Inter droht harte Strafe
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Dem Champions-League-Viertelfinalisten Inter Mailand droht eine harte Strafe. Beim Liga-Spiel der Lombarden gegen den FC Messina (3:0) am Samstag kam es wie schon im Hinspiel zu rassistischen Beschimpfungen von Inter-Fans gegen einen dunkelhäutigen Spieler der Sizilianer. Auch in Florenz kam es zu diskriminierenden Vorfällen.
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Wurde erneut rassistisch beleidigt: Messinas Zoro Kpolo (re.) gegen Inters Materazzi.Die Schmährufe richteten sich gegen Messinas Verteidiger Marc André Zoro Kpolo von der Elfenbeinküste. Bereits im Hinspiel in Messina (1:2) am 27. November 2005 war Zoro Kpolo Zielscheibe rassistischer Beschimpfungen seitens der Inter-Fans. Der Ivorer wollte damals sogar das Spiel durch den Referee abbrechen lassen, doch die dunkelhäutigen Spieler Inters stimmten ihn um. Vier "Tifosi" von Inter Mailand erhielten daraufhin ein Stadionverbot.
Jetzt aber drohen Inter Mailand drakonische Strafen. Denn seit dem 1. April gilt ein neues Regelwerk des Fußball Welt-Verbandes (FIFA), welches härtere Maßnahmen gegen Rassismus und Gewalt vorsieht. So können Vereine nicht mehr nur mit Geldstrafen und Platzsperren belegt werden, sondern auch ein Punktabzug ist möglich. Im Wiederholungsfall droht sogar ein Zwangsabstieg, bzw. der Ausschluss aus einem Wettbewerb.
Mittlerweile plant auch die italienische Regierung Maßnahmen gegen die zunehmende Gewalt sowie rassistische und faschistische Pöbeleien in den Stadien. Innenminister Giuseppe Pisanu wies seine Beamten kürzlich darauf hin, dass Spiele wegen Gewalt oder Diskriminierung in den Stadien auch unterbrochen und im Extremfall auch abgesagt werden können: "Ich habe die Einheiten der öffentlichen Sicherheit dazu aufgefordert, die existierenden Gesetze mit aller Härte anzuwenden und alle Spiele, bei denen politische Gewalt, Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit ausgeübt wird, zu unterbrechen", sagte das Regierungsmitglied.
Nicht nur in Mailand, auch in Florenz kam es am Wochenende zu Schmährufen. Während der Partie zwischen den beiden Champions-League-Aspiranten AC Florenz und AS Rom wurden die beiden dunkelhäutigen "Roma"-Spieler Olivier Dacourt und Stefano Okaka von den "Fiorentina"-Ultras rassistisch beschimpft. "So etwas kann man nicht mehr dulden", erklärte Roms Abwehrspieler Philippe Mexes.
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