Spielberichte: Kickers - TSG Hoffenheim
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Überlinger
Spielberichte: Kickers - TSG Hoffenheim
Moral und Kampf bringen Kickers Sieg
Heute hat über weite Strecken vieles gestimmt und meine Mannschaft hat sich anders präsentiert als beim Spiel gegen den SC Feucht, so Kickers Coach Robin Dutt nach dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Die Hausherren nahmen sofort das Zepter in die Hand und bestimmten das Spielgeschehen, die Gäste aus dem Kraichgau dagegen agierten nervös und hektisch. Schon nach zwei Spielminuten hatte Mustafa Parmak eine gute Möglichkeit, er wurde abgeblockt und den Nachschuss setzte Heiko Gumper, der nach langer Verletzungspause wieder in der Mannschaft stand, am Tor vorbei. Wenig später der erste Freistoss für die Hoffenheimer, Thomas Ollhoff konnte aber mit seinem Schuss den guten Kickers Keeper Tino Köstel nicht überwinden. In der 7. Spielminute dann die Führung der Gastgeber, ein Freistoss wird mit einer Kerze abgeblockt, alle glaubten wohl die Kugel geht ins Aus, doch weit gefehlt, Alexander Malchow reagiert am schnellsten und verwandelt aus kurzer Distanz. Sekunden nach der Führung Freistoss für die Kickers, den gut platzierten Schuss von Mustafa Parmak kann TSG Schlussmann Thomas Hillenbrand über die Querlatte lenken. Zwei Minuten später verfehlt Mustafa Parmak bei einem schnellen Konter nur knapp das Hoffenheimer Gehäuse. Auch den zweiten Freistoss kann Thomas Ollhoff nicht verwerten, er verzieht aus 25 Metern. Die Hausherren kombinieren gefällig und selbstbewusst. Die Gäste kommen nur mit Standardsituationen zu Möglichkeiten, aber es ist heute nicht der Tag des Thomas Ollhoff, denn den dritten Freistoss aus "Ollhoff-Distanz" setzt er in die Mauer. Auch mit seinem Versuch aus dem Spiel heraus verfehlt er wenige Minuten später weit das Ziel. In der 31. Spielminute muss Michael Zepek mit Verdacht auf Innenbandan- oder abriss ausgewechselt werden. Für Ihn kommt Serhat Gülbas, der das Spiel der Gäste belebt. In der 45. Spielminute hat Mustafa Parmak nach schöner Vorarbeit von Mirnes Mesic das 2:0 auf dem Fuss, freistehend verfehlt er den Kasten.
Im zweiten Spielabschnitt waren vier Minuten gespielt, als Oliver Barth mit einem Gewaltschuss nur den Pfosten traf. Im direkten Gegenzug dann der Ausgleich mit dem ersten richtig durchdachten Spielzug, den Heiko Throm mit dem 1:1 Ausgleich abschliesst, so hart kann Fussball sein. Doch jetzt zeigen die Mannen von Trainer Robin Dutt, dass sie wissen um was es geht. Mit unbändigem Willen und Einsatz setzen sie den Gegner unter Druck. Die Belohnung dafür in der 59. Spielminute, mit einem herrlichen Freistoss aus 20 Metern überwand Jens Härter den Hoffenheimer Schlussmann zum 2:1. Wenig später zieht Oliver Stierle die Notbremse und sieht dafür in der 65. Spielminute die Ampelkarte. Den fälligen Freistoss verzieht Thomas Ollhoff. Der eingewechselte Björn Weber scheitert in der 71. Spielminute aus 10 Metern am guten Tino Köstel. Eine Viertelstunde vor Schluss bläst Hoffenheims Coach Hansi Flick zur totalen Offensive. Michael Kümmerle geht und Kai Herdling kommt, was aber alles nicht mehr bringt und da in der 90. Spielminute Thomas Ollhoff seinen x-ten Freistoss in die Arme von Tino Köstel schiesst bleibt es bei dem knappen aber verdienten Sieg für die Kickers. Diese Punkte waren wichtig und Kickers Trainer Robin Dutt war stolz auf seine Mannschaft, die nicht nur nach dem Ausgleich sondern auch nach dem Platzverweis von Oliver Stierle nie aufgegeben hat.
Quelle: irsport.de
Heute hat über weite Strecken vieles gestimmt und meine Mannschaft hat sich anders präsentiert als beim Spiel gegen den SC Feucht, so Kickers Coach Robin Dutt nach dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Die Hausherren nahmen sofort das Zepter in die Hand und bestimmten das Spielgeschehen, die Gäste aus dem Kraichgau dagegen agierten nervös und hektisch. Schon nach zwei Spielminuten hatte Mustafa Parmak eine gute Möglichkeit, er wurde abgeblockt und den Nachschuss setzte Heiko Gumper, der nach langer Verletzungspause wieder in der Mannschaft stand, am Tor vorbei. Wenig später der erste Freistoss für die Hoffenheimer, Thomas Ollhoff konnte aber mit seinem Schuss den guten Kickers Keeper Tino Köstel nicht überwinden. In der 7. Spielminute dann die Führung der Gastgeber, ein Freistoss wird mit einer Kerze abgeblockt, alle glaubten wohl die Kugel geht ins Aus, doch weit gefehlt, Alexander Malchow reagiert am schnellsten und verwandelt aus kurzer Distanz. Sekunden nach der Führung Freistoss für die Kickers, den gut platzierten Schuss von Mustafa Parmak kann TSG Schlussmann Thomas Hillenbrand über die Querlatte lenken. Zwei Minuten später verfehlt Mustafa Parmak bei einem schnellen Konter nur knapp das Hoffenheimer Gehäuse. Auch den zweiten Freistoss kann Thomas Ollhoff nicht verwerten, er verzieht aus 25 Metern. Die Hausherren kombinieren gefällig und selbstbewusst. Die Gäste kommen nur mit Standardsituationen zu Möglichkeiten, aber es ist heute nicht der Tag des Thomas Ollhoff, denn den dritten Freistoss aus "Ollhoff-Distanz" setzt er in die Mauer. Auch mit seinem Versuch aus dem Spiel heraus verfehlt er wenige Minuten später weit das Ziel. In der 31. Spielminute muss Michael Zepek mit Verdacht auf Innenbandan- oder abriss ausgewechselt werden. Für Ihn kommt Serhat Gülbas, der das Spiel der Gäste belebt. In der 45. Spielminute hat Mustafa Parmak nach schöner Vorarbeit von Mirnes Mesic das 2:0 auf dem Fuss, freistehend verfehlt er den Kasten.
Im zweiten Spielabschnitt waren vier Minuten gespielt, als Oliver Barth mit einem Gewaltschuss nur den Pfosten traf. Im direkten Gegenzug dann der Ausgleich mit dem ersten richtig durchdachten Spielzug, den Heiko Throm mit dem 1:1 Ausgleich abschliesst, so hart kann Fussball sein. Doch jetzt zeigen die Mannen von Trainer Robin Dutt, dass sie wissen um was es geht. Mit unbändigem Willen und Einsatz setzen sie den Gegner unter Druck. Die Belohnung dafür in der 59. Spielminute, mit einem herrlichen Freistoss aus 20 Metern überwand Jens Härter den Hoffenheimer Schlussmann zum 2:1. Wenig später zieht Oliver Stierle die Notbremse und sieht dafür in der 65. Spielminute die Ampelkarte. Den fälligen Freistoss verzieht Thomas Ollhoff. Der eingewechselte Björn Weber scheitert in der 71. Spielminute aus 10 Metern am guten Tino Köstel. Eine Viertelstunde vor Schluss bläst Hoffenheims Coach Hansi Flick zur totalen Offensive. Michael Kümmerle geht und Kai Herdling kommt, was aber alles nicht mehr bringt und da in der 90. Spielminute Thomas Ollhoff seinen x-ten Freistoss in die Arme von Tino Köstel schiesst bleibt es bei dem knappen aber verdienten Sieg für die Kickers. Diese Punkte waren wichtig und Kickers Trainer Robin Dutt war stolz auf seine Mannschaft, die nicht nur nach dem Ausgleich sondern auch nach dem Platzverweis von Oliver Stierle nie aufgegeben hat.
Quelle: irsport.de
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Überlinger
Erster Sieg 2005 ist geschafft – 2:1-Heimerfolg gegen die TSG Hoffenheim
Große Erleichterung bei den Kickers: Der erste Sieg im Jahr 2005 ist geschafft. Vor 2595 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau besiegten die Blauen die TSG Hoffenheim nach den Toren von Alexander Malchow (7.) und Jens Härter (58.) mit 2:1 (1:0).
Aber auch abseits vom Spielgeschehen war im GAZi-Stadion auf der Waldau einiges geboten: Vor dem Fan-Zelt und hinter der Gegengeraden präsentierte sich AUTO PALAZZO und führte sich gleich mit einer tollen Idee ein: drei FIAT Modelle mit der Sonderausstattung „Kickers“! Die „Kickers“ Sondermodell gibt es als Seicento, Punto und Stilo und zum Ausstattungspaket gehört unter anderem auch ein Kickers-Fanschal, eine Dauerkarte Saison 05/06 und ein Kickers-Trikot mit den Unterschriften der Spieler und dem Namen des Käufers auf dem Rücken. Geschäftsführer Peter Martin von AUTO PALAZZO erläuterte zusammen mit Kickers-Präsident in der Halbzeitpause die neue Partnerschaft und die Idee mit den Kickers-Sondermodellen (siehe Bild unten).
Für die Kinder hielt Kickers-Partner Bäcker Lang eine Überraschung bereit, zum Ferienende verteilte der Stuttgarter Bäcker mehrere hundert Kinderbrezeln an alle Kinder im Stadion.
