Änderung von Artikel 55 des FIFA-Disziplinarreglements
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Änderung von Artikel 55 des FIFA-Disziplinarreglements
Punkteabzug, Sperre, Ausschluss - FIFA will durchgreifen
16.03.2006
Bei rassistischen Vergehen werden
Fußball-Teams künftig hart bestraft
Zürich (ddp). Rassistische und diskriminierende Vorfälle im Fußball sollen künftig hart bestraft werden. Die Massnahmen reichen je nach Fall von Spielsperren über Punkteabzug bis hin zum Wettbewerbsausschluss eines Teams. Das Exekutivkomitee des Weltfußballverbandes FIFA hat dazu am Donnerstag in Zürich auf Antrag des FIFA-Präsidenten Josef Blatter eine Änderung von Artikel 55 des FIFA-Disziplinarreglements genehmigt.
Zuletzt hatten in Spaniens höchster Spielklasse Anhänger von Real Saragossa Torjäger Samuel Eto'o vom FC Barcelona vor wenigen Wochen mit rassistischen Parolen so beleidigt, daß der Kameruner nicht mehr weiter spielen wollte. Auch aus der italienischen Serie A gab es jüngst immer wieder solche Vorkomnisse zu berichten.
Die Konföderationen und Mitgliedsverbände sind nun durch den geänderten Artikel dazu verpflichtet, die genannten Bestimmungen in ihre Reglemente aufzunehmen. Bei Missachtung dieser Bestimmung kann der betreffende Verband für zwei Jahre vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
«Ich habe auch im Namen der FIFA wiederholt meine klare Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung zum Ausdruck gebracht, doch die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass wir dringend gemeinsam noch härtere Massnahmen ergreifen müssen, um dieses Übel aus dem Fussball zu verbannen. Ich freue mich deshalb ausserordentlich, dass die Fussballfamilie und das FIFA-Exekutivkomitee heute einen grossen Schritt in diese Richtung getan haben», erklärte der FIFA-Präsident.
16.03.2006
Bei rassistischen Vergehen werden
Fußball-Teams künftig hart bestraft
Zürich (ddp). Rassistische und diskriminierende Vorfälle im Fußball sollen künftig hart bestraft werden. Die Massnahmen reichen je nach Fall von Spielsperren über Punkteabzug bis hin zum Wettbewerbsausschluss eines Teams. Das Exekutivkomitee des Weltfußballverbandes FIFA hat dazu am Donnerstag in Zürich auf Antrag des FIFA-Präsidenten Josef Blatter eine Änderung von Artikel 55 des FIFA-Disziplinarreglements genehmigt.
Zuletzt hatten in Spaniens höchster Spielklasse Anhänger von Real Saragossa Torjäger Samuel Eto'o vom FC Barcelona vor wenigen Wochen mit rassistischen Parolen so beleidigt, daß der Kameruner nicht mehr weiter spielen wollte. Auch aus der italienischen Serie A gab es jüngst immer wieder solche Vorkomnisse zu berichten.
Die Konföderationen und Mitgliedsverbände sind nun durch den geänderten Artikel dazu verpflichtet, die genannten Bestimmungen in ihre Reglemente aufzunehmen. Bei Missachtung dieser Bestimmung kann der betreffende Verband für zwei Jahre vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
«Ich habe auch im Namen der FIFA wiederholt meine klare Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung zum Ausdruck gebracht, doch die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass wir dringend gemeinsam noch härtere Massnahmen ergreifen müssen, um dieses Übel aus dem Fussball zu verbannen. Ich freue mich deshalb ausserordentlich, dass die Fussballfamilie und das FIFA-Exekutivkomitee heute einen grossen Schritt in diese Richtung getan haben», erklärte der FIFA-Präsident.
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Überlinger
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Wenn die nationalen Verbände diese Probleme nicht auf die Reihe kriegen muss die Fifa als Dachverband entsprechende Regelungen auf den Weg bringen.
