Frage bzgl italienischem Jugendspieler bei den Kickers

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Basti
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Frage bzgl italienischem Jugendspieler bei den Kickers

Beitrag von Basti »

Ein Darmstadt-Fan hat folgendes im Fussballstammtisch gepostet. Kann da einer helfen?

Italiener bei den blauen Kickers,
kann sich da jmd erinnern?

Als ich noch in der Jugend gekickt habe waren wir bei einem Turnier der Stuttgarter Kickers.
Bei den Blauen hat damals ein italienischer Jugendlicher gespielt, der zwei Wochen später mit seiner Mutter im aktuellen Sportstudio zu Gast war, weil Inter Mailand damals für ihn einen sechsstelligen D- Mark Betrag geboten hat, wenn er sofort wechselt. Das war damals die höchste Summe die jemals für einen Jugendlichen gezahlt wurde. Die Mutter wollte das damals nicht, ich weiß aber nicht wie die Geschichte ausgegangen ist.
Das ganze war so Anfang der 90er, ich war damals so 14 oder 15 und so alt war er dann wohl auch.

Weiß da zufällig einer was darüber, mich würde interessieren was aus dem geworden ist.
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Shishabande
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Beitrag von Shishabande »

wenn mich nicht alles täuscht hieß der junge fabio alderucci, und nach der großen offerte aus italien ging es mit seiner karriere ziemlich berg ab. im internet hab ich einen fabio alderucci gefunden der irgendwann mal bei inter großheppach gespielt hat oder noch spielt.
Mutig und freundlich, so tapfer und gläubig, fröhlich und frech kämpfen sie auch für dich. Leben im Wald unter Bäumen und Steinen,
in ihren Höhlen da sind sie zu Haus.

Shishabande hüpfen hier und dort und überall. Sie sind für dich da wenn du sie brauchst, das ist die Shishabande!!!

Für Shishakonsum im Profifußball!
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Heiko
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Beitrag von Heiko »

Hier gibt's ein Bild:

www.kickers-stuttgart.de/a0009.htm

Er hat meines Wissen nie irgendwo höherklassig gespielt. Falls jemand was genaueres weiß, mich würde das auch interessieren.
Die stillstehende Uhr, die täglich zweimal die richtige Zeit angezeigt hat, blickt nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurück.
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Mauki
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Beitrag von Mauki »

Hieß der nicht Enzo oder so ähnlich. Der hatte glaub ich in der E oder D-Jugend über 30/40 Tore damals geschossen. Ich meinte da war Juve an dem dran.
jens
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Beitrag von jens »

dabei handelt es sich definitiv um Fabio Alderucci aus Weinstadt. Das war der erste Spieler in dem Alter (war glaub ich D-Jugend), um den so ein Wirbel gemacht wurde, weil er damals in kurzer Zeit einen Haufen Tore geschossen hat. Soviel ich weiss, war Juve angeblich an ihm interessiert. Bei den Kickers hat er es dann irgendwann nicht mehr gepackt, ist dann zurück nach Weinstadt und spielt nun bei Inter Großheppach in der Kreisliga B3 Rems-Murr (Tabellenplatz 8 ). Zumindest hat er da in der Vorrunde noch gekickt, da hat meine Mannschaft gegen die gespielt. Er war unter vielen Blinden noch einer der besseren. Aber eine steile Karriere sieht wohl doch etwas anders aus....
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Italo-Blauer
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Beitrag von Italo-Blauer »

Kann mich an diesen Pimpf noch gut erinnern. War von der "4-Buchstaben-Zeitung" ziemlich groß aufgezogen worden. Bekannter von mir sagte, dass der Junge ziemlich normal geblieben sei, aber mit dem ganzen drum herum dann fussballerisch auf der Strecke geblieben. Schade wie ich finde, denn in der damaligen Sendung kam seine Mutter und Fabio sehr sympatisch rüber!
Fand ich übrigens Klasse dass die Familie ihren kleinen nicht abgegeben haben. Es gibt doch noch eine menschliche Seite im bezahlten Fussball :D
Forza Italia - Forza Kickers
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Jürgen K.
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Beitrag von Jürgen K. »

hat glaub auch mal beim SC Urbach gekickt
mattisse
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Beitrag von mattisse »