Zusätzlich präsentierte sich Kickers TOP90-Partner Allianz Gereralvertretung Krämer/Lechner mit Inhaber Ulli Lechner den Gästen im VIP-Raum und auf der Haupttribüne. Im VIP-Raum brachte Herr Lechner mit einem Informationsstand den Kickers-Fans, Sponsoren und Gönner die erstklassigen Produkte der Allianz in den Bereichen Versicherung, Vorsorge und Vermögen näher. Zudem gab es ein Gewinnspiel mit dem Ergebnistipp, bei dem der Gewinner ein Kickers-Trikot mit den original Unterschriften der Spieler noch überreicht bekommt. Nach dem Spiel verteilten Mitarbeiter wieder Geschenke an die Gäste – für jeden gab es einen kleinen Fußball.
Nun aber zum Spiel und zur Aufstellung: Kickers-Trainer Robin Dutt stellte zum Spiel in der vergangenen Wochen auf einigen Positionen und auch das Spielsystem um. Nach seiner Verletzung konnte erstmals wieder Heiko Gumper auflaufen. In die Viererabwehrkette rückte wieder zentral Alexander Malchow (nach überstandener Krankheit) neben Jens Härter. Auf den Außenbahnen spielten Moritz Steinle rechts und Oliver Stierle auf der linken Abwehrseite. Im zentralen defensiven Mittelfeld stand neben Heiko Gumper wieder Kapitän Oliver Barth, der beim Spiel gegen Feucht ebenfalls verletzungsbedingt aussetzen musste. Mustafa Parmak auf dem rechten Flügel und Giuseppe Catizone auf dem linken komplettierten das Mittelfeld, in dem Trainer Robin Dutt den eigentlichen Spielmacher „einsparte“, dafür erstmals mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, die für mehr Sicherheit in der Abwehr sorgten. Vorne stürmte wieder Suad Rahmanovic neben Mirnes Mesic, im Tor selbstverständlich Tino Köstel.
Zum Spielverlauf:
Man merkte von Beginn an, dass heute eine andere Kickers-Mannschaft auf dem Platz war, die die letzte Niederlage gegen Feucht wieder wett machen wollte. Mit Pressing und gutem Zweikampfverhalten wurden den Gästen aus Hoffenheim kaum Spielraum gegeben. Auch Trainer Robin Dutt zeigte sich sehr engagiert an der Außenlinie und dirigierte seine Elf. Und tatsächlich gelang den Kickers die schnelle Führung: Ein Freistoß von Giuseppe Catizone aus 30 Metern wurde abgefälscht und landete per Kerze im Strafraum. Gästekeeper Thomas Hillenbrand klebte auf der Linie, die Gästeabwehr konnte nicht klären, so dass der Ball direkt vor Alexander Malchow landete, der schließlich aus kurzer Distanz den Ball nur noch über die Linie drücken musste; 1:0 in der 7. Spielminute.
Ein weiterer Freistoß von Mustafa Parmak (8.), den Torwart Hillenbrand noch über die Latte lenken konnte und ein Schuss ebenfalls von ihm ans Außennetz sorgten für weitere Gefahr (9.).
Die Hoffenheimer kamen zum ersten Mal in der 20. Minute vor das Kickers-Tor, jedoch konnten Jens Härter und Tino Köstel zusammen vor Paljic klären. Nach zwei ungefährlichen Freistößen setzte Hoffenheims Spielmacher Ollhoff einen ersten gefährlichen Schuss knapp neben das Tor (21.). Auf der Gegenseite wieder ein guter Freistoß von Mustafa Parmak, der aus 23 Meter knapp neben das Tor strich (22.).
Die Partie wurde nun in der Folgezeit ruppiger, Schiedsrichter Maier verteilte einige gelben Karten auf beiden Seiten. Die nächste nennenswerte Möglichkeit hatte Jens Härter, nachdem er einen Freistoß von Mustafa Parmak per Kopf verlängerte (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff eine große Möglichkeit für Mustafa Parmak: Nach einem schönen Pass von Mirnes Mesic – Kümmerle schlug in der TSG-Abwehr am Ball vorbei - scheiterte er jedoch an seinen eigenen Nerven und verzog aus halbrechter Position (44.). Halbzeit 1:0-Führung für die Blauen.
Beide Trainer wechselten zur zweiten Halbzeit nicht, und die Kickers hatten gleich wieder eine gute Möglichkeit, doch rettete der Pfosten für die Gäste. Mirnes Mesic ließ schön den Ball auf Höhe des Strafraums für Oliver Barth durch, der zog in den Strafraum, doch sein Schuss aus halblinker Position knallt nur an den kurzen Pfosten (47.). Doppelt bitter für die Kickers, denn fast im Gegenzug fiel dann der unerwartete Ausgleichstreffer: Die Kickers-Abwehr wurde zum ersten Mal - mit direkten Pässen von der TSG-Abwehr heraus - ausgespielt und war nicht im Bilde, Heiko Throm brauchte in der 48. Minute den Ball nur noch über die Linie zu drücken.
Das Spiel war nun sehr zerfahren, die Kickers wieder um Ordnung bemüht. Doch warf der Gegentreffer die Kickers nicht aus der Bahn. Zwar war der Spielfluß lang nicht mehr so gut wie in der ersten Hälfte, doch gab es ja auch noch Standardsituationen. Und solch eine nutze Jens Härter zum erneuten Führungstreffer: Nach einem Foul an Mustafa Parmak ca. 20 Meter halbrechts vor dem Tor legte sich der Kickers-Abwehrspieler den Ball zurecht. Härter traf den Ball wunderschön über die Mauer hinweg ins rechte Toreck, unhaltbar für Gästekeeper Hillenbrand (58.) zur erneuten Führung für die Degerlocher.
Nach dem Treffer jedoch ein Rückschlag für die Blauen: Nach einem Fehler im Aufbau stoppte Oliver Stierle den Konter der Gäste mit einem Foul, Schiedsrichter Maier zeigte ihm folgerichtig wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte (65.). So mussten die Kickers die letzten 25 Minuten wieder in Unterzahl absolvieren, doch stand die Abwehr um Routinier Alex Malchow gut. Die Hoffenheimer spielten zu sehr durch die Mitte anstatt über die Flügel, so dass die Kickers-Innenverteidigung immer „Herr im Stadion“ blieb. Die Gäste brachte nur eine nennenswerte Chance zustand, als der eingewechselte Weber mit seinem Schussversuch an Tino Köstel scheiterte (72.). Die Kickers-Defensive stand bis zum Schluß sicher, so dass kurz vor Abpfiff Mirnes Mesic noch einen Konterchance hatte, doch leider verzog er links am Tor vorbei (89.). Mit dem Abpfiff hatte Hoffenheims Freistoßspezialist Ollhoff nochmals die Möglichkeit für den Ausgleichstreffer, doch sein Schuss war zu unplatziert und bereite für Tino Köstel keine Probleme. So blieb es beim wichtigen und verdienten 2:1-Heimsieg für die Kickers.
Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Hansi Flick: „Den Spielausgang haben wir uns selbstverständlich ganz anders vorgestellt. Zur Zeit ist es einfach so, dass jeder Fehler von uns bestraft wird. Aber wir waren heute nicht in der Lange, vor allem in Überzahl, genügend Druck auszuüben. Wir wollten kompakt stehen und gut nach vorne spielen, doch auch nach dem 1:1 Ausgleichstreffer war es einfach zu wenig. Wir haben es der kompakten
Kickers-Abwehr viel zu einfach gemacht und sind nur selten über die Außen gekommen. Die Saison läuft einfach nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten. Doch wir werden nach vorne schauen, denn am Dienstag steht das wichtig Spiel im Badischen Pokal an.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, man merkte meinem Team an, dass es die Niederlage und die indiskutable Leistung gegen Feucht wettmachen wollte. Leider wechselten sich recht gute Szenen in unserem Spiel auch mit Fehlern und schlechten Phasen ab. Wir hatten immer wieder dann Schwierigkeiten, wenn die Hoffenheimer Bälle aus dem Halbfeld auf die kleinen quirligen Stürmern schlagen konnten. Doch selbst zwei schwere Schläge brachte meine Mannschaft nicht aus dem Konzept. Erst der Pfostenschuss von Oliver Barth, aus dem fast im Gegenzug dann der Ausgleichstreffer fiel. Und auch die gelb-rote Karte überstanden wir gemeinsam. Nach dem heutigen Sieg wollen wir jedoch die Kirche im Dorf lassen, es waren nur drei wichtige Punkte, zumal unsere Mitabstiegskonkurrenten alle verloren haben und wir nun vier Punkte Vorsprung haben.. Heute hat jeder gesehen, dass die Mannschaft bis zum Schluß ganz deutlich Charakter zeigte.“
Quelle: stuttgarter-kickers.de
Große Erleichterung bei den Kickers: Der erste Sieg im Jahr 2005 ist geschafft. Vor 2595 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau besiegten die Blauen die TSG Hoffenheim nach den Toren von Alexander Malchow (7.) und Jens Härter (58.) mit 2:1 (1:0).
Aber auch abseits vom Spielgeschehen war im GAZi-Stadion auf der Waldau einiges geboten: Vor dem Fan-Zelt und hinter der Gegengeraden präsentierte sich AUTO PALAZZO und führte sich gleich mit einer tollen Idee ein: drei FIAT Modelle mit der Sonderausstattung „Kickers“! Die „Kickers“ Sondermodell gibt es als Seicento, Punto und Stilo und zum Ausstattungspaket gehört unter anderem auch ein Kickers-Fanschal, eine Dauerkarte Saison 05/06 und ein Kickers-Trikot mit den Unterschriften der Spieler und dem Namen des Käufers auf dem Rücken. Geschäftsführer Peter Martin von AUTO PALAZZO erläuterte zusammen mit Kickers-Präsident in der Halbzeitpause die neue Partnerschaft und die Idee mit den Kickers-Sondermodellen (siehe Bild unten).
Für die Kinder hielt Kickers-Partner Bäcker Lang eine Überraschung bereit, zum Ferienende verteilte der Stuttgarter Bäcker mehrere hundert Kinderbrezeln an alle Kinder im Stadion.
