Kicker: Sebescens Zweikampf mit sich selbst
- Basti
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Kicker: Sebescens Zweikampf mit sich selbst
Leverkusen: "Knie-Fall" vor der Auflösung - 30.10.2003 12:17
Sebescens Zweikampf mit sich selbst
Den Job, den er eineinhalb Jahre ordentlich machte, den mag aktuell bei Bayer Leverkusen keiner. Egal, wen Klaus Augenthaler auf der rechten Defensivseite aufbietet - es bleibt immer eine Notlösung. Ob Balitsch, Lucic oder Juan, keiner der drei liebt die Position wirklich. "Verständlich", sagt Zoltan Sebescen, "ich musste mich auch erst daran gewöhnen." Als er es geschafft hatte, stoppte ihn sein linkes Knie. Meniskusoperation, Knorpelschaden, Folgeschäden einer Borelliose (Zeckenbiss) - in den vergangenen 18 Monaten fand der Fußballprofi Sebescen auf dem grünen Rasen quasi nicht statt.
Es war still geworden um ihn, dessen linkes Knie sich bei der geringsten Belastung mit Flüssigkeit füllte, nurmehr zu 60 Prozent belastbar war. Doch heute sieht der 28-Jährige wieder Licht am Ende des Tunnels. "Das Knie ist seit vier Wochen trocken", berichtet er, soll heißen: Es läuft keine Flüssigkeit mehr bei Belastung ein, die Beweglichkeit wird nicht mehr gestört. Sebescen konnte sich an die Aufbauarbeit machen. Und die absolviert er nun. Täglich viele Stunden lang. Die Muskulatur des linken Beins muss neu aufgebaut werden, "das sah aus wie das Bein einer Gazelle." Und war für Leistungssport so nicht zu gebrauchen: "Keine Chance, auch nur einen Zweikampf zu bestehen." Jetzt befindet er sich im Zweikampf mit sich selbst und seinem inneren Schweinehund, den er Einheit für Einheit besiegt. Jetzt malocht er im Kraftraum und freut sich jeden Tag über die Fortschritte. Zum Beispiel über die knappe halbe Stunde, die er wieder locker am Stück laufen kann: "Ich spüre, wie es jeden Tag ein wenig besser wird."
Diese Entwicklung vorausgesetzt, sieht sich Zoltan Sebescen in knapp zwei Monaten wieder auf dem Rasen. "Ende dieses Jahres will ich es schaffen, reduziert mit der Mannschaft zu trainieren, im Januar will ich dann voll in die Vorbereitung einsteigen."
Was das kommende Jahr 2004 ihm letztlich bringen wird, vermag Sebescen nicht zu prophezeien. Sein Vertrag mit Bayer läuft aus, der Verein kann eine Option ziehen, wird aber warten. Sebescen sieht sich nicht unter Druck: "Ich bin gesund. Das allein ist wichtig. Jetzt muss ich fit werden. Und wenn ich fit bin, dann wird es den Profi Sebescen auch weiterhin geben." Gerne auch als rechten Außenverteidiger.
Frank Lußem
http://www.kicker.de/content/news/artik ... ruppe=7988
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Hoffe, dass Zolli es bald möglichst wieder packt. Für mich einer der sympathischten Blauen der letzten 10 Jahre!
Weiss man eigentlich mehr über Tomi Maric? Der war doch auch ewig lang mysteriös verletzt. Bekam sogar bei geringer Belastung keine Luft mehr und keiner konnte sagen, woran das liegt.
Sebescens Zweikampf mit sich selbst
Den Job, den er eineinhalb Jahre ordentlich machte, den mag aktuell bei Bayer Leverkusen keiner. Egal, wen Klaus Augenthaler auf der rechten Defensivseite aufbietet - es bleibt immer eine Notlösung. Ob Balitsch, Lucic oder Juan, keiner der drei liebt die Position wirklich. "Verständlich", sagt Zoltan Sebescen, "ich musste mich auch erst daran gewöhnen." Als er es geschafft hatte, stoppte ihn sein linkes Knie. Meniskusoperation, Knorpelschaden, Folgeschäden einer Borelliose (Zeckenbiss) - in den vergangenen 18 Monaten fand der Fußballprofi Sebescen auf dem grünen Rasen quasi nicht statt.
