Slobodan Milosevic ist tot!
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Überlinger
Slobodan Milosevic ist tot!
Slobodan Milosevic gestorben
Belgrad - Der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic, der sich vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verantworten muss, ist nach einem serbischen Medienbericht gestorben.
Das berichteten die Nachrichtenagentur Beta und der Fernsehsender B92 am Samstag übereinstimmend in Belgrad. Eine genaue Quelle der Nachricht wurde nicht angegeben.
Quelle: dpa
Belgrad - Der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic, der sich vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verantworten muss, ist nach einem serbischen Medienbericht gestorben.
Das berichteten die Nachrichtenagentur Beta und der Fernsehsender B92 am Samstag übereinstimmend in Belgrad. Eine genaue Quelle der Nachricht wurde nicht angegeben.
Quelle: dpa
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Tüten-Tim
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Überlinger
Du meinst doch nicht etwa da hätte jemand nachgeholfen? Denke dass es wohl Selbstmord war!Tüten-Tim hat geschrieben:Mein erster Gedanke: Wenn da mal alles mit rechten Dingen zugegangen ist...
Zur Serbrenica: Ich bin bis heute der Meinung, dass Milosevic dafür nicht verantwortlich ist! Er konnte ja nicht damit rechnen, dass die UN-Truppen da tatenlos zusehen und rein gar nichts machen. Zudem fand das ganze vor den Augen der Medien statt. Ich denke das Mladic dafür ganz alleine verantwortlich ist und dass die Massenerschießungen dort nicht von "oben" angeordnet wurden!
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Tüten-Tim
Ist halt schon ein wenig zufällig, dass er nicht der erste Serbe ist, der diese Woche in Den Haag Selbstmord begangen hat bzw. haben soll. Milosevic hat das Gericht regelrecht an der Nase herum geführt bzw. fast schon beschämt. Ist natürlich klar, dass er nicht direkt im Anschluss an die Prozesstage "Selbstmord begeht", sondern dass da etwas gewartet wird.
Man muss aber auch Milosevic bzw. die Serben verstehen. Stets wird ihnen die Alleinschuld an den Balkankonflikten gegeben. Wenn ich aber mal durch Belgrad fahre, dann bekomme ich einfach Hass auf die NATO und den ganzen Westen. Da merkt man wenig davon, dass im Kosovokrieg nur strategische Ziele angegriffen werden sollten. Lediglich 20 Panzer hat die JNA verloren, auf der anderen Seite sind 5000 Zivilisten bei den Luftangriffen gestorben, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten zerstört worden.
Natürlich, eine Rechtfertigung für den Völkermord an Bosniaken und Kosovoalbanern ist das nicht, aber die NATO soll sich ihrerseits auch nicht als Schönwetter-Organisation aufspielen. Und was da in Den Haag hinter verschlossenen Türen läuft, ist wahrscheinlich nicht viel besser als Guantanamo Bay.
Man muss aber auch Milosevic bzw. die Serben verstehen. Stets wird ihnen die Alleinschuld an den Balkankonflikten gegeben. Wenn ich aber mal durch Belgrad fahre, dann bekomme ich einfach Hass auf die NATO und den ganzen Westen. Da merkt man wenig davon, dass im Kosovokrieg nur strategische Ziele angegriffen werden sollten. Lediglich 20 Panzer hat die JNA verloren, auf der anderen Seite sind 5000 Zivilisten bei den Luftangriffen gestorben, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten zerstört worden.
Natürlich, eine Rechtfertigung für den Völkermord an Bosniaken und Kosovoalbanern ist das nicht, aber die NATO soll sich ihrerseits auch nicht als Schönwetter-Organisation aufspielen. Und was da in Den Haag hinter verschlossenen Türen läuft, ist wahrscheinlich nicht viel besser als Guantanamo Bay.
ist doch bekannt, dass m. unter herzproblemen litt, und ihm zuletzt eine von ihm gewünschte medizinsche behandlung in moskau versagt wurde...Überlinger hat geschrieben:Du meinst doch nicht etwa da hätte jemand nachgeholfen? Denke dass es wohl Selbstmord war!Tüten-Tim hat geschrieben:Mein erster Gedanke: Wenn da mal alles mit rechten Dingen zugegangen ist...
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Überlinger
Naja die Alleinschuld haben sie vielleicht schon! Milosevic hat die Kriege vom Zaun gebrochen als diverse Teile sich abspalten wollten. Das die NATO und speziell die UNO versagt haben steht für mich außer Frage. Man wusste im Kosovo-Krieg nicht genau was man eigendlich bombadieren soll und hat über Belgrad und Pristina einfach mal die Luke aufgemacht und die Bomben runtergelassen!Tüten-Tim hat geschrieben:...Man muss aber auch Milosevic bzw. die Serben verstehen. Stets wird ihnen die Alleinschuld an den Balkankonflikten gegeben...
Aber Schuld ist immer der der anfängt! Im Zweiten Weltkrieg war Deutschland auch alleine Schuld obwohl auch Ukrainer und Rumänen unter Deutschem Namen Massenmorde in Osteuropa begangen haben...
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Tüten-Tim
Na, für den Ersten Weltkrieg wird Deutschland auch die Alleinschuld attestiert, wobei selbst neutrale Historiker das anzweifeln...Überlinger hat geschrieben:Naja die Alleinschuld haben sie vielleicht schon! Milosevic hat die Kriege vom Zaun gebrochen als diverse Teile sich abspalten wollten. Das die NATO und speziell die UNO versagt haben steht für mich außer Frage. Man wusste im Kosovo-Krieg nicht genau was man eigendlich bombadieren soll und hat über Belgrad und Pristina einfach mal die Luke aufgemacht und die Bomben runtergelassen!Tüten-Tim hat geschrieben:...Man muss aber auch Milosevic bzw. die Serben verstehen. Stets wird ihnen die Alleinschuld an den Balkankonflikten gegeben...
Aber Schuld ist immer der der anfängt! Im Zweiten Weltkrieg war Deutschland auch alleine Schuld obwohl auch Ukrainer und Rumänen unter Deutschem Namen Massenmorde in Osteuropa begangen haben...
Дел Пoнте jeбeм ти матep kypвo!!