Durch solche Fälle wird der Ruf des Fußballs beschädigt. Und deshalb hat die Fifa entgegenzuwirken. Wo ist das Problem?
Gesellschaftliche Probleme sind mit Gesetzen nicht zu lösen, richtig. Aber Gesetze regeln nun einmal das Zusammenleben einer Gesellschaft.
Soll die Fifa etwa nichts unternehmen?
Durch solche Fälle wird der Ruf des Fußballs beschädigt. Und deshalb hat die Fifa entgegenzuwirken. Wo ist das Problem?
Gesellschaftliche Probleme sind mit Gesetzen nicht zu lösen, richtig. Aber Gesetze regeln nun einmal das Zusammenleben einer Gesellschaft.
Soll die Fifa etwa nichts unternehmen?
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!
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Überlinger
Die Fifa soll schon etwas unternehmen. Aber wenn, dann soll sie ne Aktion machen, die dann um den ganzen Globus herum stattfindet!
Aber das würde ja, im Gegensatz zum Verhängen von Strafen, die Fifa Geld kosten. Es wird also nicht zum Lösen des Problems beigetragen, sondern es findet eine Verlagerung des Problems statt. Dann wird ein schwarzer Spieler halt beim Einkaufen im Supermarkt von den Fans beleidigt! Und wo ist da jetzt das Problem gelöst?
Das Stadion ist kein seperater Raum, dort spiegeln sich lediglich die Zustände in der Gesellschaft wieder!
Aber das würde ja, im Gegensatz zum Verhängen von Strafen, die Fifa Geld kosten. Es wird also nicht zum Lösen des Problems beigetragen, sondern es findet eine Verlagerung des Problems statt. Dann wird ein schwarzer Spieler halt beim Einkaufen im Supermarkt von den Fans beleidigt! Und wo ist da jetzt das Problem gelöst?
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- McVillager
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Die Fifa ist aber nur für den Fußball zuständig. Sie darf oder sollte sich in die Politik genauso wenig einmischen wie die Politik in den Fußball. Was würde denn z. B. Berlusconi sagen, wenn die Fifa ihm vorschreiben würde, er solle endlich was gegen Rassismus tun. Oder Achmedingsbums im Iran gegen Antisemitismus. So viel macht hat auch die Fifa nicht.
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- G.Regor
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Es ist aber Unsinn Vereine für ihre Fans zu bestrafen.
Wo soll das bitte anfangen und wo aufhören? Ich bleibe dabei: Bürokratischer Bullshit allererster Güte.
Wenn der gegnerische Torwart weiss ist, darf ich ihn beleidigen, wenn er schwarz ist, dann nicht?
Was machst Du denn, wenn sagen wir Bielefeld 0:3 hinten liegt und plötzlich sagt der Kollege Boakye dem Schiri, dass er dauernd rassistisch beleidigt wird beim Einwurf und deshalb nicht mehr weiterspielt.
Ist "Schwarze Sau" rassistisch?
Meine Herrn, es ist doch unglaublich, wie dieses Thema dauernd aufgebauscht wird.
Wo soll das bitte anfangen und wo aufhören? Ich bleibe dabei: Bürokratischer Bullshit allererster Güte.
Wenn der gegnerische Torwart weiss ist, darf ich ihn beleidigen, wenn er schwarz ist, dann nicht?
Was machst Du denn, wenn sagen wir Bielefeld 0:3 hinten liegt und plötzlich sagt der Kollege Boakye dem Schiri, dass er dauernd rassistisch beleidigt wird beim Einwurf und deshalb nicht mehr weiterspielt.
Ist "Schwarze Sau" rassistisch?
Meine Herrn, es ist doch unglaublich, wie dieses Thema dauernd aufgebauscht wird.
