Neuer Plan - Dritte Liga ohne Profis
Verfasst: Mittwoch 12. Januar 2005, 17:59
Neuer Plan - Dritte Liga ohne Profis
Die Amateurvertreter im DFB wollen die 3.Liga zur Tabuzone für Bundesligaprofis erklären. Den Grund nennt Hans-Georg Moldenhauer, der Präsident des Nordeutschen Fußball-Verbandes: Es herrscht Wettbewerbsverzerrung, "weil die Bundesliga-Klubs mit ihren Nachwuchsmannschaften permanent mit einer unterschiedlichen Anzahl von Profis spielen." Moldenhauer steht der Reformkommission vor, die erstmals am 5. Januar tagte. Seine Null-Lösung: Keine Profis mehr in der Regionalliga, stattdessen eine Nachwuchsmeisterschaft der 36 Lizenzvereine mit Spielern unter 23. Jahren (u23). "Das muss aber ein hochkarätiger Wettbewerb sein, den alle wollen", so Moldenhauer. Ein Anreiz: Der Meister startet im DFB Pokal. Talente, die älter als 23. sind, sollen ein Zweitspielrecht erhalten, "sie verbleiben bei ihrem Mutterverein, können aber bei anderen Klubs Spielpraxis sammeln. Sie können entweder während der zwei Transferperioden wechseln, oder wir schaffen Sonderreglungen, damit sie nicht jede Woche in einem anderen Trikot auflaufen. Moldenhauers Alternativplan: Um den "Charakter der Nachwuchs- und Ausbildungsmannschaft" zu wahren und die "verkappte Reha-Klinik für hochbezahlte Profis" zu schließen, "sollten nur Spieler unter 23 Jahren zum Einsatz kommen und vielleicht 2, 3 ältere Spieler". Bislang dürfen in den Nachwuchsmannschaften unbegrenzt viele Profis unter 24 sowie drei Lizenzspieler mitwirken, die älter als 24 sind. So liefen diese Saison Lars Ricken (28) in Dortmund und Naohiro Takahara (25) beim HSV in Liga drei auf. Geht es nach Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, bleibt das so. Für ihn ist die Regionalliga "ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsarbeit, hier holen sich Talente ihre Spielpraxis". Moldenhauer kann sich vorstellen, auch die Anzahl der Amateurmannschaften der Bundesligisten in der Regionalliga (momentan elf) zu begrenzen, "zum Beispiel auf nicht mehr als drei, vier pro Staffel". Bis März sollen dem DFB-Vorstand Vorschläge Vorliegen, damit sie in der nächsten Saison gelten.
Quelle Sport Bild
Die Amateurvertreter im DFB wollen die 3.Liga zur Tabuzone für Bundesligaprofis erklären. Den Grund nennt Hans-Georg Moldenhauer, der Präsident des Nordeutschen Fußball-Verbandes: Es herrscht Wettbewerbsverzerrung, "weil die Bundesliga-Klubs mit ihren Nachwuchsmannschaften permanent mit einer unterschiedlichen Anzahl von Profis spielen." Moldenhauer steht der Reformkommission vor, die erstmals am 5. Januar tagte. Seine Null-Lösung: Keine Profis mehr in der Regionalliga, stattdessen eine Nachwuchsmeisterschaft der 36 Lizenzvereine mit Spielern unter 23. Jahren (u23). "Das muss aber ein hochkarätiger Wettbewerb sein, den alle wollen", so Moldenhauer. Ein Anreiz: Der Meister startet im DFB Pokal. Talente, die älter als 23. sind, sollen ein Zweitspielrecht erhalten, "sie verbleiben bei ihrem Mutterverein, können aber bei anderen Klubs Spielpraxis sammeln. Sie können entweder während der zwei Transferperioden wechseln, oder wir schaffen Sonderreglungen, damit sie nicht jede Woche in einem anderen Trikot auflaufen. Moldenhauers Alternativplan: Um den "Charakter der Nachwuchs- und Ausbildungsmannschaft" zu wahren und die "verkappte Reha-Klinik für hochbezahlte Profis" zu schließen, "sollten nur Spieler unter 23 Jahren zum Einsatz kommen und vielleicht 2, 3 ältere Spieler". Bislang dürfen in den Nachwuchsmannschaften unbegrenzt viele Profis unter 24 sowie drei Lizenzspieler mitwirken, die älter als 24 sind. So liefen diese Saison Lars Ricken (28) in Dortmund und Naohiro Takahara (25) beim HSV in Liga drei auf. Geht es nach Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, bleibt das so. Für ihn ist die Regionalliga "ein wichtiger Bestandteil der Nachwuchsarbeit, hier holen sich Talente ihre Spielpraxis". Moldenhauer kann sich vorstellen, auch die Anzahl der Amateurmannschaften der Bundesligisten in der Regionalliga (momentan elf) zu begrenzen, "zum Beispiel auf nicht mehr als drei, vier pro Staffel". Bis März sollen dem DFB-Vorstand Vorschläge Vorliegen, damit sie in der nächsten Saison gelten.
Quelle Sport Bild