Vor WM-Auslosung: Fußball-Deutschland im Schockzustand

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Basti
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Vor WM-Auslosung: Fußball-Deutschland im Schockzustand

Beitrag von Basti »

Vor WM-Auslosung: Fußball-Deutschland im Schockzustand
München - 186 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft, keine Woche vor der Gruppen-Auslosung in Leipzig, gibt Fußball-Deutschland wahrlich kein gutes Bild ab.

In Hamburg gab es die hässlichste Szene des Wochenendes: Einige Auswärts-"Fans" des 1. FC Köln warfen mit Gegenständen auf die vor ihrer Kurve jubelnden HSV-Profis und trafen Mittelfeldspieler Alexander Laas mit einem Trommelstock an der Stirn. Stark blutend sank der 21-Jährige zu Boden, noch am Spielfeldrand wurde die Wunde geklebt.

"Jeden Morgen steht ein Dummer auf"
"Jeden Morgen steht ein Dummer auf, der eine gesamte Gruppe in Verruf bringt", wetterte Kölns Trainer Uwe Rapolder zurecht. Nicht nur für Hamburgs Sergej Barbarez wirft der Vorfall ein schlechtes Licht auf WM-Gastgeber Deutschland. "Drei Jungs von uns haben was auf den Kopf bekommen, einer hat geblutet. Solche Sachen sollten nicht in einem Stadion passieren, besonders nicht vor einer WM. Man sollte sich Gedanken machen", erklärte der Bosnier.

Rettig entschuldigt sich
"Ich muss mich in aller Form bei Alex Laas entschuldigen - auch wenn so etwas eigentlich nicht entschuldbar ist", sagte Kölns Manager Andreas Rettig. Für den FC und besonders den Täter, der sich inzwischen bei Kölns Fanbeauftragten gemeldet hat, wird der hässliche Zwischenfall auf jeden Fall Konsequenzen haben. Der Kontrollausschuss nimmt am Montag seine Ermittlungen aufgrund der Vorkommnisse auf.

In Gladbach passierte Ähnliches. Der verletzt am Boden liegende Club-Stürmer Stefan Kießling wurde ebenfalls mit Gegenständen aus dem gegnerischen Block beworfen. Zum Glück passierte ihm nichts.

Niersbach sieht WM nicht gefährdet
Die unschönen Vorfälle werfen die Frage auf: Ist bei der WM mit Ähnlichem zu rechnen oder ist die WM gar gefährdet? WM-OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach wiegelte im DSF-Doppelpass ab: "Solche Einzelfälle wird man nie ganz ausschließen können. Aber wir sollten jetzt nicht in Panik verfallen. Wir fühlen uns in keinster Weise verunsichert." Leverkusens Ex-Manager und WM-Botschafter Reiner Calmund pflichtete Niersbach bei: "Das deutsche Publikum ist vorbildlich, genauso wie Stadien und Sicherheitskonzepte. Idioten gibt es überall, diese Einzelfälle sind nicht hundertprozentig zu vermeiden. Die WM ist dadurch aber nicht gefährdet - das wäre überzogen."

Todesfall in Stuttgart
Den negativen Höhepunkt eines schwarzen Wochenendes für den deutschen Fußball gab es am Rande des Spiels zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern zu berichten. Ein Schmählied über den VfB hat den 32 Jahre alten Tischler Hubert L. aus Lauchheim in Baden-Württemberg offenbar das Leben gekostet. "Bei dem Vorfall wurde am Freitagabend ein Mann niedergestochen, der daraufhin verstarb", bestätigte der Sprecher der Polizeidirektion Aalen, Hans-Joachim Hug, einen Bericht der "Bild am Sonntag".

Messerstecherei vor Jugendtreff
Hubert L. hatte in der Nacht zum Samstag in einem Jugendtreff gefeiert. Als er ein Schmählied über den VfB singend, von der Toilette kam, zettelte Patrick S. nach BamS-Informationen eine Rangelei an, die vor dem Jugendtreff mit einem tödlichen Messerstich endete. Hubert L. verstarb wenige Stunden später am Samstag gegen 6 Uhr in der Ostalb-Klinik.


Spielabsage wegen Sicherheitsbedenken
Angesichts dessen rückt die Spielabsage der Partie Kaiserslautern gegen Frankfurt wegen "baulicher Sicherheitsbedenken" fast schon in den Hintergrund. Doch: Es ist nicht die erste Panne in einem der zwölf WM-Stadien. In Kaiserslautern verletzte im vergangenen Jahr ein vom Wind los gelöstes Teil der Dachkonstruktion einen Ordner.

Auch Probleme in anderen Stadien
In Frankfurt gab es mehrfach Probleme mit dem Dach, in Nürnberg musste mit Schwingungsdämpfern nachgerüstet werden, weil die Statik Probleme machte - und nun werden aus dem Fritz-Walter-Stadion Risse in einem Teil der Tribüne gemeldet. Um keine Menschenleben zu gefährden, wurde das Bundesligaspiel am Samstag abgesagt. FCK-Boss Rene Jäggi versprach die Mängel schnellstmöglich zu beseitigen. Bleibt zu hoffen, dass aus diesem Wochenende die richtigen Schlüsse und Konsequenzen gezogen werden - in und vor den Stadien.

Michael Gerhäußer
:arrow: http://www.sport1.de
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Kickers-Oli
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Beitrag von Kickers-Oli »

schon heftig, was an dem Wochenende abging
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Und jetzt alles weg sperren was nicht bei 3 auf dem Baum ist. Macht ruhig so weiter.


Welt zu Gast bei Irren?

Hooligans, blutende Spieler und Prügel auf dem Rasen: Tage vor der WM-Auslosung zeigt sich der deutsche Fußball von seiner schlimmsten Seite.
Von Oliver Völkl

Eigentlich propagiert der offizielle WM-Slogan 2006 „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Das lustige Maskottchen Goleo und der dauergrinsende WM-Cheforganisator Franz Beckenbauer verkörperten das gut gemeinte Motto auf zahlreichen Veranstaltungen. Die Realität sieht leider momentan anders aus.

Schockierende Bilder am 15. Spieltag

Was die Fernsehzuschauer in aller Welt vom 15. Spieltag der Bundesliga zu sehen bekamen, war Fußball brutal, garniert mit irren „Fans", wenn man kriminelle Anhänger verschiedenen Vereine überhaupt noch so nennen will.

Vor allem die Bilder aus Hamburg schockierten: Die HSV-Kicker stürmten nach dem 2:0 zu Torschütze Benny Lauth. Hamburger Jubel vor dem Kölner Block. Die FC-Anhänger warfen alles, was sie in die Hände bekommen konnten: Bierbecher, Feuerzeuge und einen Trommelstock.