***Abteilung Ostafrika***
- Ralphonso
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gute beispiel, dass die idiotie klar aufdecktG.Regor hat geschrieben: Was machst Du denn, wenn sagen wir Bielefeld 0:3 hinten liegt und plötzlich sagt der Kollege Boakye dem Schiri, dass er dauernd rassistisch beleidigt wird beim Einwurf und deshalb nicht mehr weiterspielt.
imho ja, aber da sollen sich bessere menschen ein urteil bilden ;)G.Regor hat geschrieben: Ist "Schwarze Sau" rassistisch?
zum thema und wohl auch ne erwähnung wert:
http://www.mdr.de/sport/fussball_ol/
in der stz von heute stand glaub ich noch, dass der spieler nach seiner aktion von zuschauern noch körperlich angegangen wurde...
einfach am sack die leute...
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- Jürgen K.
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UEFA im Kampf gegen Rassismus gefordert
Die UEFA ist gefordert - (c) AFP
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) ist im Kampf gegen den Rassismus gefordert und soll künftig Bekenntnisse und Maßnahmen gegen Rassismus seitens der Klubs in ihre Lizenzierungs-Richtlinien für Vereine aufnehmen. Das war die zentrale Forderung der vier Arbeitskreise bei der 2. Anti-Rassismus-Konferenz, zu der die UEFA rund 300 Teilnehmer nach Barcelona eingeladen hatte. Erwartungsgemäß verlangten Organisationen wie FARE (Football against Racisme in Europe) auch finanzielle Unterstützung bei ihrer Arbeit durch den "reichen" europäischen Kontinentalverband.
Nicht einigen konnten sich die Teilnehmer auf eine Definition, was als Rassismus oder Diskriminierung im weiteren Sinn definiert werden soll. UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olssen sagte nach Konferenzschluss zum Sport-Informations-Dienst (sid): "Die Deutschen sind da - wahrscheinlich auch aufgrund ihrer Geschichte - sehr sensibel. Andere Länder behandeln das Problem leider viel großzügiger."
Alfred Sengle, als Sicherheitsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch Teilnehmer der Konferenz: "Wir haben zwar nicht die Auswüchse wie in einigen süd- oder osteuropäischen Ländern. Aber selbstverständlich haben wir auch in Deutschland ein Rassismus-Problem, vor dem wir die Augen nicht verschließen durfen." Das letzte aktuelle Beispiel: Cottbus-Fans, die Dynamo Dresden per Spruchband diffamieren. DFB und Polizei haben, jeder auf seine Art, Ermittlungen aufgenommen.
Oder jenes rund ein Dutzend umfassender, in schwarz gekleideter Gestalten, die beim Länderspiel Frankreich - Deutschland die Außentreppe des Stade de France stürmten und grölten. Sengle: "Gott sei Dank haben das die Medien, weil sie schon im Innenbereich waren, nicht mitbekommen. Das hätte wieder einen Skandal gegeben."
Rainer Koch, Vorsitzender des DFB-Sportgerichtes und Mitglied in entsprechenden UEFA-Institutionen: "Bei solchen Fällen habe ich keine Toleranz. Nicht Null, sondern null Komma null Prozent." In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des bayerischen Fußball-Verbandes beorderte er Beobachter zu einem Bayern-Ligisten, der im Verdacht stand, Fans aus der Neo-Nazi-Szene zu dulden. Und er rief in seinem Landesverband Vereine zur Ordnung, deren Jugendspieler durch rassistische Bemerkungen auffällig geworden waren. Koch: "Die wissen vielleicht gar nicht, was sie da sagen. Aber wir müssen den Anfängen wehren."
Der DFB verteilte auf der Konferenz in Barcelona ein mehrseitiges Flugblatt, auf dem er seine Kleinarbeit gegen Rassismus in den letzten drei Jahren dokumentierte. Video-Clips von Sönke Wortmann, Julius Hirsch-Preis, Buchpräsentation "Fußball unterm Hakenkreuz", Rudi Völler und die Aktion "Schule machen gegen Gewalt" sind nur ein kleines Beispiel der unprätentiösen, aber beeindruckenden Dokumentation.
