Bluebyte hat geschrieben:Ich vermisse hier die sonstigen Schönredner. Ob aus Berlin oder anderswo kommen doch sonst immer gleich die reflexartigen Optimisten, die den Realisten Defätismus unterstellen. Langsam müsste es auch dem Letzten klar werden, das hinter den Entscheidungen der Vergangenheit ein klares System steckt, bestehende Strukturen zu zerstören um eigene Interessen durchzusetzen. Bis vor einem Jahr habe ich auch noch geglaubt, das GB einen guten Job macht. Das war eine Fehlinterpretation. Und MM? Als der verpflichtet wurde, habe ich mir seine Webseite durchgelesen. Um Gottes willen - und der bekommt einen Zwei-Jahres Vertrag? I crashed my car into the bridge, I don´t care.
Nee komm, ich lass Dir Deinen Spaß, als "reflexartiger Optimist" (was´n das eigentlich?) und sogar aus Berlin, will ich mich gerne stellen.
Nur noch mal zur Richtigstellung: ja, ich war und bin noch immer von der Qualität des Kaders überzeugt. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass einem Mann wie G.Buchwald größter Respekt für seine Arbeit für die Blauen entgegen gebracht werden sollte. Und er tut im Außenauftritt den Kickers gut. Leider scheint es ziemlich schwierig zu sein, ihm einen guten Mann zur sportlichen Aufgabenwahrnehmung zur Seite zu stellen. An wem oder as das liegt, kann ich doch gar nicht beurteilen. Hinsichtlich des Trainers war es für mich einfach eine logische Konsequenz, dem Retter der letzten Saison einen neuen Vertrag zu geben, das sind ja quasi Automatismen. Allerdings habe ich neulich bereits meine Skepsis zum Ausdruck gebracht, was die weitere Zusammenarbeit mit ihm betrifft. Insofern, klarer Punktsieg für die "Realisten mit Hang zum Defätismus" Und was er jetzt mit Auracher und Ivanusa macht, da fehlt mir ebenso jedes Verständnis. Entweder liegen klare Verfehlungen -außerhalb des Platzes- der beiden vor, dann muss das klar kommuniziert werden, nicht zuletzt im Vereinsinteresse. Oder es ist ein absolutes no-go des Trainers. Verdiente Spieler sondiert man nicht aus, weil man die Trainingsgruppe klein halten will.
Aber nein, ich glaube nicht, dass bei irgendjemandem der Vorsatz da ist, Strukturen der Vergangenheit kaputt zu machen um das eigene Ego erstrahlen lassen zu können. Wer soll denn das sein und wer hätte was genau davon? Aus Sicht des Betrachters aus der Ferne laufen derzeit zu viele Dinge richtig schief in Degerloch. Von einzelnen, dummen Toren in der Schlussphase von Spielen über Verletzungen und Krankheiten von Neuzugängen bis hin zu Äußerungen in der Öffentlichkeit, die nicht den Eindruck der Geschlossenheit oder des planvollen Handelns vermitteln, und bis hin zu Personalentscheidungen, die nicht, schleppend oder -gelinde gesprochen- unglücklich gefällt werden.
Ist das alles zu reflexartig? Okay, mea culpa. Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass es nur wieder besser wird, wenn man sich nicht gegenseitig mit Vorwürfen und Unterstellungen überhäuft sondern gemeinsam versucht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nicht Trainer gegen Mannschaft oder einzelne Spieler, nicht Präsidium gegen Trainer und eben auch nicht Fans gegen Vereinsverantwortliche. Legt man damit erst mal los, kann man gleich schon den Besen zum Scherben aufkehren holen.