Und weiter geht die muntere Waldhöfer "Tour der Peinlichkeiten" in der Oberligasaison 2005-2006. Frei nach dem Motto "Irgendwann vergraulen wir auch noch den letzten Fan" blamierten sich die Blau-Schwarzen auch beim heutigen Heimauftritt gegen die zweite Vertretung der Stuttgarter Kickers vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit bis auf die Knochen und quittierten völlig verdient die bereits fünfte Heimniederlage der laufenden Spielzeit.
Dabei hatte für die diesmal in den Auswärtstrikots agierende Truppe von Hans Hein eigentlich alles perfekt begonnen. Gerade vier Minuten waren nämlich gespielt, da kam Dirk Schuster nach einer Ecke von der rechten Seite aus ca. 6 Metern zum Kopfball und konnte, von seinem Gegenspieler nahezu unbedrängt, zur frühen Führung einschädeln.
Auch danach blieb der SV Waldhof am Drücker und zeigte zumindest die erste halbe Stunde, zu welchen Leistungen die Mannschaft fähig ist, wenn sie den unbedingten Willen zum Erfolg zeigt und sich auf dem Platz als Einheit präsentiert. Mit schnellem Kurzpass- bzw. Direktspiel wurde das Mittelfeld überbrückt und mit hoher Laufbereitschaft die Gegenspieler bereits frühzeitig attackiert, was zwangsläufig zu weiteren Chancen führte. Die wohl besten Gelegenheiten, bereits frühzeitig die Partie zu entscheiden hatten Georgi Donkov, der aus kurzer Distanz am Keeper der Gäste scheiterte, sowie Alfredo Novaes, dessen Außenrist-Schuss nur knapp neben des Kickers-Gehäuse ging.
Nach ungefähr einer halben Stunde war sie dann jedoch leider vorbei, die Waldhöfer "Zeit des Erwachens", denn ab ca. Spielminute 30 verflachten die Offensivbemühungen der Blau-Schwarzen, die jedoch zu diesem Zeitpunkt noch davon profitierten, dass die Gäste im Spiel nach vorne so gut wie gar nichts zustande brachten. Dies sollte sich jedoch in der zweiten Halbzeit ändern.
Leider ist nicht bekannt, welche Getränke den blau-schwarzen Akteuren in der Halbzeitpause verabreicht werden, nimmt man jedoch die Leistung der nun folgenden 45 Minuten zum Maßstab, könnte man da leicht auf diverse Einschlafhilfen kommen.
Anders lässt es sich nämlich nicht erklären, warum es den Stürmern der Gäste möglich war, in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff gleich dreimal(!) alleine auf Christopher Gäng zuzulaufen. Man konnte zu diesem Zeitpunkt der Partie nur froh sein konnte, dass der junge Schlussmann einen überwiegend glänzenden Tag erwischte und diese Chancen ebenso entschärfte wie kurz darauf nach einer Ecke einen Kopfball aus kurzer Distanz der Marke "unhaltbar".
Spätestens nachdem dann ein Kickers-Akteur nach einem Gäng-Fehler (ließ einen Distanz-Schuss nach vorne prallen) das Leder aus ca. 1 (!) Meter per Gewaltschuss an die Latte setzte, hätte man eigentlich davon ausgehen können, dass die wie im kollektiven Koma agierenden Blau-Schwarzen nun endlich wieder halbwegs in den Wachzustand zurückkehren und zumindest einigermaßen wieder in die Partie finden. Diese Hoffnung der wohl meisten der immerhin offiziell anwesenden 1.372 Zuschauer wurde jedoch nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Akteure um ihren heute (trotz des Tores) wenig überzeugenden Kapitän Dirk Schuster übten sich fortan auch weiterhin darin, den Ball blind und ungenau in die gegnerische Hälfte zu bolzen, nahezu alle Zweikämpfe zu verlieren, grundsätzlich zu weit weg vom Gegenspieler zu stehen und eine Laufbereitschaft an den Tag zu legen wie eine Herde fußlahmer Elefanten. Zusammengefasst: Alibi- und Angsthasen-Fußball erster Güte!