Ein besonderes Lob erntete in Barcelona Schalke 04. Die "Königsblauen" hatten vor wenigen Jahren ihre Satzung geändert und soziale Integration sowie das Vermeiden von Ausgrenzung offiziell in ihre Statuten aufgenommen. Auf Schalke bekennt man sich dazu, mehr zu sein als eine Kapitalgesellschaft. Dieses Engagement wurde von den Delegierten als beispielhaft herausgehoben.
(c) sid
http://www.fussballportal.de/vermischte ... ordert.php
Die UEFA ist gefordert - (c) AFP
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) ist im Kampf gegen den Rassismus gefordert und soll künftig Bekenntnisse und Maßnahmen gegen Rassismus seitens der Klubs in ihre Lizenzierungs-Richtlinien für Vereine aufnehmen. Das war die zentrale Forderung der vier Arbeitskreise bei der 2. Anti-Rassismus-Konferenz, zu der die UEFA rund 300 Teilnehmer nach Barcelona eingeladen hatte. Erwartungsgemäß verlangten Organisationen wie FARE (Football against Racisme in Europe) auch finanzielle Unterstützung bei ihrer Arbeit durch den "reichen" europäischen Kontinentalverband.
Nicht einigen konnten sich die Teilnehmer auf eine Definition, was als Rassismus oder Diskriminierung im weiteren Sinn definiert werden soll. UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olssen sagte nach Konferenzschluss zum Sport-Informations-Dienst (sid): "Die Deutschen sind da - wahrscheinlich auch aufgrund ihrer Geschichte - sehr sensibel. Andere Länder behandeln das Problem leider viel großzügiger."
Alfred Sengle, als Sicherheitsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auch Teilnehmer der Konferenz: "Wir haben zwar nicht die Auswüchse wie in einigen süd- oder osteuropäischen Ländern. Aber selbstverständlich haben wir auch in Deutschland ein Rassismus-Problem, vor dem wir die Augen nicht verschließen durfen." Das letzte aktuelle Beispiel: Cottbus-Fans, die Dynamo Dresden per Spruchband diffamieren. DFB und Polizei haben, jeder auf seine Art, Ermittlungen aufgenommen.
Oder jenes rund ein Dutzend umfassender, in schwarz gekleideter Gestalten, die beim Länderspiel Frankreich - Deutschland die Außentreppe des Stade de France stürmten und grölten. Sengle: "Gott sei Dank haben das die Medien, weil sie schon im Innenbereich waren, nicht mitbekommen. Das hätte wieder einen Skandal gegeben."
Rainer Koch, Vorsitzender des DFB-Sportgerichtes und Mitglied in entsprechenden UEFA-Institutionen: "Bei solchen Fällen habe ich keine Toleranz. Nicht Null, sondern null Komma null Prozent." In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des bayerischen Fußball-Verbandes beorderte er Beobachter zu einem Bayern-Ligisten, der im Verdacht stand, Fans aus der Neo-Nazi-Szene zu dulden. Und er rief in seinem Landesverband Vereine zur Ordnung, deren Jugendspieler durch rassistische Bemerkungen auffällig geworden waren. Koch: "Die wissen vielleicht gar nicht, was sie da sagen. Aber wir müssen den Anfängen wehren."
Der DFB verteilte auf der Konferenz in Barcelona ein mehrseitiges Flugblatt, auf dem er seine Kleinarbeit gegen Rassismus in den letzten drei Jahren dokumentierte. Video-Clips von Sönke Wortmann, Julius Hirsch-Preis, Buchpräsentation "Fußball unterm Hakenkreuz", Rudi Völler und die Aktion "Schule machen gegen Gewalt" sind nur ein kleines Beispiel der unprätentiösen, aber beeindruckenden Dokumentation.
Ein besonderes Lob erntete in Barcelona Schalke 04. Die "Königsblauen" hatten vor wenigen Jahren ihre Satzung geändert und soziale Integration sowie das Vermeiden von Ausgrenzung offiziell in ihre Statuten aufgenommen. Auf Schalke bekennt man sich dazu, mehr zu sein als eine Kapitalgesellschaft. Dieses Engagement wurde von den Delegierten als beispielhaft herausgehoben.