Zusätzlich präsentierte sich Kickers TOP90-Partner Allianz Gereralvertretung Krämer/Lechner mit Inhaber Ulli Lechner den Gästen im VIP-Raum und auf der Haupttribüne. Im VIP-Raum brachte Herr Lechner mit einem Informationsstand den Kickers-Fans, Sponsoren und Gönner die erstklassigen Produkte der Allianz in den Bereichen Versicherung, Vorsorge und Vermögen näher. Zudem gab es ein Gewinnspiel mit dem Ergebnistipp, bei dem der Gewinner ein Kickers-Trikot mit den original Unterschriften der Spieler noch überreicht bekommt. Nach dem Spiel verteilten Mitarbeiter wieder Geschenke an die Gäste – für jeden gab es einen kleinen Fußball.
Nun aber zum Spiel und zur Aufstellung: Kickers-Trainer Robin Dutt stellte zum Spiel in der vergangenen Wochen auf einigen Positionen und auch das Spielsystem um. Nach seiner Verletzung konnte erstmals wieder Heiko Gumper auflaufen. In die Viererabwehrkette rückte wieder zentral Alexander Malchow (nach überstandener Krankheit) neben Jens Härter. Auf den Außenbahnen spielten Moritz Steinle rechts und Oliver Stierle auf der linken Abwehrseite. Im zentralen defensiven Mittelfeld stand neben Heiko Gumper wieder Kapitän Oliver Barth, der beim Spiel gegen Feucht ebenfalls verletzungsbedingt aussetzen musste. Mustafa Parmak auf dem rechten Flügel und Giuseppe Catizone auf dem linken komplettierten das Mittelfeld, in dem Trainer Robin Dutt den eigentlichen Spielmacher „einsparte“, dafür erstmals mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, die für mehr Sicherheit in der Abwehr sorgten. Vorne stürmte wieder Suad Rahmanovic neben Mirnes Mesic, im Tor selbstverständlich Tino Köstel.
Zum Spielverlauf:
Man merkte von Beginn an, dass heute eine andere Kickers-Mannschaft auf dem Platz war, die die letzte Niederlage gegen Feucht wieder wett machen wollte. Mit Pressing und gutem Zweikampfverhalten wurden den Gästen aus Hoffenheim kaum Spielraum gegeben. Auch Trainer Robin Dutt zeigte sich sehr engagiert an der Außenlinie und dirigierte seine Elf. Und tatsächlich gelang den Kickers die schnelle Führung: Ein Freistoß von Giuseppe Catizone aus 30 Metern wurde abgefälscht und landete per Kerze im Strafraum. Gästekeeper Thomas Hillenbrand klebte auf der Linie, die Gästeabwehr konnte nicht klären, so dass der Ball direkt vor Alexander Malchow landete, der schließlich aus kurzer Distanz den Ball nur noch über die Linie drücken musste; 1:0 in der 7. Spielminute.
Ein weiterer Freistoß von Mustafa Parmak (8.), den Torwart Hillenbrand noch über die Latte lenken konnte und ein Schuss ebenfalls von ihm ans Außennetz sorgten für weitere Gefahr (9.).
Die Hoffenheimer kamen zum ersten Mal in der 20. Minute vor das Kickers-Tor, jedoch konnten Jens Härter und Tino Köstel zusammen vor Paljic klären. Nach zwei ungefährlichen Freistößen setzte Hoffenheims Spielmacher Ollhoff einen ersten gefährlichen Schuss knapp neben das Tor (21.). Auf der Gegenseite wieder ein guter Freistoß von Mustafa Parmak, der aus 23 Meter knapp neben das Tor strich (22.).
Die Partie wurde nun in der Folgezeit ruppiger, Schiedsrichter Maier verteilte einige gelben Karten auf beiden Seiten. Die nächste nennenswerte Möglichkeit hatte Jens Härter, nachdem er einen Freistoß von Mustafa Parmak per Kopf verlängerte (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff eine große Möglichkeit für Mustafa Parmak: Nach einem schönen Pass von Mirnes Mesic – Kümmerle schlug in der TSG-Abwehr am Ball vorbei - scheiterte er jedoch an seinen eigenen Nerven und verzog aus halbrechter Position (44.). Halbzeit 1:0-Führung für die Blauen.
Beide Trainer wechselten zur zweiten Halbzeit nicht, und die Kickers hatten gleich wieder eine gute Möglichkeit, doch rettete der Pfosten für die Gäste. Mirnes Mesic ließ schön den Ball auf Höhe des Strafraums für Oliver Barth durch, der zog in den Strafraum, doch sein Schuss aus halblinker Position knallt nur an den kurzen Pfosten (47.). Doppelt bitter für die Kickers, denn fast im Gegenzug fiel dann der unerwartete Ausgleichstreffer: Die Kickers-Abwehr wurde zum ersten Mal - mit direkten Pässen von der TSG-Abwehr heraus - ausgespielt und war nicht im Bilde, Heiko Throm brauchte in der 48. Minute den Ball nur noch über die Linie zu drücken.
Das Spiel war nun sehr zerfahren, die Kickers wieder um Ordnung bemüht. Doch warf der Gegentreffer die Kickers nicht aus der Bahn. Zwar war der Spielfluß lang nicht mehr so gut wie in der ersten Hälfte, doch gab es ja auch noch Standardsituationen. Und solch eine nutze Jens Härter zum erneuten Führungstreffer: Nach einem Foul an Mustafa Parmak ca. 20 Meter halbrechts vor dem Tor legte sich der Kickers-Abwehrspieler den Ball zurecht. Härter traf den Ball wunderschön über die Mauer hinweg ins rechte Toreck, unhaltbar für Gästekeeper Hillenbrand (58.) zur erneuten Führung für die Degerlocher.
Nach dem Treffer jedoch ein Rückschlag für die Blauen: Nach einem Fehler im Aufbau stoppte Oliver Stierle den Konter der Gäste mit einem Foul, Schiedsrichter Maier zeigte ihm folgerichtig wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte (65.). So mussten die Kickers die letzten 25 Minuten wieder in Unterzahl absolvieren, doch stand die Abwehr um Routinier Alex Malchow gut. Die Hoffenheimer spielten zu sehr durch die Mitte anstatt über die Flügel, so dass die Kickers-Innenverteidigung immer „Herr im Stadion“ blieb. Die Gäste brachte nur eine nennenswerte Chance zustand, als der eingewechselte Weber mit seinem Schussversuch an Tino Köstel scheiterte (72.). Die Kickers-Defensive stand bis zum Schluß sicher, so dass kurz vor Abpfiff Mirnes Mesic noch einen Konterchance hatte, doch leider verzog er links am Tor vorbei (89.). Mit dem Abpfiff hatte Hoffenheims Freistoßspezialist Ollhoff nochmals die Möglichkeit für den Ausgleichstreffer, doch sein Schuss war zu unplatziert und bereite für Tino Köstel keine Probleme. So blieb es beim wichtigen und verdienten 2:1-Heimsieg für die Kickers.
Die Trainerstimmen:
Gästetrainer Hansi Flick: „Den Spielausgang haben wir uns selbstverständlich ganz anders vorgestellt. Zur Zeit ist es einfach so, dass jeder Fehler von uns bestraft wird. Aber wir waren heute nicht in der Lange, vor allem in Überzahl, genügend Druck auszuüben. Wir wollten kompakt stehen und gut nach vorne spielen, doch auch nach dem 1:1 Ausgleichstreffer war es einfach zu wenig. Wir haben es der kompakten
Kickers-Abwehr viel zu einfach gemacht und sind nur selten über die Außen gekommen. Die Saison läuft einfach nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten. Doch wir werden nach vorne schauen, denn am Dienstag steht das wichtig Spiel im Badischen Pokal an.“
Kickers-Trainer Robin Dutt: „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, man merkte meinem Team an, dass es die Niederlage und die indiskutable Leistung gegen Feucht wettmachen wollte. Leider wechselten sich recht gute Szenen in unserem Spiel auch mit Fehlern und schlechten Phasen ab. Wir hatten immer wieder dann Schwierigkeiten, wenn die Hoffenheimer Bälle aus dem Halbfeld auf die kleinen quirligen Stürmern schlagen konnten. Doch selbst zwei schwere Schläge brachte meine Mannschaft nicht aus dem Konzept. Erst der Pfostenschuss von Oliver Barth, aus dem fast im Gegenzug dann der Ausgleichstreffer fiel. Und auch die gelb-rote Karte überstanden wir gemeinsam. Nach dem heutigen Sieg wollen wir jedoch die Kirche im Dorf lassen, es waren nur drei wichtige Punkte, zumal unsere Mitabstiegskonkurrenten alle verloren haben und wir nun vier Punkte Vorsprung haben.. Heute hat jeder gesehen, dass die Mannschaft bis zum Schluß ganz deutlich Charakter zeigte.“
Quelle: stuttgarter-kickers.de
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Überlinger
TSG verliert bei den Stuttgarter Kickers
Der leichte Aufwärtstrend der TSG aus dem letzten Spiel in Koblenz wurde zunächst leider wieder gestoppt. Am Nachmittag unterlag die Elf von Trainer Hansi Flick bei den Stuttgarter Kickers mit 1:2 (1:1) und musste damit im fünften Spiel nach der Winterpause bereits die vierte Niederlage hinnehmen. Neben der Partie verloren die Gäste noch Abwehrspieler Michael Zepek, der mit Verdacht auf einen Innenbandriss im Knie nach nur einer halben Stunde ausscheiden musste. Den einzigen Treffer für die TSG erzielte Heiko Throm.
Die Gastgeber, die aufgrund ihrer letzen Ergebnisse stark unter Zugzwang standen, begannen druckvoll mit dem Ziel ein frühes Tor zu erzielen. Die TSG hielt zwar zunächst gut dagegen, doch den frühen Rückstand konnten die Mannen um Spielführer Thomas Ollhoff dennoch nicht verhindern. Eine unübersichtlich wirkende Situation vor dem TSG-Gehäuse nutzte am Ende der aufgerückte Alexander Malchow zum 1:0 für die Kickers (7.). Zwar zeigte die TSG in der Folge die bessere Spielanlage und hatte auch etwas mehr vom Spiel, doch im und um den Strafraum herum fehlte auch in Stuttgart die letzte Durchschlagskraft.
