Spielberichte: Reutlingen - Kickers
Verfasst: Samstag 14. April 2007, 06:08
Unternehmen Wiedergutmachung geglückt
Stuttgarter Kickers gewinnen Lokalderby beim SSV Reutlingen mit großem kämpferischen Einsatz 1:0
Reutlingen - Die Fußballer von Regionalligist Stuttgarter Kickers haben die von Trainer Robin Dutt geforderte Trotzreaktion gezeigt. Sie gewannen das Lokalderby beim SSV Reutlingen mit 1:0 (1:0). Die Mannschaft hat im Kreuzeiche-Stadion auch für ihren scheidenden Coach gekämpft, dessen Ruf nach dem blamablen 0:3 zuletzt gegen die Sportfreunde Siegen auf dem Spiel stand.
Von Sigor Paesler
Als Manuel Hartmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine Flanke von Mustafa Parmak per Kopf zum 1:0-Siegtreffer verwertete, fiel eine riesige Last von den Schultern der Kickers - sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Bank, wo Dutt deutlich nervös agierte. Hartmann lief nach dem Tor sofort zu seinem Trainer, um den sich anschließend eine Traube bildete. „Da wäre jeder hingerannt, der heute getroffen hätte, wir sind eine Mannschaft“, sagte Kapitän Jens Härter. „Man hat den Spielern angemerkt, was sie hier vorhatten, sie hatten eine harte Woche hinter sich - das Herz war an der richtigen Stelle“, meinte Dutt.Ohne Angelo Vaccaro waren die Kickers nach ihrer 0:3-Heimpleite in das Unternehmen Wiedergutmachung gestartet. Der Stürmer musste auf der Bank Platz nehmen und wurde auch später nicht mehr berücksichtigt - offensichtlich eine Strafmaßnahme von Dutt. Dafür kehrte Sean Dundee nach seiner Verletzungspause in die Anfangsformation zurück. Als Sturmpartner erhielt Marco Tucci den Vorzug vor dem abwanderungswilligen Bastian Bischoff. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass sich die Kickers die vermutlich lauten Worte ihres Trainers an Ostern zu Herzen genommen haben. In den ersten 20 Minuten waren die Gäste deutlich überlegen, spielten druckvoll nach vorn und setzten sich auch in den Zweikämpfen durch. Echte Chancen waren allerdings Mangelware. Zum Ende der ersten Hälfte, als die Gastgeber stärker wurden, gelang Hartmann das entscheidende Tor. In der zweiten Hälfte waren die Reutlinger spielbestimmend. Doch abgesehen von einem Lattenschuss von Ewald Beskid (49.) sprangen keine hochkarätigen Chancen heraus. „Ich bin gottfroh, wie das ausgegangen ist“, sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, der die Saison unbedingt mit Dutt zu Ende spielen möchte.
SSV Reutlingen: Langner - Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic (88. Urban) - Rill (73. Sajaia), Waidmann, Demirkiran (82. Weigl), Unger - Beskid, Haas.
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn, Härter, Stierle - Hartmann - Parmak, Gambo (81. Kanyuk), Weller (73. Kanitz) - Tucci, Dundee (67. Yildiz).
Schiedsrichter: Palilla (Spaichingen).
Zuschauer: 5100.
Tore: Hartmann (45.+2).
Gelbe Karten: Waidmann / Härter, Wildersinn, Stierle.
Beste Spieler: Kirsch, Waidmann / Härter, Gambo, Stierle.
Quelle: ez-online.de
1:0 - Kickers zeigen Charakter
Reutlingen - Die Spieler der Stuttgarter Kickers haben die richtige Reaktion auf die Kritik ihres Trainers Robin Dutt gezeigt. Am Freitag gewann der Fußball-Regionalligist das Derby beim SSV Reutlingen mit 1:0 (1:0). Den Treffer erzielte Manuel Hartmann.
VON JÜRGEN FREY
Wenn eine Mannschaft nach einem Sieg minutenlang vor den eigenen Fans feiert, muss es ein besonderer Erfolg gewesen sein. Doch für die Kickers geht es weder gegen den Abstieg noch um den Aufstieg - und dennoch war das 1:0 beim SSV Reutlingen mehr als nur ein Derby-Sieg. Die Blauen haben Charakter gezeigt.
"Wir haben die richtige Antwort gegeben", sagte Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zur heftigen Kritik von Trainer Robin Dutt nach der 0:3-Heimniederlage vergangene Woche gegen Siegen. "Die Mannschaft hatte eine harte Woche hinter sich", sagte Dutt, der sein Team mit eisernem Schweigen strafte, "man hat gesehen, dass sie sich heute dafür belohnen will." Auch Manager Joachim Cast lobte: "Das Team hat Herz gezeigt." Und vor allem zwei der wichtigsten Tugenden im Fußball: Aggressivität und Willen. "Das war sehr diszipliniert und engagiert", sagte Cast.
Eines allerdings fehlte dem Spiel der Kickers über weite Strecken der Partie: eine echte Torchance. Dass es dennoch zum Siegtreffer reichte, lag an Manuel Hartmann. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff köpfte der Mittelfeldspieler nach Flanke von Parmak den entscheidenden Treffer.
Zu Beginn der Partie waren die Kickers zwar das bessere Team, doch je länger das Derby vor 5100 Zuschauern dauerte, desto ausgeglichener verlief es. In der zweiten Halbzeit legten die Reutlinger einen Gang zu, die beste Chance allerdings vergab Ewald Beskid, als er in der 50. Minute aus 17 Metern nur die Latte traf. Und auch in der Schlussphase scheiterte das Team von Peter Starzmann mit zwei Kopfballchancen. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", sagte der SSV-Trainer.