Dieser Stock traf HSV-Profi Alexander Laas an der Stirn. Blutüberströmt sank er zu Boden. „Alles war voll Blut. Alex schrie, mein Auge, mein Auge“, berichtete Daniel Van Buyten. Der HSV-Kapitän trug den Youngster aus der Gefahren-Zone. Die Wunde über Laas´ linkem Auge wurde noch am Spielfeldrand geklebt.

„Ich war geschockt. Mir lief das Blut ins Auge. Ich konnte eine Zeit lang nichts mehr sehen", schilderte Laas selbst den Vorfall. „Ein paar Zentimeter weiter, dann hätte Alex erblinden können", erklärte ein HSV-Arzt. Der noch in der Nacht geständige Trommelstock-Werfer wurde der Polizei gemeldet. „Damit ist dieser Fall, zumindest was die Tätersuche anbetrifft, abgeschlossen", sagte FC-Manager Andreas Rettig.

Und wieder schlug Alpay zu

Ebenfalls in Hamburg trieb es Kölns super-aggressiver Spieler Özalan Alpay wieder einmal zu weit. Der Türke rammte seinem Gegenspieler Guy Demel den Ellbogen mit voller Absicht ins Gesicht. In Sachen Alpay gab es schon erste Konsequenzen: Der Abwehrspieler, der schon beim Skandal-Spiel in der WM-Relegation zwischen der Türkei und der Schweiz wild um sich prügelte, wurde laut Rettig vom Verein „arbeitsrechtlich belangt“ und von Trainer Rapolder kurzerhand aus dem Kader für das Nachholspiel am Dienstag gegen Duisburg gestrichen. „Wir sind beim Fußball und nicht auf einem Kriegsschauplatz", klagte Rapolder.

Kießling bewusstlos geschlagen und beworfen

Tatort Gladbach: In der 87. Minute streckte Jeff Strasser in Gladbach Nürnbergs Angreifer Stefan Kießling mit einem Ellenbogen-Check nieder. Der Nürnberger brach zusammen, verlor für kurze Zeit das Bewusstsein. Gladbacher Chaoten warfen Münzen, Becher und Feuerzeuge auf den Verletzten. „Ich frage mich schon, was da einige im Kopf haben", meinte Kießling später.

Deisler tritt wütend zu

In Sebastian Deisler trug auch ein deutscher Nationalspieler dazu bei, dass der Spieltag in schlechter Erinnerung blieb. Beim wenig unterhaltsamen 0:0 der Bayern in Stuttgart versagten ihm bei einem Zweikampf mit Ludovic Magnin die Nerven. Deisler trat wütend auf den Stuttgarter ein. Sein mit dem Platzverweis geahndeter Ausraster vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann war ihm selbst ein Rätsel: „Das war eine dumme Aktion.“

Verantwortliche bedauern „Einzelfälle“

Dem Vize-Präsident des WM-Organisationskomitees, Wolfgang Niersbach, aber nahm all das nicht die Vorfreude auf die WM. „Wir sollten jetzt nicht in Panik verfallen und sind weit davon entfernt, wegen eines solchen Einzelfalls die gesamte Konzeption und unsere Philosophie über den Haufen zu werfen", sagte er zu dem Vorfall in Hamburg im „Deutschen Sportfernsehen“.

Gleichwohl deutete Niersbach erste Konsequenzen an: „Wir haben im OK darüber diskutiert, ob wir in den WM-Stadien die Fangnetze hinter den Toren abnehmen können. Nach diesem Vorfall können wir uns das nicht mehr leisten.“ An eine deutliche Ausweitung der ohnehin strengen Sicherheitskontrollen sei jedoch nicht gedacht. „Wir werden uns bemühen, die Atmosphäre nicht durch zu viele Kontrollen zu zerstören.“

„Gegen solche Leute muss mit aller Konsequenz vorgegangen und ein Stadion-Verbot ausgesprochen werden. Diese Vorfälle sind aber Gott sei Dank Einzelfälle", sagte Liga-Boss Werner Hackmann.

Am Freitag findet in Leipzig die WM-Auslosung statt.
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Matze
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Beitrag von Matze »

Weiß nicht wieso die Presse das so hochkocht- selbst die Radio Sender sorgen sich heute morgen plötzlich um den Ablauf der WM...alles in allem doch ein ganz normaler Bundesligaspieltag!

Dem DfB wirds rech sein, an schlagkräftigen Argumenten für überzogene Fan-Sanktionen wirds in Zukunft nicht fehlen :!:

Ich möchte auch den Vorfall in Hamburg nicht schönreden- dass es Körperverletzung war steht außer Frage.

Allerdings gibts beim Fußball nunmal Emotionen. Und Berichten der Kölner Fans zur Folge wurde von Seiten der HSV Spieler beim Torjubel heftigst RichtungFans gepöbelt.
Hätte aber jemand mutwillig verletzt werden sollen, wärn sicher andere Dinge geflogen, als ein Trommelstab...
Jean-Luc Girard
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Beitrag von Jean-Luc Girard »

Sehr interessant fand ich die Aufarbeitung von HSV-Köln in der ARD-Sportschau von gestern abend, vielleicht hat´s jemand gesehen.

In einem Bericht hieß es, man konnte den Täter aufgrund der installierten Videokameras identifizieren und überführen (sagten Polizeisprecherin und Hackmann). Besonders letzterer nahm diese "Erfolgsmeldung" zum Anlass, die Überwachung aufs Neue zu legitimieren.

Später im Interview mit Rettig räumte Moderator Lufen ein, dass sich der Täter selbst gestellt hätte :!:

@ Rinderwahn: Quelle? :wink:
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Jean-Luc Girard hat geschrieben:
@ Rinderwahn: Quelle? :wink:
focus.de :oops:
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McVillager
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Beitrag von McVillager »

Bundesliga-Kommentar
Schmutziger Samstag
Von Jörg Hahn


04. Dezember 2005 Am Donnerstag war in München Smoking angesagt, und für kommenden Freitag in Leipzig ist wieder festliche Robe gefragt. Doch der Fußball erlebt hierzulande nicht nur Fest- und Feiertage. Zwischen der Bambi-Gala mit Preisen für die Fußball-Ikonen Beckenbauer und Pele sowie Fußball-Weltpräsident Blatter und der WM-Auslosung als weltweiter Show für Hunderte von Millionen Fernsehzuschauern lag der schmutzige Samstag, an dem die Arbeitskleidung der Fußballprofis und das Image der Sportart einige dicke Flecken abbekommen haben.