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Überlinger
Die Berichte gehen nun auch in Richtung eines natürlichen Todes:mr. blue hat geschrieben:ist doch bekannt, dass m. unter herzproblemen litt, und ihm zuletzt eine von ihm gewünschte medizinsche behandlung in moskau versagt wurde...
Slobodan Milosevic stirbt in seiner Zelle in Den Haag
Den Haag - Der als Kriegsverbrecher angeklagte ehemalige jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic ist im Gefängnis gestorben. Das UN-Tribunal in Den Haag teilte mit, der 64-Jährige sei am Samstag leblos auf dem Bett seiner Zelle im UN-Gefängnis in Scheveningen gefunden worden.
Ein sofort herbeigerufener Mediziner habe den Tod festgestellt. Ob Milosevic eines natürlichen Todes gestorben ist, blieb zunächst offen. Die Europäische Union nahm den Tod des Ex-Politikers zum Anlass, die Menschen in Serbien zur Aussöhnung aufzurufen.
Milosevic war seit Ende Juni 2001 in Haft. Seit Februar 2002 lief ein Völkermordprozess gegen ihn wegen der Bürgerkriege auf dem Balkan in den neunziger Jahren nach dem Auseinanderfallen Jugoslawiens. Es war beabsichtigt, die mündliche Verhandlung im Mai zu beenden. Das Gericht hatte kürzlich darauf hingewiesen, dass ihm eine lebenslange Haft droht.
Milosevic litt unter häufigen Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen, weswegen der Prozess mehrmals unterbrochen werden musste. Erst Ende Februar hatte das Gericht einen Antrag seiner Pflichtverteidiger abgelehnt, ihn zur Behandlung in einer Spezialklinik vorübergehend nach Moskau zu entlassen. Das Gericht hatte die Befürchtung geäußert, der Angeklagte werde nicht zur Fortsetzung des Prozesses zurückkehren. In Moskau leben auch Frau und Sohn von Milosevic.
Der Bruder Milosevics gab dem UN-Tribunal die Schuld am Tod des Politikers. "Die Verantwortung dafür liegt beim UN-Tribunal", sagte Borislav Milosevic am Samstag in Moskau, wo er seit seiner Zeit als Botschafter lebt.
Milosevic hatte seit Mitte der achtziger Jahre bis zu seinem Sturz Anfang Oktober 2000 die Geschicke Serbiens und Jugoslawiens maßgeblich bestimmt. Der studierte Jurist war Bankier, kommunistischer Funktionär und schließlich Staatspräsident.
Die Europäische Union appellierte an die Bürger Serbiens, sich nach dem Tod ihres Ex-Präsidenten um eine dauerhafte Aussöhnung im Land zu bemühen. "Politisch gesehen, ändert der Tod nichts an der Notwendigkeit für die Region und für Belgrad, die Altlast der Vergangenheit zu bewältigen", sagte die derzeitige EU-Ratspräsidentin, Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik, in Salzburg. "Eine Altlast, von der Slobodan Milosevic ein Teil war."
EU-Chefdiplomat Javier Solana zeigte sich betroffen vom Tod Milosevics. "Ich hatte für eine sehr lange Zeit eine sehr komplizierte Beziehung zu ihm. Er ist in sehr intensiver Weise Teil meines Lebens gewesen", sagte Solana. Solana war während des Kosovo-Krieges 1999 NATO-Generalsekretär.
Der Haager Gerichtspräsident Fausto Pocar ordnete eine Autopsie Milosevics an. Vor einer Woche hatte sich der bereits verurteilte frühere serbische Politiker Milan Babic im UN-Gefängnis das Leben genommen, als er darauf wartete, in einem Prozess als Zeuge vernommen zu werden.
Quelle: dpa
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Überlinger
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Tüten-Tim
Ich denke, ich habe schon ausreichend angedeutet, was ich vermute. Dass in Holland plötzlich alle Serben Selbstmord begehen sollen, kommt mir etwas spanisch vor.Überlinger hat geschrieben:Kannst uns ja ein Bericht von B92 übersetzen...Tüten-Tim hat geschrieben:Was die westlichen Medien nicht alles schreiben...![]()
Achja, was sind denn deine Vermutungen?
Natürlich war Milosevic ein Verbrecher, der allerdings im Dienste einer Nation vorgegangen ist. Bosniaken, Kroaten und UCK waren/sind auch keine Unschuldslämmer. Aber einen Menschen hinterrücks in einer Zelle zu ermorden, finde ich feige.
Und zu sehen, was die NATO (übrigens ohne UN-Mandat) aus einer solch interessanten Stadt wie Beograd gemacht hat, macht mich einfach wütend.
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moehringer
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Bin da ebenfalls sehr skeptisch was einen möglichen Selbstmord angeht, dieser ist schließlich immer eine gute Möglichkeit einen politischen Gegner, der unter Umständen noch gefährlich werden könnte (in erster Linie durch sein Wissen), still und leise aus dem Weg zu räumen, ohne dass es einen schuldigen gibt. Selbiges konnte man ja auch in der deutschen Geschichte betrachten, wobei bis heute immer noch erschreckend wenige um die Wahrheit wissen. Was sagt uns dies: nur die "offizielle" Geschichtsschreibung zählt, wobei ich es wichtig finde, sich auch mit dieser kritisch auseinanderzusetzen.
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Tüten-Tim
Kritikpunkt an mich selber: Ja, es ist ein gmx.de-Text, der hier gleich zu lesen sein wird. Ich habe mir erlaubt, nur den letzten Absatz ins Forum zu stellen, da dieser eine recht interessante Passage enthält:
..."die Geld gebenden Mitglieder"... - wer immer das auch sein mag. Nur wenn Milosevic sich weiterhin so bockig gestellt hätte, wäre es niemals vor 2010 - wenn überhaupt - zu einem Urteil gekommen. Rechtsmäßig kriegen sie ihn nicht bei den Haaren, was machen sie stattdessen? Das Ergebnis fand man heute Morgen.Wer bleibt nun verantwortlich? Zwei der schlimmsten Kriegshetzer von damals, der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic und sein General Ratko Mladic, sind immer noch untergetaucht. Trotz allen Drängens der UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte scheint niemand es zu wagen, diese beiden anzutasten. Aber die Zeit drängt. Bis 2010, so wünschen es die Geld gebenden Mitglieder der Vereinten Nationen, soll das Tribunal seine Arbeit beenden. Ohne ein rechtskräftiges Urteil gegen die wichtigsten Drahtzieher der Balkankriege könnte der Eindruck zurückbleiben, die internationale Gemeinschaft habe die Großen davonkommen lassen und sich an den Kleineren schadlos gehalten.
