STN: 1:1 - Kickers wachen nach der Pause auf

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Steffen FFC
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STN: 1:1 - Kickers wachen nach der Pause auf

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Bayern-Amateure bauen nach brillantem Beginn ab - Adrions Umstellungen fruchten: Rahmanovic trifft

1:1 - Kickers wachen nach der Pause auf

Stuttgart - Eine Halbzeit lang musste man das Schlimmste befürchten. Dann wachten die Stuttgarter Kickers gegen die Amateure des FC Bayern München auf. Nach dem Ausgleich durch Joker Suad Rahmanovic wäre gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga sogar mehr als ein 1:1 (0:1) drin gewesen.

VON DIRK PREISS

Es war ein verrücktes Spiel vor 3580 Zuschauern im Waldaustadion. Nach dem Schlusspfiff wusste im Lager der Blauen keiner so recht, ob man sich über das Unentschieden freuen oder ärgern sollte. "Unterm Strich bin ich zufrieden", sagte Präsident Hans Kullen, "aber am Ende hätten wir gewinnen können." Wenn Mirnes Mesic bei zwei Riesenchancen (88./89.) nicht die Nerven einen Streich gespielt hätten. Schon in der 78. Minute hatte der Kickers-Stürmer bei einem Pfostenschuss Pech. Fünf Minuten vorher hatte Joker Suad Rahmanovic mit einem 16-m-Schuss für das 1:1 gesorgt. "In der zweiten Hälfte haben wir den Bayern kaum Luft zum Atmen gelassen", sagte Abwehrchef Alexander Malchow, "da haben wir unser bestes Saisonspiel gezeigt."

Vor der Pause sah dagegen alles ganz anders aus. Die Bayern führten die hilflosen Blauen auch ohne Mehmet Scholl, Torsten Fink, Sebastian Schweinsteiger und Piotr Trochowski vor. Einer einzigen Kickers-Chance durch Mesic (37.) hatten die Münchner mindestens sechs glasklare Möglichkeiten entgegenzusetzen. "Da hätten wir den Gegner abschießen müssen", ärgerte sich Bayern-Trainer Hermann Gerland. Vor allem Paolo Guerrero, der Achim Cast vor der Pause Knoten in die Beine spielte, trumpfte auf. In der 38. Minute konnte Cast den 19-jährigen Peruaner nur durch Foulspiel stoppen - den fälligen Elfmeter verwandelte der 21 Jahre alte Zvjezdan Misimovic.

Adrion, der kurzfristig auf Sascha Benda (Mittelfußprellung) verzichten musste, stellte in der Halbzeit um. Der Kickers-Trainer beorderte Oliver Barth nach hinten, zusammen mit Cast und Malchow bildete er eine Dreierkette. Die Folge: Das Abwehrzentrum stand einiges sicherer. Hinzu kam: Die Bayern ließen sich viel zu weit zurückfallen. "Wir haben uns versteckt, bis wir endlich das Tor bekommen haben", schimpfte Gerland. Adrion zeigte sich zufrieden: "Vor der Pause konnten wir uns bei unserem Torwart bedanken, dass es nur 0:1 stand. Aber wie wir uns danach erholt haben, das macht Mut für die nächsten Spiele." Es stehen zwei Auswärtspartien in Siegen und Feucht auf dem Programm.

Kickers: Köstel - Steinle (84. Polat), Cast, Malchow, Milchraum - Gumper, Barth, Minkwitz, Stierle (60. Eckhardt) - Ivan (46. Rahmanovic), Mesic.

Aktualisiert: 13.09.2003, 05:06 Uhr
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