Tobi78 hat geschrieben: ↑Dienstag 22. Oktober 2024, 19:38
Was kann man denn noch aus der Analyse ableiten? Doch relativ wenig, außer dass wir im Strafraum und in direkter Strafraumnähe Abstimmungsprobleme haben und zu viele individuelle Fehler machen? Eine klare Achillesferse lese ich da nicht heraus.
Klar, mehr Informationen wären hilfreich, um Schwachstellen oder Verbesserungspotential genauer zu analysieren, beispielsweise eine Übersicht aller Torgelegenheiten des Gegners. Stoitschkov weist zurecht darauf hin, dass wir gegen Freiberg oder Steinbach viele Torabschlüsse zugelassen haben. Das Endergebnis spiegelt also möglicherweise nicht das tatsächliche Risiko durch gegnerische Angriffe wider. Umgekehrt könnten damit auch Stärken identifiziert werden, etwa welche Art von Chancen wir noch erfolgreich verteidigen konnten. Hierbei würde ich persönlich 1-gegen-1-Situationen hervorheben, in denen Dorne wirklich außergewöhnlich stark ist.
Trotzdem gibt es für mich weitere Anhaltspunkte aus der Übersicht, die interessante Erkenntnisse liefern. Standardsituationen bekommen wir nicht sauber geklärt, und der Gegner wird beim zweiten Ball gefährlich (Gegentore gegen Eintracht II, Bahlingen, Fulda). Kammer hat häufiger zu Gegentoren beigetragen, als ich intuitiv erwartet hätte. Wir sind in den Halbräumen anfällig, was Offenbach ja auch öffentlich thematisiert hat. Zudem verteidigen wir den Rückraum nicht konsequent genug (Freiberg, Fulda). Dennoch lassen sich all diese Erkenntnisse unter dem Begriff „defensive Organisation“ zusammenfassen. Die Gegentore verteilen sich relativ gleichmäßig auf die erste und zweite Halbzeit, wobei besonders späte Gegentore in den letzten 15 Minuten häufiger vorkommen. Das könnte auf Konzentrationsschwächen oder mangelnde Kondition in der Schlussphase hinweisen. Dorne sagte nach dem Spiel gegen Hoffenheim nicht umsonst: „Wir müssen an unseren Basics arbeiten, damit wir vor der Winterpause noch ordentlich punkten.“
Nazis raus aus den Stadien.