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Ich würde sagen wir stellen am Besten Milosevic auf der Waldau ein Denkmal auf, gleich neben dem von Hitler und Stalin. Manmanman...Tüten-Tim hat geschrieben:Natürlich, Wayne Juckts, wenn ein Mensch ermordert wird von einem System, welches von sich behauptet, auf der "guten Seite" zu stehen...SAUNASARKAST hat geschrieben:sack reis, china usw.
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Tüten-Tim
...und sanieren mit den Eintrittsgeldern für diesen Statuen-Park unseren Verein.DirtyToby hat geschrieben:Ich würde sagen wir stellen am Besten Milosevic auf der Waldau ein Denkmal auf, gleich neben dem von Hitler und Stalin. Manmanman...Tüten-Tim hat geschrieben:Natürlich, Wayne Juckts, wenn ein Mensch ermordert wird von einem System, welches von sich behauptet, auf der "guten Seite" zu stehen...SAUNASARKAST hat geschrieben:sack reis, china usw.
Aber ernsthaft: Ich hab doch geschrieben, dass ich Milosevic für einen Verbrecher halte. Ob eine andere Person zur gleichen Zeit im gleichen Amt in Serbien anders gehandelt hätte, stelle ich soweit aber mal in Frage. Auch hier wäre der Kanzler - egal wer - sicherlich nicht begeistert, wenn das Saarland plötzlich seine Unabhängigkeit erklärt. Sicherlich, ein Massaker in Saarlouis anzurichten würde sicherlich nicht passieren.
Dennoch finde ich es unter aller Sau, einen Menschen - wahrscheinlich auch noch hinterrücks - in einer kleinen Zelle zu ermorden.
- DirtyToby
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Naja, aber du stellst das jetzt als Fakt dar. das er ein herzleiden hatte war allseits bekannt, und auch das es in kurzer zeit zwei tote gab, kann zufall sein. Ich z.B habe diese Woche 2 (ältere) Familienangehörige verloren, und das halte ich auch eher für Zufall als für ein bösen Plan von noch böseren Leuten
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Tüten-Tim
Mal ehrlich: Kollega Milosevic war doch nicht ernsthaft krank. Das waren einfach taktische Spielchen, damit ihm nicht der Prozess gemacht werden kann. Man darf die Welt halt nicht immer ganz schwarz-weiß gemalt sehen...DirtyToby hat geschrieben:Naja, aber du stellst das jetzt als Fakt dar. das er ein herzleiden hatte war allseits bekannt, und auch das es in kurzer zeit zwei tote gab, kann zufall sein. Ich z.B habe diese Woche 2 (ältere) Familienangehörige verloren, und das halte ich auch eher für Zufall als für ein bösen Plan von noch böseren Leuten
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Überlinger
Analyse: Ein schwerer Rückschlag für das Tribunal
Den Haag - Slobodan Milosevic stirbt während seines Prozesses in der Zelle des UN-Gefängnisses in Scheveningen - für das UN-Kriegsverbrechertribunal eine Schreckensvision. Am Samstag wurde sie Wirklichkeit.
Am Vormittag fand ein Wärter den 64-Jährigen leblos auf dem Bett seiner Zelle in der gerade erst umgebauten Haftanstalt. Der Prozess gegen den wichtigsten Angeklagten aus der Zeit der Balkan-Kriege endet ohne Urteil.
Vier Jahre dauerte das Verfahren schon, ein in der Geschichte der internationalen Justiz beispielloses Bemühen, das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht nur politisch zu überwinden, sondern die Täter auch zu bestrafen. Aus juristischer Sicht muss der Mann, der als Präsident Jugoslawiens die Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Untertanen mit Gewalt zu unterdrücken suchte, ohne Urteil als unschuldig gelten.
Mehr noch: Die Dritte Kammer des Gerichts mit dem Vorsitzenden Richter Patrick Robinson aus Jamaika und seinen Beisitzern O-Gon Kwon (Südkorea) und Iain Bonomy (Großbritannien) sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Milosevics Bruder machte von Moskau aus das Gericht für den Tod verantwortlich. Er dürfte damit für die zahlreichen Anhänger sprechen, die der Ex-Präsident immer noch hat. Mehr als 20 Mal war die im Februar 2002 begonnene Verhandlung wegen Erkrankung des Angeklagten unterbrochen worden. Zuletzt machten sich sogar seine britischen Pflichtverteidiger, die er ablehnte, für eine Klinikbehandlung in Moskau stark. Doch die Richter sagten Nein - sie glaubten den Zusagen nicht, dass der gewiefte Taktiker freiwillig ins Gefängnis zurückkehren würde.
Milosevic hat das 1993 von den Vereinten Nationen eingesetzte Tribunal nie als rechtmäßig anerkannt. Er verteidigte sich selbst und scherte sich nicht um prozessuale Vorschriften. Stets mürrisch beklagte er sich über angebliche Benachteiligungen, nutzte seine Auftritte häufig zu politischen Tiraden. Seine Botschaft: Er tat als Präsident seine verfassungsgemäße Pflicht, um die Einheit seines Landes zu bewahren. Die Kriegstreiber, das waren aus seiner Sicht die abtrünnigen Kroaten, Slowenen, Bosnier, Mazedonier, die Kosovo- Albaner - vor allem aber die NATO, die 1999 mit ihren von den UN nicht autorisierten Luftangriffen dem mörderischen Treiben ein Ende bereitete.
Der schwerste Vorwurf der Anklage war der des Völkermordes, begangen an bosnischen Muslimen im Massaker von Srebrenica 1995. Dass die brutale Ermordung von mehr als 7000 männlichen Kindern, Erwachsenen und Greisen Völkermord war, hat das Gericht in seinem Urteil gegen den Srebrenica-Eroberer Radislav Krstic festgestellt. Doch dieser wurde nur wegen Beihilfe verurteilt - noch gibt es kein rechtskräftiges Urteil des Tribunals wegen Völkermords.