Es wurde getreten, gehauen und randaliert. Nationalspieler Deisler verlor die Nerven, sah die Rote Karte. Alpay sah rot, schlug um sich, doch die Strafe blieb zunächst aus. Der Schiedsrichter war nicht im Bilde. Dafür greifen der Verein - der 1. FC Köln hat ihn zunächst aus dem Kader gestrichen - und auch der Kontrollausschuß des Deutschen Fußball-Bundes durch. Anklage ist schon erhoben worden.

Der Preis, den alle zu zahlen haben

Bilder, die der Fußball nicht braucht, gab es zuhauf. Nicht immer floß gleich Blut, doch Szenen wie die in Hamburg (ein Trommelstock als Wurfgeschoß verletzte HSV-Spieler Laas) und in Mönchengladbach (der Nürnberger Kießling wurde, verletzt am Boden liegend, mit Gegenständen beworfen) legen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen nahe. So ärgerlich Leibesvisitationen und die Beschlagnahmung von Alltagsgegenständen für echte, also nur am Spiel interessierte Fans sein mögen - dies ist der Preis, den alle für eine Handvoll Rowdies zu zahlen haben.

Diskutiert wurde auch über ein Spiel, das gar nicht stattfand. Die Absage in Kaiserslautern, wo nun - wie schon in den WM-Arenen in Frankfurt und in Nürnberg - bauliche Mängel entdeckt worden sind, paßt in die Landschaft: Die Pfalz als Dauerbaustelle. Im Unterschied zu den anderen beiden Schauplätzen sind die Schäden so gravierend, daß im Fritz-Walter-Stadion vorerst nur Fachleute vom Bau und nicht solche am Ball geduldet werden. Außerdem ist diese WM-Dependance auch ein personeller Sanierungsfall - Rene C. Jäggi kann schlechterdings beim 1. FCK als letztlich gescheiterter Reformer aussteigen, aber vor Ort weiter die WM-Geschäfte führen. Das Organisationskomitee wird handeln müssen - warum nicht nach dem Motto "elf Freunde, elf Stadien"? Man könnte den Sorgenfall einfach aus der Zwölfer-Liste der WM-Theater streichen.

Nicht bloß Beifall für Blatter

Erst einmal aber schaut alles auf Leipzig, und dort sollte doch, bitte schön, alles mit rechten Dingen zugehen. Eine Auslosung mit Pannen, nichts wäre blamabler für Gastgeber Deutschland und für den Internationalen Fußball-Verband (Fifa). Natürlich wird der große Kommunikator Blatter nicht bloß Beifall bekommen, sondern sich auch kritische Nachfragen, beispielsweise zum Geschäftsgebaren der Fifa, gefallen lassen müssen. Weil der Schweizer, der schon zur Eröffnung des Konföderationen-Pokals im Sommer mit Pfiffen empfangen worden war, dies ganz genau weiß, überläßt er die Bühne zur Auslosung einem seiner engsten und besonders smarten Mitarbeiter: Kommunikationsdirektor Markus Siegler, Typ guter Schwiegersohn.

Die Bundesliga kann nach den Eindrücken vom Wochenende froh sein, daß ihr nicht regelmäßig so viele Menschen zuschauen, wie sie für die spektakuläre WM-Lotterie erwartet werden (rund 300 Millionen in etwa 150 Ländern). Zu befürchten ist: Am Tag nach dem Leipziger Smoking-Event wird es in der Bundesliga wieder tüchtig was auf die Socken geben.

Text: F.A.Z. vom 5. Dezember 2005
Wem die Scheiße bis zum Hals steht sollte den Kopf nicht hängen lassen!

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McVillager
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Beitrag von McVillager »

[quote="Jean-Luc Girard"]In einem Bericht hieß es, man konnte den Täter aufgrund der installierten Videokameras identifizieren und überführen (sagten Polizeisprecherin und Hackmann). Besonders letzterer nahm diese "Erfolgsmeldung" zum Anlass, die Überwachung aufs Neue zu legitimieren.

Später im Interview mit Rettig räumte Moderator Lufen ein, dass sich der Täter selbst gestellt hätte :!:
[/quote]

Videokameras helfen aber eben nur im Nachhinein zum Überführen des Täters. Eine Tat verhindern können Kameras eben auch nicht.
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Jean-Luc Girard
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Beitrag von Jean-Luc Girard »

Was ich sagen wollte: der Witz ist ja, dass einem die Feststellung des Werfers als "Erfolg" der Überwachung verkauft werden soll(te). Tatsache ist, dass per Kamera eben nicht der tatsächliche Täter erspäht, sondern erstmal ein anderer "Beteiligter" ausgemacht wurde. Hätte sich der Werfer nicht selbst gestellt, würde man ihn womöglich jetzt noch suchen und Filme gucken.
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Blatter will Beckenbauer "ins Gebet nehmen"

Leipzig - Die Schulnote "Zwei Plus" hat Joseph S. Blatter vor der Endrundenauslosung der Fußball-Weltmeisterschaft in Leipzig an die deutschen WM-Organisatoren verteilt.

Angesichts der jüngsten Bau-Pannen in Kaiserslauterns WM-Arena und Zuschauer-Ausschreitungen in Hamburg warnte der Präsident des Weltverbandes Fifa aber auch vor Selbstzufriedenheit: "Im OK brennt jetzt die Rote Lampe. Im Bereich der Kontrolle muss noch etwas gemacht werden".

WM-Stadien werden nochmals kontrolliert

Das Fifa-Exekutivkomitee, so kündigte Blatter auf der Neuen Leipziger Messe an, werde am Dienstag einen neuen Zeitplan erstellen, wonach nochmals alle zwölf WM-Stadien ab Januar 2006 kontrolliert werden.

"Wir werden dann genau festlegen, bis zu welchem Termin eventuell noch bestehende Mängel beseitigt werden müssen", so Blatter.

Er rechne in diesem Zusammenhang damit, dass alle zwölf WM-Stadien die kritischen Tests der Fifa bestehen werden.

Blatter will WM-OK-Chef Beckenbauer "ins Gebet nehmen"

Im Bereich der Sicherheit kündigte der Fifa-Präsident nach dem jüngsten Vorfall in Hamburg, wo der HSV-Spieler Alexander Laas durch einen geworfenen Trommelstock eines Zuschauers verletzt worden war, an, den deutschen OK-Präsidenten Franz Beckenbauer "ins Gebet nehmen" zu wollen.

"Vertrauen ist gut, aber die Spielfelder dürfen nicht mit Gegenständen beworfen werden. Hier muss hart kontrolliert werden", sagte der Schweizer.

Blatter machte sich in diesem Zusammenhang für die bessere Erziehung der Fußball-Zuschauer stark und nannte exemplarisch die Fairness der britischen Fans in den dortigen Stadien, wo keine Gegenstände auf das Spielfeld gelangen würden.

