Regionalliga
Süd: Die Bilanz - 15.12.2003 11:00
Abpfiff
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Drei Augsburger auf einen Streich, sechs Trainerwechsel, dominante Münchner Bayern und schwache Lauterer - nur einige Aspekte der bisher absolvierten Saison. Der kicker zieht Bilanz.
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0 Spiele hat Tabellenführer Bayern München bisher verloren. Zehn Siege und acht Remis ergaben 38 Punkte für das Team von Hermann Gerland. Acht Punkte Vorsprung auf Saarbrücken sichern die Spitzenposition ab. Der einzige Haken: Misimovic, Trochowski und Co. können nicht aufsteigen. Anders als in Spanien wird ihnen als Zweitvertretung eines Profivereins der Weg in die Zweite Liga von den Statuten verbaut. Die meisten Pleiten - nämlich zwölf - hatte Kaiserslautern zu verkraften.
3 Rote Karten in einem Spiel holte sich Augsburg beim 0:1 in Erfurt ab. Löring, Bick und Thorandt marschierten zwangsweise vorzeitig vom Feld. Insgesamt gab es 41 Platzverweise (19 Mal Rot / 22 Mal Gelb-Rot). Fünf Mal (2/3) traf es einen Wehener - der Topwert. Feucht (1/3), Offenbach (1/3), Saarbrücken (4/0) und Augsburg (3/1) trugen sich je vierfach in die Sünderkartei ein. Erfurt, Hoffenheim und der VfB Stuttgart kamen ganz ohne Feldverweis aus.
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Torjägerliste:
14 Guerrero und Misimovic (beide Bayern München)
11 Blessin (SC Pfullendorf), Hampl (1. SC Feucht) und Müller (Rot-Weiß Erfurt)
10 Demirkiran (VfR Aalen)
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6 Trainer, die zu Saisonbeginn auf der Bank saßen, befinden sich auf Jobsuche. Kickers Offenbach verabschiedete Ramon Berndroth und hievte Lars Schmidt auf dessen Posten. Aufstiegsfavorit Augsburg trennte sich von Ernst Middendorp, machte Kurt Kowarz zur Interimslösung, dann kehrte Armin Veh zurück. Kaiserslauterns Uwe Stöver verließ seinen Posten, um als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zu fungieren. Den FCK coacht seitdem Hans-Werner Moser. Der sportliche Misserfolg bescherte auch der Tätigkeit von Reiner Adrion bei den Stuttgarter Kickers ein jähes Ende. "Billiglösung" Amateurcoach Robin Dutt übernahm. Vorzeitig war in Saarbrücken das "Verfallsdatum" von Horst Ehrmantraut abgelaufen. Ein Spiel hielt Stanislaw Levy Ehrmantrauts Platz warm, dann machte sich Eugen Hach ans Werk. In Schweinfurt hat statt Hans-Jürgen Boysen Rainer Hörgl das Sagen.
7 Eigentore fabrizierten zusammen fünf Teams. Wehen und Siegen trafen je zwei Mal ins eigene Netz, Eschborn, Schweinfurt und die Stuttgarter Kickers beließen es bei einem "Fehlschuss".
32 eingesetzte Akteure und damit den höchsten "Spielerverschleiß" aller Vereine hatte der 1. FC Kaiserslautern. Nur 18 verschiedene Gesichter schickte Pfullendorfs Günter Rommel auf den Platz und rotierte damit am wenigsten.
42 Spieler kamen bei jedem Auftritt ihres Teams zum Einsatz: Demirkiran, Seeber, Mayer (alle Aalen), Miletic, Bode (beide Augsburg), Richter, Wittek (beide Elversberg), Zedi, Okic, Hebestreit (alle Erfurt), Castellino, Kolb (beide Eschborn), Rosenwirth (Feucht), Ollhoff (Hoffenheim), Kegel (Mainz), Thier, Dworschak, Judt, Müller (alle Offenbach), Hermanutz, Buck, Ortlieb, Rapp, Blessin, Hagg (alle Pfullendorf), Schäfer, Thiebaut (beide Saarbrücken), Popovic, Kolinger (beide Schweinfurt), Koch, Zott (beide Siegen) Köstel, Barth, Malchow, Milchraum, Mesic (alle Stuttgarter Kickers), Butscher, Fink (VfB Stuttgart), Koltermann, Ziehl, Ben Neticha und Nagorny (alle Wehen).
77 Siege gelangen vor heimischem Publikum, am erfolgreichsten agierte Augsburg mit sieben Siegen aus zehn Partien. Nur einen Heimsieg feierte Kaiserslautern in neun Versuchen. 44 Triumphe wurde auf fremdem Terrain errungen. Unangenehmster Gast ist der FC Bayern, der bei sechs von zehn Auswärtsfahrten die Punkte mitnahm. Besonders gern gesehen sind die Stuttgarter Kickers und Feucht, die zehn bzw. neun Mal leer ausgingen.
507 Tore fielen bislang. Mit 28 Treffern schossen Paolo Guerrero und Zvjezdan Misimovic über die Hälfte der 43 Münchner Tore, die spitze sind. Nur 19 Mal, also am wenigsten, durfte Schlusslicht Lautern jubeln. Auch beim umgekehrten Wert nehmen die beiden eine Sonderstellung. Der FCB kassierte die wenigsten (14), der FCK mit 39 die meisten.
10 000 Fans lockte das Duell zwischen Bayern München und Erfurt (2:0) ins Olympiastadion, beim "Tag der offenen Tür" bei den Profis. Es war der höchste Saisonbesuch. Nur je 300 Besucher sahen Kaiserslautern gegen Schweinfurt (2:2) und gegen Aalen (1:2) sowie VfB Stuttgart gegen Kaiserslautern (0:1).
323 380 Zuschauer kauften eine Eintrittskarte. Die meisten kamen in Saarbrücken mit insgesamt 46 400, den geringsten Zuspruch hatten, wen wundert's, die letztplazierten Lauterer mit 4650. Saabrücken bescherte dies den besten Schnitt (5156) und Kaiserslautern den schlechtesten (517).