Wer bleibt nun verantwortlich? Zwei der schlimmsten Kriegshetzer von damals, der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic und sein General Ratko Mladic, sind immer noch untergetaucht. Trotz allen Drängens der UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte scheint niemand es zu wagen, diese beiden anzutasten. Aber die Zeit drängt. Bis 2010, so wünschen es die Geld gebenden Mitglieder der Vereinten Nationen, soll das Tribunal seine Arbeit beenden. Ohne ein rechtskräftiges Urteil gegen die wichtigsten Drahtzieher der Balkankriege könnte der Eindruck zurückbleiben, die internationale Gemeinschaft habe die Großen davonkommen lassen und sich an den Kleineren schadlos gehalten.
Quelle: dpa
Den Haag - Slobodan Milosevic stirbt während seines Prozesses in der Zelle des UN-Gefängnisses in Scheveningen - für das UN-Kriegsverbrechertribunal eine Schreckensvision. Am Samstag wurde sie Wirklichkeit.
Am Vormittag fand ein Wärter den 64-Jährigen leblos auf dem Bett seiner Zelle in der gerade erst umgebauten Haftanstalt. Der Prozess gegen den wichtigsten Angeklagten aus der Zeit der Balkan-Kriege endet ohne Urteil.
Vier Jahre dauerte das Verfahren schon, ein in der Geschichte der internationalen Justiz beispielloses Bemühen, das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht nur politisch zu überwinden, sondern die Täter auch zu bestrafen. Aus juristischer Sicht muss der Mann, der als Präsident Jugoslawiens die Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Untertanen mit Gewalt zu unterdrücken suchte, ohne Urteil als unschuldig gelten.
Mehr noch: Die Dritte Kammer des Gerichts mit dem Vorsitzenden Richter Patrick Robinson aus Jamaika und seinen Beisitzern O-Gon Kwon (Südkorea) und Iain Bonomy (Großbritannien) sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Milosevics Bruder machte von Moskau aus das Gericht für den Tod verantwortlich. Er dürfte damit für die zahlreichen Anhänger sprechen, die der Ex-Präsident immer noch hat. Mehr als 20 Mal war die im Februar 2002 begonnene Verhandlung wegen Erkrankung des Angeklagten unterbrochen worden. Zuletzt machten sich sogar seine britischen Pflichtverteidiger, die er ablehnte, für eine Klinikbehandlung in Moskau stark. Doch die Richter sagten Nein - sie glaubten den Zusagen nicht, dass der gewiefte Taktiker freiwillig ins Gefängnis zurückkehren würde.
Milosevic hat das 1993 von den Vereinten Nationen eingesetzte Tribunal nie als rechtmäßig anerkannt. Er verteidigte sich selbst und scherte sich nicht um prozessuale Vorschriften. Stets mürrisch beklagte er sich über angebliche Benachteiligungen, nutzte seine Auftritte häufig zu politischen Tiraden. Seine Botschaft: Er tat als Präsident seine verfassungsgemäße Pflicht, um die Einheit seines Landes zu bewahren. Die Kriegstreiber, das waren aus seiner Sicht die abtrünnigen Kroaten, Slowenen, Bosnier, Mazedonier, die Kosovo- Albaner - vor allem aber die NATO, die 1999 mit ihren von den UN nicht autorisierten Luftangriffen dem mörderischen Treiben ein Ende bereitete.
Der schwerste Vorwurf der Anklage war der des Völkermordes, begangen an bosnischen Muslimen im Massaker von Srebrenica 1995. Dass die brutale Ermordung von mehr als 7000 männlichen Kindern, Erwachsenen und Greisen Völkermord war, hat das Gericht in seinem Urteil gegen den Srebrenica-Eroberer Radislav Krstic festgestellt. Doch dieser wurde nur wegen Beihilfe verurteilt - noch gibt es kein rechtskräftiges Urteil des Tribunals wegen Völkermords.
Wer bleibt nun verantwortlich? Zwei der schlimmsten Kriegshetzer von damals, der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic und sein General Ratko Mladic, sind immer noch untergetaucht. Trotz allen Drängens der UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte scheint niemand es zu wagen, diese beiden anzutasten. Aber die Zeit drängt. Bis 2010, so wünschen es die Geld gebenden Mitglieder der Vereinten Nationen, soll das Tribunal seine Arbeit beenden. Ohne ein rechtskräftiges Urteil gegen die wichtigsten Drahtzieher der Balkankriege könnte der Eindruck zurückbleiben, die internationale Gemeinschaft habe die Großen davonkommen lassen und sich an den Kleineren schadlos gehalten.
Quelle: dpa
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Tüten-Tim
Genau das ist der springende Punkt. Russland - als Schutzpatron über sein orthodoxes Brudervolk - stand in der Geschichte immer an der Seite Serbiens, und war die Situation noch so kritisch. Kein russisches Staatsoberhaupt würde ein serbisches Staatsoberhaupt ausliefern. Raus aus Russland - oder Serbien - hätte man Milosevic dann nur noch über eine Geheimdienst-Operation bekommen.Mehr als 20 Mal war die im Februar 2002 begonnene Verhandlung wegen Erkrankung des Angeklagten unterbrochen worden. Zuletzt machten sich sogar seine britischen Pflichtverteidiger, die er ablehnte, für eine Klinikbehandlung in Moskau stark. Doch die Richter sagten Nein - sie glaubten den Zusagen nicht, dass der gewiefte Taktiker freiwillig ins Gefängnis zurückkehren würde.
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Überlinger
Hier Tim, da kannste mal stöbern: www.free-slobo.deTüten-Tim hat geschrieben:Mal ehrlich: Kollega Milosevic war doch nicht ernsthaft krank. Das waren einfach taktische Spielchen, damit ihm nicht der Prozess gemacht werden kann. Man darf die Welt halt nicht immer ganz schwarz-weiß gemalt sehen...DirtyToby hat geschrieben:Naja, aber du stellst das jetzt als Fakt dar. das er ein herzleiden hatte war allseits bekannt, und auch das es in kurzer zeit zwei tote gab, kann zufall sein. Ich z.B habe diese Woche 2 (ältere) Familienangehörige verloren, und das halte ich auch eher für Zufall als für ein bösen Plan von noch böseren Leuten
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Überlinger
"Er wurde ermordet"
Die Reaktionen auf den Tod des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic spiegeln ein breites Spektrum wieder. Viele Politiker bedauern, dass der mutmaßliche Kriegsverbrecher kurz vor der Urteilsfindung in Den Haag starb. Anhänger Milosevics stellen bereits Verschwörungstheorien auf.