So war es denn auch nicht verwunderlich, dass die Gäste die Partie beherrschten und in Spielminute 65 durch einen Treffer von Mirnes Mesic aus kurzer Distanz nach einem Freistoß zum mehr als verdienten Ausgleich kamen. Auch in der Folgezeit ging das Trauerspiel in Blau-Schwarz munter weiter und mit fortschreitender Spieldauer konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass da wohl nicht alle Akteure mit der richtigen Einstellung auf dem Platz standen. Nur eine Frage der Zeit war somit, wann den Kickers, die auch weiterhin absolut spielbestimmend waren, der Siegtreffer gelingen würde. Fünf Minuten vor dem Abpfiff (besser: der Erlösung aus diesem Grottenkick) war es dann soweit. Wieder war es der eigentlich zum Regionalliga-Kader der "Blauen" zählende Mirnes Mesic, dem es die indiskutable Innenverteidigung (wenn man ein solches Gebilde überhaupt so bezeichnen kann) diesmal erlaubte, aus 5 Metern unbedrängt einzuköpfen.
Waldhof-Kickers II 1:2
-
Überlinger
SVW bricht ein
Nach famoser erster Hälfte fehlt gegen die Kickers die Kraft
Mannheim. Nach Aprilscherzen war nach der gestrigen 1:2 (1:0)-Niederlage des SV Waldhof gegen die Stuttgarter Kickers II niemandem mehr zu Mute. Vielmehr bestimmte Ratlosigkeit nach dem Abpfiff die Gefühlslage der Blau-Schwarzen. Dabei hätte die Oberliga-Partie vor den 1370 Besuchern im Mannheimer Carl-Benz-Stadion schon zur Halbzeit zu Gunsten der Hein-Elf entschieden sein können, wenn nicht sogar müssen. Und doch blieb am Ende den Waldhöfern nur die Rolle des zweiten Siegers.
Die Platzherren erwischten einen Auftakt nach Maß. Gerade vier Minuten waren gespielt, da besorgte Kapitän Dirk Schuster per Kopf nach Novaes-Ecke die frühe 1:0-Führung. Das erste Saisontor des Innenverteidigers gab viel Sicherheit. Waldhof in Durchgang eins klar tonangebend, mit hoher Laufbereitschaft, streckenweise sogar schönem Kombinationsspiel und deutlichen Vorteilen im Zweikampfverhalten, erarbeitete sich weitere Großchancen.
Erst streifte Donkovs Kopfball nach Waldecker-Flanke knapp über die Latte (9.). Dann stand der Bulgare drei Meter und völlig frei vor Kickers-Keeper Salz. Doch beim Versuch, das Leder über die Linie zu drücken, fehlte der Pfeffer - zu lässig das Ganze. Salz konnte klären (12.). Wieder kurz darauf fehlten Novaes aus aussichtsreicher Position nur Zentimeter zum Erfolg (17.). Waldhof-Torhüter Gäng wurde von den Degerlochern bis zur Pause nicht einmal geprüft. Trotz kurzem Durchhänger waren die ersten 45 Minuten die Besten des SVW nach der Winterpause. Zuschauer und Verantwortlichen gaben sich in der Halbzeit zuversichtlich, die Überlegenheit der Mannheimer schien nur einen Sieger zu zulassen.
"Es sieht ganz gut aus", freute sich Michael Rechner beim Gang in die Kabine. Der verletzte Torhüter, der vor wenigen Tagen mit leichtem Aufbautraining wieder begonnen hat, ahnte da noch nicht, dass seinen Teamkameraden in Abschnitt zwei die Puste ausgehen würde. Die Kickers kamen wie verwandelt aus der Pause. Im Minuten-Takt musste Gäng die Knochen hinhalten, vereitelte mit schönen Paraden den Ausgleich. In der 50. Minute hatte er Glück, dass Mesic nur die Latte traf. Dann war auch der 17-Jährige im SVW-Tor chancenlos. Mesic wurde von der Abwehr nicht energisch genug gestört, tauchte frei am Fünf-Meter-Raum auf und ließ sich das Geschenk nicht nehmen - 1:1 (65.). Es kam noch schlimmer: Nach hoher Links-Hereingabe von Marchese war Mesic - diesmal per Kopf - erneut zur Stelle, sorgte für die Entscheidung (85.).