Ruhe bei den Nationalhymnen

Erziehung zum Respekt voreinander forderte der Schweizer auch beim Abspielen der Nationalhymnen vor Länderspielen ein. Es könne nicht sein, wie jüngst bei den WM-Qualifikationsspielen erlebt, dass die Nationalhymne eines Landes im gellenden Pfeifkonzert der gegnerischen Fans untergeht.

"Ich bin dafür, die Nationalhymnen vor dem Spiel beizubehalten, aber es muss die Möglichkeit geschaffen werden, in diesem Moment die Ruhe zu behalten. Bei einer Gedenkminute geht das doch auch", so Blatter.

Das Exekutivkomitee werde einen Strafenkatalog erarbeiten, um grobe Respektlosigkeiten vor den Nationalhymnen künftig ahnden zu können. "Wir haben in den 64 WM-Spielen die Möglichkeit, durchzugreifen, wenn es in Richtung Diskriminierung und Rassismus geht", ergänzte Blatter.

Kritik am Ticketing

Neben den Baumängeln an einigen der neuen WM-Stadien kritisierte der Fifa-Präsident vor der Endrundenauslosung und dem damit verbundenen Beginn der heißen Phase der WM-Vorbereitung auch den Bereich Ticketing als "zu perfektionistisch".


Hier müsse jetzt die optimale Lösung gefunden werden. "Sicherheit muss sein, aber es darf doch nicht Stunden dauern, ehe die Zuschauer in das Stadion gelangen."

Blatter hat Vertrauen in die deutsche Organisation

Insgesamt aber seien die Vorbereitungen in Deutschland "wesentlich weiter fortgeschritten als 2002. Da waren in Südkorea noch nicht einmal die Stadien fertig. In Deutschland wird darin schon gespielt."

In den Bereichen Unterbringung und Transport sowie Kommunikation mit den Teilnehmer-Nationen ist die Fifa mit dem erreichten Stand sehr zufrieden. "Unser Vertrauen in die deutsche Organisation ist voll gegeben", sagte Blatter.

Kein "Chip-Ball" bei der WM

Der so genannte "Chip-Ball" kommt bei der WM 2006 offenbar nicht zum Einsatz. Der von adidas entwickelte "Smartball", der bei strittigen Szenen anzeigt, ob der Ball die Torlinie überschritten hat oder nicht, war bei der "U17"-WM in Peru im September erstmals getestet worden.

Wegen aufgetretener Mängel, so kündigte Blatter an, werde der bei der Klub-WM im Dezember in Japan angesetzte zweite Test nicht stattfinden.
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Gute Manieren - notfalls per Sanktion

05. Dezember 2005 Auf seine alten Tage wird Joseph Blatter mehr und mehr zum Lehrmeister mit pädagogischem Impetus. Am Montag, zum Auftakt der Leipziger Woche des Weltfußballs mit dem Höhepunkt der Auslosung der WM-Endrunde am Freitag abend, gebrauchte der Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) das Wort „Erziehung” so oft wie nie in den vergangenen Jahren.

Der 69 Jahre alte Walliser sorgt sich nicht nur um die guten Manieren in seinem Sport, er will sie notfalls auch per Sanktion durchsetzen. Ein halbes Jahr vor Beginn des Weltmeisterschaftsturniers in Deutschland hielt Blatter auch mit Kritik am deutschen WM-Organisationskomitee unter der Leitung von Franz Beckenbauer nicht zurück.

„Erneute Runde der Stadienkontrolle”

Nach den jüngsten Zwischen- und Schadensfällen in der Bundesliga forderte der Fifa-Präsident eine „erneute Runde der Stadienkontrolle” und eine deutliche Fristsetzung für letzte Reparaturmaßnahmen, „sollten Mängel festgestellt werden”. Unter den zwölf deutschen WM-Stadien wurden seit dem Confederations Cup im Sommer Dachschäden in Frankfurt und zuletzt Kaiserslautern festgestellt; Risse in einer Tribünenbetondecke sind in Nürnberg registriert worden.

Verärgert zeigte sich Blatter auch über den Trommelstockwurf aus einem Fanblock, der am Samstag im Bundesligaspiel des HSV gegen den 1. FC Köln den Hamburger Spieler Laas verletzte. „Der Deutsche Fußball-Bund und seine Liga sind da in der Verantwortung”, hob der Weltfußball-Präsident hervor, „es sollten die gleichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden wie bei einem Länderspiel.”

Frei von jeder Fußball-Romantik

Tumulte nach Abpfiff des Schweizer Spiels in der Türkei
In diesem Zusammenhang rief Blatter - frei von jeder Fußball-Romantik - zu einem Stehplatzverbot für die Bundesliga auf. Einen Tag vor der Sitzung der WM-Organisationskommission sagte Blatter ohne diplomatische Umschweife: „Wir werden das OK schon etwas ins Gebet nehmen. Dort brennt jetzt die rote Lampe.”

Auch andere Dinge an der deutschen Einstimmung auf die WM finden nicht Blatters ungeteilte Zustimmung. Das Ticketingsystem nannte der Fifa-Präsident ob des ihm zugrundeliegenden Rundum-Regulierungsanspruchs „etwas zu perfektionistisch. Sicherheit muß großgeschrieben werden, aber wenn sich jeder WM-Besucher vor dem Stadion ausweisen muß, wird es etwas kompliziert.”

Nationalhymnen sollen bleiben

Blatters Strenge ließ indes nicht den Schluß zu, daß er mit den deutschen Organisatoren der größten Fifa-Veranstaltung völlig unzufrieden sei. Gebeten um eine Benotung der bisherigen Bemühungen des Gastgebers gab der Schweizer dem OK eine „zwei plus”, erweckte aber den Eindruck eher „zwei minus” im Sinn zu haben. Bei aller Mäkelei im Detail hob der forsche Walliser soviel aber auch hervor: „Die jüngsten Ereignisse in der Bundesliga stellen die Weltmeisterschaft des nächsten Jahres nicht in Frage.”

Das wäre ja auch noch schöner gewesen. Blatter nutzte seine erstbeste Leipziger Gelegenheit auch dazu, den Fußballfans ins Gewissen zu reden. So sprach er sich entgegen einer früheren mißverständlichen Äußerung eindeutig für die Beibehaltung von Nationalhymnen vor Länderspielen aus. „Wir sollten aber dafür sorgen, daß sich die Zuschauer respektvoll gegenüber dem Gegner verhalten.” So wie vor kurzem auf die türkische Nationalhymne vor dem Spiel in Bern gepfiffen wurde, das hat auch dem Schweizer Blatter nicht gefallen - ungeachtet der vorzugsweise von den Türken zu verantwortenden schlimmen Vorkommnisse nach dem Rückspiel in Istanbul.