Mir ist gerade ein uraltes Kickers-Magazin in die Hände gefallen, in der der BLÖD-Artikel abgedruckt war. War übrigens im Jahre 1988...
157 Tore! Kickers-Knirps trifft aus jeder Lage

Fabio Alderucci (10) bekommt nur ein paar Mark Taschengeld. In Italien könnte er wahrscheinlich Tausende verdienen...

Fabio spielt in der E-Jugend der Stuttgarter Kickers. Er hat in etwa 50 Punkt, Hallen- und Freundschaftsspielen 157 Tore geschossen. Einmal acht auf einen Streich!
In Florenz gibt's einen 13jährigen. Seine Ausbeute: 200 Tore in 3 Jahren. Der Junge ist den großen Profi-Klubs fast unvorstellbare Summen wert. "Gazetta dello Sport" berichtete, Juventus, Florenz, Neapel und Rom hätten für den Mini-Bomber bis zu 350 000 Millionen Lire (fast 500 000 Mark) geboten!
Fabio, in Deutschland geboren, Sohn einer sizilianischen Gastarbeiter-Familie, trifft mit links, mit rechts und mit dem Kopf. "Er vergißt auch den Nebenspieler nicht", lobt Trainer Uli Demeter.
Mimma und Paolo, die Eltern des kleinen Torjägers (1,40 m, 29 kg leicht): "Wir wollen in Deutschland bleiben. Wenn er das Zeug dazu hat, soll er sein Glück als Profi versuchen."
"Hoffentlich wirbt ihn der V** nicht ab", sorgte sich Kickers-Präsident Axel Dünnwald-Metzler. Fabios Vorbild Jürgen Klinsmann mußte "ADM" vor Jahren von Degerloch auf den Wasen ziehen lassen.
Fabio dagegen ist (noch) preiswert. Seine "Prämien": Spezi und Pommes Frittes.
350 000 Millionen Lire :lol: Stand da aber wirklich so :!:
super-kickers
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Registriert: Dienstag 18. September 2007, 13:56

Beitrag von super-kickers »

Hier ist ein Werbespot,denn er 1990 für die Weltmeisterschaft "ITALIA 90" in Italien drehte


http://www.youtube.com/watch?v=mly0zWU9XSg
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Bunny
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Beitrag von Bunny »

Ist ja wirklich ne seeeehr interssante Geschichte :!:
jens
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Beitrag von jens »

aus der Waiblinger Kreiszeitung von heute:

