Erstmal Ruhe vor der Revolte!

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Überlinger

Erstmal Ruhe vor der Revolte!

Beitrag von Überlinger »

Ruhe vor der Revolte

In der Kickers-Führung heißt es: Präsident gegen den Rest

Stuttgart - Bei den Stuttgarter Kickers ist ein erbitterter Machtkampf entbrannt. Auf der einen Seite steht Präsident Hans Kullen, auf der anderen ein großer Teil des Präsidiums und des Aufsichtsrates. Statt bei der Sponsorensuche von der Gunst des sportlichen Höhenfluges in der Fußball-Regionalliga zu profitieren, machen sich die "Blauen" das Leben mal wieder selbst schwer.

Von Sigor Paesler

Gestern früh flatterte eine Presseerklärung auf den Tisch, unterschrieben von Aufsichtsrat Joachim Bayh. Darin heißt es, die derzeitigen Spannungen seien von Präsidium und Aufsichtsrat diskutiert worden: "Die persönlichen Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten werden im Interesse der Kickers intern geklärt." Die Erfahrung sagt: So eine Presseerklärung wird nur herausgegeben, wenn es lichterloh brennt. Gerüchten zufolge könnte es zur Revolte kommen, sobald die fehlenden Lizenzunterlagen am 10. Juni abgegeben worden sind. Kullen, der bei der Sitzung nicht anwesend war, soll demnach gehen und Aufsichtsrat-Chef Hans-Jürgen Wetzel - zumindest als Übergang - übernehmen. Der dementiert freilich. "Ich habe kein Interesse", sagt Wetzel und beschwört, die Unstimmigkeiten seien von einer Qualität, "wie sie in jeder Familie vorkommen." Am Ende steht aber auch da manchmal die Scheidung.

Schon lange herrscht im Umfeld Unmut über das oft polternde Auftreten Kullens, das so gar nicht zum "blauen Adel" passt. Als dieser die Gremiumsmitglieder vergangene Woche offen fragte, ob ihr finanzieller Beitrag groß genug sei und wenig später Präsidiumsmitglied Bernd Klingler wegen einer öffentlichen Äußerung zur finanziellen Situation mit derben Worten geißelte, war das Fass übergelaufen. "Ich war immer loyal, aber ich bin die ständigen Beleidigungen leid", sagt Klingler, "ich habe ein Problem mit jemandem, der den Primus gibt und alle anderen Arschlöcher nennt."

Kullen ist sich keiner Schuld bewusst. "Ich habe die Herren lediglich an ihren Versprechungen gemessen", sagt er und fügt hinzu: "Herr Klingler hat in den vergangenen zwei Jahren keinen Cent beigesteuert." Lediglich Aufsichtsrat Edgar Kurz und Präsidiumsmitglied Michael Hofstetter nimmt Kullen von seiner Generalkritik aus.


Finanzielles Engagement
Das Problem: Viele bei den Kickers würden gerne ohne Kullen weitermachen, auch Hauptsponsor Eduardo Garcia. Aber kein potenzieller Nachfolger kann an Kullens Stelle treten, was das finanzielle Engagement betrifft. Weit mehr als eine halbe Million Euro hat er in den Verein gesteckt. Ohne ihn, das bestreitet niemand, wäre der Verein längst pleite. Und das auch, weil er einige alte und von manchen liebgewordene Zöpfe abschnitt. Wetzel, immer Diplomat, drückt es so aus: "Seine Verdienste überwiegen gegenüber dem, was nicht so optimal gelaufen ist." Doch das, so scheint es, ist die offizielle Version, so lange die Lizenzfrage noch offen ist.

"Wir brauchen jetzt erst einmal Ruhe", sagt auch Klingler. Kullen dagegen könnte seinerseits offenbar getrost auf die Gremien verzichten: "Was glauben sie, was für den Verein schlechter ist: Wenn die samt und sonders zurücktreten, oder wenn ich gehe und den Geldhahn zudrehe?" Wer den Machtkampf gewinnt, ist offen. Sicher ist nur, dass der Zwist dem Verein

Quelle: EZ
Überlinger

Beitrag von Überlinger »

Kickers: Frieden auf Zeit

Präsidium und Aufsichtsrat setzen Prioritäten: Erst das Budget, dann der Präsident

Stuttgart - Die Gremien tagten am Montag bis in die Nacht. Danach war klar: Ab sofort geht es bei den Stuttgarter Kickers nur noch ums nackte Überleben. Die Personalie um Präsident Hans Kullen soll zu einem späteren Zeitpunkt abgearbeitet werden.