(c) sid
http://www.fussballportal.de/vermischte ... ordert.php
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Fußball 2006-01-24
UEFA: Schiedsrichter können und sollen Spiele bei rassistischen Sprechchören abbrechen
Sobald der Anpfiff ertönt, haben Schiedsrichter die Kontrolle über ein Fußballspiel - und damit die Autorität, um bei rassistischen Vorfällen auf oder neben dem Spielfeld einzugreifen.
Bei der zweiten europaweiten Anti-Rassismus-Konferenz am 1. Februar in Barcelona werden Europas Unparteiische durch den Dänen Kim Milton Nielsen, einen der besten Schiedsrichter des Kontinents, vertreten. Die Konferenz wird von der UEFA zusammen mit dem Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) und dem Spanischen Fußballverband (RFEF) organisiert. Als Gastgeber fungiert der FC Barcelona.
Die Schiedsrichter sind mittlerweile dazu ermächtigt, Spiele bei rassistischen Vorfällen zu unterbrechen. Genau dies tat der Niederländer René Temmink im Oktober 2004 bei der Partie zwischen ADO Den Haag und dem PSV Eindhoven. Zehn Minuten vor Schluss brach er das Spiel ab, nachdem von der Tribüne antisemitische Parolen erklungen waren.
Für diese beherzte Maßnahme erhielt Temmink viel Lob, nicht nur von seinen Kollegen, sondern auch von hochrangigen niederländischen Politikern sowie von der UEFA. "Manchmal muss man halt unpopuläre Entscheidungen treffen", sagte Temmink, der mittlerweile nicht mehr auf europäischer Bühne pfeift. "Ich konnte diese Vorfälle nicht akzeptieren und musste dementsprechend handeln."
"Die Fans beschimpften andere Anhänger, die Spieler und auch mich", meinte er weiter. "Ich habe den Stadionsprecher zwei oder drei Mal gebeten, die Leute zur Vernunft zu ermahnen, aber es änderte sich nichts, daher musste ich eingreifen - und die Partie abbrechen. Jeder war froh über meine Entscheidung - der niederländische Innenminister lobte mich dafür. Ich denke, dadurch hat jeder aufgezeigt bekommen, dass es gewisse Grenzen gibt, die man nicht überschreiten darf."
"René Temmink hat ein Exempel statuiert", sagte William Gaillard, UEFA-Direktor für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. "Er hat einen fantastischen Job gemacht, als er diesen hässlichen Vorfällen ausgesetzt war."
"Schiedsrichter leiten ein Spiel vom Anpfiff an und können dieses abbrechen, so wie es Temmink getan hat", meinte Gaillard weiter. "Es ist die Pflicht des Schiedsrichters, die FIFA hat bestätigt, dass dies in der Macht der Unparteiischen liegt."
Mitteilung der Europäischen Fußball Union (UEFA)
UEFA: Schiedsrichter können und sollen Spiele bei rassistischen Sprechchören abbrechen
Sobald der Anpfiff ertönt, haben Schiedsrichter die Kontrolle über ein Fußballspiel - und damit die Autorität, um bei rassistischen Vorfällen auf oder neben dem Spielfeld einzugreifen.
Bei der zweiten europaweiten Anti-Rassismus-Konferenz am 1. Februar in Barcelona werden Europas Unparteiische durch den Dänen Kim Milton Nielsen, einen der besten Schiedsrichter des Kontinents, vertreten. Die Konferenz wird von der UEFA zusammen mit dem Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) und dem Spanischen Fußballverband (RFEF) organisiert. Als Gastgeber fungiert der FC Barcelona.
Die Schiedsrichter sind mittlerweile dazu ermächtigt, Spiele bei rassistischen Vorfällen zu unterbrechen. Genau dies tat der Niederländer René Temmink im Oktober 2004 bei der Partie zwischen ADO Den Haag und dem PSV Eindhoven. Zehn Minuten vor Schluss brach er das Spiel ab, nachdem von der Tribüne antisemitische Parolen erklungen waren.