SV Waldhof: Gäng - Waldecker, Schwall, Schuster, Bocchio, Pakel, Yilmaz (55. Leitz), Marschlich, Novaes (84. Oelkuch), Ekoto-Ekoto (84. Walter), Donkov.
Quelle: Sonntag Aktuell
Nach famoser erster Hälfte fehlt gegen die Kickers die Kraft
Mannheim. Nach Aprilscherzen war nach der gestrigen 1:2 (1:0)-Niederlage des SV Waldhof gegen die Stuttgarter Kickers II niemandem mehr zu Mute. Vielmehr bestimmte Ratlosigkeit nach dem Abpfiff die Gefühlslage der Blau-Schwarzen. Dabei hätte die Oberliga-Partie vor den 1370 Besuchern im Mannheimer Carl-Benz-Stadion schon zur Halbzeit zu Gunsten der Hein-Elf entschieden sein können, wenn nicht sogar müssen. Und doch blieb am Ende den Waldhöfern nur die Rolle des zweiten Siegers.
Die Platzherren erwischten einen Auftakt nach Maß. Gerade vier Minuten waren gespielt, da besorgte Kapitän Dirk Schuster per Kopf nach Novaes-Ecke die frühe 1:0-Führung. Das erste Saisontor des Innenverteidigers gab viel Sicherheit. Waldhof in Durchgang eins klar tonangebend, mit hoher Laufbereitschaft, streckenweise sogar schönem Kombinationsspiel und deutlichen Vorteilen im Zweikampfverhalten, erarbeitete sich weitere Großchancen.
Erst streifte Donkovs Kopfball nach Waldecker-Flanke knapp über die Latte (9.). Dann stand der Bulgare drei Meter und völlig frei vor Kickers-Keeper Salz. Doch beim Versuch, das Leder über die Linie zu drücken, fehlte der Pfeffer - zu lässig das Ganze. Salz konnte klären (12.). Wieder kurz darauf fehlten Novaes aus aussichtsreicher Position nur Zentimeter zum Erfolg (17.). Waldhof-Torhüter Gäng wurde von den Degerlochern bis zur Pause nicht einmal geprüft. Trotz kurzem Durchhänger waren die ersten 45 Minuten die Besten des SVW nach der Winterpause. Zuschauer und Verantwortlichen gaben sich in der Halbzeit zuversichtlich, die Überlegenheit der Mannheimer schien nur einen Sieger zu zulassen.
"Es sieht ganz gut aus", freute sich Michael Rechner beim Gang in die Kabine. Der verletzte Torhüter, der vor wenigen Tagen mit leichtem Aufbautraining wieder begonnen hat, ahnte da noch nicht, dass seinen Teamkameraden in Abschnitt zwei die Puste ausgehen würde. Die Kickers kamen wie verwandelt aus der Pause. Im Minuten-Takt musste Gäng die Knochen hinhalten, vereitelte mit schönen Paraden den Ausgleich. In der 50. Minute hatte er Glück, dass Mesic nur die Latte traf. Dann war auch der 17-Jährige im SVW-Tor chancenlos. Mesic wurde von der Abwehr nicht energisch genug gestört, tauchte frei am Fünf-Meter-Raum auf und ließ sich das Geschenk nicht nehmen - 1:1 (65.). Es kam noch schlimmer: Nach hoher Links-Hereingabe von Marchese war Mesic - diesmal per Kopf - erneut zur Stelle, sorgte für die Entscheidung (85.).
SV Waldhof: Gäng - Waldecker, Schwall, Schuster, Bocchio, Pakel, Yilmaz (55. Leitz), Marschlich, Novaes (84. Oelkuch), Ekoto-Ekoto (84. Walter), Donkov.
