Dutt hat gerade bei Premiere vor dem Fürth-Spiel die Wechselgerüchte nicht dementiert :D
Noch ein Artikel dazu:
Trainerfrage beim VfB
Plan B mit Robin Dutt
Der VfB sichert sich in der Trainerfrage ab - und stößt dabei auf den früheren Kickers-Coach
Stuttgart - Der VfB Stuttgart bereitet sich auf den Fall vor, dass das Modell mit dem Teamchef Markus Babbel nicht funktioniert. Deshalb sondiert der Club zurzeit den Trainermarkt. Für den Winter würde die erste Alternative wohl Mirko Slomka heißen - und für den Sommer Robin Dutt.
Horst Heldt ist froh, dass er den Alltag jetzt kurz hinter sich lassen kann. Das Programm im Uefa-Pokal führt den Teammanager nach Genua, wo der VfB am Donnerstag im dritten Spiel der Gruppenphase antreten muss. Wenn Heldt am Freitag an seinen Schreibtisch zurückkehrt, dürfte er da gleich wieder eine längere telefonische Rückrufliste vorfinden. In der Beraterszene hat es sich nämlich herumgesprochen, dass der VfB den Trainermarkt sondiert. Deshalb versuchen die Agenten, ihre Mandanten ins Gespräch zu bringen - zumindest wenn die gerade arbeitslos sind. Die meisten Vorstöße dürften jedoch vergeblich sein, denn Heldt hat sich bereits eine Strategie für alle Eventualitäten zurechtgelegt.
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Heldt muss sich wappnen
Am liebsten wäre es ihm, wenn das Modell mit dem Teamchef Markus Babbel und dem Assisten Rainer Widmayer funktionieren würde - über diese Saison hinaus. Das ist Plan A. Aber Heldt muss sich wappnen - sowohl für den Fall, dass die erforderliche Trendwende nicht eintritt, als auch für die Variante, wonach sich Babbels fehlende Trainerlizenz als unlösbares Problem im Verhältnis mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) herausstellen sollte (die StZ berichtete). Dafür hat der VfB den Plan B erstellt.
In diesem spielen Wolfgang Wolf, Klaus Augenthaler, Thomas Doll, Krassimir Balakov oder Guido Buchwald keine Rolle, die Heldt bereits von verschiedenen Seiten angeboten worden sind. Diese Leute passen nicht in das Anforderungsprofil des Vereins. Wenn die Sache mit Babbel scheitert, sucht der VfB einen Mann, der in den Grundzügen an Ralf Rangnick erinnert - also einen so genannten Konzepttrainer, der auf die Jugend baut, unverbraucht, authentisch und besonnen ist und möglichst noch aus der Region stammt. Außerdem wird auch Wert auf den Faktor Disziplin gelegt, um die zuletzt in der Mannschaft aufgetretenen Auswüchse zu stoppen. So ist Khalid Boulahrouz in dieser Saison schon öfter zu spät zum Training erschienen.
Dabei führt die Spur des VfB zum SC Freiburg. Oben auf der Liste steht Robin Dutt (43). Der frühere Coach der Stuttgarter Kickers erfüllt fast alle Kriterien und liegt vor dem Exschalker Mirko Slomka (41), über den beim VfB auch nachgedacht wird. Slomka wäre wohl die Winteralternative, wenn Babbel in den insgesamt fünf Spielen bis Weihnachten gar keinen Erfolg hätte. Dann müsste Heldt kurzfristig handeln - und Dutt wäre im Januar kaum zu bekommen. Das einzige andere Manko bei ihm ist vielleicht, dass er auf keine große Laufbahn als aktiver Spieler verweisen kann, aber das kann Slomka auch nicht - und das ist eine weitere Parallele zu Rangnick. In Freiburg hat Dutt seit Juli 2008 einige Duftmarken gesetzt. Er vertraute dem Nachwuchs und veränderte das Gesicht der Mannschaft so sehr, dass der SC auch in der Ära nach Volker Finke um den Aufstieg mitkämpfen kann.
Dutt: verwurzelt in Stuttgart
Auch in der Tatsache, dass der Freiburger Vertrag von Dutt bis 2010 läuft, würde der VfB keine unüberwindliche Hürde sehen. Ein Zweitligaverein hat es immer schwer, seinen Trainer zu halten, wenn der von einem Bundesligisten umworben wird. Bei Dutt kommt hinzu, dass er in Stuttgart verwurzelt ist. Vor seinem Engagement bei den Kickers hat er hier bei unterklassigen Clubs gekickt. Seine Frau lebt nach wie vor in der Stadt und betreibt in Zuffenhausen einen Friseursalon. Allein aus diesem Grund dürfte Dutt eine Anfrage des VfB freuen, zumal das der nächste Karrieresprung wäre. Aber noch gibt es keine Verhandlungen was sich ohnehin erübrigen könnte - wenn Plan A greift.
Bevor die Weichen in Richtung Zukunft gestellt werden, muss der VfB jedoch noch die Abfindungsregularien mit Armin Veh klären. Es geht um rund 1,2 Millionen Euro, die Veh bis zum Vertragsende im Juni 2009 zustehen. Sollte er zuvor bei einem anderen Club unterschreiben, würde sich die Summe reduzieren. Zuletzt gab es Gerüchte, wonach sich eine Rückkehr zu seinem Heimatverein FC Augsburg anbahne. Aber das dementiert Veh energisch. Da sei definitiv nichts dran, erklärt er, er werde nie mehr Trainer in Augsburg - "und wenn ich das sage, kann man es auch glauben. Dann ist es so."
Alles Weitere lässt er jedoch unkommentiert - sei es das angebliche Interesse von Galatasaray Istanbul oder die anhaltenden Spekulationen mit Bayern München. Veh will Abstand und genießt erst mal seine neue Ruhe. Zumindest das hat er Heldt voraus.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/p ... hp/1884308
Dutt: verwurzelt in Stuttgart