Für diese beherzte Maßnahme erhielt Temmink viel Lob, nicht nur von seinen Kollegen, sondern auch von hochrangigen niederländischen Politikern sowie von der UEFA. "Manchmal muss man halt unpopuläre Entscheidungen treffen", sagte Temmink, der mittlerweile nicht mehr auf europäischer Bühne pfeift. "Ich konnte diese Vorfälle nicht akzeptieren und musste dementsprechend handeln."
"Die Fans beschimpften andere Anhänger, die Spieler und auch mich", meinte er weiter. "Ich habe den Stadionsprecher zwei oder drei Mal gebeten, die Leute zur Vernunft zu ermahnen, aber es änderte sich nichts, daher musste ich eingreifen - und die Partie abbrechen. Jeder war froh über meine Entscheidung - der niederländische Innenminister lobte mich dafür. Ich denke, dadurch hat jeder aufgezeigt bekommen, dass es gewisse Grenzen gibt, die man nicht überschreiten darf."
"René Temmink hat ein Exempel statuiert", sagte William Gaillard, UEFA-Direktor für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. "Er hat einen fantastischen Job gemacht, als er diesen hässlichen Vorfällen ausgesetzt war."
"Schiedsrichter leiten ein Spiel vom Anpfiff an und können dieses abbrechen, so wie es Temmink getan hat", meinte Gaillard weiter. "Es ist die Pflicht des Schiedsrichters, die FIFA hat bestätigt, dass dies in der Macht der Unparteiischen liegt."
Mitteilung der Europäischen Fußball Union (UEFA)
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Tüten-Tim
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Überlinger
Das ganze hat nun ein Nachspiel:mr. blue hat geschrieben:zum thema und wohl auch ne erwähnung wert:
http://www.mdr.de/sport/fussball_ol/
in der stz von heute stand glaub ich noch, dass der spieler nach seiner aktion von zuschauern noch körperlich angegangen wurde...
einfach am sack die leute...
Quelle: kicker.deDFB fordert Bericht vom NOFV an
Der Deutsche Fußball-Bund hat nach den rassistischen Vorfällen am Rande des Fußball-Oberligaspiels zwischen dem Halleschen FC und dem FC Sachsen Leipzig vom Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) eine Stellungnahme angefordert.
Nach Eingang der Stellungnahme, so der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger, "wird zu entscheiden sein, ob und gegebenenfalls in welcher Weise sich der DFB einbringen kann."
Sachsen Leipzigs nigerianischer Spieler Adebowale Ogungbure war während des Spiels von den Tribünen rassistisch geschmäht worden und hatte auf die permanenten Provokationen mit dem Hitlergruß reagiert.
"Ich bin kein Affe, auch kein Bimbo, sondern ein Mensch. In meiner ganzen Karriere wurde ich noch nicht so behandelt wie in dieser Oberliga", erklärte Ogungbure, ehemaliger Bundesligaspieler des 1. FC Nürnberg (drei Einsätze in der Saison 2001/02).
Ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler wegen des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole wurde unterdessen von der Staatsanwaltschaft Halle eingestellt, weil Ogungbures Verhalten als Protest und nicht als Verherrlichung einer verbotenen Organisation gewertet wurde.
Die Polizei will stattdessen per Videoauswertung jene Zuschauer ermitteln, die den Spieler beleidigt und später auch handgreiflich angegriffen haben.
Theo Zwanziger betonte, dass der DFB in den vergangenen Jahren die anti-rassistische Arbeit in den Landesverbänden und Aktionen zur Gewaltprävention intensiv gefördert und verstärkt habe. "Obwohl bei durchschnittlich 80.000 Fußball-Spielen am Wochenende in Deutschland solche Auffälligkeiten wie in Halle nur selten vorkommen, finden sie trotzdem unsere höchste Beachtung", erklärte Zwanziger.