STN
Stuttgarter Kickers gewinnen Lokalderby beim SSV Reutlingen mit großem kämpferischen Einsatz 1:0
Reutlingen - Die Fußballer von Regionalligist Stuttgarter Kickers haben die von Trainer Robin Dutt geforderte Trotzreaktion gezeigt. Sie gewannen das Lokalderby beim SSV Reutlingen mit 1:0 (1:0). Die Mannschaft hat im Kreuzeiche-Stadion auch für ihren scheidenden Coach gekämpft, dessen Ruf nach dem blamablen 0:3 zuletzt gegen die Sportfreunde Siegen auf dem Spiel stand.
Von Sigor Paesler
Als Manuel Hartmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine Flanke von Mustafa Parmak per Kopf zum 1:0-Siegtreffer verwertete, fiel eine riesige Last von den Schultern der Kickers - sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Bank, wo Dutt deutlich nervös agierte. Hartmann lief nach dem Tor sofort zu seinem Trainer, um den sich anschließend eine Traube bildete. „Da wäre jeder hingerannt, der heute getroffen hätte, wir sind eine Mannschaft“, sagte Kapitän Jens Härter. „Man hat den Spielern angemerkt, was sie hier vorhatten, sie hatten eine harte Woche hinter sich - das Herz war an der richtigen Stelle“, meinte Dutt.Ohne Angelo Vaccaro waren die Kickers nach ihrer 0:3-Heimpleite in das Unternehmen Wiedergutmachung gestartet. Der Stürmer musste auf der Bank Platz nehmen und wurde auch später nicht mehr berücksichtigt - offensichtlich eine Strafmaßnahme von Dutt. Dafür kehrte Sean Dundee nach seiner Verletzungspause in die Anfangsformation zurück. Als Sturmpartner erhielt Marco Tucci den Vorzug vor dem abwanderungswilligen Bastian Bischoff. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass sich die Kickers die vermutlich lauten Worte ihres Trainers an Ostern zu Herzen genommen haben. In den ersten 20 Minuten waren die Gäste deutlich überlegen, spielten druckvoll nach vorn und setzten sich auch in den Zweikämpfen durch. Echte Chancen waren allerdings Mangelware. Zum Ende der ersten Hälfte, als die Gastgeber stärker wurden, gelang Hartmann das entscheidende Tor. In der zweiten Hälfte waren die Reutlinger spielbestimmend. Doch abgesehen von einem Lattenschuss von Ewald Beskid (49.) sprangen keine hochkarätigen Chancen heraus. „Ich bin gottfroh, wie das ausgegangen ist“, sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum, der die Saison unbedingt mit Dutt zu Ende spielen möchte.
SSV Reutlingen: Langner - Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic (88. Urban) - Rill (73. Sajaia), Waidmann, Demirkiran (82. Weigl), Unger - Beskid, Haas.
Stuttgarter Kickers: Yelldell - Benda, Wildersinn, Härter, Stierle - Hartmann - Parmak, Gambo (81. Kanyuk), Weller (73. Kanitz) - Tucci, Dundee (67. Yildiz).
Schiedsrichter: Palilla (Spaichingen).
Zuschauer: 5100.
Tore: Hartmann (45.+2).
Gelbe Karten: Waidmann / Härter, Wildersinn, Stierle.
Beste Spieler: Kirsch, Waidmann / Härter, Gambo, Stierle.
Quelle: ez-online.de
1:0 - Kickers zeigen Charakter
Reutlingen - Die Spieler der Stuttgarter Kickers haben die richtige Reaktion auf die Kritik ihres Trainers Robin Dutt gezeigt. Am Freitag gewann der Fußball-Regionalligist das Derby beim SSV Reutlingen mit 1:0 (1:0). Den Treffer erzielte Manuel Hartmann.
VON JÜRGEN FREY
Wenn eine Mannschaft nach einem Sieg minutenlang vor den eigenen Fans feiert, muss es ein besonderer Erfolg gewesen sein. Doch für die Kickers geht es weder gegen den Abstieg noch um den Aufstieg - und dennoch war das 1:0 beim SSV Reutlingen mehr als nur ein Derby-Sieg. Die Blauen haben Charakter gezeigt.
"Wir haben die richtige Antwort gegeben", sagte Mittelfeldspieler Mustafa Parmak zur heftigen Kritik von Trainer Robin Dutt nach der 0:3-Heimniederlage vergangene Woche gegen Siegen. "Die Mannschaft hatte eine harte Woche hinter sich", sagte Dutt, der sein Team mit eisernem Schweigen strafte, "man hat gesehen, dass sie sich heute dafür belohnen will." Auch Manager Joachim Cast lobte: "Das Team hat Herz gezeigt." Und vor allem zwei der wichtigsten Tugenden im Fußball: Aggressivität und Willen. "Das war sehr diszipliniert und engagiert", sagte Cast.
Eines allerdings fehlte dem Spiel der Kickers über weite Strecken der Partie: eine echte Torchance. Dass es dennoch zum Siegtreffer reichte, lag an Manuel Hartmann. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff köpfte der Mittelfeldspieler nach Flanke von Parmak den entscheidenden Treffer.
Zu Beginn der Partie waren die Kickers zwar das bessere Team, doch je länger das Derby vor 5100 Zuschauern dauerte, desto ausgeglichener verlief es. In der zweiten Halbzeit legten die Reutlinger einen Gang zu, die beste Chance allerdings vergab Ewald Beskid, als er in der 50. Minute aus 17 Metern nur die Latte traf. Und auch in der Schlussphase scheiterte das Team von Peter Starzmann mit zwei Kopfballchancen. "Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", sagte der SSV-Trainer.
STN