„Zuschauer zum Fair play erziehen”

Problem-Stadion 2: in Nürnberg gab es Risse in einer Tribünenbetondecke
Da der Walliser dem Grundsatz huldigt, „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”, plädiert er für Sanktionen, sollten Hymnen aufs neue zur Projektionsfläche von vulgärer Antipathie werden. „Wir müssen versuchen, die Zuschauer zu Fair play zu erziehen. Wenn man etwas durchsetzen will, geht es nur über einen Strafenkatalog.”
Und noch etwas möchte der Präsident bei seiner WM nicht in den Stadien sehen: Raucher. „Rauchen”, sagt der Gelegenheitszigarrenraucher Blatter, „gehört nicht ins Stadion. Aus Respekt gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen. Verbieten kann das aber nur die Regierung.” Wenigstens etwas, das den Behörden bei dieser Fifa-Party unter strengen Fifa-Auflagen noch durchzusetzen übrigbliebe.


Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich bin gespannt wann der erste Stadionverbot erhält, der im Stadion raucht. Vielleicht wird in Kürze ja auch das fluchen verboten.
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

Rinderwahn hat geschrieben: Auch andere Dinge an der deutschen Einstimmung auf die WM finden nicht Blatters ungeteilte Zustimmung. Das Ticketingsystem nannte der Fifa-Präsident ob des ihm zugrundeliegenden Rundum-Regulierungsanspruchs „etwas zu perfektionistisch. Sicherheit muß großgeschrieben werden, aber wenn sich jeder WM-Besucher vor dem Stadion ausweisen muß, wird es etwas kompliziert.”

Ich denke mal, dass die FIFA doch selber schuld ist an dem System.


@Rinderwahn Artikel mit Quellenangaben sind besser. :wink:
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Buddy hat geschrieben:
Rinderwahn hat geschrieben: @Rinderwahn Artikel mit Quellenangaben sind besser. :wink:
Irgendwann werde ich es auch lernen: faz.de
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Jean-Luc Girard
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Beitrag von Jean-Luc Girard »

Rinderwahn hat geschrieben:Gute Manieren - notfalls per Sanktion


In diesem Zusammenhang rief Blatter - frei von jeder Fußball-Romantik - zu einem Stehplatzverbot für die Bundesliga auf. Einen Tag vor der Sitzung der WM-Organisationskommission sagte Blatter ohne diplomatische Umschweife: „Wir werden das OK schon etwas ins Gebet nehmen. Dort brennt jetzt die rote Lampe.”
Ich möchte mal wissen, was der für ein Problem hat - die Außendarstellung seines Sports wird vielleicht dann mal zum Thema, wenn keiner mehr im Stadion ist außer ein paar Honoratioren. Und vielleicht kann mir ja jemand aus dem Forum den Zusammenhang von Aggressionen und Stehplätzen erläutern. :evil: :evil:
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Soulfly
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Beitrag von Soulfly »

Was will man auch erwarten. Im "normalen" Berufsleben sind Menschen
im Alter von Blatter im verdienten Ruhestand.
Aber beim DFB, FIFA oder sonstwo mischen ja noch die 80-jährigen mit.
Die Herren sind so weit vom Fußball entfernt wie eine Kuh vom Eier-legen.
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McVillager
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Beitrag von McVillager »

DRESDEN GEGEN COTTBUS

Schwere Ausschreitungen im Ost-Derby

Rauchbomben, Leuchtraketen und beinahe noch ein Platzsturm. Fans aus beiden Lagern sorgten dafür, dass die Partie Dresden gegen Cottbus mehrfach kurz vor dem Abbruch stand. Einen Sieger gab es am Ende nicht.

Dresden - Gegen Energie Cottbus kamen die Sachsen, die nunmehr zehn Spiele in Serie nicht gewinnen konnten nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und bleiben mit zwölf Zählern als 16. auf einem Abstiegsplatz.

Vor rund 14.000 Zuschauern im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion hatte Thomas Bröker (30.) mit seinem ersten Saisontor die Hausherren, in Führung gebracht. Für die seit fünf Spielen sieglosen Lausitzer, die sich mit einem Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz verbessert hätten, traf Timo Rost (45.+1). Cottbus hat als Fünfter (25 Punkte) zwei Zähler Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.

In der 81. Minute stand die Partie kurz vor dem Abbruch: Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbrach das Spiel, nachdem aus dem Cottbuser Fan-Block Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen wurden. Daraufhin versuchten einige Dresden-Anhänger, das Spielfeld zu stürmen, wurden aber von den Ordnungskräften am Einrennen der Zäune gehindert.

Energie-Keeper Tomislav Piplica die Fans zu beruhigen - Stark pfiff nach zwei Minuten trotz der aufgeheizten Stimmung auf den Rängen wieder an. "Ich habe gesagt, dass wir so einen Skandal nicht brauchen. Sowas gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte Piplica. Auch Trainer Petrik Sander zeigte kein Verständnis. "Das darf man nicht tolerieren", sagte er und ergänzte: "Wir können mit dem Punkt besser leben als Dresden."

In Dresden wird es unterdessen trotz des verpassten Heimsieges keine erneute Trainerdiskussion um Christoph Franke geben. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass es aufwärts geht. Jetzt hoffen wir, dass sie in den beiden kommenden Auswärtsspielen an diese Leistung anknüpft. Und dazu wünschen wir Christoph viel Glück", erklärte Dynamo-Präsident Jochen Rudi.

Schon im ersten Durchgang stand die Partie kurz vor dem Abbruch, nachdem aus dem Gästeblock (2., 30., 45.+2) mehrfach Leuchtraketen gezündet und aus dem Dresdner Block Gegenstände geworfen worden waren (38.). Referee Stark drohte daraufhin, die Begegnung abzubrechen, ließ aber wie in der Endphase weiterspielen.

Dynamo Dresden - Energie Cottbus: 1:1 (1:1)
1:0 Bröker (30.)
1:1 Rost (45.+1)
Dynamo Dresden: Kresic - Langen, Kukielka, Csik, Cagara - Lerchl (90. Neubert), Beuchel (67. Vorbeck), Fröhlich, Ludwig (80. Brinkmann) - Kennedy, Bröker
Energie Cottbus: Piplica - Szelesi, da Silva, Berhalter, Sidney - Gomez (63. Jungnickel), Rost, Bandrowski, Gunkel (90. Hysky) - Radu (75. Sahin), McKenna
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Zuschauer: 14.000
Gelbe Karten: Csik / Szelesi, Gunkel, Jungnickel

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Beitrag von Rinderwahn »

Es ist wirklich bedenklich. Ich bin gespannt wie sich die Fußballkultur (bzw. das was davon noch übrig ist) weiter entwickelt.

