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25.05.05
WFV-Pokal
SB Heidenheim - SV Stuttgarter Kickers I (1:3)
Kickers gewinnen WFV-Pokal - 3:1-Sieg im Finale gegen SB Heidenheim
Die Kickers haben es geschafft: Am Abend gewannen die Blauen vor rund 1500 Zuschauern in Eislingen gegen den Heidenheimer SB mit 3:1 (2:0) Toren und gewannen somit zur ersten Mal in der Vereinsgeschichte den WFV-Pokal. Damit haben sich die Blauen für den DFB-Pokal in der nächsten Saison qualifiziert.
Zur Aufstellung:
Die Kickers-Mannschaft um Trainer Robin Dutt konnte nahezu in Bestbesetzung auflaufen. Lediglich im Tor stand erneut Jasmin Fejzic, der den an der Schulter verletzten Tino Köstel vertrat. Ansonsten spielten die Blauen in der Viererabwehrkette von rechts Moritz Steinle, Alexander Malchow, Oliver Barth und Oliver Stierle. Im defensiven Mittelfeld spielte Heiko Gumper, auf den Flügeln Jens Härter links, Mustafa Akcay rechts und zentral Bashiru Gambo, der jedoch schon nach einer halben Stunde wegen einer Oberschenkelzerrung aus dem Spiel musste. Vorne wieder das Sturmduo mit Mirnes Mesic und Suad Rahmanovic.
Zum Spielverlauf:
Bei sommerlichen Temperaturen sahen die zahlreichen Zuschauer in Eisliner „Eichenbachstadion“ von Beginn an eine munteres Spiel mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Und das Team von Trainer Robin Dutt erwischte eine Traumstart: Bereits in der 2. Spielminute köpfte Oliver Barth nach einem Freistoß von Bashiru Gambo zur 1:0-Führung ein. Doch die Heidenheimer zeigten sich nicht geschockt und antworteten prompt mit einem Lattentreffer (4.). Der Oberligist spielte nach vorne immer wieder gefährlich auf, doch die Kickers-Abwehr stand nicht schlecht. Einzig bei einer Unsicherheit von Keeper Jasmin Fejzic, der den Ball im zweimaligen Nachfassen bekam, brannte es im Kickers-Strafraum (18.).
Eine schönen Angriff zeigten die Kickers dann in der 27.Spielminute: Oliver Stierle setzte sich auf der linken Aussenbahn durch, passte Suad Rahmanovic in die Spietze, der drehte sich schön und legte den Ball quer den heraneilenden Mustafa Akcay, der völlig freistehend auf den Heidenheimer Torwart zulaufen konnte. Akcay behielt die Nerven und schoss ins lange Eck zur 2:0-Führung der Blauen ein.
Kurz vor dem Pausenpfiff trafen die Heidenheimer erneut nur die Latte: Seskir köpfte nach einem Eckball an die Querstange.
Die zweite Halbzeit ging munter weiter: Zunächst scheiterte Suad Rahmanovic am Heidenheimer Keeper, als er nach schönem Pass von Mustafa Akcay freistehend ihn nur anschoss (48.). Die Kickers drängten nun auf die Vorentscheidung, doch stand dieses Mal der Pfosten im Weg: Suad Rahmanovic hatte aus sieben Metern linker Position Pech und traf nur das Gebälk (55.). Nach diesem Anfangsschwung kam der Oberligist wieder besser ins Spiel. Ein verunglückte Flanke, die auf der Latte tanzte (65.), sorgte für die Initialzündung: Die Heidenheimer suchten nun die Chance auf den Anschlußtreffer und hatten zwei gute Mäglichkeiten: Schmidt scheiterte ebenso knapp mit seinem Kopfballversuch (68.) wie Raat (72.), der knapp verzog.
Doch die Kickers blieben immer wieder durch Konter gefährlich. Der eingewechselte Mohamed Abou Shoura schaffte es bei zwei Versuchen nicht den Keeper zu überwinden (75.). Nach einer Flanke schoss der agile Seskir erneut an die Latte, den Nachschuss verzog Schiska knapp.