Es war still geworden um ihn, dessen linkes Knie sich bei der geringsten Belastung mit Flüssigkeit füllte, nurmehr zu 60 Prozent belastbar war. Doch heute sieht der 28-Jährige wieder Licht am Ende des Tunnels. "Das Knie ist seit vier Wochen trocken", berichtet er, soll heißen: Es läuft keine Flüssigkeit mehr bei Belastung ein, die Beweglichkeit wird nicht mehr gestört. Sebescen konnte sich an die Aufbauarbeit machen. Und die absolviert er nun. Täglich viele Stunden lang. Die Muskulatur des linken Beins muss neu aufgebaut werden, "das sah aus wie das Bein einer Gazelle." Und war für Leistungssport so nicht zu gebrauchen: "Keine Chance, auch nur einen Zweikampf zu bestehen." Jetzt befindet er sich im Zweikampf mit sich selbst und seinem inneren Schweinehund, den er Einheit für Einheit besiegt. Jetzt malocht er im Kraftraum und freut sich jeden Tag über die Fortschritte. Zum Beispiel über die knappe halbe Stunde, die er wieder locker am Stück laufen kann: "Ich spüre, wie es jeden Tag ein wenig besser wird."
Diese Entwicklung vorausgesetzt, sieht sich Zoltan Sebescen in knapp zwei Monaten wieder auf dem Rasen. "Ende dieses Jahres will ich es schaffen, reduziert mit der Mannschaft zu trainieren, im Januar will ich dann voll in die Vorbereitung einsteigen."
Was das kommende Jahr 2004 ihm letztlich bringen wird, vermag Sebescen nicht zu prophezeien. Sein Vertrag mit Bayer läuft aus, der Verein kann eine Option ziehen, wird aber warten. Sebescen sieht sich nicht unter Druck: "Ich bin gesund. Das allein ist wichtig. Jetzt muss ich fit werden. Und wenn ich fit bin, dann wird es den Profi Sebescen auch weiterhin geben." Gerne auch als rechten Außenverteidiger.
Frank Lußem
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Hoffe, dass Zolli es bald möglichst wieder packt. Für mich einer der sympathischten Blauen der letzten 10 Jahre!
Weiss man eigentlich mehr über Tomi Maric? Der war doch auch ewig lang mysteriös verletzt. Bekam sogar bei geringer Belastung keine Luft mehr und keiner konnte sagen, woran das liegt.
- Horschdi
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Gott sei Dank bekommt man das endlich beim Zolly wieder in den Griff. Ja, Sebescen war für mich sogar der Sympathischte überhaupt bei den Kickers...hat ja schließlich auch 17 Jahre bei uns gespielt! OK, Vollmer war auch Kult! :wink:
Tomi Maric ist wieder im Training...irgendein Arzt aus Kroatien (oder so) konnte ihm weiterhelfen, zum Glück! Auch Dir alles Gute, Tomi...vielleicht sieht man sich an Weihnachten mal wieder in der City!
Tomi Maric ist wieder im Training...irgendein Arzt aus Kroatien (oder so) konnte ihm weiterhelfen, zum Glück! Auch Dir alles Gute, Tomi...vielleicht sieht man sich an Weihnachten mal wieder in der City!
WIR SIND EUROPAPOKALSIEGER DER LANDESMEISTER IM FELDHOCKEY !!!

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Jepp.GelsenKickers hat geschrieben:FIFA Football 2004???
Zufällig das von EA-Sports?
Bei mir hat das Spiel nen tollen Bug, der Zuschauerjubel ist mindestens 5 mal so laut wie ich es eingestellt habe, zu deutsch ich kann das Spiel fast net spielen da immer wenn ich ein Tor schieß es sich anhört als ob ein Hochhaus zusammenstürzt.
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Für den PC!GelsenKickers hat geschrieben:Auf PC oder PS2?
Bin nämlich drauf und dran es mir zuzulegen für die PS2.
Habe nämlich voll Bock auf Erfolgserlebnisse,wenn schon in der Realität nichts läuft.
also bis jetzt find ich's noch gar net so toll. Hab noch Probleme mit der Steuerung und es scheint so, als könne man in der 2004er Version das nirgends individuell einstellen. Grafik natürlich sehr nett, und endlich gibt es Liga-Statistiken zum abwinken! Da ist jetzt ne Datenbank drin, die jeden Zweikampf für alle Spieler aufnimmt, und man dann die Zweikampfstärksten Spieler der Liga in ner Tabelle auflisten kann. Jede Menge Schnick Schnack, echt nice. Aber das Spiel selbst ist eben wie die Vorgänger: Man braucht ein paar Wochen, bis man es lieben lernt. Davor muss man sich halt durchkämpfen!