Auch die Berichterstattung in den Medien ist sehr bedenklich. Ich persönlich glaube nicht das es in den letzten Jahren bezgl. Gewalttätern im Fußball schlimmer geworden ist (eher das Gegenteil ist eingetreten). Aber in den Medien wird das Thema immer weiter hochgekocht. Die Berichterstattung ist sehr einseitig und das auf Kosten von uns Fans. Wenn man sich die Sachen im Fernsehen ansieht oder in der Zeitung liest, ist jeder Fan der in der Kurve steht ein potentieller Verbrecher.
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G.Regor
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Beitrag von G.Regor »

Vor allem wenn in dem einen oder anderen Artikel auch noch der Tritt von Sebastian Deisler in einen Topf geworfen wird mit dem Trommelstockwurf...

Kriegt der jetzt auch Stadionverbot :?:

Nicht mehr trinken, nicht mehr rauchen, nicht mehr stehen, danke dann habe ich zumindest kein Interesse am großen Fußball mehr. :arrow: WM im Stadion "Beim Paule" :!:
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Jean-Luc Girard
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Beitrag von Jean-Luc Girard »

Weder Prophet noch Seher
Fifa-Präsident Joseph Blatter hält Hof in Leipzig

Jens Weinreich

LEIPZIG. Der Präsident trinkt Cola, die Diät-Version. Er streicht über seine Notizen. Rundtischgespräch nennt sich der Termin, den die Fifa-Kommunikationsabteilung einem kleineren Kreis von Journalisten anbietet. Joseph Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbandes, sitzt allerdings an im Quadrat aufgestellten Tischen. Egal, seine Maschine summt, seit früh morgens ist er im Büro in Leipzigs Neuer Messe. Im Gespräch kommt er schnell auf Touren: WM-Tickets, Zuschauerausschreitungen in Hamburg, Spielabsage in Kaiserslautern, Nationalhymnen Ja oder Nein - das sind derzeit seine Themen.

Die Fifa regiert die Republik, hat eine Sonntagszeitung geschrieben. Solche Überschriften gefallen dem Fifa-Präsidenten, der ja die Bedeutung des Fußballs im Allgemeinen und die Stellung der Fifa im Besonderen überaus gern preist. "Fußball ist mehr als eine Religion, mehr als alle anderen Religionen zusammen", pflegt er zu sagen.


[...]

Irgendwann wird eine andere "böse Angelegenheit" angesprochen. Blatter hat vor einem Monat in seinem Büro ungebetenen Besuch erhalten vom Untersuchungsrichter Thomas Hildbrand und einigen Beamten. Die Ermittler beschlagnahmten Akten und untersagten Blatter gar, seinen Anwalt Peter Nobel zu informieren. Über jene Affäre, ein Nachwehen des Konkurses der Marketingfirma ISL, will Blatter nicht reden. "Erstens haben wir Beschwerde eingelegt wegen der Unverhältnismäßigkeit" der Durchsuchungsaktion, sagt er. "Zweitens ist das ein laufendes Verfahren. Ich äußere mich dazu nicht." Dieses Verfahren, das sich ursprünglich nur gegen ISL-Manager richtete, die Millionen der Fifa veruntreuten, wird allmählich zu einem Problem für Blatter und die Fifa. Im Raum steht der Vorwurf der "ungetreuen Geschäftsbesorgung". Ein Delikt, das nach dem Schweizer Strafgesetzbuch mit mehreren Jahren Zuchthaus bestraft werden könnte. Die Fifa versucht derzeit, die Zuständigkeit des von der Staatsanwaltschaft Zug eingesetzten Ermittlers Hildbrand anzuzweifeln. Mit Zürcher Richtern hat man bessere Erfahrungen gemacht: Urs Hubmann, der vor drei Jahren die Strafanzeige von Exekutivlern gegen Blatter bearbeitet, hielt es damals nicht für nötig, bei der Fifa Dokumente sicherzustellen.

Blatters Anwalt Nobel hat im Auftrag von ungenannt bleibenden Personen für den beschuldigten ISL-Manager Jean-Marie Weber einen Vergleich mit dem ISL-Konkursverwalter geschlossen. Gegen Zahlung von 2,5 Millionen Franken verzichtete der Konkursverwalter darauf, Fußballfunktionäre auf Rückgabe von Bestechungsgeldern zu verklagen. Steckt Blatter selbst hinter diesem Vergleich? Hat er geholfen, das Geld für Weber zu akquirieren oder gar selbst etwas bezahlt?

"Ich äußere mich zu diesem Thema nicht, weil ich mich nicht äußern kann", formuliert Blatter und schaut dabei ganz ernst. Kurz zuvor hatte er, so ganz allgemein, noch traurig getönt: "Unsere Gesellschaft ist ab und zu böse, sie mogelt und sie ist gewalttätig."

Durchsucht wurde im November auch das Büro des Fifa-Generalsekretärs Urs Linsi, eines Mannes, der - freundlich formuliert - intern und extern ausgesprochen tapsig agiert. Am Freitag bei der WM-Gruppenauslosung kann Linsi aber nichts falsch machen. Er darf erst gar nicht auftreten.

Den Part des Zeremonienmeisters, den bei derartigen Anlässen immer der Generalsekretär übernimmt, gibt diesmal Blatters Zögling Markus Siegler, der Kommunikationsdirektor. Das sei einzig ein linguistisches Problem, sagt Blatter, man sei schließlich in Deutschland und Siegler beherrsche die Sprache. Linsis Muttersprache ist jedoch ebenfalls Deutsch. Darauf hingewiesen, kontert Blatter grinsend: "Herr Linsi möchte das aber nicht machen!" Im September war Linsi in Marrakesch grandios an der kolossal leichten Aufgabe gescheitert, für zwei Playoffs (Uruguay - Australien und Trinidad - Bahrain) den Heimvorteil auszulosen. Linsi unterliefen einige Verfahrensfehler, am Ende vergaß er dann gar, die Ansetzungen mitzuteilen. Die Performance war so schlecht, dass sie schon wieder als Slapstick-Einlage getaugt hätte.