Den Haag - Die sozialistische Partei von Milosevic (SPS) sprach von einem großen Verlust für Serbien. Der frühere SPS-Chef sei in Den Haag systematisch getötet worden, sagte Parteifunktionär Ivica Dacic in Belgrad.
Serbiens Außenminister Vuk Draskovic bedauerte, dass Milosevic nicht mehr in seiner Heimat vor Gericht gekommen sei. Milosevic habe die Ermordung vieler seiner Parteifreunde und auch mehrere Attentatsversuche gegen ihn selber angeordnet.
Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte, er hoffe, dass der Tod von Milosevic Serbien dabei helfen werde, in die Zukunft zu schauen.
Der Bruder Milosevics machte laut der Nachrichtenagentur Interfax das Uno-Tribunal für den Tod des Angeklagten verantwortlich. Das Gericht wies den Vorwurf zurück. Borislav Milosevic hatte die Richter bereits im Februar scharf kritisiert, weil sie den Antrag auf eine medizinische Behandlung seines Bruders in Russland abgelehnt hatten. Einer der Pflichtverteidiger Milosevics, Stephen Kay, sagte in der BBC, vor wenigen Wochen habe der Verstorbene ihm gesagt, dass er keinerlei Absicht habe, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Moskau kritisierte, dass das Den Haag dem Serben eine medizinische Behandlung in Russland verwehrt hatte. Leider habe das Tribunal trotz russischer Garantien Milosevic nicht erlaubt, sich in Russland behandeln zu lassen, erklärte das russische Außenministerium. Russische Ärzte hätten bereitgestanden, ihm nach der Verschlechterung seines Gesundheitszustands zu helfen.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte Milosevic einen Mann der Vergangenheit. Er sei für Menschenrechtsverletzungen, viele Opfer und für kriegerische Auseinandersetzungen verantwortlich gewesen. Die Konsequenzen seien noch bis in die heutige Zeit zu spüren. Der Tod Milosevics müsse die Bemühungen erneuern, auf dem Balkan für Frieden und Stabilität zu sorgen.
Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy erinnerte an die vielen Menschen, die unter den von Milosevic geplanten ethnischen Säuberungen gelitten hätten. Milosevic sei einer der wichtigsten Akteure, wenn nicht der Hauptakteur der Balkankriege gewesen. Die österreichische Außenministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Ursula Plassnik forderte Belgrad auf, sich dem Erbe der Vergangenheit zu stellen.
Quelle: spiegel.de
Die Reaktionen auf den Tod des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic spiegeln ein breites Spektrum wieder. Viele Politiker bedauern, dass der mutmaßliche Kriegsverbrecher kurz vor der Urteilsfindung in Den Haag starb. Anhänger Milosevics stellen bereits Verschwörungstheorien auf.
Den Haag - Die sozialistische Partei von Milosevic (SPS) sprach von einem großen Verlust für Serbien. Der frühere SPS-Chef sei in Den Haag systematisch getötet worden, sagte Parteifunktionär Ivica Dacic in Belgrad.
Serbiens Außenminister Vuk Draskovic bedauerte, dass Milosevic nicht mehr in seiner Heimat vor Gericht gekommen sei. Milosevic habe die Ermordung vieler seiner Parteifreunde und auch mehrere Attentatsversuche gegen ihn selber angeordnet.
Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte, er hoffe, dass der Tod von Milosevic Serbien dabei helfen werde, in die Zukunft zu schauen.
Der Bruder Milosevics machte laut der Nachrichtenagentur Interfax das Uno-Tribunal für den Tod des Angeklagten verantwortlich. Das Gericht wies den Vorwurf zurück. Borislav Milosevic hatte die Richter bereits im Februar scharf kritisiert, weil sie den Antrag auf eine medizinische Behandlung seines Bruders in Russland abgelehnt hatten. Einer der Pflichtverteidiger Milosevics, Stephen Kay, sagte in der BBC, vor wenigen Wochen habe der Verstorbene ihm gesagt, dass er keinerlei Absicht habe, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Moskau kritisierte, dass das Den Haag dem Serben eine medizinische Behandlung in Russland verwehrt hatte. Leider habe das Tribunal trotz russischer Garantien Milosevic nicht erlaubt, sich in Russland behandeln zu lassen, erklärte das russische Außenministerium. Russische Ärzte hätten bereitgestanden, ihm nach der Verschlechterung seines Gesundheitszustands zu helfen.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte Milosevic einen Mann der Vergangenheit. Er sei für Menschenrechtsverletzungen, viele Opfer und für kriegerische Auseinandersetzungen verantwortlich gewesen. Die Konsequenzen seien noch bis in die heutige Zeit zu spüren. Der Tod Milosevics müsse die Bemühungen erneuern, auf dem Balkan für Frieden und Stabilität zu sorgen.
Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy erinnerte an die vielen Menschen, die unter den von Milosevic geplanten ethnischen Säuberungen gelitten hätten. Milosevic sei einer der wichtigsten Akteure, wenn nicht der Hauptakteur der Balkankriege gewesen. Die österreichische Außenministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Ursula Plassnik forderte Belgrad auf, sich dem Erbe der Vergangenheit zu stellen.