Quelle: Sonntag Aktuell
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Überlinger
Für 90 Minuten fehlt offenbar die Kraft
FUSSBALL-OBERLIGA: Waldhof bricht nach dem Wechsel auch gegen die Stuttgarter Kickers II ein
Von unserem Mitarbeiter Roland Bode
"Ich freue mich für unsere Gegner, dass wir im Augenblick immer so schöne Gastgeschenke verteilen. Jeder fährt zufrieden aus Mannheim zurück." Waldhof-Trainer Hans Hein wählte nach der 1:2 (1:0)-Nie-derlage im Oberliga-Duell mit den Stuttgarter Kickers II erst einmal das rhetorische Stilmittel der Selbstironie. Eine richtige Erklärung hatte auch er nach der fünf-ten Heimniederlage der Saison noch nicht.
"Für Schönspielerei gibt es keine Punkte", bescheinigte Hein seiner Elf eine "ordentliche erste Halbzeit", fügte aber im nächsten Satz treffend hinzu: "Leider führen wir zur Pause nur 1:0. Es hätte 3:0 stehen können oder sogar müssen." Schuster hatte die Blau-Schwarzen per Kopf früh in Führung gebracht (4.). Doch vor allem Donkov (12.) und Novaes (17.) ließen beste Chancen ungenutzt und wurden dafür mitsamt ihren Teamkollegen bestraft.
Die Kickers-Bemühungen im Angriff endeten in Durchgang eins spätestens an der Strafraumgrenze. Hätte SVW-Keeper Christopher Gäng beim einsetzenden Platzregen einen Regenschirm besessen, er hätte wenigstens einmal etwas zu halten gehabt. "Es ist für uns immer etwas ganz Besonderes in Mannheim zu spielen. Die vielen Fans, das Stadion - zuhause haben wir vielleicht 50 oder 100 Zuschauer - da hatten meine Jungs mächtig Respekt", erklärte Kickers-Coach Björn Hinck die schwache Vorstellung der Degerlocher bis zum Seitenwechsel.
Den Respekt hatten die "Blauen" dann jedoch in der Kabine gelassen. Fünf Groß-chancen in fünf Minuten direkt nach dem Wiederanpfiff: Plötzlich brannte es lichterloh im Waldhof-Strafraum, bei einem Mesic-Schuss rettete die Latte: "Wir können uns bei Christopher Gäng bedanken, dass wir nicht 1:3 oder 1:4 oder noch höher verloren haben. Der Junge hat toll gehalten", lobte Hein seinen gerade 17-jährigen Youngster. Der war neben Patrick Marsch-lich auffälligster Akteur der Blau-Schwar-zen. Es macht Spaß zu sehen, dass der Mann mit der Nummer "17" immer mehr Drang nach vorne entwickelt und Bereitschaft zeigt, Verantwortung zu übernehmen. Doch auch der 20-Jährige hatte sich im zweiten Abschnitt müde gespielt. Die Kickers - jetzt tonangebend - machten mit einem Doppelschlag von Mesic (55./85.) die Hoffnungen auf den zweiten Erfolg in vier Tagen zunichte. "Uns fehlt die Kraft, ein Spiel auf diesem Niveau über 90 Minuten durchzuziehen", analysierte Hein. Auf die Frage, ob die konditionelle Vorbereitung im Winter nicht ausreichend gewesen sei, antwortete er galant: "Da war ich zwar Co-Trainer, aber ohne Einfluss auf die Trainingsinhalte." Ein Seitenhieb an die Adresse von Massimo Morales.
"Wir haben in der zweiten Halbzeit völlig gepennt", erklärte sich Benjamin Waldecker die erneute Heimschlappe. "Wir hatten zwar drei Spiele in neun Tagen. Aber die anderen müssen genauso englische Wochen spielen", wollte Patrick Marschlich die erhöhte Belastung der letzten Tage nicht als Ausrede gelten lassen. Bleibt mit Blick auf die schweren Spiele gegen Hoffenheim, Sandhausen und Freiburg die zumindest beruhigende Erkenntnis, dass 38 Punkte im Haben stehen. Sonst würde es womöglich noch eng.