Zuletzt geändert von Basti am Donnerstag 30. Oktober 2003, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
- GelsenKickers
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Stichwort: Steuerung
Deswegen ziehe ich es vor,wie schon bei den Vorgängern,Fifa auf der Playstation zu spielen.
Allerdings habe ich so meine Befürchtung,dass bei 2004 wieder einmal mehr auf Schnickschnack,Statistiken etc.,als auf das eigentliche Spielen beim entwickeln geachtet wurde.
Daher ist und bleibt im Moment immer noch Fifa 98 "WM in Frankreich" mein EA-Sports-Favorit,weil es (selbst heute noch) Zufallssituationen während eines Spiels gibt.Auch wenn die Grafik mittlerweile völligstens out und fast schon lächerlich ist,aber von der eigentlichen Spielaction her, einfach ein Klassiker.
Deswegen ziehe ich es vor,wie schon bei den Vorgängern,Fifa auf der Playstation zu spielen.
Allerdings habe ich so meine Befürchtung,dass bei 2004 wieder einmal mehr auf Schnickschnack,Statistiken etc.,als auf das eigentliche Spielen beim entwickeln geachtet wurde.
Daher ist und bleibt im Moment immer noch Fifa 98 "WM in Frankreich" mein EA-Sports-Favorit,weil es (selbst heute noch) Zufallssituationen während eines Spiels gibt.Auch wenn die Grafik mittlerweile völligstens out und fast schon lächerlich ist,aber von der eigentlichen Spielaction her, einfach ein Klassiker.
-
Kai
Wenn schon dann "International Super Star Soccer Deluxe" ...Tüten-Tim hat geschrieben:Quatsch, nichts geht über "Super Star Soccer" für den Super Nintendo!
Wobei das "Super Soccer" ebenfalls nicht schlecht ist :D :D
Ansonsten freue ich mich heute auf Fifa 2004 für die PS2.
Es gibt nix besseres als nen handlichen und vibrierenden Controller in der Hand
- Steffen FFC
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Mir ging's genau so. :DRalphonso hat geschrieben: kann ich unterstreichen, was das teil joysticks bei mir geschrottet hat, unglaublich
Hab daheim noch zig Disketten mit den besten Toren rumliegen. Nur kann man die ja nicht mehr anschauen.
Zuletzt geändert von Steffen FFC am Freitag 31. Oktober 2003, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
- Heiko
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Das gibt's ja nicht! :D Kick Off ist großartig. :D
Letztes Jahr habe ich bei der Kick Off Weltmeisterschaft in Osnabrück gespielt - im Achtelfinale war im Elfmeterschießen leider Schluß! :(
Meinen alten Competition Pro habe ich umgebaut, der hat jetzt keinen eingebauten Feuerknopg mehr, sondern einen Fußtaster zum Schießen.
PS: Gespielt wird hier bevorzugt die Atari ST Variante.
Letztes Jahr habe ich bei der Kick Off Weltmeisterschaft in Osnabrück gespielt - im Achtelfinale war im Elfmeterschießen leider Schluß! :(
Meinen alten Competition Pro habe ich umgebaut, der hat jetzt keinen eingebauten Feuerknopg mehr, sondern einen Fußtaster zum Schießen.
PS: Gespielt wird hier bevorzugt die Atari ST Variante.
Die stillstehende Uhr, die täglich zweimal die richtige Zeit angezeigt hat, blickt nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurück.
- kickersharry
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Leiden ohne Ende für Zoltan Sebescen
Leverkusen (dpa) - Das Leiden von Zoltan Sebescen nimmt einfach kein Ende. Statt sich im Trainingslager von Bayer Leverkusen auf Mallorca auf sein Comeback in der Bundesliga nach nur sieben sporadischen Einsatz-Versuchen in den vergangenen 20 Monaten vorzubereiten, muss er in der Heimat das lädierte Knie pflegen.
Nach den ersten Trainingseinheiten in diesem Jahr bildete sich wieder Wasser im linken Knie. «Die Schleimhaut ist immer noch entzündet», berichtete der 28-jährige Verteidiger, dem dagegen das radioaktive Mittel Ytrium gespritzt wurde und eine weitere zweiwöchige Pause verordnet wurde.
«Es ist die schwerste Zeit in meiner Karriere», meint Sebescen, der von einem Ende seiner Laufbahn trotz der zuletzt fünf Operationen nichts wissen will. «Von einer Invalidität bin ich ganz weit entfernt», weist er entsprechende Spekulationen zurück. Auch Bayer 04, zu dem er vom VfL Wolfsburg im Sommer 2001 für rund sechs Millionen Euro gekommen ist, will weiter auf ihn setzen. «Wir wollen seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern, allerdings zu 90 Prozent leistungsbezogen», kündigte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser an.