Quelle: spiegel.de
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Tüten-Tim
Nun ja, ich bin ja nun wahrlich kein glühender Anhänger von Milosevic, vielmehr ein Genießer der serbischen Kultur (und vielen weiteren Kulturen in Europa). Ich bin allerdings der Meinung, Milosevic sollte in Serbien der Prozess gemacht werden. Die Präsenz von USA und NATO - egal wo - sorgt immer für Unmut in der Bevölkerung und irgendwo frag ich mich auch: Was wollt Ihr in good old Srbija? Habt Ihr in Belgrad, Novi Sad etc. nicht schon genug Schaden angerichtet? Genau aus diesem Grund - weil Milosevic sich gegen eine ausländische Militärpräsenz im eigenen Land sträubte - platzen die Verhandlungen im Kosovokrieg und die NATO begann - ohne UN-Mandat - mit den Bombadierungen auf "ausschließlich strategische Ziele" (auch ein Kindergarten kann anscheinend ein solches strategisches Ziel sein, da könnte ja ein zukünftiger Diktator heranwachsen, der unser globales, demokratisches Miteinander störtÜberlinger hat geschrieben:Hier Tim, da kannste mal stöbern: www.free-slobo.deTüten-Tim hat geschrieben:Mal ehrlich: Kollega Milosevic war doch nicht ernsthaft krank. Das waren einfach taktische Spielchen, damit ihm nicht der Prozess gemacht werden kann. Man darf die Welt halt nicht immer ganz schwarz-weiß gemalt sehen...DirtyToby hat geschrieben:Naja, aber du stellst das jetzt als Fakt dar. das er ein herzleiden hatte war allseits bekannt, und auch das es in kurzer zeit zwei tote gab, kann zufall sein. Ich z.B habe diese Woche 2 (ältere) Familienangehörige verloren, und das halte ich auch eher für Zufall als für ein bösen Plan von noch böseren Leuten
Und um es noch mal aufzuzeigen: Dass Milosevic sterbenskrank gewesen sein sollte und sich die einzige Klinik, die ihm helfen könnte, ausgerechnet im wohl einzig möglichen "Fluchttunnel" Moskau befindet, ist ebenso kein Zufall, wie der angebliche Selbstmord.
@Überlinger: Die Seite kannte ich noch gar nicht, finde sie aber nicht sonderlich interessant. Ist halt sehr einseitig. Und noch nicht mal der Tod von Milosevic ist vermerkt. Besser finde ich da die serbische Variante, die auf der Seite verlinkt ist: http://slobodan.info/ Die ist den Umständen entsprechend schlicht gehalten, wie sich das gehört. Was mich allerdings irritiert ist das Todesdatum dort. Die geben den 10. März an, die meisten anderen Quellen im Internet den 11. März. Ist ja fast schon wie bei Kurt Cobain...
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Überlinger
Milosevic soll nun an einem Herzinfakt gestorben sein!
Quelle: dpaStreit um Milosevic-Begräbnis führt zu Spannungen in Serbien
Belgrad - In Serbien gibt es neue Spannungen wegen der Beerdigung des verstorbenen jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic. Serbiens Präsident Boris Tadic ließ mitteilen, er werde der Milosevic-Witwe Mirjana Markovic für ein Begräbnis nicht die Rückkehr in die Heimat erlauben. Markovic wird per internationalem Haftbefehl gesucht. Auch ein Staatsbegräbnis am Neuen Belgrader Friedhof, wie von den Sozialisten verlangt, komme nicht in Frage. Milosevic war nach Angaben des UN-Tribunals an Herzinfarkt gestorben.
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Überlinger
Milosevic nahm offenbar selbst schädliche Medizin
Der am Samstag gestorbene frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic hat offenbar eigenmächtig ein Medikament eingenommen, das die Wirkung der ihm verschriebenen Mittel gegen Bluthochdruck aufhob.
Dies teilte der niederländische Toxikologe Ronald Uges nach der Analyse einer vor zwei Wochen entnommenen Blutprobe mit. Möglicherweise habe sich Milosevic auf diese Weise einen "einfachen Fahrschein nach Moskau" erhofft, wo er sich gegen seine Herzkrankheit behandeln lassen wollte. Laut Autopsie starb der ehemalige Staatschef an einem Herzinfarkt.
Milosevic war am Samstag tot in seiner Zelle im UN-Gefängnis gefunden worden. Laut Autopsiebericht stellten die Ärzte bei ihm zwei Herzkrankheiten fest, die den Infarkt verursacht haben könnten. Gerichtsmediziner hatten Milosevics Leiche am Sonntag mehr als vier Stunden lang obduziert. Die Ermittlung der genauen Todesursache soll aber noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bislang können weder Selbstmord noch eine Vergiftung als Todesursache ausgeschlossen werden.
Milosevic hatte im Dezember vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal einen Antrag gestellt, ihm zur Behandlung seiner Herz- und Blutdruckkrankheit eine Reise nach Moskau zu gestatten. Das Gericht hatte den Antrag aus Sorge zurückgewiesen, Milosevic könnte nicht mehr nach Den Haag zurückkehren.
Milosevics Anwalt Zdenko Tomanovic hatte einen am Freitag von Milosevic aufgesetzten Brief vorgelegt, in dem dieser die Befürchtung äußerte, er könne in UN-Haft vergiftet werden. "Sie wollen mich vergiften, ich bin ernsthaft besorgt und unruhig", schrieb Milosevic darin.
Der Leichnam Milosevics soll heute der Familie übergeben werden. Noch ist unklar, wo Milosevic beigesetzt werden soll. Die serbische Regierung schloss ein Staatsbegräbnis bereits aus. Milosevics Gattin Mirjana (Mira) Markovic sprach sich in einem Interview mit der serbischen Zeitung "Vecernje novosti" für eine Beisetzung in Pozarevac, der Heimatstdt ihres Mannes aus.
Milosevic war Schlüsselfigur der Balkankriege. Ihm drohte lebenslange Haft wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er stand seit Februar 2002 in Den Haag vor Gericht.
Quelle: AFP
Der am Samstag gestorbene frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic hat offenbar eigenmächtig ein Medikament eingenommen, das die Wirkung der ihm verschriebenen Mittel gegen Bluthochdruck aufhob.
Dies teilte der niederländische Toxikologe Ronald Uges nach der Analyse einer vor zwei Wochen entnommenen Blutprobe mit. Möglicherweise habe sich Milosevic auf diese Weise einen "einfachen Fahrschein nach Moskau" erhofft, wo er sich gegen seine Herzkrankheit behandeln lassen wollte. Laut Autopsie starb der ehemalige Staatschef an einem Herzinfarkt.
Milosevic war am Samstag tot in seiner Zelle im UN-Gefängnis gefunden worden. Laut Autopsiebericht stellten die Ärzte bei ihm zwei Herzkrankheiten fest, die den Infarkt verursacht haben könnten. Gerichtsmediziner hatten Milosevics Leiche am Sonntag mehr als vier Stunden lang obduziert. Die Ermittlung der genauen Todesursache soll aber noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bislang können weder Selbstmord noch eine Vergiftung als Todesursache ausgeschlossen werden.
