Jürgen K. hat geschrieben:svk4ever hat geschrieben:Jürgen K. hat geschrieben:
Entweder er glaubt an die Kickers und unterschreibt oder die Kickers müssen die Zukunft ohne ihn planen und mit sofortiger Wirkung einen neuen Trainer verpflichten. Jetzt muss der Grundstock für die neue Saison gelegt werden

Und die Kickers sollen sich nicht weiter hinhalten lassen, ob es die Spieler sind oder der Trainer ist, ist in dem Fall egal

Wäre schön, wenn dem so wäre, aber Dutt hat die besseren Karten und ich fürchte im Verein fehlt der Schneid zu unpopulären Maßnahmen, und seien sie noch so richtig.
Auf ca. 80 Planstellen (1. Bundesliga + 2. Bundesliga + RL Süd und Nord)
gibt es genügend Bewerber. Und genügend Präsidenten schauen wo der Trainer mal gekickt hat und was er als Trainer für Erfolge aufzuweisen hat. Da kann Dutt nur sagen, er hat die Kickers vom 16. Platz auf den 4.Platz in der Regionalliga gebracht, ob das so überzeugend ist. Klar ist er für uns der Held und ich finde ihn auch einen tollen Trainer, aber manchmal überschätzt er sich auch ein wenig. Und für den Knacks den wir erlitten haben, war sicherlich auch das Bewerbergespräch bei Hannover 96 mit schuldig, woanders wäre Dutt dafür hochkant rausgeflogen, auch ADM hat sich sowas nicht gefallen lassen, in den 80igern hatten wir einen Trainer Roos, der ist nach einem Flirt mit Arminia Bielefeld rausgeflogen.
Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen unserer Krise und Dutts Gespräch in Hannover gegeben hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber auf jeden Fall denke ich auch, dass interessierte Vereine / Päsidenten die Geschehnissen bei den Kickers (Fall Okpala) und die Leistungskurve der Mannschaft nach der grandiosen Erfolgsphase (Krise nach Tabellenführung und Pokalüberraschung) in die Bewertung eines Trainer-Kandidaten Robin Dutt miteinfließen lassen.
Ich weiß über den Fall Okpala nach wie vor zu wenig, um mir daraus eine Meinung über Dutts richtiges oder falsches Verhalten anmaßen zu wollen. Unstrittig ist, dass er als Trainer für Prozesse innerhalb der Mannschaft mitverantwortlich ist.
Unstrittig ist aber auch, dass Robin Dutt unsere Mannschaft kontinuierlich einen Schritt voran gebracht hat. Auch wenn die letzten Monate sicherlich eine Negativentwicklung waren, bleibt für mich, wenn ich den bisherigen Saisonverlauf insgesamt betrachte, dass wir unser Saisonziel, oben mitzuspielen, bislang erreicht haben. Insofern hat es Robin Dutt geschafft, in seiner Amtszeit - trotz mittelmäßiger finanzieller Spielräume - aus einem Abstiegskandidaten eine Mannschaft zu machen, die die Aufstiegsplätze noch im Blick hat. Diese Leistung - und vor allem: dass er dabei immer wieder junge Spieler eingebaut und zu Stammspielern geformt hat - dürfte ihn wiederum für einige an einer langfristigen Zusammenarbeit interessierten Vereine zurecht sehr interessant machen.
Wenn ich versuche, so gut es geht, die Vereinsbrille abzulegen, dann würde ich ihm trotzdem empfehlen, bei den Kickers zu bleiben. Denn die Entwicklung ist (hoffentlich) nicht zu Ende. Und der Ruf, nach einer eroflgreichen Entwicklung beim ersten Gegenwind hinzuschmeissen, ist sicher nicht der beste.