidung mit: Keine Neu
Verfasst: Mittwoch 11. August 2004, 06:55
Neuer Kickers-Manager trägt Entscheidung mit: Keine Neuzugänge bis Weihnachten
Joachim Cast - der stille Stratege
Beim aktuellen Thema Neuzugänge zieht sich ein fast schon verlegenes Grinsen über das Gesicht von Joachim Cast. Ob der Manager des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers denn einen personellen Nachschlag unbedingt als nötig ansieht? "Da stecke ich im Zwiespalt'', sagt Cast, "einerseits kann ich den Wunsch des Trainers nachvollziehen, andererseits muss ich auch die Finanzen im Blick haben.''
VON JÜRGEN FREY
Cast - der neue Vermittler in Degerloch. Vor dem WFV-Pokalspiel am heutigen Mittwoch (18 Uhr) beim SV Bonlanden half er mit, das Thema Neuzugänge vom Tisch zu bekommen. Es wird definitiv keine Blutauffrischung im Kader der Blauen geben. Zumindest nicht bis Weihnachten. Das Saisonziel Platz eins bis acht wird fürs Erste korrigiert. "Einen sicheren Mittelplatz wollen wir bis zur Winterpause erreichen, dann sieht man weiter'', sagt Cast - und ergänzt: "Damit kann auch der Trainer leben.''
Als Mann des Ausgleichs scheint Cast prädestiniert. Er ist ruhig, sachlich und intelligent. Ganz der stille Stratege. Sein Geografie-Studium schloss er mit der Note 1,3 ab. Ob das alles reicht, um einen Regionalligisten zu führen? Zumal er sich selbst als "introvertierten Typ'' bezeichnet, der "nicht die großen Reden schwingt''. Zweifel plagen Cast keine - er setzt vielmehr auf Teamarbeit: "Der Präsident, Marketingleiter Martin Kurzka, der Trainer und ich setzen unsere Stärken ganz gezielt ein.''
Eines spricht Cast garantiert keiner ab: seine Fußball-Fachkompetenz. In der E-Jugend der TSG Steinheim begann der gebürtiger Marbacher mit dem Kicken, im Alter von 21 Jahren wechselte er zum FC Marbach. Über die TSF Ditzingen und den SSV Reutlingen, für den Cast auch 20 Zweitligaspiele absolvierte, landete er 2001 bei den Kickers. "Den Wechsel habe ich nie bereut'', beteuert der ehemalige Verteidiger.
Den Sprung vom Rasen ins Büro leitete ein Trainerwechsel ein. Der neue Chefcoach Robin Dutt machte Cast Ende Oktober 2003 klar, dass er auf dem Spielfeld nicht mehr auf ihn setze. Als sich die Blauen kurz darauf von Manager Kahraman Erdin trennten, schlug die Stunde von Cast. Von Januar an arbeitete er sich auf der Geschäftsstelle ein. Am 1. Juli wurde aus dem Spieler Cast dann auch offiziell der Manager Cast. Nur seine Freundin Heike, mit der er in Eningen unter Achalm lebt, war anfangs etwas skeptisch. "Sie hatte sich auf freie Wochenenden gefreut'', sagt Cast, "aber ansonsten haben mir alle geraten, die Chance zu nutzen.'' Zum Beispiel sein Freund Robert Hofacker - obwohl der Ex-Geschäftsführer des SSV Reutlingen inzwischen vom Fußball nichts mehr wissen will und für die Stuttgarter Versicherungen arbeitet. Oder sein Vorgänger Kahraman Erdin - obwohl der chaotische Tage bei den Blauen hautnah miterlebte. Überhaupt Erdin: Mit ihm arbeitete Cast von 1997 bis 2002 bei der Messe Stuttgart zusammen. Erdin hauptberuflich, Cast auf Honorarbasis neben dem Fußball. Die völlig unterschiedlichen Charakter harmonierten prächtig: "Ich lieferte häufig die Ideen, Kara führte die Gespräche'', berichtet Cast. Die beiden planten Veranstaltungen, führten Marktanalysen durch.
Bei den Kickers geht es um Neuzugänge, Ablöseverhandlungen und das Gewinnen von Sponsoren. "Ich war auf dem Platz ein Kämpfertyp und werde mich auch in meinem neuen Job durchbeißen'', ist sich Cast sicher. Sein Traumziel? Da muss er nicht überlegen. "Mit den Kickers in die zweite Liga - das wäre das Optimum.'' Der stille Stratege will seinen Teil dazu beitragen.
Quelle: StN. 11.08.04
Wie kann man eigentlich nach einem absolvierten Spiel das Saisonziel korrigieren. Schnellebig ist die Zeit ja geworden, aber man kann es auch übertreiben. Wären wir mit einem Sieg gestartet, dann hätten wir wohl die Planungen für die zweite Liga aufgenommen...