Quelle: Berliner Zeitung

zum Glück schreiben wenigstens zwei auch darüber
stummer_mitleser
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Beitrag von stummer_mitleser »

mich wundert, dass folgendes bild nicht weitere kreise zieht:

Bild

einfach ekelhaft. aber es ist ja leider nur zu bekannt, dass in den fanblocks mancher clubs das rechtsextreme potential teilweise ziemlich hoch ist.
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

Meier provoziert nächsten Skandal

Im Abstiegsduell zwischen Duisburg und Köln kam es zu einer neuerlichen skandalträchtigen Aktion, als MSV-Coach Norbert Meier den Kölner Offensivspieler Albert Streit per Kopfnuss attackierte und in der selben Sekunde das Opfer mimte.

http://www.kicker.de/content/news/artik ... uppe=20147


Normal müsste der Meier für die Aktion ein paar Spiele gesperrt werden.
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Wird er auch, keine Angst. Der wird so schnell nicht mehr im Innenraum eines Stadions stehen. War schon krass die Aktion.
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Überlinger

Beitrag von Überlinger »

Toll fand ich auch die Reaktion vom unsympatischen Duisburger Präsident Hellmich, der sofort Streit die Schuld gab anstatt einfach die Klappe zu halten!
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GelsenKickers
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Beitrag von GelsenKickers »

Überlinger hat geschrieben:Toll fand ich auch die Reaktion vom unsympatischen Duisburger Präsident Hellmich, der sofort Streit die Schuld gab anstatt einfach die Klappe zu halten!
Nach dem Spiel hat man Hellmich 3x die Szene in Zeitlupe gezeigt. Aber er wollte da nichts gesehen haben. Nach mehrmaligen Nachfragens des Premiere-Reporters wurden die Antworten von Hellmich immer aggressiver, wobei er noch immer eine Tätlichkeit abgestritten hat.

Die Art und Weise wie er die Fragen beantwortet und zu der Szene Stellung bezogen hatte war unterste Schublade des MSV-Präsidenten.
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Tacheles
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Beitrag von Tacheles »

Vorläufiges Berufsverbot für Meier


Trainer Norbert Meier geht nach seiner Kopfnuss-Attacke gegen den Kölner Offensivspieler Albert Streit beim Bundesliga-Nachholspiel am Dienstagabend zwischen Duisburg und dem FC (1:1) schweren Zeiten entgegen. Das DFB-Sportgericht gab dem Antrag des Kontrollausschusses auf eine einstweilige Verfügung für die Verhängung einer sofortigen Sperre statt.

Streit mit Meier: MSV-Coach Norbert Meier attackiert den Kölner und mimt danach die Opfer-Rolle.Hatte der 47-Jährige nach der Partie noch versucht, dem "Geißbock"-Akteur die Schuld in die Schuhe zu schieben, so machte er am Mittwoch in dieser Angelegenheit eine Rolle rückwärts.

"Ich muss mich in aller Form entschuldigen. Es war ein Blackout von mir. Ich habe am Abend die Bilder im Fernsehen gesehen und mich erschrocken. Ich habe Streit bereits angerufen und mich bei ihm entschuldigt. Ich habe in 25 Jahren nie Rot gesehen und kann nicht verstehen, wie mir das passieren konnte", erklärte Meier.

Sechs Minuten vor dem Ende des Abstiegsduells zwischen den "Zebras" und Köln kam es zum Eklat, der Meier nun in Bedrängnis bringt. Albert Streit lieferte sich mit dem Duisburger Trainer ein Wortgefecht. Die beiden Streithähne standen sich daraufhin Kopf an Kopf gegenüber, bis der MSV-Coach zum Kopfstoß ansetzte, um sich in der selben Sekunde theatralisch zu Boden fallen zu lassen. Streit selbst taumelte ebenso zurück und kam zu Fall.

Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin schickte Albert Streit mit der Roten Karte zum Duschen, Trainer Norbert Meier wurde des Innenraums verwiesen. "Er ist auf mich zugestürmt, hat sich vor mir aufgebaut und mich mit derben Worten beleidigt. Dann standen wir uns gegenüber und ich bin hingefallen. Von einer Kopfnuss von meiner Seite aus kann keine Rede sein", hatte Meier auf der Pressekonferenz noch eine andere Sicht der Dinge geschildert.

Der DFB wurde in Form von Horst Hilpert, dem Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, tätig. "Ein Trainer, der sich so verhält, darf nicht drei Tage später wieder auf der Bank sitzen", ließ Hilpert wissen, seinem Antrag auf eine einstweilige Verfügung für die Verhängung einer sofortigen Sperre hat das DFB-Sportgericht schon am Dienstag zugestimmt. Meier darf damit ab sofort nicht mehr das Training der Duisburger leiten oder an Mannschaftssitzungen teilnehmen.

Der MSV-Vorstandsvorsitzende Walter Hellmich, der sich trotz des Studiums der TV-Bilder am Dienstagabend noch hinter seinen Trainer gestellt hatte, hat auf das Vorgehen des DFB-Sportgerichts reagiert. Meier, zunächst mit einer Abmahnung und einer fünfstelligen Geldstrafe belegt, wurde vorläufig suspendiert. "Co-Trainer Heiko Scholz übernimmt ab sofort das Training", ließ Hellmich wissen, über eine Entlassung will der Verein erst nach den Verhandlungen entscheiden.

Nach Angaben von DFB-Pressesprecher Harald Stenger sei die Beweislage aber derart klar, dass für die Verhängung des vorläufigen Berufsverbotes das Vorliegen einer offiziellen Stellungnahme Meiers nicht vonnöten sei. Wie lange die Sperre andauern soll, darüber wird das DFB-Sportgericht noch befinden.

In einem vergleichbaren Fall wurde Eugen Hach, damals Trainer des Zweitligisten Alemannia Aachen, im Mai 2000 nach einer Tätlichkeit gegen Franklin Bitencourt (Energie Cottbus) für drei Monate gesperrt. In dieser Zeit durfte er seine Mannschaft weder trainieren noch bei Spielen betreuen.

Mit den Vorkommnissen in Duisburg erschüttern ein halbes Jahr vor der WM weiter handfeste Skandale die Liga. Erst am Samstag war in Hamburg HSV-Profi Alexander Laas von einem Trommelstock verletzt worden, der von einem Kölner Fan geworfen wurde. Zudem sah sich Nürnbergs Profi Stefan Kießling in Gladbach einer Wurfattacke ausgesetzt.
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Konsequent und richtig:

Duisburg entlässt Trainer Meier

Duisburg - Zwei Tage nach dem Kopfstoß gegen den Kölner Albert Streit hat sich Fußball-Bundesligist MSV Duisburg von Trainer Norbert Meier getrennt. Dies teilte der Klub bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag mit. Der 47-Jährige war nach seiner Tätlichkeit im Spiel gegen den 1. FC Köln am Dienstag vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einem vorläufigen Berufsverbot belegt worden. Meier droht eine mehrwöchige Sperre. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Der ehemalige Nationalspieler, der von seinem Klub eine Abmahnung sowie eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe erhalten hatte, betreute die "Zebras" seit dem 4. Januar 2003 und führte sie in der vergangenen Saison in die Bundesliga zurück.

