StN: Minkwitz im Interview: Mainz 05 muss unser Vorbild sein
Verfasst: Montag 6. Oktober 2003, 07:10
Für höhere Ziele fordert Kickers-Kapitän Minkwitz Kontinuität bei den Blauen:
"Mainz 05 muss unser Vorbild sein"
Stuttgart - Seit acht Jahren ist Stefan Minkwitz (35) nun schon für die Stuttgarter Kickers am Ball. Im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Jürgen Frey fordert der Kapitän Kontinuität im Club: "Unser Vorbild muss ein Verein wie der FSV Mainz 05 sein."
Herr Minkwitz, konnten Sie nach dem 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern den Sonntag mal wieder genießen?
Ich habe mich als Zuschauer beim Frauenfußballspiel des TB Ruit sehr gut amüsiert. Unseren Sieg darf man nicht überbewerten. Der Gegner war erschreckend schwach.
Die zu Beginn protestierenden Fans haben Sie dennoch wieder einigermaßen versöhnt.
Das mag schon sein. Aber ich glaube nicht, dass solche Aktionen leistungsfördernd sind. Aber mir ist nach acht Jahren Kickers diesbezüglich inzwischen eine Hornhaut gewachsen.
Konnten Sie den Unmut nach der Negativserie nicht nachvollziehen?
Wir haben schlecht gespielt. Doch Beleidigungen bringen uns nicht weiter.
Wohin geht die Reise der Kickers?
Nach drei Spielen haben viele schon vom Aufstieg geträumt. Doch bei nur zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz müssen wir nach unten blicken. Es geht darum, schnell 40 Punkte zu erreichen. Ohne Druck können wir dann auch attraktiv spielen.
Wie sehen Sie die mittelfristige Perspektive?
Wir haben genug Talente. Wenn wir drinbleiben und uns kontinuierlich weiterentwickeln, kann man durchaus auch wieder nach oben schauen.
Was ist entscheidend?
Ich habe über 100 Spieler kommen und gehen sehen. Wenn ich da nur an so teure Leute wie Penksa, Georgiew oder van de Looi denke . . . Wenn beim Personal gewürfelt wird, sieht"s schlecht aus, das zeigt auch das Beispiel meines Ex-Clubs Düsseldorf. Unser Vorbild muss ein Club wie Mainz 05 sein - diese Art von Kontinuität brauchen wir.
Zur Kontinuität zählt auch ein Trainer, der längerfristig arbeiten kann. Ist Rainer Adrion der richtige Mann?
Wenn er erfolgreich ist, ist er der Richtige.
Es heißt, der Trainer habe ein distanziertes Verhältnis zu den Älteren. Stört Sie das?
Es gibt keine Unterschiede zwischen Jung und Alt. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Und wenn es mit dem Trainer etwas zu bereden gibt, tun wir das.
Hat sich nach dem Ende der Ära Dünnwald-Metzler bei den Kickers etwas geändert?
(lacht) Das Geld kommt weiter pünktlich. Der neue Präsident Hans Kullen hat einen ähnlich guten Draht zu uns wie ADM.
Aktualisiert: 06.10.2003, 05:07 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/519144
"Mainz 05 muss unser Vorbild sein"
Stuttgart - Seit acht Jahren ist Stefan Minkwitz (35) nun schon für die Stuttgarter Kickers am Ball. Im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Jürgen Frey fordert der Kapitän Kontinuität im Club: "Unser Vorbild muss ein Verein wie der FSV Mainz 05 sein."
Herr Minkwitz, konnten Sie nach dem 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern den Sonntag mal wieder genießen?
Ich habe mich als Zuschauer beim Frauenfußballspiel des TB Ruit sehr gut amüsiert. Unseren Sieg darf man nicht überbewerten. Der Gegner war erschreckend schwach.
Die zu Beginn protestierenden Fans haben Sie dennoch wieder einigermaßen versöhnt.
Das mag schon sein. Aber ich glaube nicht, dass solche Aktionen leistungsfördernd sind. Aber mir ist nach acht Jahren Kickers diesbezüglich inzwischen eine Hornhaut gewachsen.
Konnten Sie den Unmut nach der Negativserie nicht nachvollziehen?
Wir haben schlecht gespielt. Doch Beleidigungen bringen uns nicht weiter.
Wohin geht die Reise der Kickers?
Nach drei Spielen haben viele schon vom Aufstieg geträumt. Doch bei nur zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz müssen wir nach unten blicken. Es geht darum, schnell 40 Punkte zu erreichen. Ohne Druck können wir dann auch attraktiv spielen.
Wie sehen Sie die mittelfristige Perspektive?
Wir haben genug Talente. Wenn wir drinbleiben und uns kontinuierlich weiterentwickeln, kann man durchaus auch wieder nach oben schauen.
Was ist entscheidend?
Ich habe über 100 Spieler kommen und gehen sehen. Wenn ich da nur an so teure Leute wie Penksa, Georgiew oder van de Looi denke . . . Wenn beim Personal gewürfelt wird, sieht"s schlecht aus, das zeigt auch das Beispiel meines Ex-Clubs Düsseldorf. Unser Vorbild muss ein Club wie Mainz 05 sein - diese Art von Kontinuität brauchen wir.
Zur Kontinuität zählt auch ein Trainer, der längerfristig arbeiten kann. Ist Rainer Adrion der richtige Mann?
Wenn er erfolgreich ist, ist er der Richtige.
Es heißt, der Trainer habe ein distanziertes Verhältnis zu den Älteren. Stört Sie das?
Es gibt keine Unterschiede zwischen Jung und Alt. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Und wenn es mit dem Trainer etwas zu bereden gibt, tun wir das.
Hat sich nach dem Ende der Ära Dünnwald-Metzler bei den Kickers etwas geändert?
(lacht) Das Geld kommt weiter pünktlich. Der neue Präsident Hans Kullen hat einen ähnlich guten Draht zu uns wie ADM.
Aktualisiert: 06.10.2003, 05:07 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/519144