Joachim Cast - der stille Stratege
Beim aktuellen Thema Neuzugänge zieht sich ein fast schon verlegenes Grinsen über das Gesicht von Joachim Cast. Ob der Manager des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers denn einen personellen Nachschlag unbedingt als nötig ansieht? "Da stecke ich im Zwiespalt'', sagt Cast, "einerseits kann ich den Wunsch des Trainers nachvollziehen, andererseits muss ich auch die Finanzen im Blick haben.''
VON JÜRGEN FREY
Cast - der neue Vermittler in Degerloch. Vor dem WFV-Pokalspiel am heutigen Mittwoch (18 Uhr) beim SV Bonlanden half er mit, das Thema Neuzugänge vom Tisch zu bekommen. Es wird definitiv keine Blutauffrischung im Kader der Blauen geben. Zumindest nicht bis Weihnachten. Das Saisonziel Platz eins bis acht wird fürs Erste korrigiert. "Einen sicheren Mittelplatz wollen wir bis zur Winterpause erreichen, dann sieht man weiter'', sagt Cast - und ergänzt: "Damit kann auch der Trainer leben.''
Als Mann des Ausgleichs scheint Cast prädestiniert. Er ist ruhig, sachlich und intelligent. Ganz der stille Stratege. Sein Geografie-Studium schloss er mit der Note 1,3 ab. Ob das alles reicht, um einen Regionalligisten zu führen? Zumal er sich selbst als "introvertierten Typ'' bezeichnet, der "nicht die großen Reden schwingt''. Zweifel plagen Cast keine - er setzt vielmehr auf Teamarbeit: "Der Präsident, Marketingleiter Martin Kurzka, der Trainer und ich setzen unsere Stärken ganz gezielt ein.''
Eines spricht Cast garantiert keiner ab: seine Fußball-Fachkompetenz. In der E-Jugend der TSG Steinheim begann der gebürtiger Marbacher mit dem Kicken, im Alter von 21 Jahren wechselte er zum FC Marbach. Über die TSF Ditzingen und den SSV Reutlingen, für den Cast auch 20 Zweitligaspiele absolvierte, landete er 2001 bei den Kickers. "Den Wechsel habe ich nie bereut'', beteuert der ehemalige Verteidiger.
Den Sprung vom Rasen ins Büro leitete ein Trainerwechsel ein. Der neue Chefcoach Robin Dutt machte Cast Ende Oktober 2003 klar, dass er auf dem Spielfeld nicht mehr auf ihn setze. Als sich die Blauen kurz darauf von Manager Kahraman Erdin trennten, schlug die Stunde von Cast. Von Januar an arbeitete er sich auf der Geschäftsstelle ein. Am 1. Juli wurde aus dem Spieler Cast dann auch offiziell der Manager Cast. Nur seine Freundin Heike, mit der er in Eningen unter Achalm lebt, war anfangs etwas skeptisch. "Sie hatte sich auf freie Wochenenden gefreut'', sagt Cast, "aber ansonsten haben mir alle geraten, die Chance zu nutzen.'' Zum Beispiel sein Freund Robert Hofacker - obwohl der Ex-Geschäftsführer des SSV Reutlingen inzwischen vom Fußball nichts mehr wissen will und für die Stuttgarter Versicherungen arbeitet. Oder sein Vorgänger Kahraman Erdin - obwohl der chaotische Tage bei den Blauen hautnah miterlebte. Überhaupt Erdin: Mit ihm arbeitete Cast von 1997 bis 2002 bei der Messe Stuttgart zusammen. Erdin hauptberuflich, Cast auf Honorarbasis neben dem Fußball. Die völlig unterschiedlichen Charakter harmonierten prächtig: "Ich lieferte häufig die Ideen, Kara führte die Gespräche'', berichtet Cast. Die beiden planten Veranstaltungen, führten Marktanalysen durch.
Bei den Kickers geht es um Neuzugänge, Ablöseverhandlungen und das Gewinnen von Sponsoren. "Ich war auf dem Platz ein Kämpfertyp und werde mich auch in meinem neuen Job durchbeißen'', ist sich Cast sicher. Sein Traumziel? Da muss er nicht überlegen. "Mit den Kickers in die zweite Liga - das wäre das Optimum.'' Der stille Stratege will seinen Teil dazu beitragen.
Quelle: StN. 11.08.04
Wie kann man eigentlich nach einem absolvierten Spiel das Saisonziel korrigieren. Schnellebig ist die Zeit ja geworden, aber man kann es auch übertreiben. Wären wir mit einem Sieg gestartet, dann hätten wir wohl die Planungen für die zweite Liga aufgenommen...