Quelle: Mannheimer Morgen
FUSSBALL-OBERLIGA: Waldhof bricht nach dem Wechsel auch gegen die Stuttgarter Kickers II ein
Von unserem Mitarbeiter Roland Bode
"Ich freue mich für unsere Gegner, dass wir im Augenblick immer so schöne Gastgeschenke verteilen. Jeder fährt zufrieden aus Mannheim zurück." Waldhof-Trainer Hans Hein wählte nach der 1:2 (1:0)-Nie-derlage im Oberliga-Duell mit den Stuttgarter Kickers II erst einmal das rhetorische Stilmittel der Selbstironie. Eine richtige Erklärung hatte auch er nach der fünf-ten Heimniederlage der Saison noch nicht.
"Für Schönspielerei gibt es keine Punkte", bescheinigte Hein seiner Elf eine "ordentliche erste Halbzeit", fügte aber im nächsten Satz treffend hinzu: "Leider führen wir zur Pause nur 1:0. Es hätte 3:0 stehen können oder sogar müssen." Schuster hatte die Blau-Schwarzen per Kopf früh in Führung gebracht (4.). Doch vor allem Donkov (12.) und Novaes (17.) ließen beste Chancen ungenutzt und wurden dafür mitsamt ihren Teamkollegen bestraft.
Die Kickers-Bemühungen im Angriff endeten in Durchgang eins spätestens an der Strafraumgrenze. Hätte SVW-Keeper Christopher Gäng beim einsetzenden Platzregen einen Regenschirm besessen, er hätte wenigstens einmal etwas zu halten gehabt. "Es ist für uns immer etwas ganz Besonderes in Mannheim zu spielen. Die vielen Fans, das Stadion - zuhause haben wir vielleicht 50 oder 100 Zuschauer - da hatten meine Jungs mächtig Respekt", erklärte Kickers-Coach Björn Hinck die schwache Vorstellung der Degerlocher bis zum Seitenwechsel.
Den Respekt hatten die "Blauen" dann jedoch in der Kabine gelassen. Fünf Groß-chancen in fünf Minuten direkt nach dem Wiederanpfiff: Plötzlich brannte es lichterloh im Waldhof-Strafraum, bei einem Mesic-Schuss rettete die Latte: "Wir können uns bei Christopher Gäng bedanken, dass wir nicht 1:3 oder 1:4 oder noch höher verloren haben. Der Junge hat toll gehalten", lobte Hein seinen gerade 17-jährigen Youngster. Der war neben Patrick Marsch-lich auffälligster Akteur der Blau-Schwar-zen. Es macht Spaß zu sehen, dass der Mann mit der Nummer "17" immer mehr Drang nach vorne entwickelt und Bereitschaft zeigt, Verantwortung zu übernehmen. Doch auch der 20-Jährige hatte sich im zweiten Abschnitt müde gespielt. Die Kickers - jetzt tonangebend - machten mit einem Doppelschlag von Mesic (55./85.) die Hoffnungen auf den zweiten Erfolg in vier Tagen zunichte. "Uns fehlt die Kraft, ein Spiel auf diesem Niveau über 90 Minuten durchzuziehen", analysierte Hein. Auf die Frage, ob die konditionelle Vorbereitung im Winter nicht ausreichend gewesen sei, antwortete er galant: "Da war ich zwar Co-Trainer, aber ohne Einfluss auf die Trainingsinhalte." Ein Seitenhieb an die Adresse von Massimo Morales.
"Wir haben in der zweiten Halbzeit völlig gepennt", erklärte sich Benjamin Waldecker die erneute Heimschlappe. "Wir hatten zwar drei Spiele in neun Tagen. Aber die anderen müssen genauso englische Wochen spielen", wollte Patrick Marschlich die erhöhte Belastung der letzten Tage nicht als Ausrede gelten lassen. Bleibt mit Blick auf die schweren Spiele gegen Hoffenheim, Sandhausen und Freiburg die zumindest beruhigende Erkenntnis, dass 38 Punkte im Haben stehen. Sonst würde es womöglich noch eng.
Quelle: Mannheimer Morgen