Beeindruckt ist der Finanzchef, wie sich Sebescen während der Zwangspause verhalten hat: «Er war immer der erste, der den Finger hob, wenn es um eine Sponsoren-Veranstaltung ging, und der sich auch mal zu den Fans auf die Tribüne setzte.» Andersherum fühlte er sich nicht von seinem Club unter Druck gesetzt. «Ich habe vom Verein absolute Rückendeckung erhalten», sagte Sebescen anerkennend.
Eigentlich hatte für ihn in Leverkusen alles perfekt begonnen. In der Saison 2001/2002 avancierte er sofort zum Stammspieler, absolvierte 25 Bundesliga-Partien und wurde deutscher Vize-Meister sowie Zweiter im DFB-Pokal und in der Champions League. Allerdings forderte dieser Kraftakt auch seinen Preis. Statt schon Anfang 2002 die notwendige Meniskusoperation vornehmen zu lassen, biss er die Zähne zusammen, schluckte Schmerzmittel und hielt bis Saisonende durch. «Vielleicht hätte ich mich eher operieren lassen. Aber es lief damals so gut», meinte Sebescen nachdenklich.
Am Ende waren bei seiner Genesung nicht die Operationen das Problem sondern ein Zeckenbiss mit einer Borreliose, der den Heilungsprozess um ein dreiviertel Jahr verzögerte. «Psychisch war das nicht einfach, da man immer wieder Hoffnungen hatte und immer wieder zurückgeworfen wurde», sagte er.
Trotz des kleinen Rückschlags zur Jahreswende ist der Ex- Nationalspieler sicher, dass er bald wieder auf den Rasen zurückkehren wird. «Als ich vor Weihnachten erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert habe, hatte ich nicht das Gefühl, dass es einen großen Unterschied zu den anderen gab», so Sebescen. «Verlernt habe ich das Fußballspielen nicht.» Davon ist auch Bayer-Chefcoach Klaus Augenthaler offenbar überzeugt. «Er hat mir gesagt, dass ich der Mannschaft helfen würde, wenn ich wieder gesund bin», berichtete Sebescen, der in Kapitän Jens Nowotny ein Vorbild hat: «Er hat es nach seinen Kreuzbandverletzungen ja auch geschafft.»
Von Andreas Schirmer, dpa
13.01.2004 - aktualisiert: 13.01.2004, 11:44 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/585807
Und aus dem Kicker:
Leverkusen: Sebescen glaubt an die Zukunft - 08.01.2004 11:15
Er hat gerackert und geackert. Allen Verletzungen, Entzündungen und Zeckenbissen zum Trotz, die sein linkes Knie befielen. Sang- und klanglos wollte sich Zoltan Sebescen nicht aus der Liga verabschieden. Er kämpfte sich heran, trainierte wieder mit - nun der neue Rückschlag.
Obwohl das Gelenk schmerzfrei ist, darf der Rechtsverteidiger nicht trainieren. Erneut sammelte sich Flüssigkeit an, produziert von einer hartnäckig entzündeten Schleimhaut. Gestern Nachmittag ließ sich Sebescen eine Spritze mit dem radioaktiven Mittel Ytrium verpassen, dieses Mittel soll verhindern, dass über diese Schleimhaut weiter Flüssigkeit entsteht, die ins Knie läuft.
Rund drei Wochen völliger Ruhe folgen der Therapie, danach wird der Patient schlauer sein. Optimistisch ist er auf jeden Fall: "Ich bin körperlich topfit. Das Knie ist von der Struktur her völlig in Ordnung. Wenn wir die Probleme mit der Schleimhaut in den Griff bekommen, dann greife ich wieder an." Die Gefahr der Sportinvalidität sieht er bei "null Prozent": "Es wird weitergehen. Ich will und werde wieder spielen!"
Leverkusen (dpa) - Das Leiden von Zoltan Sebescen nimmt einfach kein Ende. Statt sich im Trainingslager von Bayer Leverkusen auf Mallorca auf sein Comeback in der Bundesliga nach nur sieben sporadischen Einsatz-Versuchen in den vergangenen 20 Monaten vorzubereiten, muss er in der Heimat das lädierte Knie pflegen.