Der NOFV will die Vorfälle von Halle zum Thema einer Sportgerichtsverhandlung machen, wo auch die offenbar unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen zur Sprache kommen sollen. Der Leiter Spielbetrieb im NOFV, Wilfried Riemer, kündigte Absprachen mit dem DFB an, nachdem dort der mittlerweile abgeschickte Sonderbericht ausgewertet worden ist.
Während NOFV die Vorfälle also vor das Sportgericht bringt und die Regelungen zu Stadionverboten verschärfen will (bisher gelten Stadionverbote für bekannt gewaltbereite Fans nur bis zur Regionalliga), kritisierte FC Sachsen-Präsident Rolf Heller die Polizei in Halle. Diese habe nach seiner Aussage weggesehen, als ein so genannter Anhänger mehrfach eine rechtsradikale Parole gerufen habe. "Das Weggucken der Polizei ist bedenklich", sagte Heller in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstag.
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Fifa droht mit Zwangsabstieg
Die rassistischen Anfeindungen gegen den Fußballspieler Adebowale Ogungbure ziehen weitere Kreise. Heute hat sich der Fußball-Weltverband zu den Vorkommnissen geäußert und harte Sanktionen angekündigt, sollten die Vereine nichts gegen fremdenfeindliche Vorfälle unternehmen.
Leipzig - Fifa-Generalsekretär Urs Linsi verwies im Zusammenhang mit den Übergriffen auf den Spieler des Oberligisten Sachsen Leipzig auf den neuen Strafenkatalog des Verbandes hin, der auch in den unteren Spielklassen gilt. Danach drohen Vereinen Punktabzug, Platzsperren oder sogar der Zwangsabstieg.
Linsi hat in dieser Woche einen Brief an alle Verbände verschickt, in dem er die Umsetzung der neuen Regel fordert. Als Zeitvorgabe gilt der 1. Juli. Anlass der Regelverschärfung waren vor allem rassistische Vorfälle in Spanien und Italien. "Aber natürlich werden wir auch darauf achten, dass so etwas in der vierten deutschen Liga bestraft wird", sagte Linsi dem "Tagesspiegel". Bislang waren Sanktionen gegen Rassismus von der Oberliga abwärts Sache der Landesverbände und nicht des DFB.
Der nigerianische Stürmer Ogungbure war am vergangenen Samstag bei der Oberliga-Begegnung beim Halleschen FC von der Tribüne rassistisch beleidigt worden und hatte auf die permanenten Provokationen mit dem Hitlergruß reagiert. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler wegen des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft Halle eingestellt, weil Ogungbures Verhalten als Protest und nicht als Verherrlichung einer verbotenen Organisation gewertet wurde.
"Es war nicht das erste Mal, dass ich beschimpft wurde. Doch bislang habe ich mich auf mein Spiel konzentriert. So schlimm wie in Halle war es aber noch nie. Das tut weh", sagte Ogungbure. Furcht vor weiteren Übergriffen hat der 24-Jährige vor dem Heimspiel der Leipziger am Sonntag gegen Plauen nicht. "Ich kenne keine Angst. Ich habe immer versucht, gegen Rassismus zu kämpfen, und werde das auch weiterhin machen. Ich bin stolz, dass der Verein und unsere Fans dabei hinter mir stehen. Hier habe ich eine Familie gefunden", sagte der Nigerianer.
mig/dpa/ddp/sid
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0, ... 88,00.html
Die rassistischen Anfeindungen gegen den Fußballspieler Adebowale Ogungbure ziehen weitere Kreise. Heute hat sich der Fußball-Weltverband zu den Vorkommnissen geäußert und harte Sanktionen angekündigt, sollten die Vereine nichts gegen fremdenfeindliche Vorfälle unternehmen.
Leipzig - Fifa-Generalsekretär Urs Linsi verwies im Zusammenhang mit den Übergriffen auf den Spieler des Oberligisten Sachsen Leipzig auf den neuen Strafenkatalog des Verbandes hin, der auch in den unteren Spielklassen gilt. Danach drohen Vereinen Punktabzug, Platzsperren oder sogar der Zwangsabstieg.