Früher Juventus Turin, heute SV Breuningsweiler
500 000 Mark! So viel war Fabio Alderucci vor 18 Jahren wert. Juventus Turin wollte ihn haben, er trat im Fernsehen auf. Heute kickt er in der Kreisliga beim SV Breuningsweiler. Gescheitert, gefrustet? Der 30-Jährige macht ganz und gar nicht den Eindruck. Auch wenn sich sein Traum nicht erfüllte, die Erlebnisse von damals nimmt ihm niemand.
„Das war schon heftig“, sagt er. Bild-Zeitung, Gazzetta dello Sport, die Lokalzeitung, das Aktuelle Sportstudio, Treffen mit Diego Maradona - die Eltern mussten irgendwann auf die Bremse treten. Immerhin war Fabio erst zwölf und kickte in der D-Jugend der Stuttgarter Kickers. Und in der Schule, „na ja, ich hab sie ein bisschen vernachlässigt“.
Losgetreten hatte die Lawine die Bild-Zeitung. Alderucci hatte in der E-Jugend der Stuttgarter Kickers 216 Tore erzielt und damit, so meldete Bild, den Torrekord von Franz Beckenbauer (198 Tore) überboten. Plötzlich stand der kleine Weinstädter im Mittelpunkt. „Das hat sich über die Medien verbreitet“, sagt Alderucci. Die Gazzetta dello Sport berichtete, in der Fernsehshow „Tele-As“ durfte der kleine Fabio gegen Beckenbauer im Torwandschießen antreten (und verlor mit 2:3). Und schließlich kam ein Anruf der Nudelfirma Barilla: „Die wollten mich für einen Werbespot.“
Also setzten sich Fabio und Vater Paolo ins Auto, düsten nach Rom und von dort zum Drehort Bari. „Fünf Tage haben wir gedreht - für 30 Sekunden.“ Noch heute ist der Spot im Internet zu sehen (www.youtube.com, stichwort barilla 1990).
Und plötzlich war er 500 000 Mark wert
In Deutschland kickte Fabio mittlerweile in der Kickers-D-Jugend und wurde von einem Spion von Juventus Turin entdeckt. „Die haben angerufen und gefragt, ob ich mal vorbeikommen will.“ Wieder ging’s mit Vater Paolo über die Alpen. Fabio trainierte mit der Juve-D-Jugend und bekam ein Angebot: Wenn er möchte, dürfe er zu Juve kommen. „Über Geld wurde nicht gesprochen. Außerdem war vereinbart, die Medien rauszulassen.“ Zwei Tage später stand in der Gazzetta dello Sport: Fabio Alderucci wechselt für 500000 Mark zu Juve.
Geworden ist daraus nichts. „Ich wäre mir dort fremd vorgekommen“, sagt Alderucci heute. Wäre er 15 oder 16 gewesen, dann vielleicht. So aber blieb er in der gewohnten Umgebung, schoss weiter Tore für die Kickers. Juve hielt noch „drei, vier Jahre“ Kontakt, dann verlor sich das Interesse.
Alderucci aber war auch in Deutschland auf dem Weg zum Profifußballer. Er spielte bei den Kickers Amateuren in der Verbandsliga, als ihn Profitrainer Wolfgang Wolf mit ins Trainingslager nahm. Einige Male trainierte er auch danach noch mit der Bundesliga-Mannschaft, dann riss er sich das Kreuzband. Der Anfang vom Ende des Profitraums.
Als die Verletzung überwunden war, probierte es Alderucci beim Landesligisten SC Urbach. Nach zwei Monaten riss das gleiche Kreuzband noch einmal. „Die Ärzte haben mir dann gesagt, ich soll aufhören, Fußball zu spielen.“
Er hörte auf den Rat, bis ihn in der Rückrunde der vergangenen Saison Inter Großheppach bat auszuhelfen. „Verwandte von mir haben den Verein gegründet.“ So kickte der Fast-Juve-Spieler in der untersten deutschen Spielklasse.
Ein Abstieg sondergleichen? Die große Chance verpasst, Fußballstar zu werden? Alderucci lacht. „Ich habe nie so weit gedacht. Und jetzt muss ich mich damit abfinden. Es gibt auch andere schöne Dinge.“
Zufrieden sieht er aus, auch wenn ihn damals eines schmerzte: „Nicht mehr Fußball zu spielen, damit habe ich mich erst abfinden müssen. Ich habe Fußball gelebt.“
Deshalb ist er auch wieder eingestiegen. Obwohl er nach den schweren Verletzungen „die Blockade im Kopf“ spürt und aus beruflichen (und körperlichen) Gründen nicht öfter als zweimal in der Woche trainieren kann. Beim SV Breuningsweiler aber ist ihm das Verletzungspech treu geblieben. Muskelfaserriss nach zwei Spielen. „Da habe ich mir schon überlegt, wieder aufzuhören.“
Aber einmal noch will er es probieren. Danach ist immer noch Zeit, die Kiste mit den Erinnerungen auszupacken: die Videos von Fernsehauftritten, die Zeitungsartikel mit seinem Namen in der Überschrift, die Treffen mit Klinsmann, Beckenbauer und Maradona. Anekdoten aus der Zeit, als Deutschlands Torjäger Nummer eins Fabio Alderucci hieß
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