Doch die Kickers trafen zur Entscheidung: Nach einer harmlosen Flanke von Daniel Sager von der Eckfahne ließ Heidenheims Keeper Huber den Ball völlig unbedrängt aus den Händen fallen, der aufgerückte Alexander Malchow stand goldrichtig und schob zum 3:0 ein. Das war sicherlich die Entscheidung, doch die Heidenheimer gaben noch nicht auf und wurden mit dem Ehrentreffer belohnt. Nach einem harmlosen Gerangel im Strafraum zwischen Oliver Barth und Heidenheims Raat entschied der nicht immer überzeugende Schiedsrichter Palilla auf Foulelfmeter. Frank Schmidt traf sicher zum 1:3-Endstand, denn danach passierte nicht mehr viel. Mehrere hundert Kickers-Fans sehnten schon am Spielfeldrand dem Abpfiff entgegen, um endlich ihre „Helden“ zu gratulieren. Bei der anschließenden Pokalübergabe führten die Blauen gutgelaunt ein Tänzchen auf und machten mit den zahlreichen Kickers-Fans die „LaOla-Welle“.
Die Trainerstimmen:
Dieter Märkle: „Ich bin doch etwas enttäuscht, denn wir hatten durchaus unsere Möglichkeiten. Wir wussten vor dem Spiel, dass den Kickers gegen uns eine normale Leistung nicht reichen wird um zu gewinnen. Leider war aber unsere Fehlerquote zu hoch, wir hatten viele Aussetzer vor allem in der Defensive und gerieten früh in Rückstand. Es wäre mehr drin gewesen, denn wir hatten vier Lattentreffer und zwei knappe Möglichkeiten. Dennoch können wir uns erhobenen Hauptes zeigen. Ich denke wir sahen ein interessantes Spiel mit vier Toren, sechs Aluminiumtreffern und vielen Torraumszenen.“
Robin Dutt: "Wir sahen spielerisch ein offene Partie, in der Heidenheim durchaus ihre Regionalligatauglichkeit unter Beweis gestellt haben. Ich ließ Heidenheim drei Mal beobachten, und wollte sie nicht stark reden, denn ich finde sie einfach stark. Selbstverständlich wussten wir auch um die Schwäche in der Abwehr, die wir ausgenutzt haben. Gegen die offensiv sehr starken Heidenheimer haben wir bis zuletzt konzentriert gespielt und konnten so zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den WFV-Pokal gewinnen."
SB Heidenheim:
Benjamin Huber - Rene Hammer (61. Benjamin Barth), Ingo Feistle, Wolfram Eitel, Frank Schmidt, Daver Kraljevic, Mesert Sagdic, Ertac Seskir (82. Michael Fröhlich), Hansjörg Honold (61. Nico Schuska), Dinko Radojevic, Alexander Raat - Trainer: Dieter Märkle
SV Stuttgarter Kickers I:
Jasmin Fejzic - Moritz Steinle, Alexander Malchow, Oliber Barth, Oliver Stierle - Heiko Gumper, Mustafa Akcay, Bashiru Gambo (29. Marcel Schreiber), Jens Härter (82. Daniel Sager) - Suad Rahmanovic (75. Mohamed Abou Shoura), Mirnes Mesic - Trainer: Robin Dutt
Zuschauer: 2000
Schiedsrichter: Giuseppe Palilla (Tuttlingen)
Gelbe Karten:
Hansjörg Honol, Dinko Radojevic, Banjamin Barth, Nico Schiska ;
Heiko Gumper, Oliver Stierle, Mustafa Akcay
Rote Karten: -
Tore:
0:1 Oliver Barth (2.)
0:2 Mustafa Akcay (27.)
0:3 Alexander Malchow (83.)
1:3 Frank Schmidt (87., FE)