Dass sie es besser können bewiesen sie jedoch kurz nach dem Seitenwechsel. Mit dem schönsten Angriff des gesamten Spiels gelang letztlich Heiko Throm der 1:1-Ausgleich. Die Vorarbeit hierfür kam von Timo Böttjer und Serhat Gülbas. Dieses Erfolgserlebnis, so könnte man meinen, sollte den Gästen aus dem Kraichgau doch scheinbar Auftrieb verleihen. Doch weit gefehlt. Ein unnötiger Ballverlust in der Nähe des eigenen Strafraums, ein daraus resultierendes Foulspiel und Jens Härter zirkelte den fälligen Freistoß zur erneuten Stuttgarter Führung ins TSG-Netz (59.).
Von diesem abermaligen Rückstand erholte sich die TSG in der Folge jedoch nicht mehr. Trotz aller nicht abzusprechenden Bemühungen, nach der gelb-roten Karte gegen Oliver Stierle mit einem Mann mehr auf dem Feld, wollte der TSG der erneute Ausgleich nicht mehr gelingen. Somit blieb es beim knappen Erfolg der Hausherren, die sich damit ein wenig Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen konnten.
Quelle: tsg-hoffenheim.de
Der leichte Aufwärtstrend der TSG aus dem letzten Spiel in Koblenz wurde zunächst leider wieder gestoppt. Am Nachmittag unterlag die Elf von Trainer Hansi Flick bei den Stuttgarter Kickers mit 1:2 (1:1) und musste damit im fünften Spiel nach der Winterpause bereits die vierte Niederlage hinnehmen. Neben der Partie verloren die Gäste noch Abwehrspieler Michael Zepek, der mit Verdacht auf einen Innenbandriss im Knie nach nur einer halben Stunde ausscheiden musste. Den einzigen Treffer für die TSG erzielte Heiko Throm.
Die Gastgeber, die aufgrund ihrer letzen Ergebnisse stark unter Zugzwang standen, begannen druckvoll mit dem Ziel ein frühes Tor zu erzielen. Die TSG hielt zwar zunächst gut dagegen, doch den frühen Rückstand konnten die Mannen um Spielführer Thomas Ollhoff dennoch nicht verhindern. Eine unübersichtlich wirkende Situation vor dem TSG-Gehäuse nutzte am Ende der aufgerückte Alexander Malchow zum 1:0 für die Kickers (7.). Zwar zeigte die TSG in der Folge die bessere Spielanlage und hatte auch etwas mehr vom Spiel, doch im und um den Strafraum herum fehlte auch in Stuttgart die letzte Durchschlagskraft.
Dass sie es besser können bewiesen sie jedoch kurz nach dem Seitenwechsel. Mit dem schönsten Angriff des gesamten Spiels gelang letztlich Heiko Throm der 1:1-Ausgleich. Die Vorarbeit hierfür kam von Timo Böttjer und Serhat Gülbas. Dieses Erfolgserlebnis, so könnte man meinen, sollte den Gästen aus dem Kraichgau doch scheinbar Auftrieb verleihen. Doch weit gefehlt. Ein unnötiger Ballverlust in der Nähe des eigenen Strafraums, ein daraus resultierendes Foulspiel und Jens Härter zirkelte den fälligen Freistoß zur erneuten Stuttgarter Führung ins TSG-Netz (59.).
Von diesem abermaligen Rückstand erholte sich die TSG in der Folge jedoch nicht mehr. Trotz aller nicht abzusprechenden Bemühungen, nach der gelb-roten Karte gegen Oliver Stierle mit einem Mann mehr auf dem Feld, wollte der TSG der erneute Ausgleich nicht mehr gelingen. Somit blieb es beim knappen Erfolg der Hausherren, die sich damit ein wenig Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen konnten.
Quelle: tsg-hoffenheim.de
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Suad Rahmanovic wechselt nach der Saison zum SV Wehen - Starker Alexander Malchow
Stuttgarter Kickers zeigen Willenskraft
Stuttgart - Bevor es ungemütlich geworden wäre, haben die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga die richtige Reaktion gezeigt: Mit starkem Teamgeist und Willen gelang gegen die TSG Hoffenheim ein 2:1.
VON JÜRGEN FREY
Kickers-Original Fritz Seeger ging nach dem Blick auf den Videotext im Presseraum sein blaues Herz so richtig auf: "So, und Pfullendorf und Aalen haben verloren - was für ein Tag'', sagte der frühere Ehrenratsvorsitzende mit einem breiten Grinsen. Ein Vier-Punkte-Polster haben die Kickers nun auf die Abstiegszone. Doch einen Grund, sich zurückzulehnen, haben die Blauen nicht. Das weiß auch Trainer Robin Dutt: "Ich bin nach der letzten katastrophalen Leistung nicht ausgeflippt, und das mache ich jetzt auch nicht im Positiven.'' Zumal das Spiel seiner Elf bis auf die ersten 20 Minuten alles andere als vergnüglich war.
Die Ansprüche sind stark zurückgeschraubt worden. Schritt für Schritt wurde das ursprüngliche Saisonziel Platz eins bis acht nach unten korrigiert. Doch eines muss man den Blauen lassen: Nach dem Tiefpunkt gegen Feucht zeigte das ersatzgeschwächte Team die richtige Einstellung: Moral, Einsatz, Teamgeist stimmten gegen die enttäuschende TSG. "Wir haben Charakter gezeigt und wollten den Sieg einfach mehr als der Gegner'', sagte Jens Härter, der mit seinem Freistoßtraumtor (59.) die drei Punkte sicherte.
Hätte es mit dem Heimsieg erneut nicht geklappt, hätte die Unruhe in der Mannschaft um sich gergriffen. Trainer Robin Dutt würde die Spieler des Beraters Jürgen Schwab (Mesic, Gumper, Barth, Akcay) bevorzugt behandeln, hatte es geheißen. Das weist Dutt heftig von sich: "Das wäre ja verheerend.'' Fest steht: Heiko Gumper hat seine Aufstellung nach nur vier Trainingseinheiten mit der Mannschaft gerechtfertigt. Der Mann tat dem Kickers-Mittelfeld gut. Gumper kämpfte, zeigte Übersicht, und sorgte für lautstarke Kommandos.
Bester Kickers-Spieler am Samstag war aber ein anderer: Alexander Malchow traf nicht nur zum 1:0 (7.), er gewann auch so gut wie jeden Zweikampf. "Er war die absolute Persönlichkeit auf dem Platz'', sagte Dutt und stellte dem 35-Jährigen eine Vertragsverlängerung in Aussicht: "Eine bessere Bewerbung für einen Arbeitsplatz gibt es nicht.'' Eine andere Personalie ist bereits geklärt: Suad Rahmanovic (acht Saisontore) wird nach der Saison zum SV Wehen wechseln. "Er wird sich bis zum Ende voll reinhängen'', ist sich Dutt sicher. Am Sonntag bei den Bayern-Amateuren wird das nötig sein. Dann ist Mirnes Mesic genauso gesperrt wie Oliver Stierle.
Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Härter, Stierle - Parmak, Barth, Gumper (63. Chatzis), Catizone (72. Zimmermann) - Mesic, Rahmanovic (75. Abou Shoura).
Leonberger Kreiszeitung
Stuttgarter Kickers zeigen Willenskraft
Stuttgart - Bevor es ungemütlich geworden wäre, haben die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga die richtige Reaktion gezeigt: Mit starkem Teamgeist und Willen gelang gegen die TSG Hoffenheim ein 2:1.
VON JÜRGEN FREY
Kickers-Original Fritz Seeger ging nach dem Blick auf den Videotext im Presseraum sein blaues Herz so richtig auf: "So, und Pfullendorf und Aalen haben verloren - was für ein Tag'', sagte der frühere Ehrenratsvorsitzende mit einem breiten Grinsen. Ein Vier-Punkte-Polster haben die Kickers nun auf die Abstiegszone. Doch einen Grund, sich zurückzulehnen, haben die Blauen nicht. Das weiß auch Trainer Robin Dutt: "Ich bin nach der letzten katastrophalen Leistung nicht ausgeflippt, und das mache ich jetzt auch nicht im Positiven.'' Zumal das Spiel seiner Elf bis auf die ersten 20 Minuten alles andere als vergnüglich war.
Die Ansprüche sind stark zurückgeschraubt worden. Schritt für Schritt wurde das ursprüngliche Saisonziel Platz eins bis acht nach unten korrigiert. Doch eines muss man den Blauen lassen: Nach dem Tiefpunkt gegen Feucht zeigte das ersatzgeschwächte Team die richtige Einstellung: Moral, Einsatz, Teamgeist stimmten gegen die enttäuschende TSG. "Wir haben Charakter gezeigt und wollten den Sieg einfach mehr als der Gegner'', sagte Jens Härter, der mit seinem Freistoßtraumtor (59.) die drei Punkte sicherte.
Hätte es mit dem Heimsieg erneut nicht geklappt, hätte die Unruhe in der Mannschaft um sich gergriffen. Trainer Robin Dutt würde die Spieler des Beraters Jürgen Schwab (Mesic, Gumper, Barth, Akcay) bevorzugt behandeln, hatte es geheißen. Das weist Dutt heftig von sich: "Das wäre ja verheerend.'' Fest steht: Heiko Gumper hat seine Aufstellung nach nur vier Trainingseinheiten mit der Mannschaft gerechtfertigt. Der Mann tat dem Kickers-Mittelfeld gut. Gumper kämpfte, zeigte Übersicht, und sorgte für lautstarke Kommandos.
Bester Kickers-Spieler am Samstag war aber ein anderer: Alexander Malchow traf nicht nur zum 1:0 (7.), er gewann auch so gut wie jeden Zweikampf. "Er war die absolute Persönlichkeit auf dem Platz'', sagte Dutt und stellte dem 35-Jährigen eine Vertragsverlängerung in Aussicht: "Eine bessere Bewerbung für einen Arbeitsplatz gibt es nicht.'' Eine andere Personalie ist bereits geklärt: Suad Rahmanovic (acht Saisontore) wird nach der Saison zum SV Wehen wechseln. "Er wird sich bis zum Ende voll reinhängen'', ist sich Dutt sicher. Am Sonntag bei den Bayern-Amateuren wird das nötig sein. Dann ist Mirnes Mesic genauso gesperrt wie Oliver Stierle.
Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Härter, Stierle - Parmak, Barth, Gumper (63. Chatzis), Catizone (72. Zimmermann) - Mesic, Rahmanovic (75. Abou Shoura).
Leonberger Kreiszeitung
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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Überlinger
"Hopp als „Hiob“ übers Handy: Hoffe hilflos"
In Block zwei, Reihe eins wurde ganz fürchterlich gelitten. Ein alter Schwabe richtete den Blick zum Himmel und rief aus: „Oh, Herr, lass Abend werden.“ Ein paar Plätze weiter tippte der Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp eine SMS in sein Handy: Gegen zehn Mann – hilflos. Für die Stuttgarter Kickers gab es am Samstag trotz Unterzahl wenigstens ein Happy End. Für die TSG Hoffenheim geht die Talfahrt dagegen weiter. Das 1:2 unterm Stuttgarter Fernsehturm ist die vierte Niederlage im fünften Spiel ohne Sieg.
„Wir befinden uns in der schwierigsten Lage seit November 2002“, stellte Geschäftsführer Dag Heydecker fest. Damals war Hoffenheim auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und der Dorfverein verlor seine Unschuld. Mit Norbert Hofmann und Christian Möckel kamen die ersten Vollprofis. Weil die Transferzeit vorbei ist, kann diesmal nicht nachgerüstet werden, obwohl es bitter nötig wäre. Dafür droht (noch) keine akute Abstiegsgefahr.
Doch so rasant wie der Absturz verläuft, mit nur einem einzigen Punkt aus 15 möglichen in diesem Jahr, kann man ins Grübeln kommen. „Wer als Aufstiegs-Anwärter in die Saison geht, der tut sich schwer mit der neuen Situation umzugehen“, sorgt sich Präsident Peter Hofmann. „Die Mannschaft hat zu viel Substanz, als dass es wirklich bedrohlich werden könnte“, glaubt indes Heydecker, merkt aber auch an: „Irgendwann müssen die Jungs auch die Ellenbogen ausfahren.“ Und nicht einmal mehr die Schultern einziehen wie am Samstag. Wenn dann auch noch „alle unsere Fehler gnadenlos bestraft werden“, wie Trainer Hansi Flick beklagte, dann könnte es tatsächlich noch mal eng werden. Beim frühen 1:0 für die Kickers schon in der siebten Minute hatten die Hoffenheimer Abwehrleute die Orientierung verloren, als nach einem abgefälschten Freistoß von Guiseppe Catizone der Ball lang und hoch in der Luft war. Alexander Malchow beförderte die verirrte Kugel mit dem Absatz ins Tor.
Der Stuttgarter 2:1-Siegtreffer in der 58. Minute durch einen 20-Meter-Freistoß von Jens Härter traf wie der Blitz aus heiterem Himmel. Denn er fiel in der stärksten Hoffenheimer Phase nach dem Ausgleich durch Heiko Throm, der von Serhat Gülbas‘ Vorarbeit profitiert hatte (48.). „Es ist schwer, diese Niederlage nachzuvollziehen“, rätselte Heydecker. Andererseits, kurz vor dem 1:1 traf Oliver Barth nur den Pfosten. Ein 2:0 hätten die Hoffenheimer schwerlich aufgeholt – in ihrer derzeitigen Verfassung. Selbst mit einem Spieler mehr – nach einer gelb-roten Karte für Oliver Stierle in der 65. Minute – sprang nicht mehr raus als eine halbe Chance für Björn Weber. Handy-Mann Hopp hatte Recht: Hilflos.
Immerhin kam man bei der Ursachen-Forschung einen Schritt weiter. „Es ist doch schöner, um den Aufstieg zu kämpfen, als gegen den Abstieg“, widerspricht Hansi Flick jenen Schlaumeiern, die das Versagen auf zu großen Druck zurückführen. Die Wahrheit ist gleichermaßen einfach wie unangenehm: Die TSG Hoffenheim ist nicht stark genug für ganz oben. „Wir sind schwächer als im Vorjahr“, bedauert denn auch Dietmar Hopp. Eine Erkenntnis, der der Trainer nicht widersprechen kann. „Jahre lang ging‘s immer nur aufwärts. Da muss man auch mal mit einer schwächeren Saison leben können“, wirbt Hansi Flick um Verständnis. Recht hat, wobei anzumerken ist, dass sich die Mannschaft schon in der vergangenen Runde spielerisch nicht weiter entwickelt hat.
Einig sind sich Gönner („Der Hansi ist gesetzt. Er hat große Verdienste“) und Trainer auch darin, dass es in der neuen Runde einen neuen Anlauf geben wird. „Wir ziehen die Lehren aus den Fehlern“, versichert Flick. Vier Verstärkungen für den offensiven Bereich hält er für nötig, damit Anspruch und Wirklichkeit nicht erneut auseinander klaffen. Wie sehr man mit mancher Einschätzung daneben lag, zeigt auch die Tatsache, dass am Samstag in Stuttgart Dragan Paljic und Serhat Gülbas – neben Timo Böttjer und Denis Bindnagel – noch die besten Hoffenheimer waren. Paljic und Gülbas waren eigentlich für die Oberliga-Reserve vorgesehen. Dies immerhin ein schöner Irrtum.
Unklar ist auch, ob der Tiefpunkt erreicht ist oder es noch ärger kommt. Die nächsten Spiele sind undankbar. Am Samstag kommt der Tabellenletzte FC Nöttingen ins Dietmar-Hopp-Stadion, morgen Abend (19.30 Uhr) geht‘s zum Viertelfinale im badischen Fußballpokal nach Sandhausen. „Wenn wir auch dieses Spiel verlieren, fallen wir in ein ganz tiefes Loch“, fürchtet Peter Hofmann. Der Präsident betrieb am Samstag Massentierhaltung in der Hosentasche. Er bewahrte dort gleich zwei Glücksschweine auf. Gattin Margarete hatte obendrein einen Kieselstein mit auf den Weg gegeben, der bei einem Krankenhaus-Aufenthalt hilfreich war.
Doch im Moment scheint es, als ob gegen die Leiden der TSG Hoffenheim kein Kraut gewachsen ist.
Wolfgang Brück, RNZ Heidelberg
In Block zwei, Reihe eins wurde ganz fürchterlich gelitten. Ein alter Schwabe richtete den Blick zum Himmel und rief aus: „Oh, Herr, lass Abend werden.“ Ein paar Plätze weiter tippte der Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp eine SMS in sein Handy: Gegen zehn Mann – hilflos. Für die Stuttgarter Kickers gab es am Samstag trotz Unterzahl wenigstens ein Happy End. Für die TSG Hoffenheim geht die Talfahrt dagegen weiter. Das 1:2 unterm Stuttgarter Fernsehturm ist die vierte Niederlage im fünften Spiel ohne Sieg.
„Wir befinden uns in der schwierigsten Lage seit November 2002“, stellte Geschäftsführer Dag Heydecker fest. Damals war Hoffenheim auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und der Dorfverein verlor seine Unschuld. Mit Norbert Hofmann und Christian Möckel kamen die ersten Vollprofis. Weil die Transferzeit vorbei ist, kann diesmal nicht nachgerüstet werden, obwohl es bitter nötig wäre. Dafür droht (noch) keine akute Abstiegsgefahr.
Doch so rasant wie der Absturz verläuft, mit nur einem einzigen Punkt aus 15 möglichen in diesem Jahr, kann man ins Grübeln kommen. „Wer als Aufstiegs-Anwärter in die Saison geht, der tut sich schwer mit der neuen Situation umzugehen“, sorgt sich Präsident Peter Hofmann. „Die Mannschaft hat zu viel Substanz, als dass es wirklich bedrohlich werden könnte“, glaubt indes Heydecker, merkt aber auch an: „Irgendwann müssen die Jungs auch die Ellenbogen ausfahren.“ Und nicht einmal mehr die Schultern einziehen wie am Samstag. Wenn dann auch noch „alle unsere Fehler gnadenlos bestraft werden“, wie Trainer Hansi Flick beklagte, dann könnte es tatsächlich noch mal eng werden. Beim frühen 1:0 für die Kickers schon in der siebten Minute hatten die Hoffenheimer Abwehrleute die Orientierung verloren, als nach einem abgefälschten Freistoß von Guiseppe Catizone der Ball lang und hoch in der Luft war. Alexander Malchow beförderte die verirrte Kugel mit dem Absatz ins Tor.
Der Stuttgarter 2:1-Siegtreffer in der 58. Minute durch einen 20-Meter-Freistoß von Jens Härter traf wie der Blitz aus heiterem Himmel. Denn er fiel in der stärksten Hoffenheimer Phase nach dem Ausgleich durch Heiko Throm, der von Serhat Gülbas‘ Vorarbeit profitiert hatte (48.). „Es ist schwer, diese Niederlage nachzuvollziehen“, rätselte Heydecker. Andererseits, kurz vor dem 1:1 traf Oliver Barth nur den Pfosten. Ein 2:0 hätten die Hoffenheimer schwerlich aufgeholt – in ihrer derzeitigen Verfassung. Selbst mit einem Spieler mehr – nach einer gelb-roten Karte für Oliver Stierle in der 65. Minute – sprang nicht mehr raus als eine halbe Chance für Björn Weber. Handy-Mann Hopp hatte Recht: Hilflos.
Immerhin kam man bei der Ursachen-Forschung einen Schritt weiter. „Es ist doch schöner, um den Aufstieg zu kämpfen, als gegen den Abstieg“, widerspricht Hansi Flick jenen Schlaumeiern, die das Versagen auf zu großen Druck zurückführen. Die Wahrheit ist gleichermaßen einfach wie unangenehm: Die TSG Hoffenheim ist nicht stark genug für ganz oben. „Wir sind schwächer als im Vorjahr“, bedauert denn auch Dietmar Hopp. Eine Erkenntnis, der der Trainer nicht widersprechen kann. „Jahre lang ging‘s immer nur aufwärts. Da muss man auch mal mit einer schwächeren Saison leben können“, wirbt Hansi Flick um Verständnis. Recht hat, wobei anzumerken ist, dass sich die Mannschaft schon in der vergangenen Runde spielerisch nicht weiter entwickelt hat.