Linsi hat in dieser Woche einen Brief an alle Verbände verschickt, in dem er die Umsetzung der neuen Regel fordert. Als Zeitvorgabe gilt der 1. Juli. Anlass der Regelverschärfung waren vor allem rassistische Vorfälle in Spanien und Italien. "Aber natürlich werden wir auch darauf achten, dass so etwas in der vierten deutschen Liga bestraft wird", sagte Linsi dem "Tagesspiegel". Bislang waren Sanktionen gegen Rassismus von der Oberliga abwärts Sache der Landesverbände und nicht des DFB.
Der nigerianische Stürmer Ogungbure war am vergangenen Samstag bei der Oberliga-Begegnung beim Halleschen FC von der Tribüne rassistisch beleidigt worden und hatte auf die permanenten Provokationen mit dem Hitlergruß reagiert. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler wegen des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft Halle eingestellt, weil Ogungbures Verhalten als Protest und nicht als Verherrlichung einer verbotenen Organisation gewertet wurde.
"Es war nicht das erste Mal, dass ich beschimpft wurde. Doch bislang habe ich mich auf mein Spiel konzentriert. So schlimm wie in Halle war es aber noch nie. Das tut weh", sagte Ogungbure. Furcht vor weiteren Übergriffen hat der 24-Jährige vor dem Heimspiel der Leipziger am Sonntag gegen Plauen nicht. "Ich kenne keine Angst. Ich habe immer versucht, gegen Rassismus zu kämpfen, und werde das auch weiterhin machen. Ich bin stolz, dass der Verein und unsere Fans dabei hinter mir stehen. Hier habe ich eine Familie gefunden", sagte der Nigerianer.
mig/dpa/ddp/sid
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30.03.06 – Hallescher FC distanziert sich von Rassismus und Gewalt! Einnahmen aus dem Spiel gegen den FC Hansa Rostock gehen an ein entsprechendes Präventionsprojekt
Zum Oberligapunktspiel unseres Halleschen FC gegen den FC Sachsen Leipzig am Samstag, den 25.03.2006 kam es während des Spiels und nach Spielende zu unschönen Szenen im Kurt-Wabbel-Stadion.
Die Mitglieder, Anhänger, Sponsoren und Freunde des Halleschen Fußballclubs entschuldigen sich ausdrücklich bei dem Spieler Adebowale Ogungbure für ihm von einzelnen, sogenannten „Fans“ gegenüber geäußerte rassistische Beleidigungen und die Übergriffe nach Spielende, bringen hiermit ihre tiefe Bestürzung darüber zum Ausdruck und distanzieren sich nachhaltig von diesen Vorfällen in ihrer Gesamtheit.
Als Sportverein und damit als Teil unserer Gesellschaft rufen wir dazu auf, gewaltbereitem Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit mit friedlichen, demokratischen Mitteln zu begegnen!
Durch unser Engagement wollen wir deutlich machen, dass wir gegen organisierten und latenten Extremismus in all seinen Erscheinungsformen in unserem Land sind.
Wir wollen deshalb nicht schweigen und bitten alle, dazu auch ihren eigenen, konkreten Beitrag zu leisten.
Die im Halleschen FC verantwortlichen Gremien werden - gemeinsam mit den Ordnungskräften, dem Wachschutz und der Polizei - kurzfristig das bestehende Sicherheitskonzept hinsichtlich praktikabler Lösungsansätze zur zukünftigen Vermeidung ähnlicher Vorfälle weiter verbessern.
Die Nettoeinnahme aus dem Benefizspiel zwischen dem Halleschen FC und seinem Kooperationspartner FC Hansa Rostock am Dienstag, den 23.05.2006 wird einem Präventionsprojekt gegen Rassismus und Gewalt zur Verfügung gestellt.
In weniger als 80 Tagen findet die Fußball-Weltmeisterschaft unter dem Motto
„Die Welt zu Gast bei Freunden“
in Deutschland statt.
Zeigen wir allen, dass Rassismus und Gewalt in unserem Land und seinen Stadien keine Chance haben!
JS/RH