Meier muss als fünfter Trainer der laufenden Saison nach Klaus Augenthaler (Bayer Leverkusen), Wolfgang Wolf (1. FC Nürnberg), Ewald Lienen (Hannover 96) und Michael Henke (1. FC Kaiserslautern) vorzeitig seinen Stuhl räumen. Es war die 289. Trainerentlassung seit Gründung der Bundesliga 1963.


Quelle: stz
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Rinderwahn
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Beitrag von Rinderwahn »

Aus der FAZ

Lebkuchen erlaubt, Weingummi verboten
Von Uwe Marx, Leipzig


09. Dezember 2005 Daß so eine WM-Auslosung keine durchweg lustige Angelegenheit ist, erfuhren die rheinischen Frohnaturen aus Köln zwei Tage vor dem großen Ereignis. Da eröffnete der Internationale Fußball-Verband (Fifa) den Vertretern dieser WM-Stadt, daß etwas nicht stimme mit ihrer Präsentation in der Neuen Leipziger Messe. Es war nichts Großes: Es ging um einen roten Schal.


Darauf stand „Fastelovendfoßballspill”, also eine Verbindung von Karneval und Sport via Dialekt. Gedacht war das scheinbar harmlose Utensil als Geschenk für Besucher des Kölner Messestandes. Der Fifa aber ging diese Werbeoffensive nach einer anfänglichen Genehmigung dann doch zu weit. Sie wollte den Schal verbieten, weil eine große deutsche Kaufhauskette gleich nebenan exklusiv alle möglichen WM-Artikel verkauft - gegen Lizenzgebühr natürlich. Und weil Partner der Fifa mit allen Mitteln geschützt werden, sollte der Kölner Schal weg. Am Ende durfte er dann doch verteilt werden, insgesamt 2000 Stück.

Die Fifa hat alles fest im Griff

Die frühe Lehre für die unbedarften Rheinländer: Die Fifa hat in Leipzig, aber nicht nur dort, alles fest im Griff. Just am Donnerstag hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß die Firma Ferrero für ihre Produkte die Marke „Deutschland 2006” nicht benutzen darf. Den Markenschutz bekommen sogar die WM-Städte zu spüren, die sich in der sogenannten Glashalle der Messe präsentieren.

Auf genormten Flächen wird die Werbung in eigener Sache organisiert: eine runde Städtebühne für Berlin, München, Dortmund, Kaiserslautern und Co., etwa 25 Quadratmeter groß, mit einheitsgrauem Teppich ausgelegt, großformatigen Bildern an der Rückseite und kurzen Texten daneben; alle in englisch. Selbstverständlich mußte die Fifa alle Motive und alle Sätze gutheißen. Sogar die Zahl der Buchstabenanschläge war vorgeschrieben. Und natürlich durfte nur eine werbefreie Zone errichtet werden - wegen der Fifa-Sponsoren, die sich ihre Werberechte teuer erkauft haben und in Leipzig die zwölf kleinformatigen Städtestände großflächig umzingeln.

Würste in der Oase

Die größte Entfaltungsmöglichkeit haben die Städte noch in einem kleinen, durchsichtigen Plastikzylinder in der Mitte der Stände. Er ist die einzige „Fifa-freie Zone”, wie zu hören ist. Hier darf hinein, was als städtetypisch erachtet wird: Bunte Bären (Berlin), ein Stück vom Dom (Köln), der erste Spielervertrag von Fritz Walter mit 120 Mark Grundgehalt (Kaiserslautern), eine Skyline aus Pappe (Frankfurt) oder Drei im Weggla (Nürnberg) - was mit „Drei Würstchen in einem Brötchen” übersetzt werden kann, im anglophilen Leipzig aber als „Three in a bun” angepriesen wird.

Die Nürnberger haben ein besonderes Faible für Nahrungsmittel, was in Leipzig riskant ist. Sie dürfen als einzige Stadt etwas Eßbares verteilen, Lebkuchen natürlich. Das Monopol auf die Ausgabe von Lebensmitteln unter dem WM-Logo hat allerdings eine große amerikanische Fast-food-Kette. So wurde einer Stadt Weingummi in kleinen Plastiktüten, geformt wie Fußbälle, nicht genehmigt. Jetzt werden sie gelegentlich unterderhand ausgegeben.

Stand an Stand, Stadt an Stadt

„Die dürfen das eigentlich gar nicht”, heißt es prompt an einem Stand über die Nürnberger Gebäckverteiler. „Doch, doch”, wird dort versichert, „wir haben eben zäh verhandelt.” Jetzt dürfen sie also ihre Lebkuchen anbieten, aber nur in neutralen Papiertüten, weil der Hersteller draufsteht - was vorgeschrieben ist, aber natürlich der Fifa nicht gefällt. Es ist ein Kreuz mit dem Vorstellen einer Stadt, wenn eine WM bevorsteht. Immerhin sind die Stände umsonst. Wäre es anders, hätte manch einer möglicherweise auf die Präsentation verzichtet. Diese Erfahrung machte die Fifa während des Confederations Cups im Sommer, der WM-Generalprobe, als einige Städte darauf verzichteten, sich - gegen Gebühr - vor den Stadien neben all den Sponsoren zu präsentieren. In Leipzig aber sind sie alle, Stand an Stand, mehr Kollegen als Konkurrenten, aber durchaus zum Seitenhieb fähig. „Die mit dem kaputten Stadion”, heißt es über die Vertreter von Kaiserslautern bei einem hämischen Nachbarn.

Und so verteilen sie in Einheitsstärke - maximal zehn Vertreter der Städte bei der Auslosung an diesem Freitag und zehn als Helfer an den Ständen - Broschüren, Aufkleber und kleine Geschenke. Besonders lebhaft wird es nach der Auslosung am späten Freitagabend zugehen, wenn alle Länderdelegationen wissen, wo ihre Mannschaften im Sommer spielen. Dann werden auch die meisten Bürgermeister der WM-Städte in Leipzig sein. Zwar waren sie alle zu einem Empfang der Fifa am Donnerstag abend eingeladen, aber kaum einer ist hingegangen. Unter 800 Ehrengästen falle es schließlich nicht weiter auf, ob ein Stadtoberhaupt nun da ist oder nicht. Die Zurückhaltung betrifft sogar partyaffine Repräsentanten. Auch Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, reiste erst zur Auslosung an.
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Buddy
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Beitrag von Buddy »

Das wird ja immer lächerlicher
nordlicht

Beitrag von nordlicht »

Da sagt man am besten wohl gar nix mehr dazu... :evil:
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