Milosevic hatte im Dezember vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal einen Antrag gestellt, ihm zur Behandlung seiner Herz- und Blutdruckkrankheit eine Reise nach Moskau zu gestatten. Das Gericht hatte den Antrag aus Sorge zurückgewiesen, Milosevic könnte nicht mehr nach Den Haag zurückkehren.
Milosevics Anwalt Zdenko Tomanovic hatte einen am Freitag von Milosevic aufgesetzten Brief vorgelegt, in dem dieser die Befürchtung äußerte, er könne in UN-Haft vergiftet werden. "Sie wollen mich vergiften, ich bin ernsthaft besorgt und unruhig", schrieb Milosevic darin.
Der Leichnam Milosevics soll heute der Familie übergeben werden. Noch ist unklar, wo Milosevic beigesetzt werden soll. Die serbische Regierung schloss ein Staatsbegräbnis bereits aus. Milosevics Gattin Mirjana (Mira) Markovic sprach sich in einem Interview mit der serbischen Zeitung "Vecernje novosti" für eine Beisetzung in Pozarevac, der Heimatstdt ihres Mannes aus.
Milosevic war Schlüsselfigur der Balkankriege. Ihm drohte lebenslange Haft wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er stand seit Februar 2002 in Den Haag vor Gericht.
Quelle: AFP
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Bei aller Liebe. Aber diesem Mann auch nur eine Träne hinterherzuweinen, ist ja geradezu geisteskrank.
Erstens ist noch nicht klar, wie er gestorben ist. Danach kann man urteilen. Wenn er doch, wie Du schreibst, "hinterrücks feige in seiner Zelle ermordet wurde" kann ich nur sagen, da hab ich leider grade mal kein Mitleid mit jemand, der tausende Zivilisten mindestens genauso feige und wehrlos hat abknallen lassen.
Das ist geradezu absurd, was Du hier abziehst an Weltverschwörungstheorien.
Neenee, ist klar. Der Gerichtshof der Vereinten Nationen hat ihn hinterrücks in seiner Zelle ermordet, weil der Prozess aussichtlos war. Der 11. September ging auch nicht auf das Konto der Moslems, sondern auf das von Börsenspekulanten. Die Illuminaten haben die Macht und Adolf Hitler gab es nie.
Erstens ist noch nicht klar, wie er gestorben ist. Danach kann man urteilen. Wenn er doch, wie Du schreibst, "hinterrücks feige in seiner Zelle ermordet wurde" kann ich nur sagen, da hab ich leider grade mal kein Mitleid mit jemand, der tausende Zivilisten mindestens genauso feige und wehrlos hat abknallen lassen.
Das ist geradezu absurd, was Du hier abziehst an Weltverschwörungstheorien.
Neenee, ist klar. Der Gerichtshof der Vereinten Nationen hat ihn hinterrücks in seiner Zelle ermordet, weil der Prozess aussichtlos war. Der 11. September ging auch nicht auf das Konto der Moslems, sondern auf das von Börsenspekulanten. Die Illuminaten haben die Macht und Adolf Hitler gab es nie.
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Tüten-Tim
Man kann es auch ins lächerliche ziehen... Kroaten, Bosniaken und Kosovoalbaner waren genauso wenig Gutmenschen. Ich bestreite ja nicht, dass Milosevic ein Verbrecher ist. Leider hab ich es noch nicht bis nach Srebrenica geschafft (kommt aber noch), aber in Sarajevo und Beograd hab ich gesehen, welches Leid da JEDE Volksgruppe der anderen zugeführt hat. Naja, und 11. September ist eh ne Sache für sich...G.Regor hat geschrieben:Bei aller Liebe. Aber diesem Mann auch nur eine Träne hinterherzuweinen, ist ja geradezu geisteskrank.
Erstens ist noch nicht klar, wie er gestorben ist. Danach kann man urteilen. Wenn er doch, wie Du schreibst, "hinterrücks feige in seiner Zelle ermordet wurde" kann ich nur sagen, da hab ich leider grade mal kein Mitleid mit jemand, der tausende Zivilisten mindestens genauso feige und wehrlos hat abknallen lassen.
Das ist geradezu absurd, was Du hier abziehst an Weltverschwörungstheorien.
Neenee, ist klar. Der Gerichtshof der Vereinten Nationen hat ihn hinterrücks in seiner Zelle ermordet, weil der Prozess aussichtlos war. Der 11. September ging auch nicht auf das Konto der Moslems, sondern auf das von Börsenspekulanten. Die Illuminaten haben die Macht und Adolf Hitler gab es nie.
Und Weltverschwörung, naja... Als ob USA, NATO, EU etc. unfehlbar wären... Genauso wenig wie die Serben unfehlbar sind.
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es geht aber nicht um USA, NATO, EU sondern um herrn milosevic.Tüten-Tim hat geschrieben:Und Weltverschwörung, naja... Als ob USA, NATO, EU etc. unfehlbar wären... Genauso wenig wie die Serben unfehlbar sind.
und wer behauptet, der sei zu unrecht in diesem gefängnis gewesen, hat meiner ansicht nach ein problem. und - wie schon gesagt - man muss dem alten herrn auch keine träne hinterher weinen.
und alles andere ist folklore.
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wenn ich hier so lese muss ich einfach etwas schreiben!denn was hier für sachen geschrieben werden die hört man nicht mal beim jugendgericht!
milosevic wurde getötet! und USA,NATO usw haben ihre fingern mit drin! wenn ihr nur ein bischen was von dem ganzen was passiert ist wissen würded dann würdet ihr auch nicht so sachen schreiben. und bei jedem scheiss ist es ja das einfachste den serben die schuld zu geben!
milosevic wurde getötet! und USA,NATO usw haben ihre fingern mit drin! wenn ihr nur ein bischen was von dem ganzen was passiert ist wissen würded dann würdet ihr auch nicht so sachen schreiben. und bei jedem scheiss ist es ja das einfachste den serben die schuld zu geben!