Einig sind sich Gönner („Der Hansi ist gesetzt. Er hat große Verdienste“) und Trainer auch darin, dass es in der neuen Runde einen neuen Anlauf geben wird. „Wir ziehen die Lehren aus den Fehlern“, versichert Flick. Vier Verstärkungen für den offensiven Bereich hält er für nötig, damit Anspruch und Wirklichkeit nicht erneut auseinander klaffen. Wie sehr man mit mancher Einschätzung daneben lag, zeigt auch die Tatsache, dass am Samstag in Stuttgart Dragan Paljic und Serhat Gülbas – neben Timo Böttjer und Denis Bindnagel – noch die besten Hoffenheimer waren. Paljic und Gülbas waren eigentlich für die Oberliga-Reserve vorgesehen. Dies immerhin ein schöner Irrtum.
Unklar ist auch, ob der Tiefpunkt erreicht ist oder es noch ärger kommt. Die nächsten Spiele sind undankbar. Am Samstag kommt der Tabellenletzte FC Nöttingen ins Dietmar-Hopp-Stadion, morgen Abend (19.30 Uhr) geht‘s zum Viertelfinale im badischen Fußballpokal nach Sandhausen. „Wenn wir auch dieses Spiel verlieren, fallen wir in ein ganz tiefes Loch“, fürchtet Peter Hofmann. Der Präsident betrieb am Samstag Massentierhaltung in der Hosentasche. Er bewahrte dort gleich zwei Glücksschweine auf. Gattin Margarete hatte obendrein einen Kieselstein mit auf den Weg gegeben, der bei einem Krankenhaus-Aufenthalt hilfreich war.
Doch im Moment scheint es, als ob gegen die Leiden der TSG Hoffenheim kein Kraut gewachsen ist.
Wolfgang Brück, RNZ Heidelberg
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Überlinger
"Selbst im Glücksschweinchen steckt der Wurm"
Das war's: Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim verlor am Samstag nicht nur mit 1:2 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers, sondern auch seinen Glauben an die 2. Bundesliga. "Der Aufstieg ist kein Thema mehr. Davon jetzt noch zu reden, wäre Hochstapelei", sagte Präsident Peter Hofmann.
Peter Hofmann hatte alles versucht. Um die Wende zum Guten herbeizuführen, hatte sich der Präsident der TSG Hoffenheim für das Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers mit mehreren Glücksbringern eingedeckt. In der linken Hosentasche seiner blauen Jeans steckte ein grau-schwarzer Glücksstein, in der rechten Hosentasche zwei kleine Glücksschweinchen. Doch in Zeiten wie diesen bringen nicht einmal Glücksbringer Glück, selbst die Schweinchen haben kein Schwein. "Irgendwie soll es nicht sein", meinte Hofmann nach der 1:2-Niederlage im Gazi-Stadion und gab zu: "Wir sind jetzt in einem tiefen Loch."
Den Ausflug nach Degerloch hatte sich der Fußball-Regionalligist aus dem Kraichgau ganz, ganz anders vorgestellt. In der Heimat der schwäbischen Kehrwoche wollte die TSG ihren Kasten sauber halten, vorne ein-, zweimal abstauben und ähnlich wie in der Vorrunde eine Siegesserie einläuten. Statt dessen leistete sie Aufbauhilfe in einem sportlichen Krisengebiet - bei einer Mannschaft, die seit dem 20. November 2004 nicht mehr gewonnen hatte und alles andere als einen überragenden Eindruck hinterließ. Klar, dass dieses Punktesponsoring für die bedürftigen Kickers bitter aufstieß. "Hier hätten wir nicht nur Unentschieden spielen können. Hier hätten wir gewinnen können", stellte Trainer Hansi Flick fest. "Aber sobald wir einen Fehler machen, wird das bestraft."
Verhängnisvoll beispielsweise die 7. Minute. Eine "Kerze" im Strafraum versetzte Abwehr und Torwart in multiples Erstaunen. Niemand griff ein, so dass Alexander Malchow ohne große Mühe zum 1:0 für die Kickers einschieben konnte. Auch dem 2:1, einem Freistoßtor von Jens Härter (58.), ging ein Abwehrschnitzer voraus -dieses Mal im Zusammenspiel zwischen Matthias Örüm und Michael Kümmerle. Immerhin: Nach der Einwechslung von Serhat Gülbas (32.) waren die Angriffsbemühungen der TSG lebhafter geworden. Es gab Freistöße, Eckbälle, ein paar ansehnliche Kombinationen - und eine Gelegenheit für Dragan Paljic, der wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Der quirlige Gülbas war es auch, der nach der Pause den 1:1-Ausgleich Heiko Throms vorbereitete (48.).
"Da haben wir endlich mal so gespielt, wie ich das wollte: schnell, über die Außen", betonte Flick. "Überhaupt fand ich die Leistung besser als zuletzt." Doch mehr als dieses eine Tor sollte seiner Elf nicht gelingen - auch nicht in den letzten 25 Minuten, als die TSG nach einer gelb-roten Karte für Kickers-Akteur Oliver Stierle die Mehrheit auf dem Platz stellte. "Wir spielen nicht mutig genug nach vorne. Uns fehlt die Durchschlagskraft", weiß Flick und hält für die kommende Saison nach mehreren Verstärkungen Ausschau. Nicht nur für die Offensive, auch für das Mittelfeld.
Was diese Saison betrifft, so ist sie so gut wie abgeharkt. Wenn Flick von ihr spricht, spricht er in der Vergangenheitsform, im Perfekt. "Es ist in dieser Saison nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten", erklärte er bei der Pressekonferenz. Auf Platz sieben ist die TSG nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen abgesackt - es ist der Abschied vom Aufstieg. Bleibt nur noch das "Minimal-Ziel", die Titelverteidigung im BFV-Hoepfner-Cup. Morgen Abend, 19.30 Uhr, steigt das Viertelfinale beim SV Sandhausen. Dabei muss die Mannschaft auf Abwehrrecke Michael Zepek verzichten, der sich gegen die Kickers einen Innenbandriss im Knie zuzog und einige Wochen ausfallen wird. "Wenn wir dieses Spiel verlieren, dann ist es ganz, ganz schlimm", weiß Peter Hofmann.
Der bleibt seiner Linie treu. Auch wenn in den beiden kleinen Glücksschweinchen der Wurm drin war am Samstag, ausgemistet werden sie nicht. Sie bekommen morgen ebenso ihre Chance wie der grau-schwarze Glücksstein. "Sie werden auch in Sandhausen dabei sein", kündigt der Präsident an.
Eric Schmidt, Kraichgau-Stimme
Das war's: Fußball-Regionalligist TSG Hoffenheim verlor am Samstag nicht nur mit 1:2 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers, sondern auch seinen Glauben an die 2. Bundesliga. "Der Aufstieg ist kein Thema mehr. Davon jetzt noch zu reden, wäre Hochstapelei", sagte Präsident Peter Hofmann.
Peter Hofmann hatte alles versucht. Um die Wende zum Guten herbeizuführen, hatte sich der Präsident der TSG Hoffenheim für das Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers mit mehreren Glücksbringern eingedeckt. In der linken Hosentasche seiner blauen Jeans steckte ein grau-schwarzer Glücksstein, in der rechten Hosentasche zwei kleine Glücksschweinchen. Doch in Zeiten wie diesen bringen nicht einmal Glücksbringer Glück, selbst die Schweinchen haben kein Schwein. "Irgendwie soll es nicht sein", meinte Hofmann nach der 1:2-Niederlage im Gazi-Stadion und gab zu: "Wir sind jetzt in einem tiefen Loch."
Den Ausflug nach Degerloch hatte sich der Fußball-Regionalligist aus dem Kraichgau ganz, ganz anders vorgestellt. In der Heimat der schwäbischen Kehrwoche wollte die TSG ihren Kasten sauber halten, vorne ein-, zweimal abstauben und ähnlich wie in der Vorrunde eine Siegesserie einläuten. Statt dessen leistete sie Aufbauhilfe in einem sportlichen Krisengebiet - bei einer Mannschaft, die seit dem 20. November 2004 nicht mehr gewonnen hatte und alles andere als einen überragenden Eindruck hinterließ. Klar, dass dieses Punktesponsoring für die bedürftigen Kickers bitter aufstieß. "Hier hätten wir nicht nur Unentschieden spielen können. Hier hätten wir gewinnen können", stellte Trainer Hansi Flick fest. "Aber sobald wir einen Fehler machen, wird das bestraft."
Verhängnisvoll beispielsweise die 7. Minute. Eine "Kerze" im Strafraum versetzte Abwehr und Torwart in multiples Erstaunen. Niemand griff ein, so dass Alexander Malchow ohne große Mühe zum 1:0 für die Kickers einschieben konnte. Auch dem 2:1, einem Freistoßtor von Jens Härter (58.), ging ein Abwehrschnitzer voraus -dieses Mal im Zusammenspiel zwischen Matthias Örüm und Michael Kümmerle. Immerhin: Nach der Einwechslung von Serhat Gülbas (32.) waren die Angriffsbemühungen der TSG lebhafter geworden. Es gab Freistöße, Eckbälle, ein paar ansehnliche Kombinationen - und eine Gelegenheit für Dragan Paljic, der wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Der quirlige Gülbas war es auch, der nach der Pause den 1:1-Ausgleich Heiko Throms vorbereitete (48.).