Nach den ersten Trainingseinheiten in diesem Jahr bildete sich wieder Wasser im linken Knie. «Die Schleimhaut ist immer noch entzündet», berichtete der 28-jährige Verteidiger, dem dagegen das radioaktive Mittel Ytrium gespritzt wurde und eine weitere zweiwöchige Pause verordnet wurde.
«Es ist die schwerste Zeit in meiner Karriere», meint Sebescen, der von einem Ende seiner Laufbahn trotz der zuletzt fünf Operationen nichts wissen will. «Von einer Invalidität bin ich ganz weit entfernt», weist er entsprechende Spekulationen zurück. Auch Bayer 04, zu dem er vom VfL Wolfsburg im Sommer 2001 für rund sechs Millionen Euro gekommen ist, will weiter auf ihn setzen. «Wir wollen seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern, allerdings zu 90 Prozent leistungsbezogen», kündigte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser an.
Beeindruckt ist der Finanzchef, wie sich Sebescen während der Zwangspause verhalten hat: «Er war immer der erste, der den Finger hob, wenn es um eine Sponsoren-Veranstaltung ging, und der sich auch mal zu den Fans auf die Tribüne setzte.» Andersherum fühlte er sich nicht von seinem Club unter Druck gesetzt. «Ich habe vom Verein absolute Rückendeckung erhalten», sagte Sebescen anerkennend.
Eigentlich hatte für ihn in Leverkusen alles perfekt begonnen. In der Saison 2001/2002 avancierte er sofort zum Stammspieler, absolvierte 25 Bundesliga-Partien und wurde deutscher Vize-Meister sowie Zweiter im DFB-Pokal und in der Champions League. Allerdings forderte dieser Kraftakt auch seinen Preis. Statt schon Anfang 2002 die notwendige Meniskusoperation vornehmen zu lassen, biss er die Zähne zusammen, schluckte Schmerzmittel und hielt bis Saisonende durch. «Vielleicht hätte ich mich eher operieren lassen. Aber es lief damals so gut», meinte Sebescen nachdenklich.
Am Ende waren bei seiner Genesung nicht die Operationen das Problem sondern ein Zeckenbiss mit einer Borreliose, der den Heilungsprozess um ein dreiviertel Jahr verzögerte. «Psychisch war das nicht einfach, da man immer wieder Hoffnungen hatte und immer wieder zurückgeworfen wurde», sagte er.
Trotz des kleinen Rückschlags zur Jahreswende ist der Ex- Nationalspieler sicher, dass er bald wieder auf den Rasen zurückkehren wird. «Als ich vor Weihnachten erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert habe, hatte ich nicht das Gefühl, dass es einen großen Unterschied zu den anderen gab», so Sebescen. «Verlernt habe ich das Fußballspielen nicht.» Davon ist auch Bayer-Chefcoach Klaus Augenthaler offenbar überzeugt. «Er hat mir gesagt, dass ich der Mannschaft helfen würde, wenn ich wieder gesund bin», berichtete Sebescen, der in Kapitän Jens Nowotny ein Vorbild hat: «Er hat es nach seinen Kreuzbandverletzungen ja auch geschafft.»
Von Andreas Schirmer, dpa
13.01.2004 - aktualisiert: 13.01.2004, 11:44 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... php/585807
Und aus dem Kicker:
Leverkusen: Sebescen glaubt an die Zukunft - 08.01.2004 11:15
Er hat gerackert und geackert. Allen Verletzungen, Entzündungen und Zeckenbissen zum Trotz, die sein linkes Knie befielen. Sang- und klanglos wollte sich Zoltan Sebescen nicht aus der Liga verabschieden. Er kämpfte sich heran, trainierte wieder mit - nun der neue Rückschlag.
Obwohl das Gelenk schmerzfrei ist, darf der Rechtsverteidiger nicht trainieren. Erneut sammelte sich Flüssigkeit an, produziert von einer hartnäckig entzündeten Schleimhaut. Gestern Nachmittag ließ sich Sebescen eine Spritze mit dem radioaktiven Mittel Ytrium verpassen, dieses Mittel soll verhindern, dass über diese Schleimhaut weiter Flüssigkeit entsteht, die ins Knie läuft.
Rund drei Wochen völliger Ruhe folgen der Therapie, danach wird der Patient schlauer sein. Optimistisch ist er auf jeden Fall: "Ich bin körperlich topfit. Das Knie ist von der Struktur her völlig in Ordnung. Wenn wir die Probleme mit der Schleimhaut in den Griff bekommen, dann greife ich wieder an." Die Gefahr der Sportinvalidität sieht er bei "null Prozent": "Es wird weitergehen. Ich will und werde wieder spielen!"
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