- Martin
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jaja immer die bösen amis :D ich glaub des ist denen scheiss egal, was aus nem milosevic wird. bis zu seinem tod, hat man von ihm eh nix mehr gehört und er war längst in vergessenheit geraten. wird wohl kein einzigen grund geben, warum man ihn hätte töten sollenseselj hat geschrieben:wenn ich hier so lese muss ich einfach etwas schreiben!denn was hier für sachen geschrieben werden die hört man nicht mal beim jugendgericht!
milosevic wurde getötet! und USA,NATO usw haben ihre fingern mit drin! wenn ihr nur ein bischen was von dem ganzen was passiert ist wissen würded dann würdet ihr auch nicht so sachen schreiben. und bei jedem scheiss ist es ja das einfachste den serben die schuld zu geben!
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Tüten-Tim
@Martin: Naja, dass Du südosteuropäische Fußballspieler gern unter dem Allgemeinbegriff "Balkan-Kicker" zusammen fasst, spricht entweder für a) erhebliche westliche Arroganz oder b) keine Ahnung. Ich streite einfach mal ab, dass sich die meisten hier schon übermäßig mit den Balkan-Konflikten befasst haben, geschweige denn schon mal vor Ort waren (Urlaub an der kroatischen Küste zählt nicht). Dann ist natürlich auch klar, dass Milosevic in Vergessenheit geraten ist, wenn man sich nicht großartig mit der Thematik befasst. Ich denke aber, dass hier zwei unterschiedliche Blickwinkel aufeinander prallen: Eine westlich-konservative und eine weltoffene.
@SAUNASAKRAST: Nicht zu Unrecht hinter Gittern, aber im falschen Land. Was außerdem gerne in diesem Bezug vernachlässigt wird: Es gab auch führende bosniakische und vor allem kroatische Köpfe, die ebenfalls Massaker angerichtet haben und weltweit gesucht werden, von den Kroaten aber abgöttisch verehrt und im Land versteckt werden.
@SAUNASAKRAST: Nicht zu Unrecht hinter Gittern, aber im falschen Land. Was außerdem gerne in diesem Bezug vernachlässigt wird: Es gab auch führende bosniakische und vor allem kroatische Köpfe, die ebenfalls Massaker angerichtet haben und weltweit gesucht werden, von den Kroaten aber abgöttisch verehrt und im Land versteckt werden.
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Überlinger
Eben! Zumal nach dem Bosnienkrieg nie wirklich klärt wurde ob die Befehle für Massenerschießungen wirklich von Milosevic angeordnet wurden!Tüten-Tim hat geschrieben:...Nicht zu Unrecht hinter Gittern, aber im falschen Land. Was außerdem gerne in diesem Bezug vernachlässigt wird: Es gab auch führende bosniakische und vor allem kroatische Köpfe, die ebenfalls Massaker angerichtet haben und weltweit gesucht werden, von den Kroaten aber abgöttisch verehrt und im Land versteckt werden.
Milosevic hat ohne Zweifel großes Leid über sein Volk gebracht, da sie während seiner Herrschaft völlig verarmt sind und viele Familienväter in den Kriegen umkamen. Während sich Slowenien und Kroatien prächtig entwickeln tritt Serbien mehr oder weniger auf der Stelle. Das mag vielleicht zum Teil auch eine Mentalitätsfrage sein, aber zum Großteil ist es die Schuld von Milosevic und seiner Partei, die die 4 Kriege in den 90er zu verantworten haben.
Wenn also die Serben ihn für einen Verbrecher halten, hätten sie ihn verurteilen sollen und nicht die Uno (& NATO) die bei ihren Einsätzen auf dem Balkan mehr als versagt haben und deren Kommandeure ebenfalls Kriegsverbrecher sind!
ich stimme tüten tim voll und ganz zu!
die amis haben ihn nicht vergessen den er hat sich gegen ihr einmischen gewehrt (zu recht) und getötet haben sie ihn weil sie ihm nichts nachweisen konnten!
zum glück ist jetzt milosevics sohn nach holland mit einem team von russischen ärzten und die werden euch allen beweisen das es mord war. ich würde nicht mal nen hund nach den haag schicken!
die amis haben ihn nicht vergessen den er hat sich gegen ihr einmischen gewehrt (zu recht) und getötet haben sie ihn weil sie ihm nichts nachweisen konnten!
zum glück ist jetzt milosevics sohn nach holland mit einem team von russischen ärzten und die werden euch allen beweisen das es mord war. ich würde nicht mal nen hund nach den haag schicken!
seselj hat geschrieben:...
zum glück ist jetzt milosevics sohn nach holland mit einem team von russischen ärzten und die werden euch allen beweisen das es mord war. ich würde nicht mal nen hund nach den haag schicken!
Hoffentlich bleibt bei einer solchen Untersuchung genausowenig die Objektivität auf der Strecke, wie bei der Obduktion durch den "Westen" (diese wurde übrigens unter anderem durch einen serbischen Arzt durchgeführt)
- G.Regor
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Der Gerichtshof in Den Haag ist von den Vereinten Nationen, denen mehr oder weniger alle Länder der Welt angehören, für genau solche Fälle eingerichtet worden.
Er ist dazu autorisiert, des Kriegsverbrechens verdächtige Menschen vor Gericht zu stellen. Punkt.
Ihn in Belgrad vor Gericht stellen zu wollen ist schlicht Humbug. Schliesslich geht es nicht um Verbrechen an der eigenen Bevölkerung (wie z.B. Saddam, der folgerichtig im eigenen Land vor Gericht steht), sondern an der Bevölkerung (heutiger) anderer Länder. Und wenn, dann müsste er ja in Kroatien und Bosnien vor Gericht. Um genau das zu verhindern, gibt es den internationalen Gerichtshof.
Ich verstehe überhaupt nicht, was es daran zu diskutieren gibt!?
Er ist dazu autorisiert, des Kriegsverbrechens verdächtige Menschen vor Gericht zu stellen. Punkt.
Ihn in Belgrad vor Gericht stellen zu wollen ist schlicht Humbug. Schliesslich geht es nicht um Verbrechen an der eigenen Bevölkerung (wie z.B. Saddam, der folgerichtig im eigenen Land vor Gericht steht), sondern an der Bevölkerung (heutiger) anderer Länder. Und wenn, dann müsste er ja in Kroatien und Bosnien vor Gericht. Um genau das zu verhindern, gibt es den internationalen Gerichtshof.
Ich verstehe überhaupt nicht, was es daran zu diskutieren gibt!?
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