"Da haben wir endlich mal so gespielt, wie ich das wollte: schnell, über die Außen", betonte Flick. "Überhaupt fand ich die Leistung besser als zuletzt." Doch mehr als dieses eine Tor sollte seiner Elf nicht gelingen - auch nicht in den letzten 25 Minuten, als die TSG nach einer gelb-roten Karte für Kickers-Akteur Oliver Stierle die Mehrheit auf dem Platz stellte. "Wir spielen nicht mutig genug nach vorne. Uns fehlt die Durchschlagskraft", weiß Flick und hält für die kommende Saison nach mehreren Verstärkungen Ausschau. Nicht nur für die Offensive, auch für das Mittelfeld.
Was diese Saison betrifft, so ist sie so gut wie abgeharkt. Wenn Flick von ihr spricht, spricht er in der Vergangenheitsform, im Perfekt. "Es ist in dieser Saison nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten", erklärte er bei der Pressekonferenz. Auf Platz sieben ist die TSG nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen abgesackt - es ist der Abschied vom Aufstieg. Bleibt nur noch das "Minimal-Ziel", die Titelverteidigung im BFV-Hoepfner-Cup. Morgen Abend, 19.30 Uhr, steigt das Viertelfinale beim SV Sandhausen. Dabei muss die Mannschaft auf Abwehrrecke Michael Zepek verzichten, der sich gegen die Kickers einen Innenbandriss im Knie zuzog und einige Wochen ausfallen wird. "Wenn wir dieses Spiel verlieren, dann ist es ganz, ganz schlimm", weiß Peter Hofmann.
Der bleibt seiner Linie treu. Auch wenn in den beiden kleinen Glücksschweinchen der Wurm drin war am Samstag, ausgemistet werden sie nicht. Sie bekommen morgen ebenso ihre Chance wie der grau-schwarze Glücksstein. "Sie werden auch in Sandhausen dabei sein", kündigt der Präsident an.
Eric Schmidt, Kraichgau-Stimme
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Erfolgreicher Kampf gegen Widerstände
Kickers geben beim 2:1 gegen Hoffenheim die richtige Antwort - Rahmanovic wechselt nach Wehen
Stuttgart - Ein schönes Spiel war nicht zu erwarten. Und das wurde es auch nicht. Aber die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben die richtige Antwort auf die angespannte Lage im Abstiegskampf gegeben: Mit viel Leidenschaft schlugen sie den einstigen Aufstiegskandidaten TSG Hoffenheim mit 2:1 (1:0).
Von Sigor Paesler
Die Stuttgarter hatten auch das Glück, dass die ebenfalls schwach ins Jahr gestarteten Hoffenheimer erneut enttäuschten. Ansonsten hatten sie gegen einige Widerstände zu kämpfen: Die Personalsituation war schon vorher angespannt, die letzten 25 Minuten mussten die Kickers nach der Gelb-Roten Karte von Oliver Stierle in Unterzahl überstehen. Stierle hatte zuvor schon ebenso wenig überzeugt wie Giuseppe Catizone und Suad Rahmanovic. Dass die anderen Spieler diese Kollegen mitziehen mussten, nötigt ihrer Leistung noch mehr Respekt ab. So betrachtet dürfte es die "Blauen" nicht so sehr schmerzen, dass gestern der Wechsel von Rahmanovic zum Aufstiegskandidaten SV Wehen bekannt wurde. Der 24-Jährige hat zwar schon acht Saisontreffer auf dem Konto, zuletzt aber enttäuschte er. "Wir haben ihm ein verbessertes Angebot gemacht und wollten ihn halten, aber nicht um jeden Preis", kommentierte Manager Joachim Cast. Nach dem Weggang von Stefan Hampl in der Winterpause müssen die Kickers so aber schon zwei Stürmer für die neue Saison suchen. Catizone dürfte von Vereinsseite kein neues Angebot bekommen. Bei Stierle, der einen Vertrag bis 2008 hat, kann das schwache Spiel als Ausrutscher gewertet werden.
Kickers-Trainer Robin Dutt hatte in den vergangenen Wochen mit seinen Aufstellungen nicht immer Glück. Gegen Hoffenheim ging er wieder ein Risiko ein - und lag goldrichtig: Der wiedergenesene Alexander Malchow gab der Abwehr Sicherheit und sorgte mit einem Abstauber für das 1:0 (7.). Heiko Gumper lief nach langer Verletzungspause überraschend ebenfalls auf und machte seine Sache gut. Dazu vertraute Dutt auf den zuletzt schwachen Jens Härter, der in der Defensive keine Fehler machte und mit einem herrlichen Freistoß für den Siegtreffer sorgte.
Auch die Umstellung der Taktik zahlte sich aus: Erstmals gab Dutt die übliche offensive Ausrichtung auf und agierte mit zwei defensiven Mittelfeldspielern. "Wir stehen hinten drin. Hätten wir schön gespielt und es wäre 2:2 ausgegangen, hätte uns keiner gelobt", meinte er. Die Einstellung der Spieler tat ihr Übriges. Dutt: "Wer der Mannschaft nach der indiskutablen Leistung gegen Feucht mangelnden Charakter vorgeworfen hat, wurde eines Besseren belehrt." Am kommenden Sonntag bei den Bayern-Amateuren muss der Coach erneut umstellen, denn Stierle und Mirnes Mesic (zehnte Gelbe Karte) sind gesperrt. "Das sind wir ja schon gewohnt", bleibt er jedoch gelassen.
Esslinger Zeitung
Kickers geben beim 2:1 gegen Hoffenheim die richtige Antwort - Rahmanovic wechselt nach Wehen
Stuttgart - Ein schönes Spiel war nicht zu erwarten. Und das wurde es auch nicht. Aber die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben die richtige Antwort auf die angespannte Lage im Abstiegskampf gegeben: Mit viel Leidenschaft schlugen sie den einstigen Aufstiegskandidaten TSG Hoffenheim mit 2:1 (1:0).
Von Sigor Paesler
Die Stuttgarter hatten auch das Glück, dass die ebenfalls schwach ins Jahr gestarteten Hoffenheimer erneut enttäuschten. Ansonsten hatten sie gegen einige Widerstände zu kämpfen: Die Personalsituation war schon vorher angespannt, die letzten 25 Minuten mussten die Kickers nach der Gelb-Roten Karte von Oliver Stierle in Unterzahl überstehen. Stierle hatte zuvor schon ebenso wenig überzeugt wie Giuseppe Catizone und Suad Rahmanovic. Dass die anderen Spieler diese Kollegen mitziehen mussten, nötigt ihrer Leistung noch mehr Respekt ab. So betrachtet dürfte es die "Blauen" nicht so sehr schmerzen, dass gestern der Wechsel von Rahmanovic zum Aufstiegskandidaten SV Wehen bekannt wurde. Der 24-Jährige hat zwar schon acht Saisontreffer auf dem Konto, zuletzt aber enttäuschte er. "Wir haben ihm ein verbessertes Angebot gemacht und wollten ihn halten, aber nicht um jeden Preis", kommentierte Manager Joachim Cast. Nach dem Weggang von Stefan Hampl in der Winterpause müssen die Kickers so aber schon zwei Stürmer für die neue Saison suchen. Catizone dürfte von Vereinsseite kein neues Angebot bekommen. Bei Stierle, der einen Vertrag bis 2008 hat, kann das schwache Spiel als Ausrutscher gewertet werden.
Kickers-Trainer Robin Dutt hatte in den vergangenen Wochen mit seinen Aufstellungen nicht immer Glück. Gegen Hoffenheim ging er wieder ein Risiko ein - und lag goldrichtig: Der wiedergenesene Alexander Malchow gab der Abwehr Sicherheit und sorgte mit einem Abstauber für das 1:0 (7.). Heiko Gumper lief nach langer Verletzungspause überraschend ebenfalls auf und machte seine Sache gut. Dazu vertraute Dutt auf den zuletzt schwachen Jens Härter, der in der Defensive keine Fehler machte und mit einem herrlichen Freistoß für den Siegtreffer sorgte.
Auch die Umstellung der Taktik zahlte sich aus: Erstmals gab Dutt die übliche offensive Ausrichtung auf und agierte mit zwei defensiven Mittelfeldspielern. "Wir stehen hinten drin. Hätten wir schön gespielt und es wäre 2:2 ausgegangen, hätte uns keiner gelobt", meinte er. Die Einstellung der Spieler tat ihr Übriges. Dutt: "Wer der Mannschaft nach der indiskutablen Leistung gegen Feucht mangelnden Charakter vorgeworfen hat, wurde eines Besseren belehrt." Am kommenden Sonntag bei den Bayern-Amateuren muss der Coach erneut umstellen, denn Stierle und Mirnes Mesic (zehnte Gelbe Karte) sind gesperrt. "Das sind wir ja schon gewohnt", bleibt er jedoch gelassen.
Esslinger Zeitung
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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Überlinger
Die Kickers, etwas defensiver ausgerichtet als üblich, gingen durch Malchows Abstauber verdient in Führung. Beim Gegentreffer hatten sie Pech: Barth scheiterte am Pfosten, im Gegenzug schob Heiko Throm nach Vorlage von Gülbas ein. Nach Härters herrlichem Freistoß-Tor und Stierles Platzverweis war Hoffenheim optisch überlegen, aber halbherzig und ideenlos. Stuttgart verdiente sich den Sieg auf Grund der besseren Einstellung.
Sigor Paesler
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...Einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg konnten die Stuttgarter Kickers feiern. Die Schwaben beendeten mit dem 2:1 (1:0)-Erfolg über die TSG Hoffenheim endgültig die Aufstiegshoffnungen der Flick-Elf. Nach dem ersten "Dreier" nach zuvor sechs sieglosen Partien haben die Kickers nun vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze, die Hoffenheimer warten weiterhin auf den ersten Sieg im neuen Jahr...
Quelle: beides kicker.de
Sigor Paesler
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...Einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg konnten die Stuttgarter Kickers feiern. Die Schwaben beendeten mit dem 2:1 (1:0)-Erfolg über die TSG Hoffenheim endgültig die Aufstiegshoffnungen der Flick-Elf. Nach dem ersten "Dreier" nach zuvor sechs sieglosen Partien haben die Kickers nun vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze, die Hoffenheimer warten weiterhin auf den ersten Sieg im neuen Jahr...