VON GUNTER BARNER

UND DIRK PREISS

Aufsichtsrat und Präsidium diskutierten intensiv und kontrovers, dann setzten sie bis auf weiteres eindeutige Prioritäten: Gemeinsam wollen sie dazu beitragen, Etat und Lizenz für die nächste Saison in der Fußball-Regionalliga zu sichern. Nach wie vor fehlen rund 250 000 Euro. Und noch fehlt die Unterschrift von Eduardo Garcia (Gazi) unter den Hauptsponsor-Vertrag. Der Spezialist für Molkereiprodukte mag nicht in die Rolle des Königsmörders schlüpfen, aber seinen Namenszug unter dem Kontrakt macht er abhängig von klaren Vorstellungen - auch im Hinblick auf die künftige Jugendarbeit im Verein. Die wiederum stoßen beim Kickers-Chef auf wenig Gegenliebe. Offen ist auch noch die Baustelle mit dem Finanzamt. Eine alte Steuerschuld in Höhe von rund 60 000 Euro drückt auf die Bilanz. Schatzmeister Siegfried Jahnke, ein erfahrener Steuerberater aus Ludwigsburg, soll den Fall nun richten. Doch auch er gehört zu jenen, die Kullen schon aus dem Verein jagen wollte. Seit neuestem in Jahnkes Gesellschaft: Bernd Klinger, der Marketingfachmann im Präsidium. Dem Vernehmen nach drängte er am Montagabend darauf, den Präsidenten möglichst schnell des Amtes zu entheben. Dagegen sprach ein Blick in die Vereinssatzung und das Gebot der Vernunft. Nur bei groben Verstößen gegen das Wohl des Vereins wäre Kullen zu kippen. Verbale Fehltritte allein rechtfertigen eine solche Maßnahme nicht. Außerdem müsste eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit zustimmen. Was noch hinzukommt: Just in der Phase, in der die Blauen um die Lizenz bangen, den Präsidenten zu kippen, könnte den Club in ein tiefes schwarzes Loch stürzen.

Erst wenn die brennendsten Probleme an der Budgetfront gelöst sind, wollen die Verantwortlichen nach Möglichkeiten suchen, um sich vom umstrittenen Präsidenten Hans Kullen zu trennen. Nach Möglichkeit auf eine Art und Weise, die nicht in ein Hauen und Stechen mündet. Und nach Möglichkeit ohne öffentliche Begleitmusik. Der hohe Rat einigte sich auf einen Frieden auf Zeit und baut darauf, dass Präsidiumsmitglied Michael Hofstetter als Schlichter den polternden Geist zur Räson bringt. Ein ehrenwertes Ansinnen, doch nur wenige glauben an den Erfolg der heiklen Mission.

Hans Kullen selbst wollte sich am Dienstag unserer Zeitung gegenüber zu den aktuellen Entwicklungen nicht äußern. Er fühlt sich als Opfer einer Kampagne und trotzt der blauen Opposition. Zudem stecken inzwischen rund 700 000 Euro aus seinem Privatvermögen im Club. Ohne eine Perspektive auf die Rückerstattung seiner Gelder, möglicherweise per Ratenzahlung, wird sich der Versicherungskaufmann wohl kaum von der Waldau verabschieden.

Noch bauen die Verantwortlichen auf Degerlochs Höhen auf die Einsicht des Präsidenten. Doch ungeachtet dessen basteln Kullens Gegner hinter den Kulissen fieberhaft an tragfähigen Modellen für eine bessere Zukunft. Das Motto: Alles zu seiner Zeit.

Quelle: leonberger-kreiszeitung.de
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blue-son
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Beitrag von blue-son »

Saftladen !! Ich befürchte aber, wenn Kullen abgesägt wird, wirds den Verein in dieser Form nicht mehr lang geben...
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Matze
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Beitrag von Matze »

blue-son hat geschrieben:Saftladen !! Ich befürchte aber, wenn Kullen abgesägt wird, wirds den Verein in dieser Form nicht mehr lang geben...
Aber alles in allem eine vernünftige Lösung...so kann zumindest Garcia's Engagement nicht von einer möglichen Ablösung Kullens abhängig gemacht und dies geht zum Wohle des Vereins :!:

jetzt muss halt nur noch ordentlich was springen gelassen werden, dann klappts auch mit dem Aufstieg 8)
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G.Regor
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Beitrag von G.Regor »

blue-son hat geschrieben:Saftladen !! Ich befürchte aber, wenn Kullen abgesägt wird, wirds den Verein in dieser Form nicht mehr lang geben...
Naja. Das haben wir nach ADM auch schon gesagt... Dass immer nur ein Präsident persönlich den Laden am Leben hält, kann´s doch einfach nicht sein. Bei immerhin im Schnitt 2.500-3.000 Zuschauern muss sich doch Regionalliga auch finanzieren lassen ohne dass dauernd irgendjemand sein Privatvermögen reinbuttert.
***Abteilung Ostafrika***
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Felix B.
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Beitrag von Felix B. »

Hm, ich hab grad ne schlimme Befürchtung. Wir ham die Wahl zwischen A und B:

A: Kullen wird rausgemobbt, Garcia unterschreibt den Sponsorvertrag, alles vorerst Ok. Dann will Kullen aber sein Geld zurück --> Der Verein geht pleite

B: Kullen bleibt, Garcia unterschreibt nicht, kein Hauptsponsor da --> Keine Lizenz

:!: :!:
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