Quelle: beides kicker.de
- Felix B.
- Forengott a.D.
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Hmm vielleicht weil das in sämtlichen Mannschaftsteilen jeweils die besten Spieler sind?McVillager hat geschrieben: Hätte es mit dem Heimsieg erneut nicht geklappt, hätte die Unruhe in der Mannschaft um sich gergriffen. Trainer Robin Dutt würde die Spieler des Beraters Jürgen Schwab (Mesic, Gumper, Barth, Akcay) bevorzugt behandeln, hatte es geheißen.
Charakter wichtiger als Ästhetik
Defensivtaktik hilft den Kickers beim Sieg gegen Hoffenheim - Rahmanovic wechselt nach Wehen
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga 2:1 gegen Hoffenheim gewonnen - der erste Erfolg seit dem 20. November. "Der Sieg war teuer erkauft", sagte Trainer Dutt, der nächstes Mal auf die gesperrten Stierle und Mesic verzichten muss.
Von Joachim Klumpp
"Siege kann man nicht befehlen", heißt es im Kickers-Song von Erwin Lehn. Aber man kann sie zumindest erzwingen. So wie am Samstag beim verdienten 2:1 über die TSG Hoffenheim. Gleich in der Anfangsphase nämlich drückten Parmak und Gumper vehement auf die Führung, wenn auch noch ohne Erfolg. Doch das Zeichen war gesetzt, und das war dem Trainer Robin Dutt am Ende besonders wichtig: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Charakter besitzt", lautete seine Kernaussage. Anders ausgedrückt: sie hat es allen gezeigt, die nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg daran gezweifelt hatten.
Nun zählen Einsatz und Kampf zwar zu den Grundvoraussetzungen im Fußball, doch im Abstiegskampf gibt es eben keinen Schönheitspreis. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Trainer nach intensiven Einzelgesprächen auch im taktischen Bereich etwas einfallen lassen und das Mittelfeld mit zwei defensiven Akteuren bestückt, in diesem Fall Oliver Barth und Heiko Gumper. "Das war ein großes Risiko, schließlich hat Gumper erst seit ein paar Tagen wieder trainiert", so Dutt.
Gegen Hoffenheim hat es sich ausbezahlt, auch wenn über die 90 Minuten fast zu keinem Zeitpunkt erkennbar war, warum die einen (Kickers) gegen den Abstieg, die anderen (Hoffenheim) eigentlich um den Aufstieg spielen. "Nachdem wir sehr viele Chancen brauchen, war es wichtig, dass wir in der Defensive erst mal gut stehen", hatte Dutt als Motto nach der Heimniederlage gegen Feucht ausgegeben - und bat um Veständnis: "Ästhetischen Fußball können wird nächste Saison wieder spielen."
An der Seite des Routiniers Alexander Malchow tankte selbst Jens Härter so viel Selbstvertrauen, dass er einen Freistoß sehenswert zum Siegtreffer (58.) verwandelte, obwohl Dutt auf der Tribüne schon den einen oder anderen kritischen Tonfall vernommen haben will: "Warum schießt denn der?" Vielleicht deshalb, weil Härter im Training schon oft genug gezeigt habe, dass er's kann, so Dutts Vertrauensbeweis.
Auch Malchow selbst spielte nicht nur wegen des Führungstreffers (7.) eine tadellose Partie - seine erste im Jahr 2005. In dieser Verfassung ist er für die Kickers kaum ersetzbar, auch wenn der Vertrag ausläuft. Ob er verlängert wird, ist offen. Der Präsident sagt: "Das hängt auch von den Vorstellungen des Spielers ab." Bei Suad Rahmanovic deckten sich die (finanziellen) Vorstellungen offenbar nicht - der Stürmer unterschrieb bis 2007 beim Aufstiegsanwärter SV Wehen. Der Rest der Kickers-Kaders ohne Vertrag hat noch elf Spiele in dieser Saison Zeit, sich zu empfehlen. Wobei die Probleme nicht geringer werden. Stierle, der seinen schwarzen Tag mit der gelb-roten Karte krönte, und Mesic (zehnte Verwarnung) fehlen nächsten Sonntag bei Bayerns Amateuren. Nicht nur deshalb will Dutt nun von Spiel zu Spiel entscheiden, ob die neue Taktik weiter Bestand hat; es muss auch abgewartet werden, wie Gumper sein Comeback überstanden hat.
Auch ohne Gumper und mit nur zehn Mann haben sich die Kickers in der Schlussphase die drei Punkte nicht mehr nehmen lassen - ein deutliches Signal für die Moral der Mannschaft. "Wir sind nach der Niederlage gegen Feucht nicht in Panik verfallen, und werden auch nach diesem Sieg auf dem Boden bleiben", sagte Dutt gelassen. Erst als sein Kollege Hansi Flick gefragt wurde, ob Hoffenheim denn noch in Abstiegsgefahr geraten könne, wurde auch Dutt ein wenig nervös: "Wenn das für Hoffenheim gilt, dann hätten wir bei den Kickers richtig Probleme."
Dabei dachte der Trainer, mit dem Sieg vom Samstag eine Sorge weniger zu haben.
Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Härter, Stierle - Parmak, Gumper (63. Chatzis), Barth, Catizone (72. Zimmermann) - Mesic, Rahmanovic (75. Abou Shoura).
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 04. April 2005
Defensivtaktik hilft den Kickers beim Sieg gegen Hoffenheim - Rahmanovic wechselt nach Wehen
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga 2:1 gegen Hoffenheim gewonnen - der erste Erfolg seit dem 20. November. "Der Sieg war teuer erkauft", sagte Trainer Dutt, der nächstes Mal auf die gesperrten Stierle und Mesic verzichten muss.
Von Joachim Klumpp
"Siege kann man nicht befehlen", heißt es im Kickers-Song von Erwin Lehn. Aber man kann sie zumindest erzwingen. So wie am Samstag beim verdienten 2:1 über die TSG Hoffenheim. Gleich in der Anfangsphase nämlich drückten Parmak und Gumper vehement auf die Führung, wenn auch noch ohne Erfolg. Doch das Zeichen war gesetzt, und das war dem Trainer Robin Dutt am Ende besonders wichtig: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Charakter besitzt", lautete seine Kernaussage. Anders ausgedrückt: sie hat es allen gezeigt, die nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg daran gezweifelt hatten.
Nun zählen Einsatz und Kampf zwar zu den Grundvoraussetzungen im Fußball, doch im Abstiegskampf gibt es eben keinen Schönheitspreis. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Trainer nach intensiven Einzelgesprächen auch im taktischen Bereich etwas einfallen lassen und das Mittelfeld mit zwei defensiven Akteuren bestückt, in diesem Fall Oliver Barth und Heiko Gumper. "Das war ein großes Risiko, schließlich hat Gumper erst seit ein paar Tagen wieder trainiert", so Dutt.
Gegen Hoffenheim hat es sich ausbezahlt, auch wenn über die 90 Minuten fast zu keinem Zeitpunkt erkennbar war, warum die einen (Kickers) gegen den Abstieg, die anderen (Hoffenheim) eigentlich um den Aufstieg spielen. "Nachdem wir sehr viele Chancen brauchen, war es wichtig, dass wir in der Defensive erst mal gut stehen", hatte Dutt als Motto nach der Heimniederlage gegen Feucht ausgegeben - und bat um Veständnis: "Ästhetischen Fußball können wird nächste Saison wieder spielen."
An der Seite des Routiniers Alexander Malchow tankte selbst Jens Härter so viel Selbstvertrauen, dass er einen Freistoß sehenswert zum Siegtreffer (58.) verwandelte, obwohl Dutt auf der Tribüne schon den einen oder anderen kritischen Tonfall vernommen haben will: "Warum schießt denn der?" Vielleicht deshalb, weil Härter im Training schon oft genug gezeigt habe, dass er's kann, so Dutts Vertrauensbeweis.
Auch Malchow selbst spielte nicht nur wegen des Führungstreffers (7.) eine tadellose Partie - seine erste im Jahr 2005. In dieser Verfassung ist er für die Kickers kaum ersetzbar, auch wenn der Vertrag ausläuft. Ob er verlängert wird, ist offen. Der Präsident sagt: "Das hängt auch von den Vorstellungen des Spielers ab." Bei Suad Rahmanovic deckten sich die (finanziellen) Vorstellungen offenbar nicht - der Stürmer unterschrieb bis 2007 beim Aufstiegsanwärter SV Wehen. Der Rest der Kickers-Kaders ohne Vertrag hat noch elf Spiele in dieser Saison Zeit, sich zu empfehlen. Wobei die Probleme nicht geringer werden. Stierle, der seinen schwarzen Tag mit der gelb-roten Karte krönte, und Mesic (zehnte Verwarnung) fehlen nächsten Sonntag bei Bayerns Amateuren. Nicht nur deshalb will Dutt nun von Spiel zu Spiel entscheiden, ob die neue Taktik weiter Bestand hat; es muss auch abgewartet werden, wie Gumper sein Comeback überstanden hat.
Auch ohne Gumper und mit nur zehn Mann haben sich die Kickers in der Schlussphase die drei Punkte nicht mehr nehmen lassen - ein deutliches Signal für die Moral der Mannschaft. "Wir sind nach der Niederlage gegen Feucht nicht in Panik verfallen, und werden auch nach diesem Sieg auf dem Boden bleiben", sagte Dutt gelassen. Erst als sein Kollege Hansi Flick gefragt wurde, ob Hoffenheim denn noch in Abstiegsgefahr geraten könne, wurde auch Dutt ein wenig nervös: "Wenn das für Hoffenheim gilt, dann hätten wir bei den Kickers richtig Probleme."
Dabei dachte der Trainer, mit dem Sieg vom Samstag eine Sorge weniger zu haben.
Kickers: Köstel - Steinle, Malchow, Härter, Stierle - Parmak, Gumper (63. Chatzis), Barth, Catizone (72. Zimmermann) - Mesic, Rahmanovic (75. Abou Shoura).
Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 04. April 2005